Beiträge von wolfinvest

    Rentendurchschnitt in Slowakei: 350 € (die Mehrheit bekommt weniger)
    Rentendurchschnitt in Siechenland: 950 €
    Olli Rehn hat die Slowaken schon wegen fehlender Solidarität gerügt.


    Ja und Nein.
    Nein: Um mit diesen Zahlen wirklich was messen zu können bräuchte man noch a) die Lebenshaltungskosten und b) die "Kommerzialisierungsrate" - nenn ich jetzt mal so, gemeint ist, was ist alles geldpflichtig und was läuft bei den Slowaken noch per Subsistenzwirtschaft. Und um so mehr Subsistenzwirtschaft um so weniger aussagekräftig sind die Angaben zum Fiat. Hab leider auch keinen Schimmer, wie hoch die Quote da ist, aber für einen sauberen substanziellen Abgleich der Lebensverhältnisse jenseits der rein marktwirtschaftlichen Lehre wäre das wohl nötig. Und gerade wenn ich Dokus über unsere Ostnachbaren sehe (Ostgebiete Polens oder Rumänien z.B.) hab ich den Eindruck, dass die Geldscheine eher seltener brauchen. Aber Eindrücke können natürlich trügen.
    Und Ja: Weil die EU-Bürokraten messen natürlich auch nur in Fiat und Wachstumsraten.

    würde ich nicht nach Währungsreformen im Allgemeinen fragen, sondern ganz spezifisch, was los ist, wenn die DM wiederkommt und das unter den momementanen Bedingungen.


    D.h. Kurzfristig
    Da würde Gold klar fallen, einfach weil die neue Währung gegenüber USD (auch natürlich gegenüber dem EURO) zuerst einmal als sicherer Hafen gelten würde. Die DM würde aufwerten, 20 - 30 % ohne Probleme, denke ich. Aber zum Glück ist die Gefahr gering, denn das würde die Bankbilanzen (PIIGS-Anleihen!!) verhageln und die deutsche Exportindustrie in den Abgrund stürzen. (Darüber sollten auch mal alle die nachdenken, die sich akutell die DM zurückwünschen - das wäre nur ein kurzer Konsumboom incl. Konsolidierung des Staatshaushalts und dann ein Absturz von Wirtschaft incl. Arbeitsmarkt!)
    Kurz: Wenn jetzt eine Währungsrefom kommt stürzt Gold, zumindest in der neuen Währung gerechnet, ab.


    Langfristig
    Wenn demnächst die Probleme auf uns zukommen, die nichts mit den "normalen" Übertreibungen des "Turbokapitalismus" zu tun haben, sondern all dass was in der Logik des Systems liegt (Zinseszins, Ressourcenknappheit, Umweltzerstörung, Demographischer Wandel) dann spielen auch Währungreformen nur noch kurzfristig eine Rolle. Denn Währungen machen nur Sinn, wenn sie einen langfristige Vision von Stabilität mit sich bringen und diese Fiktion wird sich dann relativ schnell zerschlagen. Aber das geht frühestens 2015 los, wahrscheinlich aber erst der Anfang bis Mitter der 2020er (Rohstoff-Peaks, Demographischer Wandel)


    Und das traurig daran
    Wir könnten das verhinden, wenn wir mitsamt dem System dessen Logik ändern! Das aber würde vor allem unsere Ansprüche treffen und da sehe ich schwarz, schon allein wenn ich hier im Forum so Beiträge unter dem Motto "das deutsche Volk blutet aus" lesen muss.


    Letztlich wird es um eine gute Mischung aus Equipement, EM und Tauschbarem gehen. Und auch darum sich von dem einen oder anderen Fanatiker fern zu halten (welche man hier im Forum ja schon mal studieren kann).


    in die Preisinflationsrate der USA werden ja, wie wir alle wissen, weder Lebensmittel noch Energiekosten eingerechnet. Also rechnet man ebenfalls seit Jahren die Inflationsrate kleiner, da sie vom BIP abgezogen werden muss, vergrössert das prozentual das BIP der USA.


    Is das so?
    Ich kenn das anders: Es werden sehr wohl Lebensmittel eingerechnet aber nach einem Substitutionsprinzip: Verteuert sich z.B. Schweinefleisch um 10 % dann gehen die Statistiker davon aus, dass die Verbraucher Hünchen kaufen, das nicht teurer geworden ist. Und dann wird eben einfach nur Schweinefleisch teuerer, was aber selbstredend niemals zu einer Inflation führen könnte, weil das isst ja niemand mehr :rolleyes:


    Und am Ende substitutieren dann alle ihre Autos durch ein gutes Paar Schuhe, außer die die gar nichts haben: Die entscheiden sich für Hornhaut [smilie_happy] ;(
    Hauptsache es gibt keine Inflation.

    Zitat

    Schon gewusst? Jedes Land muß für die eigene Rating-Bewertung zahlen!


    Aber dann müssen unsere EU-Granden doch nur endlich checken, dass sie gefälligst mehr auf den Tisch legen müssen als die Amis :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:



    Nein Spaß, lieber für den eigenen Untergang zahlen ;(

    derweil wird aber fleißig an der höchstmöglichen Fallhöhe gebastelt :thumbsup: :


    Schaut man sich um, dann fällt so ziemlich alles gegenüber dem US-Dollar:


    - Australischer Dollar
    - Canadischer Dollar
    - Brasilianischer Real
    - Schweizer Franken
    - Mexicanischer Pesos
    - Russischer Rubel usw.


    Ich denke unser Problem ist einfach, dass wir immer noch nicht erkannt haben, was der Dollar für eine starke Währung ist [smilie_happy] :D [smilie_happy]


    Gegen den muss einfach alles so richtig abkacken, außer natürlich die ganz ganz ganz starken Währungen, wie das Pfund das nur wenig verliert, oder der Yen, der sogar gewinnt :thumbsup: :wall:

    Zitat


    Das alles ist Geld, was "reale" Personen verloren haben und nun in die Taschen von Market-Makern, Emmitenten und anderen Finanzinstituten gewandert ist.



    Seh ich prinzipiell auch so, dass das ein erster Ausläufer der nächsten Runde sein kann. Nur glaub ich nicht richtig an die Deflationseffekte (oder nur sehr kurzfristig, etwa als "Deflationsschock" oder so), sowas geht immer nur sehr eingeschränkt (regional wie in Japan, global nur kurzfristig für ein zwei Jahre bei sinkenden Rohstoffpreisen). Sobald das Geldeinsammeln der Banken so richtig beginnt, also eine gewisse Schwelle überschreitet, wird das abgehen wie jetzt schon ansatzweise in Griechenland - was entweder einen Reboot des Systems oder die Entwicklung hin zu einem totalitären System nötig macht: In beiden Fällen werden die bunten Zettel ihren Wert verlieren. Die Geldmenge sagt dann gar nichts mehr aus, es geht um Vertrauen!



    Starke Gegenargumente immer gern gesehen!


    gruß


    wolf


    :hae: Schon allein, dass sowas möglich sein könnte, sollte man doch eher für sich behalten: Ein besseres Argumente gegen den "Markt" als Ort der Preisfindung gibt es ja wohl kaum.



    Da hat die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit wohl nicht mitgedacht. :thumbsup:


    Damit das Spiel noch ein bisschen laufen kann, sich noch ein paar Optionen bieten, man sich Schäfchen noch umgruppieren kann - schööööööön ;(




    "Die Vergeltungsschläge kommen ja erst gegen Mittag, bis dahin haben wir ja noch etwas Zeit um alte Schulden heimzuzahlen ...":http://www.youtube.com/watch?v=pybk1aHgT2E

    Allerdings auch nur, wenn ich jetzt mal davon absehe, dass ich so 55 % in Cash bin ;( - ein falsche Fehler quasi!


    Aber 45 % in nicht Eurozeug: Man muss auch das Positive sehen :thumbsup:



    Aber zur Frage,


    1) irgendwo um 1,20 muss der langjährige Durchschnitt des Eurokurses liegen, da seh ich noch keinen Grund unruhig zu werden, wenn wir trotz "Eurokrise" da noch drüber sind.


    2) Wenn das Ding unter 1,10 geht, dann erst mach ich mir sorgen, weil dann wollen alle auch die 1,00 sehen und falls die fällt, dann gehts ratzfatz.



    Soweit mein irrgelichter, andere Haltungen?

    Und hat der Schäuble da tatsächlich gerade gesagt: "natürlich gibt es Unruhen in Griechenland, die wird es in Deutschland auch geben"



    Hab ich mich verhört oder war das ein Freudscher Versprecher :thumbsup: .




    Achtung, ab hier wird wild herumspekuliert. Also ruft nicht gleich die "Metzgerin" :D , wenns zu abstrus wird:


    Wenn die ETFs nur zu so einem geringen Teil physisch hinterlegt sind, dann ist das eine Art von Leerverkauf. Aber: Die Wirkung auf den Markt ist ggf. trotzdem ein push nach oben, da die fehlenden physischen Käufe durch die ständigen Wasserstandsmeldungen, um wie viel die ETFs wieder an Anlagevolumen zugelegt haben, überspielt werden: Sprich jede gemeldet Zunahme der ETFs schiebt den POG nach oben. D.h. (sieht man jetzt mal von den anderen Spielern ab, die den Goldpreis unten halten wollen), dass der Goldpreis trotz fehlender Käufe dort steht, wo er bei dem (angenommenen) Anlagevermögen der ETFs stehen sollte.


    Das erinnert mich an die VW-Aktie, die alle Profis leerverkauft haben und die trotzdem weiter stieg, weil Porsche über Mittelsmänner kaufte. Auch hier war der Kurs prinzipiell okay. Als dann aber der Übernameversuch von Porsche publik wurde mussten die "Profis" kaufen wie blöd, um ihre Shortpositionen glatt zu stellen, nur gab es zu dem Zeitpunkt schon mehr Shortpositionen als noch Aktien auf dem Markt waren und VW lief von 200 Euro auf 1000 Euro, um dann gleich wieder auf 200 zu fallen (inzwischen noch tiefer). Mit dem Beispiel setze ich natürlich reale Käufe (VW-Aktie) und gute Presse (ETF-Zunahmen) gleich, was meiner Überzeugung entspringt, dass eine gute Show meist genauso gut funktioniert wie wirkliches Tun.


    Und was will ich jetzt sagen ?) : Wenn die ETF-Sache rauskommt, könnte das ggf. nur ein rush sein auf den umgehen wieder ein Sturz der Kurse folgt. Das richtige Goldspiel sind imo die Überschuldungen von Staaten und Unternehmen und damit die schwachen Währungen. Aber für einen mittelfristig orientierten Anleger, könnte das ETF-Szenario interessant sein.

    ...nichts neues, aber die Anzahl der betroffenen Banken (wenn das so stimmt) irritiert schon.



    "Tsunami" an Kreditausfällen rollt auf US-Wirtschaft zu


    Der US-Wirtschaft droht eine neue Schuldenkrise. Nach billionenschweren Verlusten aus windigen Häuslebauerkrediten und Konsumfinanzierungen in den letzten zwei Jahren kommen nun Probleme in ähnlicher Größenordnung aus dem Gewerbeimmobilienmarkt auf die Banken zu: Wegen der Überschuldung der Bauherren droht vielen Banken die Pleite. Das wiederum gefährdet die Konjunktur.


    NEW YORK. "Wie nie zuvor in der Geschichte wird in den nächsten drei Jahren eine riesige, hurrikanartige Welle fällig werdender Hypotheken hochverschuldeter Bauherren über die US-Wirtschaft hereinbrechen", sagte Toni Wood, Unternehmensberater und Autor des im Mai erscheinenden Buches "The Commercial Real Estate Tsunami" dem Handelsblatt.


    Im Boom hastig und nur auf wenige Jahre abgeschlossene Baufinanzierungen für Bürogebäude, Hotels, Einkaufszentren und Mietskasernen im Rekordvolumen von 1,4 Billionen Dollar brauchen in den kommenden drei Jahren eine Anschlussfinanzierung, schätzen Experten. Aber frisches Geld wird auf dem ausgetrockneten Kreditmarkt kaum zu finden sein.


    Die Furcht der Experten: Explodierende Insolvenzzahlen in der Baubranche und weiterer Bankenzusammenbrüche könnten die Erholung der Konjunktur abwürgen. 3000 Banken droht der Kollaps. Auch Experten wie die Harvard-Professorin Elizabeth Warren schlagen Alarm: "Bis zu 3000 mittelgroße Banken haben eine gefährliche Konzentration von Gewerbeimmobilienkrediten in ihren Büchern." Damit seien knapp 40 Prozent der US-Banken in ihrer Existenz bedroht.


    Bislang hat die Finanzkrise "nur" 216 Institute kollabieren lassen. Betroffen von den neuerlichen Problemen sind vornehmlich kleine und mittelgroße Institute, die - anders als die Wall-Street-Häuser - Verluste aus dem Immobiliengeschäft nicht mit Gewinnen aus den Investment-Banking kompensieren können.


    "Die Banken sehen diese Probleme auf sich zukommen und schrauben die Kreditvergabe zurück. Das trifft die sich gerade erholende Wirtschaft", befürchtet Warren, die in Washington den Untersuchungsausschuss zum Bankenrettungsprogramm Tarp leitet.


    Die Notwendigkeit sich neue Hypotheken beschaffen zu müssen, trifft die Betreiber von Einkaufszentren und Bürogebäuden zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Der Wert ihrer Gebäude ist nach einer Erhebung des Warrenausschuss seit 2007 im Schnitt um 40 Prozent gesunken.


    Vielen Krediten am Gewerbeimmobilienmarkt im Gesamtvolumen von 3,1 Billionen Dollar steht also kein entsprechender Wert mehr gegenüber. Die Deutsche Bank rechnet daher damit, dass 65 Prozent der zu Refinanzierung anstehenden Hypotheken ausfallgefährdet ist. Gleichzeitig explodieren die Leerstände in den Gebäuden, so dass die für die Bedienung der Schulden dringend benötigten Mieteinnahmen fallen. Vielen Betreibern geht also das Geld aus.


    Die "perfekte Mischung" für eine Insolvenz, meint Buchautor Wood. Zahlreiche Banken verlängerten aber die auslaufenden Hypotheken einfach, obwohl sie wüssten, dass die Sicherheiten kaum noch etwas wert sind. Sie klammern sich verzweifelt an die Hoffnung auf bald wieder steigende Preise. "In der Branche macht das Wort Hopium, die Kombination aus Hope und Opium die Runde. Man berauscht sich an der Hoffnung und will die Wahrheit nicht sehen", sagte Wood.


    Tanya Azarchs, Bankenanalystin der Ratingagentur Standard & Poor`s (S&P )sieht das ähnlich. "Wir glauben, dass diese Taktik kaum mehr bewirken wird, als das Problem in die Zukunft zu verschieben", urteilte sie zuletzt in einer Studie. Besserung scheint in der Tat nicht in Sicht. Trotz der Stabilisierung der Konjunktur steigen die Leerstandsquoten weiter. Das gilt selbst für den eigentlich als krisenresistent geltenden Büromarkt von Downtown Manhattan.


    Der Immobilienmakler Cushman & Wakefield rechnet damit, dass die Leerstandsquote in Manhattan bis 2011 um weitere zwei Prozentpunkte auf 14 Prozent steigen wird. Das entspricht vier Mal der Bürofläche des Empire State Buildings. Der Grund: Wie auch auf vielen anderen Märkten landesweit, wurden vor der Krise geplante Neubauprojekte trotz aller Widrigkeiten durchgezogen und schaffen nun Überkapazitäten. Diese drücken die Mieteinnahmen.


    "Spätestens wenn weder die Einnahmen, noch der Wert der Häuser eine Verlängerung bestehender Kredite möglich machen, stehen die Banken vor einer schwierigen Entscheidung. Sie müssen die Gebäude zwangsversteigern, die Kredite restrukturieren oder auf eine andere Weise die Verluste minimieren, die sie dann buchen müssen", urteilt S&P-Analyst Azarchs.


    Zwangsversteigerungen würden aber nur weitere Besitzer von Gewerbeimmobilien in arge Probleme bringen. "Die Lage wird sich nicht klären, bis die Preise wirklich einen Boden gefunden haben", sagte Wood. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass der Tsunami kommt. Je länger die Banken das ignorieren und eine Marktbereinigung verhindern, desto heftiger wird der Einschlag."


    Rolf Benders, 07.04.2010


    Quelle: HANDELSBLATT

    Blogger
    und du glaubst danach wird aus Deutschland ein Hort der Glückseeligkeit? :hae:
    Europa muss gemeinsam untergehen oder gedeihen...das ist der Trick ;)
    Ich hab´s inzwischen begriffen....


    Sanfte Grüße
    Der Misanthr :whistling: p


    Welche Erleichterung und Freude, ich dachte nicht, dass es hier jemanden gibt, der das verstanden hat. Danke dafür [smilie_blume]



    Meistens macht das Forum ja den Eindruck hier herrscht das System "Mein Auto, mein Haus, mein Boot" ohne jede Fähigkeit zu erkennen, dass die Fixierung darauf letztlich dazu führen wird, dass man am Schluss weder Auto noch Haus noch Boot haben wird. Alles weg.