Zitat
Original von Pandadler
Jetzt lasst mal bitte die Kirche im Dorf. Ohne Steuern gibts kein Staat, sondern Anarchie. So ist die simple Gleichung. Natürlich lässt sich überall etwas verbessern! Das ist nicht das Thema, sondern die Notwendigkeit, dass man als Bürger Steuern zahlt, damit die Rahmenbedingungen (Schulen, Krankenhäuser, Gerichte, etc.) gewährleistet werden können. Ein anderes Thema ist die Qualität, die natürlich verbessert werden kann.
Aber ohne Steuern läuft nichts. Das sollte jedem klar sein.
Du brauchst nen Hammer damit du aufwachst oder????
Fangen wir an:
Einnahmen/Ausgaben des Bundes.
Deutschland hatte im Jahr 2006 25,5 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. (Quelle AfA)
Die Gesamteinnahmen des Bundes beliefen sich im Jahr 2006 auf 232,8 Mrd. Euro. (Haushalt des Bundes S. 44)
Davon entfielen allein 131,6 Mrd. Euro auf soziale Dienste und Zuschüsse an soziale Träger.
Das sind 56,5 % des Gesamteinnahmen.
Der Bund erwirtschaftet seine Einnahmen durch Steuern (Lohnsteuer, Einkommenssteuer, Gewerbesteuer, Grundsteuer etc.)
Die Sozialen Träger wie RV, KV, AV beziehen ihre Einnahmen direkt von allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten über die Sozialabgaben (PV Anteil, RV Anteil, KV und AV Anteil)
Die geht direkt nochmals aus dem Haushalt des Bundes auf S. 66 Tab. 14 hervor.
Diese zeigt, das in den Steuereinnahmen des Bundes, nicht die Sozialabgaben enthalten sind, die wir monatlich an die Träger der RV, AV und KV abführen.
Die RV-Träger erwirtschafteten 2006 188 Mrd. Euro aus den RV-Beiträgen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Sie erhielten dazu noch Zuschüsse in Höhe von 61,5 Mrd. Euro.
Die AfA erwirtschaftete 2006 aus den Beiträgen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Überschuss von 2 Mrd. Euro. Ihre Einnahmen lagen bei 52 Mrd Euro, die Ausgaben bei nur 50 Mrd. Euro.
Grund dafür war die Umstellung auf Hartz IV, und die Regelung das ALGII vom Bund gezahlt wird. Daher zahlte der Bund in 2006 39,5 Mrd. Euro für ALG II
Ich habe die Einnahmen der Krankenkassen rechnerisch ermittelt.
Ich habe die 188 Mrd. Einkünfte der RV Träger als 19.5% aller zu versteuernder Einkommen (inkl. der AG Anteile als Brutto auf die Einkommen angerechnet) gewählt. Dabei komme ich auf 964,1 Mrd Euro. Davon habe ich den durchschnittlichen Beitragssatz der KV von 14,5 % berechnet und komme somit auf eine Einnahmensituation der KV von 140 Mrd. Euro.
Die KV wurde in 2006 vom Bund mit 4,2 Mrd. Euro bezuschusst.
Auf der Seite der Gesamteinnahmen ergeben sich also folgende Werte.
Einnahmen des Bundes: 232,8
Einnahmen der RV: 188
Einnahmen der AV: 52
Einnahmen der KV: 140
Gesamt: 612,8 Mrd. Euro
Schauen wir uns die Ausgaben an:
Ausgaben des Bundes als Sozialleistungen und Zuschüsse an andere Träger:
Zuschüsse des Bundes: 131,6
Ausgaben der RV: 188
Ausgaben der AV: 50
Ausgaben der KV: 140
Gesamt: 509,5 Mrd. Euro
Daraus ergibt sich, das 83,14 % der Steuereinnahmen, egal ob aus der Tabaksteuer, Gewerbesteuer, Sozialsteuern oder der Lohnsteuer in Deutschland für Soziale Dienste ausgegeben werden.
Da sind noch nicht Bildung, Kinderbetreuung, Schulen oder Unis enthalten. Da ist keine Polizei, kein Beamter und keine Bundeswehr gezahlt. DAS SIND NUR SOZIALE LEISTUNGEN!!!!
Wir haben nur 25,5 Mio Einzahler in die Sozialkassen... Diese Gesamtzahl wird immer kleiner, und die Zahl deren, welche abkassieren und Leistungen empfangen wird weiterhin steigen.
Ich denke es ist auch jedem ersichtlich, dass dieses System nicht mehr lange funktioniert.
Quellen:
Jahresbericht 2006 des Bundes (kann bei mir als PDF angefordert werden. Online nicht mehr verfügbar)
AfA Bericht 2006 : http://www.arbeitsagentur.de/z…df/Haushaltsplan-2006.pdf
Rentenversicherungsbericht (andere Träger mit 10 Mrd an Einnahmen eingerecht): http://www.deutsche-rentenvers…onen__node.html__nnn=true
Machen wir weiter mit der Steuersituation eine normalen Arbeitnehmers.
[Blockierte Grafik: http://s7.directupload.net/images/080313/temp/f93vqvhj.jpg]
Dazu brauche ich sicherlich nicht viel sagen.
Dann kommen wir auf einen Artikel in dem sich die Linken wieder einmal über die Bonzen beschweren.
http://www.freace.de/artikel/200803/090308a.html
Zitat
Wenn zuviel einfach nicht genug ist
Deutscher Milliardär befürchtet "Edel-DDR"
09.03.2008
Norman Griebel
Wie die Süddeutsche Zeitung am Freitag berichtete, hat der deutsche mehrfache Milliardär Reinhold Würth in einem Interview gegenüber der Schwäbischen Zeitung seine Sorgen um den Erhalt seines Vermögens hinsichtlich einer von ihm befürchteten "Enteignung" durch zukünftige Besteuerungsmaßnahmen zum Ausdruck gebracht und so einmal mehr gezeigt, daß ein Vermögen offenbar niemals so groß sein kann, als daß dessen Besitzer der Ansicht wäre, weniger könne auch noch genug sein.
In der kürzlich veröffentlichten Liste der reichsten Menschen der Welt stufte das US-Magazin Forbes Würth mit seinem – in US-Dollar umgerechneten – Vermögen von geschätzten 7,7 Milliarden – also etwa 5 Milliarden Euro – auf Platz 120 ein. Ungeachtet dieses immensen Vermögens fand Würth in dem Interview äußerst drastische Worte, um seiner Angst vor einer Vermögensminderung Ausdruck zu verleihen.
"Wir werden spätestens 2013 eine rot-rot-grüne Koalition haben. Dann kommt das ganze Folterwerkzeug wieder heraus", sagte er. "Die Erbschaftsteuer wird erhöht, die Vermögensteuer und neue Reichensteuern eingeführt. Wir befinden uns auf einem geradlinigen Weg in eine DDR-ähnliche Zeit, in eine Edel-DDR." Und weiter: "Ich mache mir Sorgen, ob meine Arbeit, die ich in über 58 Jahren gemacht habe, umsonst war. Ob das ganze nicht konfiskatorisch besteuert wird - also quasi enteignet - und ich quasi sechs Jahrzehnte in den Sand gesetzt habe." Schon seine Wortwahl zeigt angesichts der Bezeichnung von Steuergesetzen als "Folterwerkzeugen", ihren Auswirkungen als "Enteignung" und des Begriffs "Edel-DDR" nur zu klar Würths Geisteshaltung. Noch bemerkenswerter ist allerdings eine von ihm ebenfalls in dem Interview aufgestellte "Rechnung" hinsichtlich der vorgeblichen Folgen von neuen Steuergesetzen.
"Die Gewinne, die ich in diesen jetzt 58 Jahren gemacht habe, sind schon mal im Durchschnitt zu 50 Prozent versteuert worden. Wenn die Erbschaftsteuer kommt, dann sind noch mal mindestens 15 Prozent weg. ... Dann blieben also gerade mal 35 Prozent übrig", so Würth. Sollte eine zukünftige rot-rot-grüne Regierung versuchen, den deutschen Staatshaushalt "auf Kosten der Vermögenden" zu sanieren, so würde diesen noch einmal die "Hälfte weggenommen". "Dann bleiben noch 17 Prozent für unsere Unternehmen. Diese Rechnung beträfe den ganzen Mittelstand: Alle, die etwas erwirtschaftet haben, würden gnadenlos ausgenommen. Das geht nahe an den Kommunismus heran."
Hierbei sei zunächst daran erinnert, daß der Körperschaftsteuersatz zum 1. Januar 2008 auf 15 Prozent gesenkt worden ist, nachdem er zuvor bereits jahrelang bei 25 Prozent gelegen hat. Bei genauerer Betrachtung fällt also auf, daß Würth – kaum versehentlich – die Personen- und die Unternehmensbesteuerung munter vermischt. Dem deutschen Vermögensteuergesetz zufolge beträgt die – infolge eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 1995 nicht mehr erhobene – Vermögensteuer bei natürlichen Personen 1 Prozent und bei Körperschaften 0,6 Prozent – und keineswegs 50 Prozent, wie Würth andeutet. Die Tatsache, daß "bereits versteuertes Einkommen" im Todesfall durch die Erbschaftsteuer erneut besteuert wird, trifft – abgesehen von Freibeträgen – die Vermögen von Unternehmern ganz genau so wie Privatvermögen von einfachen Angestellten. Allerdings mit dem Unterschied, daß die Steuern im Falle eines vererbten Unternehmens unter der Bedingung dessen Fortführung bis zu zehn Jahre lang gestundet werden können. Ein bereits eingebrachter Gesetzentwurf sieht unter entsprechenden Auflagen sogar vor, 85 Prozent des Betriebsvermögens den der Erbschaftsteuer auszunehmen. Kindern bleibt im Falle des Todes der Eltern hingegen häufig nur der Verkauf ihres Elternhauses.
All dessen vollkommen ungeachtet reicht es allerdings vollkommen aus, wenn man Würths Rechnung mit seinen ganz persönlichen Zahlen Leben einhaucht. Seine Erben erhielten demnach von seinen rund 5 Milliarden Euro "nur" noch 3,5 Milliarden Euro übrig. Käme es dann zur der von ihm befürchteten "Enteignung" wären es "gerade einmal noch" 1,7 Milliarden Euro. Bei einer – sehr zurückhaltend – angenommenen Verzinsung von 4 Prozent pro Jahr ergäben sich hieraus Zinseinkünfte von knapp 190.000 Euro - pro Tag, jeden Tag.
Der Regelsatz der jetzt "Hartz IV" beziehungsweise beschönigend "Arbeitslosengeld II" genannten Sozialhilfe beträgt in Deutschland derzeit 347 Euro – pro Monat.
Alles anzeigen
Brechen wir das mal runter... halten wir es einfach... auf 100.000 hin oder her kommt es dabei nicht an...
Ich habe 58 Jahre gearbeitet. Habe mir meine kleine Firma aufgebaut. Ich habe 5 Angestellte und zahle mir selbst ein GF-Gehalt von 10.000 Euro pro monat. Ich bin nun 74.
Davon gebe ich 5.000 Euro an den Staat bzw. Kassen die er nun Rentenkasse u.ä. nennt.
Ich habe sparsam gelebt und habe 500.000 Euro gesparrt. Das kleine Unternehmen ist schuldenfrei, hat einen cashflow von 500.000 Euro und einen Gesamtwert von 3.000.000 Euro. Ich habe ein kleines Haus mit dem Wert von 500.000 Euro.
Nicht nur das ich von meinem Erspartem nur 325.000 vererben kann, lastet auf meinen Sohn ein Schuldenberg von 1.225.000 Euro für die Firma und 175.000 für das Haus, die mein Sohn als Erbschaftsteuer entrichten muss.
Da ich nie meine Bilanzen geschönt habe, gabe ich brav 25% meines Firmengewinnes an den Staat ab. Der Rest reichte jeden Monat für Gehälter und floss langsam in den cashflow von 500.000 ein.
Nur für mich gesehen ergibt das folgende Rechnung:
5.000 Netto
10.000 Brutto
2.500 - Abführung des Unternehmsgewinns
Von 12.500 Euro, bleiben mir nur noch 5.000.
In 58 Jahren habe ich 8.700.000 Mio verdient, insgesamt führte ich in den 58 Jahren 5.220.000 Mio Euro an den Staat ab.
Also... Mit der Erbschuld aus Privatvermögen, Firma, Haus und der Steuern die ich 58 Jahre abgeführt habe ergibt sich folgende Rechnung.
Verdient habe ich
8.700.000 Euro.
-5.220.000 Euro Steuern
- 175.000 Euro Erbschaftssteuer Privatvermögen
- 175.000 Euro Erbschaftssteuer Haus
-1.225.000 Euro Erbschaftssteuer Firma
REST: 1.905.000 Euro
Von den Geld was ich mit meiner Hände Arbeit über 6 Jahrzente in Blut und Schweiß meines Angesichtes, mit dem ständigen Druck und Stress erarbeitet habe bleibt mir bzw. meinem Sohn am Ende noch:
1.905.000 Euro
Das entspricht also etwa 22 %....
Jeder kann nun selber entscheiden, für wie fair und gerecht er alles hällt...
Wenn jemand 5 Mrd besitzt, scheint das viel zu sein...
Wenn er aber eigentlich 23 Mrd verdient hat, und die Differenz durch Steuern und Abgaben an den Staat floss, wobei diese durch MwSt, Sozialabgaben der Angestellten etc. sogar noch mehr eingenommen hat, dann halte ich die Bedenken des Hr. Würth, für durchaus gerechtfertig.