Danke Mesodor für die umfängliche Beschreibung. Hier eine Leserzuschrift aus Hartgeld.com die den MECHANISMUS recht eingänglich beschreibt.
die Gold-Longs tappen immer in die gleiche Falle: Bei fundamental positiven Zeichen für Gold (zuletzt die Krise von Fannie + Freddie) kaufen sie gehebelte Positionen (CFDs, Futures, Optionen), um möglichst schnell möglichst viel Geld aus der Krise zu gewinnen. Damit üben sie aber keinen wirklichen Nachfragedruck auf den physischen Goldmarkt aus. D.h. die Nachfrage nach Gold ist nicht nachhaltig und die Gegenspieler ("Gold-Kartell") werden nicht wirklich in eine kritische Situation gebracht, da sie kaum physisches Gold liefern müssen.
Damit wird es wird dem Gold-Kartell immer wieder sehr einfach gemacht, den Preis zu drücken. Dies funktioniert im Prinzip nach folgender Methode:
1. Die Mitglieder des Gold-Kartells, welche gleichzeitig die größten Händler der LMBA und COMEX sind, verabreden untereinander, zu einem gewissen Zeitpunkt zu den aktuellen Preis keine Gold-Positionen mehr aufzukaufen. D.h. es kommen zu dem aktuellen Gold-Preis kaum noch Geschäfte zustande.
2. Nun setzt ein Mitglied des Gold-Kartells ein Angebot mit einem wesentlich reduzierten Preis am Markt ab. Nun findet sich ein anderes Mitglied des Gold-Kartells, das diese Position für diesen Preis verkauft. Schon kommt ein Kurs mit einem niedrigeren Gold-Preis zustande. Das Spiel wird nun solange fortgesetzt, bis sich genügend andere Händler finden, so dass die Preise nicht weiter gesenkt werden können.
3. Wenn nun bestimmte Preis-Schwellen nach unten durchbrochen werden, bekommen die ersten Markt-Teilnehmer Panik und starten ihrerseits Verkaufs-Programme. Diese treffen aber auf immer weiter sinkende Angebote der Gold-Kartell Händler. D.h. der Gold-Preis erodiert weiter. Auf diesen Multiplikator-Effekt setzt das Gold-Kartell.
4. Nach Unterschreiten von "technischen Schwellen" treten dann zunehmends automatische Verkaufs-Programme in Aktion oder Stop Loss Marken, die weiterhin starken Druck auf den Gold-Preis ausüben. Ggf. machen Hedge-Fonds weiter Druck auf dem Gold-Preis, in dem sie durch eigene Leer-Verkäufe den Druck auf den Preis noch erhöhen. Panik bricht aus.
5. Nachdem sich die Gold-Longs ihre Wunden lecken und der Gold-Preis um $20-$30 am Tag gesunken ist, beginnen die Gold-Kartell Händler auf Basis der reduzierten Preise Positionen zurückzukaufen. Damit haben sie dann im Prinzip wieder die Munition für den nächsten Angriff auf den Gold-Preis.
Dies führt zu der in Ihren Leserzuschriften zu Tage kommenden Frustration der Gold-Anleger und letztendlich zu ihrem Ausstieg aus dem Markt. Und "Ausstieg" in diesem Zusammenhang heisst nichts anderes als "Wiedereinstieg" in die Papier-Geld Werte. Damit führt man die Schar der Leute wieder zurück auf das Gleis des bevorstehenden Untergangs des Papier-Geld Systems, kann diesen aber immer weiter nach hinten herausschieben.
Leute - kapiert es doch endlich:
A. Nicht mit gehebelten Papier-Gold (CFDs, Futures, Optionen) operieren: Am Ende gewinnt immer die Gegen-Partei, da sie den Markt beherrscht und beliebig manipulieren kann. Es wäre so, als würde man in die Spielbank gehen und diese würde mit gezinkten Karten bzw. manipulierten Roulette-Tischen arbeiten.
B. Kauft physisches Gold oder lasst euch die Futures ausliefern: In diesem Fall kann das Gold-Kartell nicht weiter mit den o.g. Tricks und Derivaten den Gold-Preis manipulieren. Da die Händler Deckung durch die FED und andere Zentralbanken haben, können sie beliebig hoch "short" gehen. D.h. sie haben unbegrenzte Mengen Papier-Geld verfügbar und können durch steigende Gold-Preise damit nicht zur Deckung ihrer Gold-Positionen gezwungen werden ("short squeeze"). Deshalb kommt es auch nicht zu explodierenden Gold-Preisen innerhalb des Tages-Verlaufs. Der "short squeeze" tritt dann höchstens bei den Hedge-Fonds und anderen Händlern auf, die (genauso falsch) denken, mit Chart-Analyse und technischen Markt Geld verdienen zu wollen. Wenn man aber physische Ware verlangt, dann muss diese beschafft werden (üblicherweise durch Verleihungen der Zentralbanken) und irgendwann kann das Gold-Kartell nicht mehr liefern. Dann implodiert der Papier-Goldmarkt (Future-Handel) und Gold wird dann nur noch physisch gehandelt.
C. Nicht nervös werden - beim Gold bleiben: Das Paper-Geld System ist nicht mehr zu retten. Jeder, der jetzt aus Gold aussteigt oder weiter auf "Gewinne" im Papier-Geld Sektor setzt, versündigt sich an seiner Zukunft.