Richtig....
Bei Silber gibt es ohnehin schon länger ein Angebotsdefizit.
Von 1990 bis 2003 wurden ca. 1.500 Mio. Unzen Silber mehr am Markt verkauft und verbraucht als gefördert und wiederaufbereitet werden konnten. Daraus ergibt sich ein Angebotsdefizit von ca. 46.700 Tonnen, die irgendwann eingedeckt werden müssen, wobei sich beim derzeitigen Verbrauch des weißen Metalls das Defizit jährlich um ca. 160 Mio. Unzen oder ca. 5.000 Tonnen erhöht.
Man kann sich selbst ausrechnen, was diese astronomische Defizitmenge für einen engen Markt wie den des Silbers im Falle der Wiederentdeckung als Investment bedeuten kann.
Alles hier auf Goldseiten nachzulesen...
Große reine Silberminen sind mittlerweile sehr rar, und Silber wird ja primär beim Abbau von anderen Metallen wie Gold, Kupfer, Blei und Zink gewonnen. Daher ist es auch nicht möglich, das Defizit durch schnelle zusätzliche Produktion rasch abzubauen.
Eine Verknappung bei Silber kann sich aus einer Depression ergeben, in der die weltweite Nachfrage nach anderen Metallen konjunkturell bedingt zurückgeht und somit auch die Primärproduktion bei Silber erlahmt. Dreh- und Angelpunkt eines Anstiegs der Edelmetallpreise sind aber nach wie vor die inflatorischen Tendenzen durch die zu starken Geldmengenausweitungen der Zentralbanken....
vgl. "Das Gold-Silber-Preis-Ratio" oder "Silber/Gold-Produktions-Ratio" Richard Mayr auf goldseiten.de.. der TE hatte sich ja auf einen dieser Artikel bezogen, daher bin ich auch unschlüssig, wie man es noch besser verdeutlichen kann...
also, es gibt keine riesigen Silbervorräte....und in der Krise wird noch weniger Silber gefördert werden...
es gibt auch keine großen Silberbestände in Privathänden mehr, wie zu Zeiten der Gebrüder Hunt, als massenweise Silber eingeschmolzen wurde - nix mehr da...