Beiträge von Delphin

    Wenn in Gegenwart meiner Goldmünzen jemand nur das Wort 'Misanthrop' fallen lässt, kannst Du regelrecht zusehen wie sie versuchen davon zu rollen! Also lieber keine Feldversuche, vielleicht gelingt es Ihnen sonst noch.

    ich habe die Befürchtung, dass sich die meisten Goldkaufinteressierten demnächst wirklich keine 1 Unzen Goldmünzen leisten können und daher nur noch kleiner gestückelte Münzen kaufen werden... [smilie_love] :!: [smilie_love] :!: :!:

    Kein Problem, wie ich las war es im 17. Jahrhundert üblich sich Münzen achteln zu lassen. So bekam man Kleingeld. Vom Goldschmied.


    Ach es gibt zuwenig Goldschmiede? Ich denke jeder Zahnarzt oder Zahntechniker wird's mit Vergnügen übernehmen....

    Mit so genannten "Quanto"-Produkten wären sie gegen Währungsschwankungen Währungsschwankungen gesichert.


    Kann mir jemand sagen wo ich einen Quantogesicherten Krüger kaufen kann? Auf meiner Unze steht nichts von Dollar und nichts von Euro, ist der jetzt währungsgesichert?


    Fragen über Fragen......, na ja morgen kommt das Dienstmädchen, die wirds wissen.

    Na dann Willkommen und Viel Erfolg beim Lesen und stöbern. Glückwunsch zu deinen Überlegungen bezüglich Geldumverteilung und ich bin gespannt was Du als ehemaliger hauptberuflicher Trader zu unseren Diskussionen hier sagen wirst.

    Oliver

    Nein, die Tatsachen über das Zins und Zinseszins basierte Geldsystem und der unkontrollierten Geldschöpfung durch Geschäftsbanken wird bestimmt nirgends gelehrt. Dafür muß es wohl einen Extra Lehrgang geben, in dem man lernt, daß Staatsanleihen ein sicherer Hafen sind wenn der Aktienmarkt schwächelt bzw. alles andere allgemein formuliert im Arsch ist. Anders läßt sich der Run auf diesen Müll in den letzten Tagen nicht erklären.

    nun ja, als weissgarnix und andere Debitisten Anfang 2008 davon schrieben, kurzfristige Staatsanleihen seinen der Renner, habe ich das nicht geglaubt, bzw. hatte auch noch nicht das Know-How. Wenn es darum ging kurzfristig eine gute Rendite zu machen, lagen sie immerhin richtig. Auch wenn sie das Risiko, das sie eingingen bei weitem zu gering einschätzten. Die Frage ist jetzt für die Halter der Staatsanleihen, wie weiter? Falls raus, dann wann und wohin?


    Vielleicht sind wir da mit unserer Investition in physisches EM doch rechtzeitig in die richtige 'Anlage' gegangen, denn wer jetzt erst kauft zahlt mehr! Und das könnte sich verstärken wenn die Leute erst aus den Staatsanleihen strömen. Was nutzt eine US Anleihenrendite von ein paar % wenn gleichzeitig der Dollar 10 % binnen eines Monats verliert? Gut, der Wechselkurs kann sich auch wieder ändern, nur will das die USA? Scheint mir nicht so.

    Süddeutsche vom 3.1.2009, Kommentar auf Seite 21. - Die Papiergeldkönige:


    http://www.sueddeutsche.de/finanzen/524/453218/text/


    Zitat:


    Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff und seine Kollegin Carmen Reinhart haben die Weltgeschichte der Finanzkrisen untersucht und dabei 800 Jahre und mehr als 60 Länder angesehen. Es stellt sich heraus: Bankenkrisen, Zahlungsausfälle und Staatspleiten waren historisch die Regel, nicht die Ausnahme.
    Jetzt haben sich wieder einmal Banken verzockt und Staaten übernommen. Die amerikanische Notenbank hat Tausende Milliarden Dollar zweifelhafter Kredite in ihren Büchern stehen, bald werden vielleicht US-Staatsanleihen folgen. Will sie ihre Bilanz ins Lot bringen, müssen die Bürger zittern. Eine Zentralbank kann sich entweder durch Inflation aus dem Schlamassel ziehen oder abwarten, bis der Steuerzahler sie saniert. Beide Lösungen sind äußerst traumatisch.


    Zitat Ende...


    Also, was die meisten hier schon wussten, aber mal was, was man in druckbarer Form der verwandschaft und Freunden weitergeben kann:
    1. Der Zusammenbruch der Notenbanken ist historisch gesehen die Regel und nicht die Ausnahme !
    2. Trotzdem ist das für die meisten Volkswirte einfach nicht vorstellbar, da nicht Teil Ihrers Denksystems. Notenbankzusammenbrüche werden wohl an den Unis nicht gelehrt und sind damit nicht abbildbar und somit nicht existent. Das bedeutet dann aber auch, dass die klassische Volkswirtschaft uns in dieser Situation nicht weiterhelfen kann denn wie kann sie richtige Lösungen finden, wenn sie nicht um ihr mögliches scheitern weiss?

    Quoted from "gutso"
    In welcher Weise die USA mit statistischen Kniffen um Auslandskapital buhlen, lässt sich schon daran ablesen, dass die Arbeitsproduktivität selbst in der größten Krise seit Jahrzehnten den offiziellen Daten gemäß angeblich um 1,3 Prozent steigt; zwischen 1997 und 2007 soll ausgerechnet die Dienstleistungsgesellschaft USA ihre Produktivität um 2,6 Prozent jährlich verbessert haben. Fahren die Taxis jetzt doppelt so schnell? 8)


    Und das ging so: In die Produktivitaets-Statistik liess man die steigende PC-Computerleistung einfliessen: Doppelt so viel MHz == bedeutend mehr "Produktivitaet"; so beschoenigte dann der PC-LeistungsBoom die gesamtProduktivitaet, weil ja auf jedem Buero-Tisch nun, waehrend der vergangenen 10 Jahre, sich die "Produktivitaet" ver-x-facht hat.
    Quelle: http://www.shadowstats.org (ist zwar eine bezahl-Seite, aber nach e. Weile sind die Infos kostenlos; bspw folgende url kann genutzt werden:
    http://www.shadowstats.com/article/292.pdf ; aber: statt 292.pdf kann man auch andere Werte eintragen, bspw. 122.pdf (http://www.shadowstats.com/article/122.pdf), usw.; gilt als normales surfen, weil es ja nichts weiter als das anwaehlen einer Adresse ueber den Browser ist :thumbup: ; vielleicht findet dort noch jemand was interessantes; wie gesagt: Bei den neuesten Sachen wird nach Bezahlung gefragt (300er pdf's), es erscheint also ein login-window; aber bei den aelteren kann man des pdf lesen)

    Noch viel schlimmer, sie haben jahrelang ihr BIP wie folgt frisiert. (Quelle mir leider nicht mehr bekannt, ein Amerikanischer Statistiker hat diese Methode aufgezeigt).


    Beim Verkauf von Häussern gab es ja jahrelang Preiserhöhungen. Diese wurden in das BIP eingerechnet, soweit so gut. Allerdings rechnet sie nicht nur die tatsächlichen erzielten Preise in das BIP, sondern analog zu den Preiserhöhungen auch den Bestand an Immobilien der tatsächlich gar nicht verkauft wurde. Also völlig fiktive Umsätze. So und jetzt kommt der Hammer, könnt ihr Euch vorstellen was passieren würde wenn sie das Verfahren auch auf die sinkenden Immo Preise durchführen würden? (Was sie ja müssten, aber nicht werden)

    Tja, das fürchte ich auch. Wenn man bednkt, dass die Bilanzen schon geschönt werden dürfen und trotzdem kommen 2,2 Milliarden an Miesen raus.


    Wenn man bedenkt, dass alles in die tollen amerikanischen Staatsanleihen gerannt ist und der Dollar gerade fällt wie am Strich. Mal sehen wie lange sich die ursprünglichen Besitzer von Euro, Yen oder CHF mit Ihren Dollar Schatzanleihen wohl fühlen wenn sie weiterhin monatlich an die 10 % über den Wechselkurs verlieren. Könnte mir vorstellen es folgt noch ein Run aus den Anleihen und dann wird es ganz finster. Was wollen Sie denn dann kaufen? Gold geht ja wohl garnicht, warum auch immer.....

    .... da siehste mal was wir bugs alles ertragen müssen - selbst dich. ;)


    wg

    cano
    mai, wie kommst denn Du daher? Bist Du auch so einer der meint, weil ein Basketball vom Boden hochprellt, der Ball könnte von alleine fliegen? Etwas länger als 2 Sekunden muss man etwas schon beobachten......


    Von 800 auf 660 gefallen? Und was wenn jemand schon vor 2 Jahren gekauft hat? Der Arme Anleger hat dann zu 490 gekauft und jetzt steht es nur noch auf 660. Geht Dein Anlagehorizont nur über 4 Monate?


    wassergeist, :thumbup:
    für einen Moment dachte ich @leon....a - traue mich gar nicht es auszuschreiben - sei wieder da.

    Kauf Dir als Vergleichsmünze doch einfach eine Krügerrand.


    Die nimmst Du dann zum Vergleich bei dem nächsten Kauf mit. Wenn die zweite KR so aussieht wie die erste, genauso schwer ist und genauso klingt (in die Luft schnippen UND wieder auffangen!), ist es auch eine KR.


    Beim Kauf der dritten Münze machst Du das einfach genauso....usw.


    Solltest Du irgendwann mal zwei verschiedene KR's haben, dann hast Du eine falsche KR erwischt, entweder beim ersten, und/oder beim zweiten und/oder beim dritten usw...... mal. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle Fälscher genau die gleichen Münzen produzieren ist relativ gering, irgendwann fallen Dir da Unterschiede auf.
    (Nur bei Fiat-Geld gelingt das Produzieren absolut identischen Falschgeldes zuverlässig)


    Nein, also im Ernst, kaufe Dir die ersten KR bei einer Bank oder einem im Forum empfohlenen Händler, dann solltest Du auf der sicheren Seite sein. Ansonsten sei Dir Misan's ultimativer Thread: 'KR Test' empfohlen (hier im Forum siehe Suchfunktion).

    Frühjahr 2008..........


    ich etwas hektisch 5 stelligen Betrag vom Konto abgehoben 50 % EUR, 50 % CHF. Bei meiner Hausbank. Siehe unten.


    Damit Gang zu SparKasse (nicht meine Hausbank!):


    Hatte vorher schon einen Termin wegen Konto Eröffnung und Schliessfach ausgemacht. Mein Plan war:
    1. Konto eröffnen. Ein Euro einzahlen
    2. Schliessfach eröffnen, 5 stelligen Betrag einmotten
    3. zack, fertig.


    Beratungstermin: (Er, jung, Anzug, geschniggelt, mit einer jungen Praktikantin. (Kann Frau Praktikanten unserem Gespräch beiwohnen...-Ja.)
    Sagte, ich würde derzeit nur ein Giro wollen wegén Schliessfach. Um etwas Bargeld zu lagern.
    Er: Das ist nicht erlaubt!
    Ich: Wie bitte?
    Er: Wegen Geldwäsche, Kein Bargeld.
    Ich: Wie bitte, es ist alles versteuert usw. - Einige Zeit Diskussion....
    Dann er: Nein, es ist schon erlaubt Bargeld zu lagern, es ist nur nicht versichert. Das Schliesfach ist schon versichert, aber das Bargeld darin nicht.
    Warum wollen Sie eigentlich...
    Ich: Krise, Bankenpleite, usw.
    Er: SpaKa ist vollkommen sicher...Sein Vorstand sagt, da kann nix passieren und er glaubt seinem Vorstand!
    Ich: Ich glaube schon, dass Sie Ihrem Vorstand glauben, ich glaube allerdings nicht dass das Geld auf einem Konto derzeit sicher....


    Ich bin dann gegangen.


    Spontan zu DB - Schliessfach eröffnen....heheh.
    Alle sehr höfflich, die haben da so eine Art geschleckten jungen Angestellten - ausgesucht höflich und bemüht - aber nach einer halben Stund war klar, kein Berater hat ohne Termin Zeit ein Schliessfach .........


    Ich zurück zu meiner Hausbank. Ohne Termin, 13.45 Uhr. Zentrale in einer Stadt ca. 400000 Einwohner. - Kann ich bitte ein Schliessfach eröffnen?
    Sie: ja schon, was für eines wollen Sie denn, eines das zugänglich ist wenn die Bank geschlossen hat oder eines im Keller und wir haben verschieden Grössen.
    Ich: Keller, Grösse 2.
    Sie: Wann möchten Sie das Schliessfach eröffnen?
    Ich: Jetzt?
    Sie; Oh, das geht nicht, ich bin hier ganz allein (auf ca. 1000 qm!) und das dauert ca. 1/2 Stunde, da brauchen Sie einen Termin.
    Ich: okay, aber ich habe da eine 5-stelligen Betrag in der Tasche und ......
    Sie: Ja, den Sie können Sie doch auf unserer Kasse einzahlen und Sie deutet auf die Kasse, ca. 5 Meter weiter.
    Ich: Da habe ich das Geld gerade vor 1 Stunde abgeholt.
    Sie: Ja, aber....hmmmm, wssf........aähmmmm?
    Ich: Na, dann geh ich mal wieder nach Hause......


    What a day.........
    Musste ein dreiviertel Jahr Kraft sammeln um das überhaupt jemandem erzählen zu können!

    Danke für die Infos zu dem Gelben und Jaques.


    Ich habe im letzten Jahr schon einiges mehr verstanden von dem ganzen Wirtschaftsgedöns u.a. durch die Diskussionen von einigen Hochkarätern im Gelben. Das heisst natürlich nicht, dass sie da Recht haben, schon gar nicht immer.


    Was mir bei Vielen dort fehlt ist der Blick über den Volkswirtschaftlichen Tellerrand. Habe den Eindruck mancher bzw. manche dort hat unglaubliches Detailwissen und interne Infos und sie wissen diese zu nutzen und zu interpretieren. Nur nützen die Volkswirtschaftlichen Regeln denn noch was wenn die Spielregeln geändert werden oder kann man dann nicht gleich würfeln? Bzw. ab wann nutzt es dann wieder in VWL/BWL Kriterien zu denken?


    Trotzdem gibts dort für mich Infos, die sonst nicht oder nur schwer erhalte.

    @Jaques spricht in den Gelben von kommenden Währungsverwerfungen. Er geht davon aus, dass es in den kommenden 3 Monaten grosse Währungsverwerfungen geben könnte. Er denkt in Richtung Dollar und Euro Minus 25 % gegen Yen, Nok, Chf.


    see Link: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=58593


    Wäre das nicht eine gute Möglichkeit schnell zu inflationieren (USA, EU). Alles was von draussen kommt wird ruck zuck deutlich teurer? Das BIP würde radikal steigen (höhere Preise), die Inflation rechnet man eh gerne klein, gewisse Übungseffekte würden das eindämmen.


    Interessanter Gedanke, wobei er davon ausgeht, dass das passieren wird, also nicht angeordnet. Ich habe schon einiges von @Jaques gelesen und er scheint mir ein heller Kopf zu sein.

    Zitat PatroneLupo

    Ghost: am Arsch gepackt.....wir sind bei T?uronettis fast am all time high.... [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy]


    cu DL....wer kein Gold hat...braucht auch keins :D :D :D

    :] :] :]
    :!: :!: :!:


    lustisch.....die Marktwirtschaft:
    - wenn's kein Gold mehr zu kaufen gibt (Oktober) fallen die Preise.
    - wenn's endlich wieder KR und ML's gibt (Ende Nov.), steigen die Preise.


    Irgendwas habe ich da wohl falsch verstanden im BWL. Geh jetzt mal die Preislisten meiner Firma überarbeiten.... [smilie_happy]

    Jürgen


    ich nehme mal an mein Beitrag war gemeint (wegen des Titels).


    Na ja, hoffentlich hast du auch eine Lösung für dich oder für uns alle, falls dieser Weg begangen wird. Du klammerst so gut wie alles aus was unsere Existenz begründet.. Was Probleme bereiten könnte gibt es massenweise schon immer, und hat es schon immer massenweise gegeben, nur so kommen wir nicht weiter. (Mir geht es genau um diese Probleme. Ich möchte gerne wissen warum wir die Probleme haben und wer dafür verantwortlich ist. Warum? - Damit wir eine Lösung finden, eine die hält. Wie kommen wir denn sonst weiter? Ärmel aufkrempeln und arbeiten? Haben wir das nicht die letzten 50 Jahre gerade in Deutschland gemacht und wohin hat uns das gebracht? Genau hierher, mitten in Krise! Sollten wir nicht ein bischen über die Richtung nachdenken, bevor wir wieder mit Schwung losmaschieren?)



    Auch bei dieser Einstellung frage ich mich immer wieder, woher eure Brötchen zum Leben kommen, damit ihr solche Artikel ins Forum stellt- Solch eine Einstellung kann sich nur der erlauben, (die Realität wird mich und dich nicht fragen was wir für eine Einstellung haben, bevor sie in unser Leben fällt. Sie ist einfach da und real. ) der a ) vom Staat lebt b ) auf einer einsamen Insel wohnt c ) Selbstversorger ist mit allem was dazu gehört. Es gibt natürlich einen Sinn wenn man zu den 18 Mill. Menschen gehört, die in diesem Lande vom Staat leben, dazu gehören auch jene mit ALG II 8)

    Das war jetzt unschön, denn erstens stellst Du eine Vermutung an, zweitens versuchst Du meinen Beitrag dadurch einfach zu diskreditieren.
    :thumbdown:

    1. Ich halte es für deutlich verfrüht jetzt schon in Aktien einzusteigen. Die Krise fängt gerade an in die Realwirtschaft zu plumsen. Die Autobauer reagieren langsam darauf (Arbeitslose), BASF hat gestern reagiert (noch mehr Arbeitslose), die ganzen Zulieferer werden jetzt betroffen (noch mehr Arbeitslose). Das wird Zweitrunden und Drittrundeneffekte erzeugen die sich gewaschen haben. Das Szenario ist hochgradig deflationär, sieht man sich die USA, Europa usw. kann man sich vorstellen wie sich das die Exportnation D auswirken wird. Alle die neuen Arbeitslosen von heute sind die möglichen Insolvenzen von morgen (Autokredite oder Leasingraten, Haus- und Wohnungskredite). Man sollte hier nicht vergessen, dass die Deutschen zwar relative viele Ersparnisse haben, allerdings sagt das noch nicht aus es würden diesen Ersparnissen nicht eventuelle Schulden gegenüber stehen. (Von der Verzerrung dieser Statistik durch die Superreichen mal ganz abgesehen).


    2. Gegenläufig ist die Ausgabe von Krediten an alle Banken. Ein User aus den Gelben Seiten hatte vor circa einer Woche eine Kreditübersicht von Deutschland Stand September 2008 gezeigt (habe leider keinen Zugriff mehr auf die Quelle) die aufzeigt, dass die Neu-Kreditvergabe an private Haushalte und Firmen überraschenderweise leicht gestiegen ist. Das wiederum bedeutet, zumindest im September haben die Pferde noch gesoffen. Kann sich natürlich schlagartig ändern. Milliarden werden für Neukreditvergaben gerade bereit gestellt. Konjunkturprogramme werden aufgelegt.


    Die grossen Banken dürften - schon allein durch die Anwendung jetzt legaler, kreativer Bewertung Ihrer Forderungen - gerettet sein und werden. Die Realwirtschaft ist darauf angewiesen, dass es Käufer für Ihre Produkte gibt. Für sie ist es weniger wichtig was gestern geschah, es ist viel wichtiger was morgen passieren wird. BASF, Daimler, Opel, Ford, die Spediteure sind der Meinung, morgen wird es weniger Geschäft geben als heute. Die Personal-Leasing Firmen sind ebenfalls dieser Meinung, sie kündigen Ihren Mitarbeitern scharenweise.


    3. Ich finde ein klares Szenario ist nicht zu erkennen. Überall diskutieren die einen in Richtung Deflation, die anderen in Richtung einer starken Inflation. Die Geschichte lehrt, üblicherweise bekommt man beides abwechselnd und hintereinander. Eventuell mehrmals. Die Geschichte lehrt auch, das Ganze endet mit einer Währungsreform zumindest bei den Verlierermächten. Viele Werte werden üblicherweise durch die Deflation eingesammelt und alle Zahlungsversprechen/Kredite durch eine mögliche Hyperinflation entwertet. Und ich möchte nicht wissen wie viele Firmen durch Weltwirtschaftskrisen vernichtet wurden und wieviel grosse Unternehmen dabei waren. Ob es da sicher ist, Aktien von Daimler, Thyssen, BASF zu halten? Wer sagt Euch denn, dass Daimler nicht die NSU von morgen ist. Das sind gewaltige Unterschiede meint ihr? Ja, sicher, nur wer hätte denn GE oder GM würden sehr ernsthafte Probleme bekommen? Ich erinnere mich an einen Artikel aus der 'Finanzen' und der Rubrik 'Börsenfux', die vor ca. 2 Jahren empfohlen hatte (für mutige) GM, Ford und andere USA Grossbetriebe zu kaufen. Weil Value und billig und die USA wird sich wieder berappeln.... usw. Übrigens eine Rubrik, deren Empfehlungen ich ansonsten schon den einen oder anderen 500 Euro Schein verdanke.


    4. Offiziellen Zahlen über BIP und Inflationsraten ist besonders in Angelsächsischen Ländern IMHO nicht zu trauen. Die haben alle eine Abteilung 'Creative Statistics' und schaffen es locker sich ihren BIP um 4-5 % schön zu rechnen. Das lehrt mich die Erfahrung der letzten Jahre. Warum sollten sie ausgerechnet jetzt damit aufhören? Das bedeutet für mich auch, ich interpretiere offizielle Statistiken anhand der Erfahrungen, d.h. von einem amerikanischen BIP kann man gleich schon mal 4 % abziehen, auf amerikanische Inflationsraten kann man - üblicherweise sofort 4 % addieren usw. (fallende Rohstoffpreise könnten die Schere allerdings etwas kleiner machen)


    5. Aus den oben genannten Punkten ergibt sich für mich persönlich der Schluss:
    - Einen Teil in (echte) Werte zu investieren. (jederzeit zugreifbar und liquidierbar. Deshalb hier keine Aktien!)
    - Einen Teil als Barreserve.
    - einen Teil auf Tagesgeld, Giro, usw
    - Einen kleineren Teil zum Spielen und für mögliche zukünftige Investitionen (hier sehe ich Aktien). Derzeit werde ich noch keine Aktien (Dow, Dax, usw.) nachkaufen, ich halte weitere 50 % Verlust für wahrscheinlich. Dann sollten die Zweitrundeneffekte eingepreist sein. Speziell glaube ich deshalb noch nicht an Aktien, weil ich glaube den Konzernen kommen die Käufer abhanden. Okay, der Staat selbst kann kaufen, bei den Ländern und Gemeinden wir es zunehmend eng. Die Banken werden schätzungsweise derzeit nicht gross investieren, sie bauen gerade Personal ab. (Büroraum ebenfalls). Die Dax Unternehmen - Lufthansa, BASF, SAP, Allianz, Daimler, BMW, usw. befürchten Schlimmeres - alles was an der Gesundheitsbranche hängt wird sich kommendes Jahr umsehen. Mehr Arbeitslose bedeuten weniger Sozialbeiträge, schlechte Wirtschaftlage bedeutet weniger Gewerbe- und Körperschaftssteuer. Durch das gute Jahr 2006 werden viele Firmen etwas an Rückstellungen für Neuinvestitionen vorgenommen haben. Viele Firmen werden nun nicht investieren sondern 2008 in der Bilanz die Rückstellungen auflösen, d.h. die Finanzämter und Gemeinden bekommen vielleicht etwas mehr an Steuereinnahmen als 2008 eigentlich erwirtschaftet hat. Falls die Steuerschuldner noch liquide sind, für die Steuern reicht es allerdings meistens noch (Privatschatulleneffekt).


    6. Die größte Frage ist für mich, ob das Fiat-Geld System nochmal die Kurve in ruhigeres Gewässer bekommt. Bisher endete jegliches Fiat-Geldsystem mit einem Staatsbankrott. Warum sollte es diesmal zum ersten Mal anders ausgehen?
    Jeder der bei einem Totalcrash in Aktien investiert ist bewegt sich auf unsicherem Eis. Okay zugegeben, dann ist jegliches Eis unsicher, aber die Frage ist, ob dann Konzerne nicht nationalisiert werden müssen (verstaatlich). Wenn alle Schulden aufgehoben werden ,was wird dann mit den Schulden die GM oder DB an die Aktionäre haben? Können diese erhalten bleiben? Werden sie angepasst? Wird durch Staatskredite der Anteil am Firmenvermögen verwässert? Oder investieren Anlager wie Warren Buffett, die zwar ebenfalls nur Aktien besitzen, sich allerdings Sonderrechte einräumen lassen(Verwässerung)? Wann finden ggf. Anpassungen statt, dh. wie lange sind Aktien nicht mehr handelbar? Kommst Du an dein Depot? Sind deine Aktien gerade an jemand anderes verliehen? Kann der Leiher, die Aktien wieder zurückkaufen, oder ist er gerade kollabiert (Zitat eines Bankberaters: war ja kein Risiko zu sehen, war ja Lehman Brothers).

    GM hat in den letzten Jahren - als es noch Geld verdiente - sein Geld mit der GMAC Bank verdient.


    Die Autosparte ist ähnlich falsch aufgestellt wie fast die gesamte Branche. Benzinverbrauch? Egal. Umwelt? Was für Sektierer! Wenn das Motto der Deutschen Hersteller lautet: Immer schneller immer mehr PS, lautet es in der USA immer grösser immer mehr PS.


    Ich frage mich, mit was will man denn zukünftig Geld verdienen, wenn man gerettet wird? Wie lange dauert es bis man ein Automobil komplett neu entwickelt hat? Und wie lange dauert es bis man kleine Autos auf dem Niveau der Japaner oder VW bauen kann? 3 Jahre? 5 Jahre? 8 Jahre? Das sehe ich als Hauptproblem von GM an. Derzeit macht man schon Miese und man wird weiterhin Miese machen. Markt-Segmente, in denen man stark war, sind weggebrochen, die übrigen Segmente sind von starken Konkurrenten besetzt.


    Wer immer GM retten will braucht einen langen Atem und tiefe Taschen. Die freie Marktwirtschaft vergessen wir auch mal ganz schnell. Welche Folgen wird es denn für VW und Toyota haben, wenn GM die nächsten fünf Jahre pro Jahr 50 Mrd an Subventionen erhält? Müssen wir dann 'unsere' Autofirmen nicht ebenfalls fett subventionieren, schon aus Wettbewerbsgründen?


    Soll doch GM, Opel an Nordrhein Westfalen verkaufen, die können dann ein Gegenmodell zu VW aufbauen. Dann werden auch die deutschen Subventionen wenigstens nicht direkt in die USA verklappt.

    Die Menschheit ändert sich? :hae:
    Da muss ich irgendwie den Anschluss verpaßt haben....ich jage immer noch. :D


    Eines Tages wird der Mensch fremde Galaxien erforschen und dafür sind seine "genetischen" Eigenschaften von elementarer Wichtigkeit.


    :D


    Ja was meint Ihr denn was die Euphorie bei einem wie Obama auslöst? Ich glaube es ist u.a. der Wunsch nach Frieden, Wahrheit und Gerechtigkeit. (Grosse Worte (ich weiss) und jeder versteht darunter etwas anderes (ich weiss) und deshalb kann man das gar ar nicht verallgemeineren. Oh doch, das kann man eigentlich ganz einfach. Man denkt sich '8 Jahre Bush' und das was einem bei diesen Gedanken Angst und Brechreiz verursacht, und dann denkt man schwupps das Gegenteil und schon ist man bei den 3 Begriffen. - Also , geht doch! )- Die Menschen scheinen sich danach zu sehnen.


    Ob Herr Obama das wirklich versprochen hat und ob er es halten kann oder gar will, steht auf einem anderen Blatt. Nimmt aber dem Wunsch der Menschen nicht die Berechtigung. Das hat sich vielleicht geändert, hoffe ich jedenfalls.


    Allesklar, danke für Deine Beiträge, ich habe mich wenig beteiligt bei deinem Thread, teilweise fand ich Deine Analysen sehr gut udn dann habe ich sie aufmerksam gelesen, manchmal waren die Beiträge einfach nicht mein Thema. Die nur technischen Analysen sind nicht so meins, der Spirituelle Ansatz springt mir zu kurz, bzw. dieses Forum scheint mir dafür eher ungeeignet. Vielleicht liegt das auch am Medium, bzw an der mangelnden Nähe. Und Ich habe keine Lust mehr irgendwelchen nur logisch denkenden Menschen Begriffe wie Intuition, Verantwortung, Verstand, Spritualität zu erklären bzw. Versuche zu unternehmen sie zu überzeugen. Wer nicht ansatzweise neugierig ist, bleibt bei der Thematik eben aussen vor, er/sie wird auch nichts vermissen.
    Viel Erfolg für Deine neuen Pläne, tat twam asi.


    Deine Glaubensdarstellung ist beliebig und diese Beliebigkeit, also das jeder sich die Welt so denkt wie es ihm gefällt, ist Teil unseres Problems. Wenn es wissenschaftlich Erwiesen ist, das das Theater nach dem Tot weiter geht, so kann ich ja meinem Nachbarn die Rohrzange über den Schädel ziehen und in sein schickes Haus einziehe, kann ja dann wohl moralisch nicht so verwerflich sein? Zumal ich ganz sicher bin, dass mein Nachbar im nächsten Leben als Ölscheich aufersteht, ich ihm also sogar einen Gefallen tue.


    Ob meine Beiträge ernst genommen werden oder nicht ist mir herzlich egal, weil es nichts daran ändert, dass Kaffeesatzleserei und die Gedanken ?wie man es so in der Gesellschaft einrichten kann dass?..? ins Leere laufen. Dieses einrichten der Gesellschaft, die damit verbundene Gottspielerei, hat uns in der Vergangenheit ins Unglück geführt und führt uns, nach dem einrichten der Gesellschaft in der demokratische sozialen Marktwirtschaft, erneut ins Unglück, was hier offensichtlich keiner bestreitet.


    Ich plädiere für eine Rückbesinnung. Im Wesen des Menschen hat sich in den vergangenen 10.000 Jahre Null Komma nix geändert. Der Mensch ist "geschnitzt aus krummen Holz, das sich nicht gerade biegen lässt", wie uns ein gewisser Herr Kant zu recht lehrt. Jede Utopie, jede Vision läuft, ohne eine genaue Berücksichtigung unserer Wurzel unserer Herkunft unseres Wesens, ins Leere. Aus dem Nichts irgendwelche Bewusstseinssprünge zu beschwören und den Menschen neu zu schaffen entbehrt jeglicher Grundlage und endet immer wieder im Irrsinn.

    Im Wesen der Menschen hat sich in den letzten 10.000 Jahren eine Menge geändert. Sieh dich doch mal eine wenig in Europa um, Kriege zwischen den Europäischen Staaten werden sicherlich nicht mehr möglich sein, weil man vielleicht einen Franzosen gut kennt, Freunde in Italien hat und die Liason mit der Lady aus London immer noch mit Freuden betrachtet. Leider spülen unsere politischen und wirtschaftlichen Systeme vollautomatisch die aggressivsten unserer Spezies in die höchsten Gremien. Wer Macht hat, hat Angst diese zu verlieren und findet es deshalb gerechtfertigt Gewalt aufzubauen und mit Wirtschaft und Militär andere zu bedrohen. Und das im Namen Allahs oder der Demokratie oder im Namen Mütterchen Russlands und alle zusammen für den Frieden.
    Der Grossteil der Amerikaner will schon lange keinen Krieg mehr mit dem Irak und hätte man Ihnen von Anfang an gesagt, dass der Irak mit Elkaida nichts zu tun hat, hätten sie diesen Krieg nie gewollt. Das Problem sind also eher die Kriegstreiber im eigenen Land. In der USA, in Israel, in Russland, in China, um mal die aggressivsten Staaten mit der meisten Macht zu nennen.
    Was sich auch geändert hat ist, dass so richtige schweinische Kriege nicht mehr führbar sind. Es kann keinen Weltkrieg III geben ohne dass JEDER Kriegstreiber seinen eigene Hals riskiert. Egal wo er sich gerade rumtreibt oder einbunkert auf diesem Planeten. Und das ist für jemand der morgens schon sein erstes Gläschen Champangner auf der Terasse serviert bekommt ein ganzes Stück bitterer als für den Malocher am Fliesband. Verfeinerte Nervenenden leiden mehr als abgestumpfte.


    Es gibt eine Menge Leute die eine Menge Zeit und Energie investieren um sich selbst menschlich weiterzuentwickeln. Erzähl doch mal bitte eine Zen Buddhisten der 30 Jahre lang täglich mehrere Stunden meditiert, er würde niemals aus dem Nichts irgendwelche Bewusstseinssprünge machen können. Der würde sich - wenn er verstehen würde wie Du das meinst - schon aus zwei Gründen ins Nirvana lachen. Erstens weil er nun schon seit 30 Jahren sehr viel tut um sein Ziel zu erreichen. Zweitens weil jegliche menschliche Weiterentwicklung immer aus dem Nichts kommen wird. (man muss allerdings auch 30 Jahre hart an sich arbeiten. (aber das kann ich Dir hier beim besten Willen nicht erklären)).


    Was ich meine ist, wir sind ein ganzes Stück weiter als vor 10.000 Jahren, allerdings geht unsere technische Entwicklung viel zu schnell vorwärts unsere Entwicklung zum humanen und spirituellen Menschen hinkt hinterher. Das hat eine ziemlich explosive Mischung erzeugt.


    Falls uns die Erde um die Ohren fliegen sollte, ist es ziemlich fraglich ob und wo Du erneut reinkarnieren kannst. Denn ohne funktionierende Erde keine reinkarnation auf höherem Level. Das sind die schlechten Nachrichten. Das Eidechsen Niveau haben die meisten von uns schonmal hinter sich gelassen.


    Damit hast Du natürlich nichts zu tun, da Dein wissenschaftlicher und empirisch geprägter Verstand ganz sicher ist, dass es zeitlich vor Deiner Geburt für dich noch nichts anderes gegeben hat und nach deinem Tod für dich auch nichts existieren wird. Leider kann Dein wissenschaftlich geprägter Verstand noch nicht mal erklären warum Tesafilm so stark haftet (und der Erfinder kann das auch nicht) oder warum Du Deine Frau liebst, jedenfalls nicht wissenschaftlich korrekt. Trotzdem weisst Du das Tesa hält und die Liebe auch. Bei diesen 'Kleinigkeiten' akzeptieren wir die wissenschaftlichen Unschärfen - wie bei tausenden anderen Punkten auch. Aber dass vor Deinem Leben nichts war und nach Deinem Tod nichts sein wird, da sind wir sicher, weil mans nicht wissenschaftlich beweisen kann.


    Die Wissenschaft ist in meinen Augen nicht mehr als ein Werkzeug, eines von vielen. Zu meinen, etwas was nicht empirisch beweisbar ist, würde nicht existieren, ist ebenfalls nur ein Glaube, nicht mehr. Wir gehen zur Zeit an einer wissenschaftlichen Knute. Mit religiösem Eifer wird alles verfolgt, was scheinbar unwissenschaftlich ist, dabei funktionieren manche Logiken auf manchen Teilen der Welt eben anders als bei uns. z.B. ist für keinen nur westlich ausgebildeten Mediziner erklärbar warum Akupunktur funktioniert (dass es funktioniert akzeptiert inzwischen jeder der bis 3 zählen kann). Vermutlich wird jeder chinesische 10.-Klässler logisch schlüssig erklären können wie und warum die Akupunktur die Gesundheit wieder herstellen kann.