Beiträge von Zweifler0815

    Ist mir ganz neu, dass Anleger auch für die Gesellschaft haften?

    Ich denke, dass dies so gemeint ist: Wenn die Gesellschaft ein Bußgeld zahlen muss, kommt dies ja direkt aus dem liquiden Unternehmensvermögen, mindert also den Unternehmenswert bzw. etwaigen Gewinn und schädigt somit die Anleger zusätzlich zu den bisher angefallenen Kursverlusten.

    Irgendwie kurios, komisch, seltsam oder zum Ablachen witzig ist doch, dass da der Wirecard-Oberbonze(n) oder ein Vorstand oder höherer Manager - so was haben die doch, oder ist das ein "Ein-Mann-Konzern"? - dass da keiner auf die Idee kommt, den Rechner anzuwerfen, sich ins Netz einzuloggen und äh zu checken, ob die Milliarden da sind, ... So kompliziert kann die Struktur des Firmengeflechts doch gar nicht sein, dass man innerhalb mehrerer Jahre es allein nicht schafft oder nicht vermag, zu prüfen, ob man da tatsächlich bei den Philippinos 1,9 Milliarden auf einem Konto hat? Das war ja ein wesentliches Element der Bilanz, ein nicht unerheblicher Aktivposten.
    Angesichts der jahrelangen Vorwürfe wegen bilanzieller Unregelmäßigkeiten von der FT hat man sich jahrelang gewunden und immer wieder tränenreich dementiert ..
    Nach all den Querelen und Dementis ... ein nach höchsten deutschen Standards "streng regulierter" DAX-Konzern mit 5.000 Mitarbeitern, die nix machen außer Zahlen hin- und herschieben bzw. am Bildschirm zu beobachten, wie die Zahlen wachsen ...
    Bitte helft mir, das zu verstehen, liebe Freunde des Börsenhandels! ... Ich möchte ja (an ein Versehen) glauben!

    Eben. Der Lockdown beschleunigte nur eine Entwicklung, die sich auch vorher schon vollzog.
    Was eh schon im Kippen begriffen war, bekam einen kleinen Stoß, einen leichten Schubs ...
    Andererseits:
    Durch einen schockartigen Kollaps anstelle der Fortsetzung eines allmählichen, mehr o. weniger schonenden Niedergangs wird der (sattsam bekannte) "Boiling-Frog-Effekt" vermieden - es folgt ein beherzter Sprung aus dem Kochtopf... :hae: :/

    Man braucht doch bald eh nur noch Trinkhallen und Spätis, wo man anschreiben kann, und die unverzichtbaren Dönerbuden, weil man so offen für fremde Kulturen ist ... open for all, you know what I mean, bro ...
    Der Rest, Adidas-Jogginghosen, Ghetto-Basecaps und Nike-Sneakers für den Einheitslook, werden online bei Amazon und Zalando bestellt.

    Ich wäre nicht überrascht, wenn sich herausstellen sollte, dass Wirecard tief in Geldwäschegeschäfte der organisierten Kriminalität verstrickt ist. Zahlungsdienstleister, Vermittlung und Weiterleitung von Geldern aus Handelsgeschäften Dritter ... und schlechter kontrolliert als eine Würstchenbude - prädestiniert für Zwecke der OK.
    Da kann doch in dem verschachtelten Firmengeflecht leicht die Herkunft von Geldern aus dubiosen Quellen verschleiert werden. Da werden Gelder als Mittel von Drittpartnern ausgewiesen, die man nicht bis ins Letzte verifizieren kann ...
    Jetzt fehlen einfach mal 1,9 Milliarden Euro auf einem Treuhandkonto ...
    Waren die jemals vorhanden? Konten, die nie existierten, überhöhte Kaufpreise für lokale Zahlungsdienstleister in Drittweltländern, die nur einen Briefkasten in Mumbai haben? ...
    Der Rest ist reine Zahlenakrobatik, es werden Zahlen hin- und hergeschoben, die Bilanz wird aufgeblasen. Da es den Wirtschaftsprüfern irgendwann zu heiß wurde, wurde ein Testat verweigert ... Woher kennt man das?
    Das wird teuer ... Wird die Bundesregierung (auch) Wirecard retten? Den "nationalen Champion" als Gegengewicht zu Paypal & Co., den man doch soo sehnlichst endlich mal haben wollte?
    ***
    Hinter den Kulissen entfalten sich seit letzter Nacht hektische Aktivitäten: Batterien von Festplatten werden ausgebaut und geschreddert, Dokumente vernichtet, Telefonleitungen der großen Kanzleien sind ständig besetzt ... Es wird fieberhaft nach einem glaubhaften Sündenbock gesucht, einem armen Schwein aus der Buchhaltung, das man hinhängen kann ... Man wird ihm zusichern, dass man für seine Familie sorgen werde ...

    Ganz genau. Zustellung "in" den Briefkasten war bei den Abmessungen unter Bewahrung der physischen Integrität des Pakets gar nicht möglich (Quader mit 10 cm Kantenlänge).
    Daher kann der Zusteller es also nur mutwillig beschädigt bzw. zerquetscht oder offen "auf" oder im Umfeld des Briefkastens abgelegt haben. Schadenersatz ist fällig ...

    selbst bei "nur" 15% Aufgeld ist es doch irgendwie sinnlos, Artikel mit so großer Fungibiltät bei zugleich geringem Spread im normalen Münzhandel über Auktionshäuser zu verkaufen
    irgendjemand macht dabei Miese: der Käufer, der viel zu viel bezahlt
    oder der Verkäufer, der viel weniger bekommt, weil der/die Käufer entsprechend des zusätzlichen Aufgelds entsprechend weniger bietet
    oder beide und nur das Auktionshaus gewinnt immer

    Ja, da kannst du auch Anlageware ersteigern, aber durch das Aufgeld ist es ziemlich sinnbefreit, selbst knapp unter Spot ... Und da gibt's ja auch Schutzgebote, die verhindern, dass solche Münzen weit unter Schmelzwert gehen.
    Die Häuser leben wahrscheinlich zunehmend von irgendwelchen unkundigen Erben, die die Münzen vom Opa oder Vater da einfach gesammelt einliefern, ohne sich damit weiter beschäftigen zu wollen ...
    Hab ein einziges Mal mal über eine Online-Auktion zum Erstgebot (auch unter Spot) mal eher testweise eine Münze ersteigert ...
    Durch das Aufgeld lohnt es sich weder für Käufer noch für Verkäufer, wie du ja richtigerweise schreibst ...
    Bei 20% Aufgeld schon gar nicht ...

    Allerdings wollte ich eh schon immer mal einen gegossenen Degussa Barren haben. Von daher könnte man hier schön einen Sparplan einrichten und immer mal wieder was einzahlen wenn der Goldpreis gefallen ist.

    Na ja, dann kauf doch einfach monatlich eine viertel Unze. Die versuchst du an einem Tag zu kaufen, an dem der Goldpreis gerade etwas gesunken ist. Nach einem Jahr, also 12 Monaten, verkaufst du die hier im Forum - und dann hast du in etwa den Erlös zusammen, um dir davon einen 100-Gramm-Barren zu kaufen ...
    Da kannst du dank des Aufschlags für die kleinere Stückelungen sogar ein paar Gramm Gewinn rausbekommen (92,88 g für die 12 x 1/4 oz - dafür bekommst du nach einem Jahr 100 g Au) ... ;)
    Na, wie klingt das als Sparplan? Ich kann diesen Sparplan gegen ein paar Gramm Gebühr auch für dich verwalten ...

    Da Sammlermärkte auch weithin als Anlagemärkte erkannt und genutzt werden, lassen sich Sammlerpreise oft gar nicht sauber von Spekulationspreisen unterscheiden.
    Der Sammlerpreis hat so gesehen immer auch einen spekulativen Bestandteil. Nur das viele Geld gehörte früher eher kundigen, gebildeten Sammlern und ist jetzt vielmehr in den Händen des reichen Pöbels ...


    Zuweilen überwiegt die Spekulationsabsicht. Würde jemand, der bei Verstand ist, z.B. lächerliche Installationen, hässliche Farbklecksereien oder kinderkrakelhaft anmutende Schmierereien kaufen und als bedeutende Kunst bejubeln, nur weil der Name eines "Kunst-Promis" draufgepappt ist?


    Micky-Maus-Münzen sind eigens produzierte "Sammlerware", aber erfreuen ja wenigstens noch das Auge ...


    Ich denke, in der Regel bezieht sich die Frage nach bzw. Erwartung einer Wertsteigerung auf den Zeithorizont: Spekulativ eingestellte Leute wollen innerhalb weniger Jahre Kasse machen ...


    Ein echter Sammler will seine Sammlung eher vererben, weitergeben, stiften ...
    Wer echt sammeln will, kann auch Kronkorken, Bierdosen, leere Tetrapacks, alte Handys etc. pp. sammeln - das werden vielleicht schon bald gesuchte Artefakte und Zeugnisse einer einst hochentwickelten Zivilisation sein, ...

    Der Vorfall mit ING zeigt mir, dass auch da unerklärliche Dinge passieren.

    Unerklärlich ist das eigentlich, wie so vieles, gar nicht.
    Die Diba hat vor einiger Zeit auf ein dreistufiges Login-System umgestellt, vielleicht haben die deswegen die PIN-Länge gekürzt - sicherer als bei der Diba kann man sich eigentlich gar nicht einloggen.
    1.) Man gibt die Internet-PIN ein, 2.) danach muss man zwei ausgewählte Ziffern eines x-stelligen Diba Keys über die Bildschirm-Tastatur mittels Mausklick eingeben, 3) zuletzt bekommt man nach Anforderung noch eine mTan an deine Handy-Nummer per SMS (das war früher zur Anmeldung nicht verlangt) ... Erst dann gelangt man zur Konto-/Depotansicht. Man muss also drei Hürden überwinden. Die PIN allein, egal wie lang die war, nützt nichts. Weißt du ja selbst, wenn du da ein Konto hast.
    Generell wird diese Anmeldeprozedur ja immer nerviger, auch wenn man bedenkt, dass man teilweise ohne entsprechende Smartphone-Apps für diese Tan-Generatoren vom Konto ausgesperrt wird ...
    Komisch eigentlich, wo einem doch gar niemand was Böses will ... da wird das trotzdem alles verkompliziert. ||

    Hätten Maria Ladenburger, Susanne Feldmann, Mia aus Kandel und andere Opfer fremder Gewalt wenigstens leise Vorurteile gehabt, könnten sie heute noch leben, lieben und eine Familie gründen. Vorurteile wurden ihnen aberzogen, damit hat man sie ausgeliefert ...
    Vorurteile sind meist eine Lüge ("ich werde ja immer scheel angeguckt") und daher auch ein Kampfbegriff - "Doppelsprech" für natürliche anthropologische Instinkte, in vielen Generationen erworbene Verhaltensmuster, die jedem normalen Menschen innewohnen und sich wohl nicht abschaffen lassen. Sogenannte "Vorurteile" haben erst dafür gesorgt, dass unsere Vorfahren überlebt haben und nicht an den Spießen der benachbarten Neandertalersippe endeten.
    Gut, man leistet sich den Luxus, dies in einer Rundum-Sorglos-Gesellschaft zu vergessen. (Negative) Vorurteile werden eh meist nur angedichtet - (die meisten von uns hegen höchstens positive Vorurteile, was zuweilen auch zu hinterfragen ist!), aber Vorsicht, Misstrauen und ein Bewusstsein für Eigensicherung sollte man in der Tat anerziehen - in einer heterogenen, multiethnischen Gesellschaft unabdingbar - es sei denn, man gibt sich auf und liefert sich dann immer der Gnade des Fremden aus, dessen Intentionen, Regungen, "Ehrbegriffe" man mangels Erfahrungen möglicherweise nicht (rechtzeitig) deuten und entsprechend reagieren kann ...

    Ja, das Only ist stimmlos. Gemeint ist es aber genau so, das ist ja das hetzerische an der Sache. Und aufgebracht wurde die Slogan auch nicht von den Schwarzen selbst.

    So ist es leider. Ich würde es sogar noch weiter zuspitzen: Black Lives Matter (only) when Blacks are killed by Whites.
    Treffenderweise:
    "Die "schwarzen Leben", deren Wertschätzung so vehement eingefordert wird, zählen für die Protestler offenbar nur dann, wenn ihre Mörder Weiße, oder noch enger gefaßt: weiße Polizisten waren (als offizielle Repräsentanten "des Systems"), wobei die Opfer unbewaffnet gewesen sein müssen, um die Empörung plausibel zu machen." (Martin Lichtmesz)

    Gut, dass ich den Absacker an den Märkten von Anfang an ausgesessen und nichts von meinen Dividendenwerten verkauft hab. Edelmetalle geben im Zuge der Erholung erstmal etwas nach, werden sich aber weiter nach oben schaukeln.
    Ist im Grunde so gekommen, wie ich vermutet hatte. Die Kohle muss irgendwohin, und die Großanleger müssen in (Aktien-)Positionen rein, bevor die Post abgeht.


    Crash - Was spricht dagegen?
    Der Aktienmarkt antizipiert den Aufschwung und erholt sich schnell, alles geht weiter wie gehabt, nur mit höheren Staatsschulden; die deutsche Haftung für Euroländer wird wahrscheinlich bis zum Anschlag ausgereizt ... (und dann wird man weitersehen - im Erlebensfalle).


    In den USA wird Trump in Erwartung des Vorwahlkampfs alles tun, was nötig ist, um die Lage zu befrieden und die Wirtschaft in Gang zu bringen

    nein....dies sind auszüge aus Albert Schweitzers buch, "Briefe aus Lambarene" ( 1924-27)

    Die obigen Zitate habe ich in meinem Exemplar nicht gefunden. Aus welcher Ausgabe stammen die obigen Zitate?



    Ich habe ein anderes Zitat gefunden, das das bis heute andauernde Dilemma beleuchtet:
    (Schweitzer, Briefe aus Lambarene, Ausgabe C.H. Beck 2009) ebd.


    Manchmal habe ich sechs Arbeiter, manchmal zwei. Oft finde ich, wenn ich morgens herunterkomme, keinen einzigen vor. ... Oder sie mussten irgendwohin, um Palaver zu erledigen. Dann ruht die Arbeit tagelang.
    Der Eifer meiner Schwarzen, denen, die nach ihnen kommen, eine bessere Stätte zur Unterkunft zu bereiten, als diejenige, die sie selber haben, ist sehr gering. Man arbeitet doch nicht für Unbekannte.
    Für die Gleichgültigkeit des primitiven Menschen gegen den Unbekannten fehlen uns jegliche Begriffe. Einmal, gegen Abend, soll ein Verwundeter noch schnell zum Erneuern des Verbandes aus der Baracke in das Untersuchungszimmer gebracht werden. Ich bitte einen Mann, der neben seinem Feuer sitzt und dessen herzkranken Bruder ich pflege, an der Tragbahre mitanbzufassen. Er tut, als höre er nicht. Ich wiederhole die Aufforderung etwas eindringlicher. Darauf antwortet er ruhig: "Nein. Der Mann auf der Tragbahre ist vom Stamm der Bakele. Ich aber bin ein Bapunu."

    Nicht afroamerikanisch, aber entspricht dem Schema: "Only Bapunu Lives Matter"
    Hmm, eigentlich schon themenfremd, da es um US-Verfall geht, wa? ...

    Ich glaube nicht, dass das Leben von Dunkelhäutigen in den USA bis in die 1960er eine Erfindung Hollywoods ist.

    Nein, das wollte ich auch nicht behaupten. Aber es werden im Film immer bestimmte Aspekte aus bestimmten Motiven hervorgehoben, überbetont - Geschichten werden gesponnen, Schlaglichter geworfen ...
    Andere Geschichten, die einem BLM-Narrativ nicht zuträglich wären, bleiben unerzählt und unverfilmt. Widersprüchliches wird dem Zuschauer selten zugemutet.
    Ich stelle z.B. bei stark emotionalisierenden Filmen, Erzählungen oder Krimis mit Indoktrinationscharakter immer erst die Frage: Was wollte der Drehbuchautor/Regisseur wohl damit erreichen, was auslösen? Wie sind die Rollen besetzt? Kann es so gewesen sein? Ist diese Story repräsentativ oder selektiv?
    Es ist fast alles Kino, was uns im Inneren berührt ... und damit sind wir auch beeinflussbar.

    Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses , ein Film den ich gerne empfehle.

    Ja, das war ein sehr ergreifender, herzzerreißender Film. Großes Kino eben. Es ist doch aber klar, dass gezeigt werden soll, was populär und opportun ist. Man sollte seine Einstellung nicht allein auf Hollywood-Filmen (oder Serien oder auch Netflix) gründen (Nachtrag: ... womit ich nicht unterstelle, dass das bei dir der Fall ist!). Da muss man irgendwann auch herauswachsen ...
    Ich bin z.B. noch mit russischen Kriegsfilmen aufgewachsen, die auch eine etwas einseitige Sicht vermittelten, verständlicherweise ...