Beiträge von Delphin

    Solche Deutsche, die postuliert werden, müsste man in der kleinen deutschen Goldwelt doch durchaus kennen??


    Ja, habe ich mich auch gefragt wo die sein sollen. In den Parteien vermute ich sie nicht, bei den Banken, wer weiss.


    Vielleicht fährt man ja bei der echten Deutschen Elite mehrgleisig. Müssten sie eigentlich, wenn auch nicht offen. Sollte die Wallstreet in die Knie gehen, könnte der Weg frei sein. Ich könnte mir vorstellen, dass die Deutsche Elite bei Russen und Chinesen ein besseres Standing hätte, als bei den Amerikanern und Engländern. Wer bei letzteren die Nummer 2 ist klar. Man wird partizipieren dürfen, aber die fettesten Happen wird man nur von weitem sehen. Und jetzt soll die Elite unseres Landes auch noch die Wallstreet retten und natürlich weiterhin in der zweiten Reihe bleiben. Das muss ihnen so richtig auf die - natürlich goldenen - Nüsse gehen. Vermutlich versucht man hier und da mit den Ketten zu rasseln.


    Ansonsten halte ich Jim für aussergewöhnlich gut informiert. Er lässt mal ein wenig durchblicken warum das so ist.

    Herr Eichelburg sie haben das Forum verwechselt. Noch entscheiden nicht sie, welche Texte hier veröffentlicht
    werden und welche nicht veröffentlicht werden.


    Wie bitte?
    Wie gehabt, auf eine Argumentation gehst Du nicht ein, deine eigenen Argumente behälst Du einfach bei als hätte man nichts geschrieben und spitzt sie durch Wiederholung zu.


    Was hatte ich zum Goldstandard geschrieben? - ist Dir egal.
    Wie kommst Du auf Eichelburg? - Ist Dir egal.
    Irgendwelche Argumente sind Dir egal.
    Diskussion? - Ist Dir egal.


    Delphin ist Eichelburg...., Eichelburg.... hähähhä EICHELBURG! Kindergarten! Over and out.

    Goldpreis nach Delfin: morgen zwei nullen dran: 134 700 Euro = 1 Unze Gold
    richtig?


    ist dir schon bewusst, was so eine Abwertung des Euro von Faktor 100 über Nacht bewirkt?


    Ja das ist mir bewusst und das würde gar nichts bewirken. Weil niemand VOR einem Ende von $ oder € einen Goldstandard installieren würde. Du bist der Einzige von dem ich gelesen habe, dass er einen Goldstandard VOR einer Währungsreform oder einem Scheitern des $ systems installieren würde. Also nochmal zum merken:
    1. Scheitern der Fiatwährungen.
    2. Es wird Nacht
    3. Goldbasierndes neues Währungssystem.
    4. Und an dem Punkt ist es eben völlig wurscht wieviel Gold als Grundlage existiert, denn es findet eine Neudefinition statt, der Art: 100 Neuro = x gramm Gold = y Euros (für den Umtausch). Es muss nur etwas sein was der realen Wirtschaftskraft entspricht. Damit der Standard nicht binnen eines halben Jahres über den Jordan gehen muss, falls jemand mal wieder ein Uboot vorbei schickt und Neuros in Gold tauschen möchte.


    Deshalb können wir uns deine netten Geschichten was nun an Chaos kommen würde UND was ich mit Eichelburg UND 3 Unzen für ein Haus UND wie lange ich denn hier schreiben würde.....auch schenken.

    Wie ich finde ein Interessantes Interview mit Jim Willie.


    Teil 1 kann über goldenjackass.com gefunden werden. Habe es hier nicht verlingt.
    Hier geht es um die Aktuelle Situation in den USA, Statistische Lügen der Regierungen dort, um die Banken usw. (ca 20 minuten).


    Vielleicht noch interessanter der Teil 2 (englisch).
    http://www.goldmoney.com/podca…-physical-gold-is-on.html
    Auszüge (aus dem Gedächtnis).


    - zwischen März und Mai 2012 hätten ca. 5-6000 tausend to Gold London mit dem Ziel Asien verlassen.
    - das Gold wäre aus Londoner Tresoren aus der BIZ Schweiz und aus einem kleinen Staat in Italien geliefert worden.
    - Käufer seien die alten reichen Familien (die Rockefellers) Chinas (oder Asiens).
    - die Käufe wären gehebelt gewesen


    - in Shanghai gäbe es eine Organistion (Name habe ich vergessen) deren Ziel es sei die Interessen Chinas, Russlands und Ihrer Elite zu vertreten.
    - Berater dieser Organisation seien Deutsche.
    - an einer gemeinsamen Währung die auf Gold basiert würde gearbeitet.
    - Ziel sei es nach einem Default des westlichen Bankensystems eine Alternative anbieten zu können
    - diese Organisation hätte Chavez angewiesen sein Gold aus London zurückzuholen.
    - Gold als Zahlungsmittel für Irans Ölverkäufe wären ebenfalls dort ausgekocht worden.


    - zur Zeit würden jeden Monat riesige Mengen Silber aus Canada und den USA nach London verschifft, vermutlich um die leeren Lager dort schnellstens aufzufüllen.
    - Silber sieht er, sollte ein anhaltender Goldpreisanstieg kommen, durch die Decke gehen. (20 $ on one day).


    - die Deutschen würden an einer Goldbasierenden Währung mit Russland und China beteiligt sein.
    - diese Währung würde stehen und könnte jederzeit installiert werden.
    - Deutschland sei der Keyplayer, alle hätten die Schnauze voll von einer $ basierten Weltreservewährung.


    - MF Global. Ein Opfer aus Kanada hat ihn wissen lassen er sei - gegen anders lautende Information aus der Presse - noch mit keinem Cent entschädigt worden und auch sonst niemand den er kenne.
    - ausserdem lässt er mal anklingen woher er seine insiderinformationen bezieht. (natürlich nicht namentlich).

    wenn Du heute einen Goldstandard einführst und meinetwegen 2 Nullen anhängst, aber morgen feststellst, dass Dein böser Nachbar über 10 mal mehr Gold verfügt als Du, hast Du ganz kräftig verschissen!


    es geht doch gar nicht darum heute einen Goldstandard einzuführen. Es geht um das eine einzige Argument von Edelweiss, dass man nämlich keinen Goldstandard einführen könnte, weil nicht genug Gold da sei um eine Währung darauf aufzubauen oder eine Währung damit zu hinterlegen. Und das ist eben falsch. Es ist einfach nur eine Frage der Relation.


    Hätte GR 10 mal soviel Gold wie D und es würde am Tag X ein Goldstandarde eingeführt werden, wäre das für D keineswegs beängstigend. Denn dann könnte D seine Waren an GR liefern und sich in echtem Geld zahlen lassen. Und binnen einiger Jahre hätten die Besitzer der Konzerne in D einen Haufen Gold und die GR einen Haufen toller Autos, Strassen und jede Menge Bier. Staaten begleichen Ihre Rechnungen nur indirekt mit Geld, letztlich Zahlen sie mit Waren und Dienstleistungen. Wer da nichts zu bieten hat sieht auf Dauer alt aus. (Ausnahme der Innhaber einer Weltreservewährung)


    Grundsätzlich wäre es eh Blödsinn VOR der Beendigung der Finanzkrise eine Goldwährung einzuführen, denn keiner der Staaten will seine Schulden mit echtem Geld begleichen müssen.

    da das deutsche Gold keinesfalls für einen Goldstandard mengenmäßig ausreicht
    würde dazu ebenfalls das Gold der Bürger benötigt.


    Logisches denken ist nicht so deins, was?
    Warum sollte deutsches Gold mengenmässig nicht für einen Goldstandard ausreichen? Du hast das behauptet aber nicht begründet! - Hängt man halt eine 0 an den Preis, oder 00. Ist doch kein Problem, oder? So eine 0 ist schnell gedruckt, angehangen, eingebucht oder was auch immer.


    Da das so ist, benötigt man auch kein Goldverbot. Und damit entfällt das beschriebene Angstszenario mal wieder zu Staub. Alles aufmanteln umsonst.

    Halo Woernie,


    ich möchte Dir gerne etwas Mut machen und Dir für die vielen Gesichtspunkte danken, die Du hier einführst. z.B das Interview von Polleit. Mach einfach so weiter und lass dich von Edelweiss nicht stören, es gibt andere die das was Du schreibst mit Gewinn lesen.


    Und obwohl ich Eure Auseinandersetzung nicht komplett verfolgt habe, möchte ich Dir Edelweiss doch schreiben, dass Du auf das Interview von Polleit mit einer klassischen Diffamierung antwortest. Du gehts auf keines der Argumente von Polleit bzw. Woernie ein. Kein einziges! Du bringst Polleit einfach in einen Zusammenhang mit einer politischen Gruppe von denen Du das schlimmste befürchtest und behauptest dann die Gruppe würde 'dies' und 'das' wollen und somit Polleit auch!


    Aber Du hast den Zusammnehang zwischen Polleit und dieser Gruppe hergestellt. Und selbst wenn Polleit zu der Gruppe gehören würde sagt das noch lange nichts darüber ob seine Argumnete richtig oder falsch sind.


    Wenn Du Edelweiss nicht mit Lagerdenken aufhören willst, dann bitte. Aber lass die anderen wenigstens eine Diskussion über Neues versuchen. Irgendwas scheint die Soziale Marktwirtschaft ja falsch gemacht zu haben, sonst wäre es nicht gelungen sie abzuschaffen. Und das wollen wir rausfinden dann können wir ja endlich wieder zurück.

    Nein es liegt daran dass sich jeder vermehren darf und es keine natürliche Selektion mehr gibt:
    http://www.welt.de/wissenschaft/article1?er-duemmer.html


    Vielleicht klappt das mit der Selektion doch besser als man glaubt. Ich habe jedenfalls selbst selektiert und die Entscheidung gefällt der Elite in dieser Nation keine Kinder überlassen zu wollen. Die deutsche Elite und Ihre Vertretern verdienen es nicht, dass Ihnen fremder Nachwuchs anvertraut wird. Ob eine europäische Elite besser ist wage ich zu bezweifeln.

    uii, dann gibt's heuer noch ne Schlange mit Privy "Kuh" ? Hab ich das richtig verstanden


    Der Vollständigkeit halber sei empfohlen: Dobelli - Die Kunst des klaren Denkens - 52 Denkfehler die sie besser anderen überlassen. SEHR empfehlenswert, das Thema 'Almende' stammt daraus.
    guckst Du hier: http://www.amazon.de/Die-Kunst…TF8&qid=1352832414&sr=8-1
    (Dobelli ist ein Spezie von Thaleb - dem mit dem schwarzen Schwan).


    progress78 : ganz Deiner Meinung. Ich erwarte von der Perth Mint kein anderes Vorgehen als in der Vergangenheit. Warum sollten Sie etwas ändern?


    Mephisto: Mache ich ähnlich, will ich Massenware, kaufe ich Bullion. Manchmal möchte ich proof. Dann sehe ich mich eben um, was geht. Ein 6-facher Pos bei einem Lunar 1 Silber, Ziege tut mir weh, kann sein die Ziege ist das wert, aber ich lasse die Finger weg. Doppelter POS bei Lunar II scheint mir aktuell eine Wette zu sein, die ich eingehen kann. Vor allem auch aus den guten Erfahrungen mit Lunar 1 heraus. Denn in 6 Jahren ist Schluss mit nachdrucken und dann könnte es interessant werden. Für das schnelle Geschäft ist bzw. sind die Münzen sicherlich ungeeignet. Ich weiss allerdings auch keine Münze die geeignet wären, denn wenn es welche geben sollte bekomme ICH die nie direkt vom Händler, dafür ist mein Umsatz viel zu mini.

    .... das kann man so sehen, aber der eine oder andere Denkfehler ist schnell mal passiert. (Auch mir).


    Es geht hierbei, um das Prinzip der Almende, also der Gemeinschaftsweide vor dem Dorf. Dort darf jeder Dorfbesitzer eine limitierte Anzahl von Kühen fressen lassen. Und um die Frage der Limitierung und des Nutzens.


    - Darf ich noch eine weiter Kuh auf diese Weide stellen die im Gesamtbesitz ist, oder eben nicht? Ist es für mich gut, wenn ich eine weitere Kuh draufstellen darf? Aber ja, eine Kuh mehr bringt MIR einen grösseren Nutzen.
    - Bringt es DIR einen grösseren Nutzen wenn ich eine Kuh mehr draufstellen darf? -- NEIN. Meine weitere Kuh frisst Deinen Kühen das Gras weg.
    - Wird es mich stören, wenn im kommenden Jahr zusätzliche Kühe anderer auf die Weide dürfen? - Aber ja. Allerdings ist mein Nutzen aus der Kuh die ich letztes Jahr einstellen durfte grösser, als der Schaden den weitere Kühe im Folgejahr versachen werden.
    Selbst wenn die Gemeinschaftsweide in 10 jahren kollabiert ist der Grenznutzen, den ich aus meiner zusätzlichen Kuh in den 10 Jahren erhalten habe, vermutlich grösser, als MEIN Schaden.


    Das hat mit Naivität nichts zu tun imho. Falls Du das Beispiel nicht verstehen solltest, kann ich Dir das gerne auch noch präziser erklären.


    Oder meinst Du meine Betrachtung der Geschäftspolitik der Perth Mint sei naiv?
    Macht die Perth Mint eine Vertragsverletzung weil aus begrenzter Auflage, plötzlich mehr wird, als vorher versprochen? - Da wirst Du vermutlich 'ja', sagen, die Perth Mint 'nein' und ich 'eigentlich ja, aber das kleingedruckte...'.
    Ich kann nichts dafür, dass die Perth Mint so agiert, ich finde das auch nicht besonders seriös, aber ich weiss seit circa 3 Jahren dass sie so agiert und vermutlich auch weiterhin so agieren wird. Damit muss man sich arrangieren, oder man muss was anderes kaufen. Alles andere wäre naiv.

    Stimmt im Prinzip - ABER wenn ich die Perth -Mint richtig verstehe, kann es jedes Jahr so ein Set geben - mit beliebiger Auflage!
    Prognose: Als krönenden Abschluss erscheint 2019 das Ultimative Lunar-II-Proof-Set (Alle 12 Motive in 1/2 + 1 + 2 Unzen) Auflage 100.000 Stück
    (Falls das dann ausverkauft ist, folgt halt das Gleiche in 1 + 2 +5 OZ)



    Fabio, da kannst Du richtig liegen. Anderseits versuche ich gerade an Lunar I oder Lunar II proof Münzen auf anderem Wege zu kommen. Angebot, fast gleich null. Preise für Lunar I 1oz, so um die 250-300 €, also höher als ich dachte. (nicht repräsentativ). So gesehen freue ich mich heute, über das zusätzliche, bezahlbare Angebot. Wenn dann weiteres hinterhergehoppelt kommt, werde ich mich dann gebührlich ärgern.


    Mir kommt das zusätzliche Angebot schon deshalb entgegen, weil ich ansonsten nie an eine Proof Münze zum Ausgabepreis komme. Natürlich, wenn ich versorgt bin, soll der Markt versiegen für alle Zeiten!

    Der Artikel von Schieritz in 'Der Zeit' ist die Arbeit eines Spin Doctors. Es werden Begriffe zusammengefasst und verwoben die nichts miteinander zu tun haben. Es wird an Gefühle appelliert, wo Verstand schon reichen würde. Argumentative Löcher werden durch einfaches Ignorieren verschwinden lassen, anderes wird einfach umbenannt. Aber er ist die Arbeit eines Spin Doctors der vermutlich die Meinung 'Der Zeit' und der Anglo-Amerikanischen Finanzwirtschaft wiedergibt und deshalb ist er, wie ich finde, sehr interessant.
    (Teil III ist eigentlich imho der wichtigste Teil, wer wenig Zeit hat ….).


    Teil
    I:
    Was die Kritik des
    Artikels an Gold selbst betrifft, hat Peter Boehringer in dem von @EdelMan verlinkten Beitrag (s.o.) bereits alles beschrieben und das
    besser als ich das kann. Mir geht es eher darum, wie Schieritz argumentiert, denn das zeigt uns auf, wie der moderne Journalist Der
    Zeit denkt oder denken darf. Und auch den aktuellen Wissenstand dieser Medien.


    Teil II: Einige Beispiele, die Zitate von Schieritz (S) werden jeweils kursiv gekennzeichnet.


    Schieritz:
    Erst mit der Abkehr vom Goldstandard haben die Staaten des Westens das Herz des Kapitalismus – das Geldwesen – unter demokratische
    Kontrolle gestellt.


    Dieses Argument ist so gaga, dass einem fast kein Gegenargument einfallen möchte. Vermutlich schreibt Schieritz gerne 'demokratisch',
    wenn er 'nicht staatlich' oder gar 'privat' meint. Dann nämlich wird sein Argument schlüssig. Merken wir uns das einfach mal und formulieren wir nun neu:
    Erst mit der Abkehr vom Goldstandard haben die Staaten des Westens das Herz des Kapitalismus – das Geldwesen – unter private
    Kontrolle gestellt.“.
    Das macht plötzlich Sinn.

    Schieritz:
    Ein Goldstandard sei die „radikalste Form des Souveränitätsverzichts“.
    -
    Jetzt macht auch dieser, von Schieritz im Artikel vorangestellte Satz, ebenfalls Sinn. Ein Goldstandard würde natürlich einen Verzicht auf
    einen souveränen Umgang mit der Notenpresse bedeuten. Egal ob von staatlicher oder privater Seite. Also letztlich eine Rückgabe der
    Souveränität an den eigentlichen Souverän, den Bürger. Und das wäre viel für S. viel zu radikal.



    Teil III
    Aber das für mich Entscheidende an dem Beitrag von Schieritz ist nicht sein Umgang mit deutschem Gold – das er am Liebsten in den Atlantik
    werfen würde, sondern sein Umgang mit den Grundlagen des Wirtschaft, mit Eigentum und Besitz und mit dem Vertragsrecht.


    Schieritz:
    Wenn sich moderne Gesellschaften dadurch auszeichnen, dass sie ihre Gewissheiten immer wieder aufs Neue aus sich selbst hervorbringen
    müssen,
    dann weist das Gold den Weg zurück in eine vormoderne Welt überzeitlicher Geltungsansprüche“. – Dieser Satz ist das verheerendste wirtschaftliche Statement, das ich in einer der Mainstream-Medien lesen durfte. Er will erklären, dass es kein
    vertraglich geregeltes Recht auf Eigentum gäbe und in modernen Gesellschaften, Gewissheiten, also Ansprüche, immer wieder auf's
    Neue bestätigt werden müssten, da sie ansonsten unmodern, also veraltet, wären. So funktioniert in den Augen eines modernen
    Volkswirtschaftlers Wirtschaft heute. Verträge und Vereinbarungen von gestern gehen den Schuldner am Liebsten nichts mehr an, egal ob
    es sich um eine No-Bailout-Klausel eines Staatsvertrages oder um Ihren Rentenbescheid handelt. Beide Vereinbarungen werden zugunsten
    des Schuldners geändert, in einem Fall durch das Ignorieren vorliegender vertraglicher Regelungen (unmodern!), im anderen
    mindestens durch die Kraft der Inflation.


    Bei Schieritz, der u.a. in Harvard studiert hat, können wir nun lernen, das eine Gewissheit, wie zum Beispiel ein monatlich zugesichertes Gehalt eines Beamten, in modernen Zeiten immer wieder aufs Neue definiert werden muss, es also letztlich ungewiss ist. Das war Ihnen neu? Nun wir lernen, dass Geltungsansprüche in modernen Zeiten grundsätzlich unmodern sind. Sie gelten nur, wenn sie immer aufs neue erkämpft, bzw. aus sich selbst hervorgebracht werden. Verträge scheinen also per se unmodern zu sein, da sie ja dazu da sind, die Verpflichtungen
    zweier Parteien, für einen gewissen Zeitraum festzulegen. Und der Schuldner sitzt zeitlich immer am längeren Ende eines Vertrages, was
    bei manchen Schuldnern zu einer eigenen Ethik führen kann. Sitzt der Schuldner eines Vertrages gar auf der Staatsseite, dann hat er
    noch eine weitere Möglichkeit lästige Zahlungsversprechungen zu verringern. Er kann die Einheit, in der die Verbindlichkeit lautet,
    entwerten. Entweder schleichend in Form einer Verschlechterung des Wertes einer Währungseinheit oder aber endgültig durch die
    Verkündung eines Defaults. - Ein Euro ist keine Euro ist ein Cent
    …..


    Beides ist aber in unserem speziellen Fall nicht möglich. Das macht ihn wohl so brisant. Die sogenannte 'Deutsche Goldforderung' ist ja gar keine Forderung sondern es wurde nur das Eigentum unserer Bürger dort eingelagert. Es ist wohl eher ein Lagerauftrag ohne Endetermin, wahrscheinlich auf Abruf. Deshalb kann auch nichts veralten. Auch die Berechnungseinheit des Eigentums ist klar definiert, sie lautet in 'Tonnen'. Das ist dumm, da lässt sich nichts verwässern. Ein Tonne sind tausend Kilo und das Urkilo liegt sicher in einem Tresor über den Physiker wachen und ist nicht in den Händen von Finanzministern. Hätte man damals einen Vertrag geschlossen der auf die Lieferung von 'Gold im Wert von xx Milliarden $' lauten würde, wäre das heutige Problem für die USA ein viel geringeres. Aber so bleiben der USA bzw. der Wallstreet möglicherweise nur noch wenige Lösungen:
    - sie können auf Zeit spielen und liefern. (50 to pro Jahr wurden nun wohl vereinbart).
    - sie können Ihre Journalisten schon mal den Boden bereiten lassen und einen Diebstahl begehen.
    Und nichts anderes versucht Hr. Schieritz zu rechtfertigen, wenn er sinngemäss schreibt: „Moderne Gesellschaften müssen ihr Eigentum täglich neu erobern und verteidigen können, historische Ansprüche sind Schnee von gestern“!


    Da weiss man doch wenigstens wo man dran ist. Unsere Staatsrechtler sollten wir zukünftig nicht mehr an der Uni ausbilden lassen, sondern lieber bei der örtlichen Filiale der Hells Angels. Die wissen Genaueres über die Neudefinition und die Gewissheit zeitlich begrenzter Geltungsansprüche. Auch wenn Ihnen vermutlich die sprachliche Eleganz eines Herrn Schieritz abgehen dürfte. - Aber vielleicht ist es auch umgekehrt und die Hells Angels dieser Welt haben schon längst Gastprofessuren an den Elite-Universitäten.

    Hallo @Edelman


    wir liegen nicht
    weit auseinander mit unserer Meinung bzgl. des Zeitartikels und ich
    bedanke mich bei dem Autor nur, weil ich den Eindruck habe, er zeigt
    die Ansichten der herrschenden, transatlantischen Elite genau auf.
    Jedenfalls wenn man hinter seine verklausulierte und verdeckte Logik
    blickt. Und ja, wie Du schreibst der Artikel ist verheerend.


    Aber ich muss dir später antworten, ich muss jetzt
    weg. Ich komme spätestens morgen darauf zurück.


    Übrigens
    halte ich den Artikel auch für absolut unverschämt im dem Sinne
    dass er ohne jegliche Scham einen Blick auf die vorherrschende
    Wahrheit zulässt. Mehr später.


    Der delphin

    wenn man den Artikel und die erwähntenTextstellen genau liest, dann macht Herr Schieritz die beste Werbung für Gold die man sich vorstellen kann!


    Zitat: .... dann weist das Gold den Weg zurück in eine vormoderne Welt überzeitlicher Geltungsansprüche.

    Denn dieses Zitat kann man ja nur so verstehen, dass Gold nach Meinung des Autors, einen 'überzeitlichen Geltungsanspruch' zu gewähren in der Lage ist! Und zwar genau weil ein Anspruch nicht täglich neu geschaffen und durchgesetzt werden muss.


    Eine bessere Werbung für Goldbesitz kann ich mir kurz vor einer Zeitenwende, gar nicht mehr vorstellen. Auch wenn das Hr. Schieritz natürlich so nicht meinte, gesagt hat er es aber trotzdem. Dafür meinen Dank.

    durchaus verstehen, was Gold ist und was es bedeutet.


    http://www.zeit.de/2012/45/01-…ndesbank-New-York/seite-2


    Zitat Mark Schieritz: 'Aus der Kritik am Papiergeld spricht – ähnlich wie aus der Kritik an politischen Parteien – eine Verachtung für den demokratischen Modus von Streit und Konflikt, der durch eine höhere Ordnung ersetzt werden soll. Wenn sich moderne Gesellschaften dadurch auszeichnen, dass sie ihre Gewissheiten immer wieder aufs Neue aus sich selbst hervorbringen müssen, dann weist das Gold den Weg zurück in eine vormoderne Welt überzeitlicher Geltungsansprüche.'


    Cleveres Kerlchen, der Hr. Schieritz. Die obigen Zeilen haben es in sich:
    Kritik am Papiergeld und an politischen Parteien, hält er für eine Verachtung am demokratischen Modus. Er unterstellt den Kritikern sofort, daß sie die Demokratie durch eine höhere Ordnung ersetzen wollen. - Dabei dachte ich, dass die Kritik an dem politischen Weg einer Demokratie und gerade auch an Ihren politischen Parteien eine notwendige Grundfunktion einer Demokratie sei. Eigentlich sollte 'Die Zeit' ein Teil Ihres Geldes damit verdienen. Aber das scheint unmodern zu sein.
    Außerdem verknüpft Hr. Schieritz hier zwei Dinge miteinander die nur am Rande etwas miteinander zu tun haben. Damit schafft er es, zwei Bereiche auszublenden die viel enger mit dem 'Papiergeld' verknüpft sind als die Demokratie, das sind die Wirtschaft und das Finanzsystem.


    Aber was ich wirklich liebe, ist, wenn das System völlig unverbrämt seien Sicht der Wahrheit durchschimmern lässt. Im seinem zweiten Satz zeigt Hr. Schieritz, wie er sie verstanden hat (Zitat):
    'Wenn sich moderne Gesellschaften dadurch auszeichnen, dass sie ihre Gewissheiten immer wieder aufs Neue aus sich selbst hervorbringen müssen, dann weist das Gold den Weg zurück in eine vormoderne Welt überzeitlicher Geltungsansprüche'.
    Wir halten fest:
    - Moderne Gesellschaften zeichnen sich dadurch aus, dass sie Ihre Gewissheiten (Werte) immer wieder aufs Neue aus sich herausbringen (erarbeiten) müssen; überzeitliche (oder wertbeständige) Geltungsansprüche sind vormodern (veraltet).
    - Modern ist es, täglich seine Geltungsansprüche neu erarbeiten zu können, Wertbeständigkeit ist ein Relikt.
    - Moderne Gesellschaften dürfen Ihre Vereinbarungen brechen, deshalb müssen sie auch täglich neu erarbeitet werden. Verträge bzw. das Einhalten von Verträgen ist unmodern, wer seine Geltungsansprüche nicht täglich neu durchsetzten kann, hat keine und ist – deshalb - veraltet.
    - Papiergeld ist deshalb modern, weil sein Versprechen, auf den Tausch in echte Werte, schon morgen verfallen sein könnte.
    - Gold ist vormodern, denn es definiert einen überzeitlichen (ewigen) Geltungsanspruch.
    - Geltungsansprüche, die eine Währungsreform nicht bereinigt werden, sind out.


    Hr Schieritz steht für die moderne transatlantische Medienwelt und Wirtschaftswelt. Intelligent, gebildet, smart, vernetzt, vertragsbrüchig, uneinsichtig, schnell und per Definition gut und skrupellos. Deshalb möchte er im Schlusssatz des Artikels, das in der USA gelagerte Gold auch am liebsten in den Atlantik gekippt wissen, zusammen mit allen vormodernen Geltungsansprüchen anderer Nationen.


    Da weiß jemand was er schreibt. Von dem Mann werden wir noch öfters lesen.

    Zum Thema (Haus)-Besitz zur späten Stunde mal die Ansicht eines Philosophen. (weiss leider nicht mehr wer es war).


    Der meinte zu einem ähnlichen Thema: "Warum soll ich mir ein Bett kaufen, wo ich doch nur schlafen möchte?".

    @Seeadler


    Welche Argumente sieht man denn da als 'besser' an. Meint man erpressbar zu sein z.B. durch Rohstoffe oder wegen der Geopolitischen Lage. Oder meint man die militärische Macht allein?