Beiträge von wolfinvest

    Und hat der Schäuble da tatsächlich gerade gesagt: "natürlich gibt es Unruhen in Griechenland, die wird es in Deutschland auch geben"



    Hab ich mich verhört oder war das ein Freudscher Versprecher :thumbup: .




    Achtung, ab hier wird wild herumspekuliert. Also ruft nicht gleich die "Metzgerin" :D , wenns zu abstrus wird:


    Wenn die ETFs nur zu so einem geringen Teil physisch hinterlegt sind, dann ist das eine Art von Leerverkauf. Aber: Die Wirkung auf den Markt ist ggf. trotzdem ein push nach oben, da die fehlenden physischen Käufe durch die ständigen Wasserstandsmeldungen, um wie viel die ETFs wieder an Anlagevolumen zugelegt haben, überspielt werden: Sprich jede gemeldet Zunahme der ETFs schiebt den POG nach oben. D.h. (sieht man jetzt mal von den anderen Spielern ab, die den Goldpreis unten halten wollen), dass der Goldpreis trotz fehlender Käufe dort steht, wo er bei dem (angenommenen) Anlagevermögen der ETFs stehen sollte.


    Das erinnert mich an die VW-Aktie, die alle Profis leerverkauft haben und die trotzdem weiter stieg, weil Porsche über Mittelsmänner kaufte. Auch hier war der Kurs prinzipiell okay. Als dann aber der Übernameversuch von Porsche publik wurde mussten die "Profis" kaufen wie blöd, um ihre Shortpositionen glatt zu stellen, nur gab es zu dem Zeitpunkt schon mehr Shortpositionen als noch Aktien auf dem Markt waren und VW lief von 200 Euro auf 1000 Euro, um dann gleich wieder auf 200 zu fallen (inzwischen noch tiefer). Mit dem Beispiel setze ich natürlich reale Käufe (VW-Aktie) und gute Presse (ETF-Zunahmen) gleich, was meiner Überzeugung entspringt, dass eine gute Show meist genauso gut funktioniert wie wirkliches Tun.


    Und was will ich jetzt sagen ?) : Wenn die ETF-Sache rauskommt, könnte das ggf. nur ein rush sein auf den umgehen wieder ein Sturz der Kurse folgt. Das richtige Goldspiel sind imo die Überschuldungen von Staaten und Unternehmen und damit die schwachen Währungen. Aber für einen mittelfristig orientierten Anleger, könnte das ETF-Szenario interessant sein.

    ...nichts neues, aber die Anzahl der betroffenen Banken (wenn das so stimmt) irritiert schon.



    "Tsunami" an Kreditausfällen rollt auf US-Wirtschaft zu


    Der US-Wirtschaft droht eine neue Schuldenkrise. Nach billionenschweren Verlusten aus windigen Häuslebauerkrediten und Konsumfinanzierungen in den letzten zwei Jahren kommen nun Probleme in ähnlicher Größenordnung aus dem Gewerbeimmobilienmarkt auf die Banken zu: Wegen der Überschuldung der Bauherren droht vielen Banken die Pleite. Das wiederum gefährdet die Konjunktur.


    NEW YORK. "Wie nie zuvor in der Geschichte wird in den nächsten drei Jahren eine riesige, hurrikanartige Welle fällig werdender Hypotheken hochverschuldeter Bauherren über die US-Wirtschaft hereinbrechen", sagte Toni Wood, Unternehmensberater und Autor des im Mai erscheinenden Buches "The Commercial Real Estate Tsunami" dem Handelsblatt.


    Im Boom hastig und nur auf wenige Jahre abgeschlossene Baufinanzierungen für Bürogebäude, Hotels, Einkaufszentren und Mietskasernen im Rekordvolumen von 1,4 Billionen Dollar brauchen in den kommenden drei Jahren eine Anschlussfinanzierung, schätzen Experten. Aber frisches Geld wird auf dem ausgetrockneten Kreditmarkt kaum zu finden sein.


    Die Furcht der Experten: Explodierende Insolvenzzahlen in der Baubranche und weiterer Bankenzusammenbrüche könnten die Erholung der Konjunktur abwürgen. 3000 Banken droht der Kollaps. Auch Experten wie die Harvard-Professorin Elizabeth Warren schlagen Alarm: "Bis zu 3000 mittelgroße Banken haben eine gefährliche Konzentration von Gewerbeimmobilienkrediten in ihren Büchern." Damit seien knapp 40 Prozent der US-Banken in ihrer Existenz bedroht.


    Bislang hat die Finanzkrise "nur" 216 Institute kollabieren lassen. Betroffen von den neuerlichen Problemen sind vornehmlich kleine und mittelgroße Institute, die - anders als die Wall-Street-Häuser - Verluste aus dem Immobiliengeschäft nicht mit Gewinnen aus den Investment-Banking kompensieren können.


    "Die Banken sehen diese Probleme auf sich zukommen und schrauben die Kreditvergabe zurück. Das trifft die sich gerade erholende Wirtschaft", befürchtet Warren, die in Washington den Untersuchungsausschuss zum Bankenrettungsprogramm Tarp leitet.


    Die Notwendigkeit sich neue Hypotheken beschaffen zu müssen, trifft die Betreiber von Einkaufszentren und Bürogebäuden zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Der Wert ihrer Gebäude ist nach einer Erhebung des Warrenausschuss seit 2007 im Schnitt um 40 Prozent gesunken.


    Vielen Krediten am Gewerbeimmobilienmarkt im Gesamtvolumen von 3,1 Billionen Dollar steht also kein entsprechender Wert mehr gegenüber. Die Deutsche Bank rechnet daher damit, dass 65 Prozent der zu Refinanzierung anstehenden Hypotheken ausfallgefährdet ist. Gleichzeitig explodieren die Leerstände in den Gebäuden, so dass die für die Bedienung der Schulden dringend benötigten Mieteinnahmen fallen. Vielen Betreibern geht also das Geld aus.


    Die "perfekte Mischung" für eine Insolvenz, meint Buchautor Wood. Zahlreiche Banken verlängerten aber die auslaufenden Hypotheken einfach, obwohl sie wüssten, dass die Sicherheiten kaum noch etwas wert sind. Sie klammern sich verzweifelt an die Hoffnung auf bald wieder steigende Preise. "In der Branche macht das Wort Hopium, die Kombination aus Hope und Opium die Runde. Man berauscht sich an der Hoffnung und will die Wahrheit nicht sehen", sagte Wood.


    Tanya Azarchs, Bankenanalystin der Ratingagentur Standard & Poor`s (S&P )sieht das ähnlich. "Wir glauben, dass diese Taktik kaum mehr bewirken wird, als das Problem in die Zukunft zu verschieben", urteilte sie zuletzt in einer Studie. Besserung scheint in der Tat nicht in Sicht. Trotz der Stabilisierung der Konjunktur steigen die Leerstandsquoten weiter. Das gilt selbst für den eigentlich als krisenresistent geltenden Büromarkt von Downtown Manhattan.


    Der Immobilienmakler Cushman & Wakefield rechnet damit, dass die Leerstandsquote in Manhattan bis 2011 um weitere zwei Prozentpunkte auf 14 Prozent steigen wird. Das entspricht vier Mal der Bürofläche des Empire State Buildings. Der Grund: Wie auch auf vielen anderen Märkten landesweit, wurden vor der Krise geplante Neubauprojekte trotz aller Widrigkeiten durchgezogen und schaffen nun Überkapazitäten. Diese drücken die Mieteinnahmen.


    "Spätestens wenn weder die Einnahmen, noch der Wert der Häuser eine Verlängerung bestehender Kredite möglich machen, stehen die Banken vor einer schwierigen Entscheidung. Sie müssen die Gebäude zwangsversteigern, die Kredite restrukturieren oder auf eine andere Weise die Verluste minimieren, die sie dann buchen müssen", urteilt S&P-Analyst Azarchs.


    Zwangsversteigerungen würden aber nur weitere Besitzer von Gewerbeimmobilien in arge Probleme bringen. "Die Lage wird sich nicht klären, bis die Preise wirklich einen Boden gefunden haben", sagte Wood. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass der Tsunami kommt. Je länger die Banken das ignorieren und eine Marktbereinigung verhindern, desto heftiger wird der Einschlag."


    Rolf Benders, 07.04.2010


    Quelle: HANDELSBLATT

    Blogger
    und du glaubst danach wird aus Deutschland ein Hort der Glückseeligkeit? :hae:
    Europa muss gemeinsam untergehen oder gedeihen...das ist der Trick ;)
    Ich hab´s inzwischen begriffen....


    Sanfte Grüße
    Der Misanthr :whistling: p


    Welche Erleichterung und Freude, ich dachte nicht, dass es hier jemanden gibt, der das verstanden hat. Danke dafür [smilie_blume]



    Meistens macht das Forum ja den Eindruck hier herrscht das System "Mein Auto, mein Haus, mein Boot" ohne jede Fähigkeit zu erkennen, dass die Fixierung darauf letztlich dazu führen wird, dass man am Schluss weder Auto noch Haus noch Boot haben wird. Alles weg.



    Ich geb zu, dass das Einsparen von Ressourcen gerade beim der Mobilität hart ist. Das ist mir schon klar, dass die Verhältnisse andere sind und sowas auch nicht von heute auf morgen geht. Aber jetzt überleg mal, wie viel unsinnigen Luxus wir uns alle leisten. Ich leb schon sehr reduziert und hab trotzdem noch genug Plunder, den es gar nicht bräuchte. Und es wird einfach nichts helfen, der Verzicht wird kommen, ob vorausgedacht und gesteuert oder unkontrolliert in einer Gesellschaft in der dann jeder versucht für sich noch das letzte rauszuholen, um ja auf nichts zu verzichten (genau dahin laufen wir ja gerade).



    Und zu den Holländeren: Ja richtig, is so und ich bin auch sofort für die Maut. Aber: wie oft fährst Du denn in den Urlaub und wie oft nutzt Du den die Autobahn in anderen Ländern, oder produzierst dort Müll oder unterstützt mit deinen Devisen irgendwelche seltsamen Regime. Und zudem, nach dieser Logik musst Du dann auch mir recht geben: Denn ich hab seit 8 Jahren kein Auto mehr, warum soll ich also für deine Straßennutzung mitzahlen?



    Es kommt halt immer darauf an wo man die Grenze zieht, das Problem ist nur dass die Nationalitätendöddelei (gern auch Bundeslanddöddel, weil wir hier in Bayern sind ja sowieso besser als der Rest :P ) vielleicht was bringt, wenns um Handelsbilanzen geht, aber wenig wenns um Ressourcenverbrauch geht. Insgesamt macht mich das wirklich traurig (is so!), denn in all diesen Diskussionen geht es immer nur um Besitzstandsfragen, jeder verteidigt seins und sonst ist ihm alles wurscht. In der letzten Studie zum Umweltbewusstsein des Umweltministeriums ist das schön zu sehen (S. 69): Über 80 % gehen davon aus, dass es was bringen würde, wenn sie nachhaltiger Konsumieren - und 70 % meinen dann, dass das aber bitte nichts kosten soll :wall: . Klar Nachhaltigkeit macht man ja aus Freude an der Sache und nicht weil es um knappe Güter geht, die immer weniger und damit teurer werden, wenn man nichts tut :wall: .



    Aber immerhin, es sind viele bereit weniger Autozufahren :rolleyes: (ebd.) - nein ich will dich nicht ärgern silbermöwe :!: . Wenn das mit dem Benzin nichts ist, wie wäre es dann mit einer Fleischsteuer von 100 %. Die Deutschen essen mit am meisten Fleisch - etwas über 60 Kilo im Jahr und die Fleischproduktion ist energietechnisch, im Flächenverbrauch und in der Verwüstung/Versteppung von Fläche jeweils der König in der Nahrungsmittelproduktion. Besser wäre noch gleich alles auf Verbrauchssteuern zumzustellen!

    Dann mußt du leider Luft essen, denn Nahrung herstellen und anliefern verbraucht viel Öl... und macht dann teuer


    Aber genau das ist ja nötig: Lebensmittel, Elektroartikel, Kleidung, Autofahren - nahezu alles ist zu billig! Und das führt zu einer irrsinnigen Verschwendung von Ressourcen. Wir haben in den letzten 60 Jahren konsequent Arbeit durch Energieverbrauch ersetzt: Das wird auf Dauer nicht mehr so laufen. Und dann muss man halt auch mal ein paar Kilometer gehen, sein Essen so planen, dass nicht ständig Sachen schlecht werden, die man dann wegwerfen muss oder sich nicht jede Woche die durchschnittlichen ca. 1,2 Kilo Fleisch reinziehen. Und vor allem, wer unbedingt 50 Kilometer von seiner Arbeitsstätte wohnen muss, der muss das dann halt auch zahlen!



    Wobei wir müssen das natürlich nicht jetzt machen, das geschieht in den nächsten 10 - 15 Jahren ganz von alleine :thumbup: , wenn wir die Ressourcen genug abwirtschaft haben.


    Mit Exporten nach Griechenland, die nach marktwirtschaftlichen Kriterien gar nicht stattfinden dürften, schlicht weil der Kunde kein Geld hat :sleeping: , erwerben die Exportfirmen monetäre Ansprüche gegen den deutschen Bürger/n, z.B. deutsche Dienstleister, Mittelstand usw.


    Und genau von denselben lassen sie sich ihre Zahlungsströme auch noch garantieren, durch das zwischengeschaltete Instrument "Staat" sowie garniert mit allerlei pseudoökonomischen Brainwash.


    Sehr schön: Garniert wird die Situation dann durch sinkende Reallöhne, damit die Gewinne der Exportindustrie noch ein bisschen höher ausfallen und der Bürger, der später die Garantieleistung übernehmen muss, schon mal ans Sparen gewöhnt wird.



    Und das mir: Wo ich doch pro Staat und Steuern bin.

    Das wärs doch! :thumbup:




    Wenn die HRE und ihr Staatsanleihenhändler Defpa schon dem deutschen Staat gehört, dann kaufen wir doch die griechischen Anleihen selbst und jeder bekommt ein paar Meter zum tapezieren der Wohnung.




    Nein, ernsthaft: Ich glaub es geht nur a), wenn man die EU weiterhin haben will, weil auch Finanzinstitute aus anderen EU-Ländern (insb. Frankreich) dieses Spiel, der durch die EU garantierten Rendite, gespielt haben. Da jetzt die deutschen Versicherer und Banken retten würde eine EU-weites Aufschreien auslösen, das imo zum auseinanderbrechen der Gemeinschaft führen würde.




    Wenn mich das alles nur nicht so traurig machen würde. Ich bin doch eigentlich pro Euro und pro EU, aber doch nicht so! ;(

    Was mir hier so ein bisschen fehlt bei den letzten Postings sind die Gründe, warum Deutschland gar nicht anders kann als Griechenland beizuspringen. Ja,ja die Währungsgemeinschaft, klar.


    Aber richtig tricky bei der Sache ist doch, dass deutsche Großbanken um die 30 Milliarden Euro in griechischen Anleihen halten. Und wieso? Mit Riester mussten für Millionen Menschen Anlagen her, die min. 4 % besser aber 5 % oder mehr versprechen, darunter bleiben die Leute doch beim Festgeld. Nur dumm, dass gute Renditen immer auch ein hohes Risiko haben. Wie sollte es auch anders sein, wenn die Weltwirtschaft meist nicht mehr wie 3 % wächst, dann müssen höhere Renditen irgendeinen Pferdefuss haben. Zumindest aber können nicht alle da investieren wo es gutes Wachstum gibt, irgendwann ist überinvestiert (sprich: Fehlallokation). Hinzukommt, dass Renten und Lebensversicherungen einigermaßen sicher sein müssen/sollen: Tja und da kommt Griechenland ins Spiel, höhere Verzinsung wie bei anderen Staatsanleihen und durch die Währungsgemeinschaft gedeckt: Die Eierlegendewollmilchsau für Verkäufer von Finanzprodukten. Der Witz ist, dass sie erst dadurch jede Option, den Griechen richtig auf die Finger zu klopfen, ausgeschaltet haben. Den wenn die griechischen Anleihen ausfallen, dann möcht ich sehen was Merkel macht, bei huntertausenden (Millionen?)) Anlegern, denen Briefe von ihren Anlageberatern ins Haus flatern. Nein, soweit würde natürlich nicht kommen, vorher würde es sicher noch einen Rettungsfond für die Banken und Versicherer geben und die Staatsverschuldung schießt dann endlich über die 100 %.

    Heute in der SZ: Ein Artikel zum IWF.


    Zum einen wird der IWF gerade umstruktuierte, hierunter fällt auch ein Beschluss von Ende März 403 Tonnen Gold zu verkaufen, um damit Cash für Investitionen zu haben.
    Zum anderen, wird auf den Chefsvolkswirt des IWF John Lipsky bezug genommen:


    "Es war Lipsky, der kurz vor Ostern
    die Regierungen der Welt aufforderte, sie
    müssten „das Undenkbare denken“ und
    sich für breit angelegte Ausgabenprogramme
    bereithalten."



    So, vielleicht alles altbekannt hier!? - für mich wars grad neu.



    wolfinvest