Goldfund in Nicaragua durch Radius Gold Inc. erweckt Interesse bei Meridian Gold
07.10.2004 fh - Redaktion GOLDINVEST.de
Ende September 2004 gaben das kanadische Explorationsunternehmen, Radius Gold Inc. aus Vancouver (TSX Venture: RDU), und Meridian Gold Inc. (TSX: MNG) ein für beide Unternehmen vorteilhaftes Abkommen bekannt.
Die Vereinbarung gibt Meridian, einem mittelgroßen Goldproduzenten aus Reno, Nevada, das Exklusivrecht zum Erwerb eines 60%-Anteils an dem El Pavon Goldfund in Nicaragua. Für Radius bedeutet das Abkommen die Finanzierung eines umfangreichen Explorationsprogramms und die Anfertigung einer "Feasibility Studie" (Durchführbarkeitsstudie) auf dem Projekt innerhalb der nächsten vier Jahre.
Laut Pressebericht vom 23. September 2004 wird Meridian in den ersten zwei Jahren US$3,5 Millionen in das Projekt mit dem Ziel investieren, einen Vorrat von mindestens 1 Million Unzen Gold durch Bohrungen nachzuweisen. Dieser Betrag schließt ein Bohrprogramm von mindestens 15.000 Metern an Kernbohrungen mit ein. Im dritten und vierten Jahr werden die Ausgaben bei jeweils US$1 Million liegen.
Nach Abschluß einer positiven "Feasibility Studie" kann dann Meridian seinen 60%-Anteil an El Pavon erwerben, indem das Unternehmen einen zuvor festgelegten Preis für seinen Anteil an den gesamten Goldvorräten in dieser Lagerstätte bezahlen wird, einschließlich für das Nebenprodukt Silber, falls der durchschnittliche gewinnbare Silbergehalt 100 Gramm je Tonne übersteigt. Der Kaufpreis für Meridians Anteil wurde wie folgt strukturiert:
US$40 je Unze bei einem durchschnittlichen Goldpreis von unter US$400 je Unze
US$50 je Unze bei einem durchschnittlichen Goldpreis zwischen US$400 und US$500 je Unze
US$60 je Unze bei einem durchschnittlichen Goldpreis von US$500 oder darüber
US$0,50 je Unze Silber falls der durchschnittliche gewinnbare Gehalt 100 g/t Silber übersteigt
Nach Erwerb seines 60%-Anteils an der Lagerstätte, werden Meridian und Radius ein Joint-Venture eingehen. Die weitere Erschließung von El Pavon wird dann durch die Joint-Venture-Partner entsprechend ihrer Anteile finanziert werden.
Edward Colt, Vizepräsident von Meridian Gold, erklärte im Northern Miner, Ausgabe Nr.32, dass diese Entdeckung ein neuer Bergbaubezirk mit mehreren Gangsystemen und lokal sehr reichhaltigen Erzen werden könnte, der das Potenzial für eine Lagerstätte mit mehreren Millionen Unzen Gold besitze.
Simon Ridgeway, der Präsident von Radius, äußerte sich zu diesem Abkommen: „Meridians Erfahrung bei der Exploration und dem Abbau von epithermalen Goldgangsystemen in Lateinamerika ist eine Garantie, dass das gesamte Potenzial von El Pavon überprüft wird. Dieses Abkommen wird es den Geologen von Radius erlauben, sich auf das zu konzentrieren, was sie am besten können, weitere unentdeckte Goldsysteme in Nicaragua zu finden. Wir glauben, dass es dort noch viel mehr Gold zu finden gibt."
Radius entdeckte das epithermale Gangsystem, El Pavon, im Jahr 2003. El Pavon besitzt alle Merkmale eines klassischen sulfidarmen, epithermalen Quarz-Adular-Gangsystems, das in einer Serie von felsischen bis intermediären Laven, Ignimbriten und Tuffen beherbergt ist. Die Geologen des Unternehmens haben mindestens acht vererzte, mehrere Meter mächtige Gänge oder vererzte Strukturen auf dem 283.247 Hektar großen Explorationsgebiet identifiziert.
Vor kurzem gab Radius die Ergebnisse eines anfänglichen Bohrprogramms bekannt. Die ersten sieben Bohrungen entlang einer Streichlänge von 6 km wiesen zum Teil beeindruckende Goldgehalte auf und bestätigten die hohen Goldgehalte, die in Schürfgräben gefunden wurden. Die Bohrergebnisse schlossen sehr reichhaltige Abschnitte mit 57,3 g/t Gold über 2,5m, 11,3 g/t über 5,8m und 12,5 g/t über 7,6m mit ein. Die Proben aus den Schürfgräben enthielten im allgemeinen 1 - 12 g/t Gold einschließlich einer Probe mit 58 g/t über eine Länge von 6m. Meridians "Due Diligence" (Prüfung mit gebührender Sorgfalt) konnte diese sehr guten Ergebnisse bestätigen. Die ersten von Meridian durchgeführten Tests zur Goldgewinnung lieferten laut Meridian gute Resultate.
Nach Abschluß des Joint-Venture kann sich Radius dann wieder vollständig seinem Kerngeschäft, der Suche nach neuen Goldlagerstätten, zuwenden. Das Unternehmen ist mit der Entdeckung eines neuen epithermalen Gangsystems, "Nueva Guinea", im Südosten Nicaraguas bereits erfolgreich gewesen. Radius identifizierte zwei Vererzungszonen, Jerusalem und Jengibre. Proben aus Schürfgräben enthielten einen Goldgehalt von 7,0 g/t über 9m einschließlich eines Abschnitts von 4m mit 14,3 g/t Gold. Mit der Entdeckung dieses neuen epithermalen Gangsystems wurde Radius in etwas über einem Jahr bereits zum dritten Mal fündig. zurück
Quelle: Goldinvest.de