Hallo, als potentieller "Gutmensch" gefällt mir die Spekulation mit Lebensmitteln nicht, ...
hmmm ... normal sollte die Spekulation doch neutral sein, was die Versorgungslage betrifft ...
wer Weizen/Soja/Zucker/ect. auf Termin kauft, der wird die Ware ja zu einem späteren Zeitpunkt (spätestens zur Fälligkeit des Kontrakts) wieder verkaufen?
also - wenn er kein finanzielles Harakiri betreibt - dann, wenn noch genug da ist, dieses in seine Bücher nehmen (bzw. dem Bauern abkaufen, der sonst noch schlechtere Preise akzeptieren müßte) und später, wenn´s richtig knapp/teuer wird, die Ware wieder auf den Markt bringen???
kritischer sehe ich (als "Gutmensch im Geiste") subventionierte Exporte in den fetten Jahren - mit denen mancher afrikanischer Bauer aus dem Markt gedrängt wurde - bis in mageren Jahren dann die Exporte/Lebensmittelhilfen ohne Vorwarnung ausfallen und die felder vor Ort erst wieder bestellt werden müssen ... und dazu kommt, daß wir (sprich das wohlgenährte Mitteleuropa) in erheblichem Umfang Agrarprodukte aus Drittweltländern einführen um unser Vieh damit durchzufüttern (bzw. im Falle USA zum Tränken der V8-Motoren zu Ethanol zu destillieren) - womit die Anbaufläche für die dortige Lebensmittelproduktion wegfällt ...
Diese "Maßnahmen" sind - im Gegensatz zu einer Spekulation (Kauf UND späterem Verkauf) - keine Nullsummenspiele!