Beiträge von skeptisch4ever

    @ Königswasser:


    die, die sich durchsetzen können (sprich, deren Arbeitsverweigerung/Streik weh tut und die nicht leicht ersetzbar sind), die haben in der letzten Zeit ja schon ordentliche Lohnsteigerungen erkämpft
    -> Piloten
    -> Lokführer
    -> Ärzte


    der Nokia-Arbeiter in Bochum hätte sich mit Lohnforderungen wohl etwas schwerer getan ...

    ... Bisher verhalten die Gewerkschaften sich allerdings noch sehr gemäßigt, was mich, ehrlich gesagt, zunehmend irritiert. Zur Zeit wird ausschließlich nach dem Staat gerufen (Benzinsteuer runter, etc.). Wollen die Leute keine höheren Löhne mehr?


    hättest Du was anderes erwartet?


    1. haben sich die Leute im Lauf der letzten Jahrzehnte daran gewöhnt, dass Vater Staat schon einspringt, wenn´s irgendwo hackt ...
    (ich erinnere mich an Heizkostenzuschüsse beim letzten Ölpreisschub - dürfte so 5 Jahre her sein)


    ... und
    2. ist es - was Lohnforderungen betrifft - ein kleiner Unterschied, ob wir einige Hunderttausend Arbeitslose haben (wie in den frühen 70er Jahren) oder ob einige Millionen auf der Straße stehen (bzw. teilweise mit ABMs/Weiterbildungen/ect. beschäftigt und aus der Statistik herausgehalten werden) ;)

    solange misan sich nicht auf ein sägemuster festlege will, besteht immerhin eine gewisse wahrscheinlichkeit, dass der den rohstoffmix entdeckt.


    und das ist sicherlich dann nicht besonders gesundheitsfördernd.


    @ misan:
    Dein Profilbild zeigt wohl nicht Dich, sondern den letzten, der versucht hat, Dich zu betrügen?
    (bzw. was von dem seinem Gesicht nach der unsanften Reklamation noch übrig war)

    wenn unser Fred mit Alu- und Bleieinlagen arbeitet: würde ja die Gewichtsverteilung im Barren ändern!


    auch wenn er so schlau ist, alles so auszutarieren, daß der Schwerpunkt stimmt:
    Drehimpuls = Trägheitstensors * Winkelgeschwindigkeit


    der Trägheitstensor berechnet sich aus der Masse und ihrer Entfernung von der Drehachse (Volumenintegral)


    Drehimpuls und Winkelgeschwindigkeit sollten unter Laborbedingungen leicht meßbar sein - den Trägheitstensor eines Körper mit homogener Dichte (echter Silberbarren) sollte man auch problemlos berechnen können ...


    ... Pb und Al mit Ag-Umhüllung so zu verteilen, daß sich der Trägheitstensor nicht verändert, dürfte hingegen eine größere Herausforderung sein :D

    .... Deutschland in 10 Jahren, das machen uns die Amis nur vor


    20% Arme, und keinen juckts.....


    naja, bei der üblichen Definition
    (in der EU: weniger als 60% des Medianeinkommens des jeweiligen Heimatlandes; nach WHO und OECD < 50 % )
    haben wir, wenn alle nächstes Jahr real 10 % weniger haben auch nicht mehr Armut als jetzt ;)


    genauso wie es nix zur Bekämpfung der so definierten "Armut" bringt, wenn alle plötzlich (bei unveränderten Preisen) doppelt oder dreimal soviel verdienen ...

    bin gerade noch auf einen Artikel gestoßen:


    http://de.news.yahoo.com/ap/20…ssenschaften-f8250da.html


    "Zwei Drittel der jährlich rund 27,6 Millionen Tonnen produzierten Milch in Deutschland liefern die Bauern an Molkereigenossenschaften."


    dann bräuchten ja nur die Bauern, die an private Molkereien (Müller und Konsorten) verkaufen, ihre Lieferungen einzustellen ...


    ... und der Rest muß nur beschließen, daß ihre Genossenschaft den Handel nicht mehr (unter dem von den Genossen geforderten Preis) beliefert!


    (und die laufende Molkereiproduktion auf haltbare Produkte wie Käse, Butter, H-Milch usw. umstellen)


    Oder sind die Bauern zu blöd, sich einen Genossenschaftsvorschand zu wählen, der ihre Interessen vertritt???

    Ich würde vorschlagen, wir bemühen einfach mal den gesunden Menschenverstand...
    80% der erwachsenen Weltbevölkerung vertragen keine Milch - ...


    also was soll die ganze kategorisch Pro-Contra-Diskussion?


    die genannten 80 % sollten halt besser keine Milch trinken ...


    ... und die restlichen 20 % können es sich schmecken lassen :)

    @ Edel Man: guter Link


    mir gefällt der "GOLD - 1968 - 1999 Monthly Averages" am besten:


    --> http://www.kitco.com/LFgif/au968-999.gif


    interessant wär jetzt noch die Frage, wo im Anstieg wir heute stehen ...


    (meine These wäre irgendwo da im Äquivalent von 1974/´75:
    beginnendes sich der Inflation Bewußtwerden in der Bevölkerung - erster Ölpreisschock nach jahrelangem Schwelgen in billiger Energie - und der Faktor des ersten Schubes bei der Dollar-Gold-Relation würde auch passen)

    der Chart zu Zeiten von Bretton Woods ist recht langweilig:


    35 US $ = 1 Unze Feingold (seit 1933 bis die Franzosen ihren Dollarbestand 1971 umtauschen wollten)


    1 US $ = 4,20 DM (bis das Wechselkurssystem 1973 auseinandergeflogen ist)


    mußt also nur aus dem Dir vorliegenden Chart eine gerade Linie nach links rausziehen ...

    Hab heut im Radio gehört, der Weltmarktpreis für 1l Milch soll bei ca 40 ct liegen, deutsche Bauern bekommen aber nur 27ct.
    Wollen die einen verarschen? Ist das wirklich so, dann würde ja jeder deutscher Bauer auf dem Weltmarkt verkaufen und nicht mehr in Deutschland.



    nur wie soll der Bauer "am Weltmarkt" verkaufen???


    (rein von der transporttechnischen Abwicklung her)


    in der Praxis haben die Molkereien regionale Monopole bzw. Oligopole - und nutzen diese aus!



    Der Mensch ist das einzige Säugewesen, daß auch nach der Stillzeit noch Milch trinkt.



    sagen wir der Europäer (und die von europäischen Auswanderern begründeten Populationen in Nordamerika, usw.)


    Wer - wie die Mehrzahl der Asiaten und Afrikaner - nicht über Laktase als hierfür benötigtes Verdauungsenzym verfügt ( -> Laktoseintoleranz) sollte besser drauf verzichten ...
    Der Mensch paßt sich halt seiner Umwelt an - lernt im Lauf der Evolution, wertvolle Nahrungsquellen auch zu nutzen!

    Hat das mal jemand prozentual betrachtet??
    Satt!!!


    eine Preissteigerung von 30 ct bzw. 60 Pfennig in 1998


    (s. http://www.landwirtschaft-mlr.…enu/1041230_l1/index.html )


    auf zukünftig 40-43 ct


    wären so 33 bis 40 Prozent mehr - im 10-Jahres-Vergleich


    also eine mittlere Steigerung des Erzeugerpreises um 3 % jährlich



    PS: nachdem der Agrardiesel und die Lebenshaltungskosten der Bauern in den letzten 10 Jahren ständig billiger geworden sind ist das natürlich ein unverantwortlicher Wucher ;)

    ... Wer direkt beim richtigen Bauern kauft, der weiß schon, daß er dort mehr bezahlt, als im Supermarkt. ...


    oder auch nicht


    hatte Mitte der 90er Jahre einen Hof, der seine Milch direkt verkauft hat, in erreichbarer Nähe - die haben damals 1 DM je Liter verlangt


    (und das war damals auch schon weniger als zumindest die "besseren" Marken im Supermarkt gekostet haben - wenngleich natürlich deutlich über Molkereiankaufspreis)

    ...
    Ich wäre gerne bereit 50% mehr dafür zu bezahlen.
    ...


    nun, was die Milchbauern fordern - hab was von 40 bzw. 43 ct/l statt derzeit 25 bis 35 ct/l - wären so zwischen 5 und 18 ct mehr pro Liter - macht bei nem 500ml-Becher Buttermilch also zzgl. MWSt zwischen 3 ct und maximal 10 ct aus


    (die Kosten für Verarbeitung/Transport/Vertrieb/ect. sollten ja vom Ankaufspreis der Molkerei unabhängig sein)

    ...


    Und beeindrukend ist auch die Umlaufende Menge der Fiat.

    Interessanter finde ich die Entwicklung des Bargeldumlaufs über die letzten 6 bzw. (um Sondereffekte der Euroeinführung außen vor zu lassen) 5 Jahre!

    ... Natürlich sind primär die Länder "Inflationsopfer", die hohe Sparquoten aufweisen, weil die Kaufkraft nicht nur auf ihr laufendes Einkommen sondern auch auf ihre Ersparnisse verlieren, während die Länder, die auf Pump leben, ein Stück weit durch kompensatorische Effekte (reale "Schuldentwertung") profitieren. ...


    Wieso siehst Du die Länder als Opfer? Die Länder - im Sinne von Staaten - sind doch die Gewinner einer inflationären Entwertung ihrer Staatsschulden. Und Staatsschulden hat die Bundesrepublik Deutschland auch ausreichend ;)


    Opfer sind nur die Bürger, die ihre Ersparnisse in Euro angelegt haben und/oder deren Einkünfte (Lohn/Arbeitslosengeld/Rente/Mieteinnahmen/ect.) nicht mit den steigenden Preisen mitziehen.

    3.400 € BRUTTO (bzw. je nach Familienstand/Steuerklasse plus/minus 2.000 netto) klingt doch realistisch ...


    wenn ich z.B. die Besoldungstabelle A13 (z.B. Gehalt eines "einfachen" Lehrers) anschaue:


    http://www.bmi.bund.de/cln_012…esoldungsordnungA_pdf.pdf


    dann liegt da das Grundgehalt zwischen 2.900 und 3.900 - ab dem 10. Jahr im Dienst des Staates über 3.400 (ob/was da noch an Ortszuschlag dazukommt weiß ich jetzt nicht) ab Oberstudienrat usw. wirds dann mehr ... Ingenieure/Informatiker/usw. sind mit den Sätzen des öffentlichen Dienstes auch kaum zu kriegen (im Wettbewerb mit der Wirtschaft) ... dem stehen halt die schlechter bezahlten Stellen/Qualifikationsstufen/Branchen gegenüber ...

    Dass die Inflation, deren Name schon alles aussagt, ihre Verursachung einer "Lohn-Preis-Spirale" zu verdanken hat, ...



    ... oder umgekehrt?


    wenn sich die steigenden Preise in Lohnforderungen/-abschlüssen widerspiegeln ... die wiederum in die Kalkulation der Preise einfließen ... was zur nächsten Tarifverhandlungsrunde ... ... ... und so weiter und so fort ...