@ all: Hat jemand Infos wie das GM lief ??? Danke !
Gruß
Schwabenpfeil
27. Februar 2026, 08:38
@ all: Hat jemand Infos wie das GM lief ??? Danke !
Gruß
Schwabenpfeil
ZitatOriginal von bognair
[QUOTEEin auf den Goldseiten bekannter und mit mir befreundeter Autor ist fuer GOSSAN als Berater taetig
Hallo bognair,
was spricht der befreundete Autor und GOSSAN-Berater ??? ![]()
Gruß
Schwabenpfeil
Pressemeldung zum Beginn der untertägigen Exploration in der North Fork Mine
Gruß
Schwabenpfeil
Hallo hpoth,
wenn ich mich richtig erinnere, hat ja auch Warren Gabriel in sein Musterdepot aufgenommen. Vielleicht lohnt es sich ja, dort gemeinsam tiefer zu bohren ... ![]()
Gruß
Schwabenpfeil
Hallo hpoth,
danke für die Blumen
ich fände es toll, wenn wir hier sukzessive den "Abdeckungsgrad" in der Diskussion von GM und Explorern gemeinsam erhöhen könnten. Deshalb werde ich auch weiterhin gefundenes Material jeweils in Forum reinstellen. Vielleicht könntest Du ja noch vertiefend erläutern, was Dich zum Kauf von Great Basin bewogen hat ... ![]()
Gruß
Schwabenpfeil
24.09.2004
Newmont Mining "underperform"
Prudential Financial
Die Marktspezialisten von Prudential Financial bewerten die Aktie des US-amerikanischen Bergbauunternehmens Newmont Mining (ISIN US6516391066/ WKN 853823) nach wie vor mit "underperform".
Die Experten seien der Ansicht, dass die Kupferproduktion nicht in ausreichendem Maße ansteigen werde, um die Nachfrage zu befriedigen. Ursache seien Verzögerungen aufgrund festgelegter Abbaupläne, rückläufige Reinheitsgrade der abgebauten Erze (speziell in Chile), Probleme mit der Wasserversorgung beim Abbau (ebenfalls in Chile) und strengere Umweltauflagen. Bis zum Jahre 2010 dürfte nach Einschätzung des Researchteam der Kupferabbau insgesamt um 3 Mio. Tonnen hinter der Nachfrage zurückbleiben.
Vor diesem Hintergrund hebe man die Schätzungen für den Kupferpreis in den Finanzjahren 2006 - 2010 von 1,25 (2006), 1,20 (2007), 1,15 (2008) , 1,10 (2009) und 1,08 USD (2010) pro amerikanischem Pfund auf 1,50 USD im Jahr 2006 und jeweils 1,75 USD pro Pfund in den Jahren 2007 - 2010 an. Das EPS von Newmont Mining werde in den Jahren 2004 und 2005 unverändert bei 0,78 bzw. 0,98 USD erwartet, in den Jahren 2006 - 2010 werde die EPS-Prognose jedoch von 1,17 auf 1,27 USD (2006), von 1,60 auf 1,87 USD (2007), von 1,31 auf 1,61 USD (2008), von 0,94 auf 1,27 USD (2009) bzw. von 0,59 auf 0,94 USD (2010) angehoben. Das Kursziel für den Anteilschein von Newmont Mining werde von 28 auf 29 USD angehoben.
Auf dieser Basis lautet das Rating der Aktienanalysten von Prudential Financial für das Wertpapier von Newmont Mining weiter "underperform".
28.09.2004
BHP Billiton Depotbeimischung
Volksbank Karlsruhe
Die Analysten der Volksbank Karlsruhe empfehlen die BHP Billiton-Aktie (ISIN AU000000BHP4/ WKN 850524) längerfristig orientierten Anlegern als Depotbeimischung.
Die australische BHP Billiton zähle zu den weltweit größten Minenbetreibern. In Australien, Europa, Asien, Afrika, sowie Nord- und Südamerika betreibe BHP Billiton Eisenerz-, Gold-, Nickel-, Kupfer-, Aluminium-, Diamanten- und Kohlemienen, außerdem besitze der Konzern Öl- und Gasfelder. Das Unternehmen profitiere von den stetig steigenden Rohstoffpreisen. Mit rund 35.000 Mitarbeitern habe im Geschäftsjahr 2003/03 (Geschäftsjahresende Ende Juni) ein Umsatz von 22,8 Mrd. US-Dollar und ein Nettogewinn in Höhe von 3,4 Mrd. US-Dollar erzielt werden können.
Derzeit überlege das Unternehmen, sich auf seine Minen zu konzentrieren und seine Gas- und Ölsparte abzutrennen. Vorstandschef Charles Goodyear denke dabei an einen Verkauf oder einen Spin-Off. Dieser Unternehmensbereich dürfte einen Wert von rund 14,5 Mrd. US-Dollar haben.
Die Analysten der Volksbank Karlsruhe empfehlen die Aktie von BHP Billiton längerfristig orientierten Anlegern zur Depotbeimischung. Bei 6,80 Euro werde ein Stop-Loss-Limit empfohlen.
28.09.2004
Great Basin Gold einsteigen
Performaxx-Anlegerbrief
Die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" empfehlen mit Einstieg in die Aktie von Great Basin Gold (ISIN CA3901241057/ WKN 885375) ein Stopp-Loss-Limit bei 1,25 USD zu platzieren.
Der kanadische Explorationswert Great Basin Gold habe in den letzten Jahren hauptsächlich durch Übernahmen und Kapitalmaßnahmen auf sich aufmerksam machen können. Aber auch die Kursentwicklung wisse unterm Strich zu überzeugen - mit einer aktuellen Performance von über 400% in den letzten drei Jahren zähle GBN sicherlich nicht zu den schlechtesten Explorationswerten.
Mitte der 90er von über 15 USD kommend seien die Papiere in den darauf folgenden acht Jahren ins Bodenlose bis auf 0,26 USD gefallen, ehe Ende 2001 eine Bodenbildungsphase eingesetzt habe. Die Wende hin zu steigenden Aktiennotierungen sei daraufhin mit dem Wiederanstieg über die Marke von 0,60 USD Mitte 2002 eingeleitet worden.
Der auf dem Fuße folgende Aufwärtsimpuls habe die Notierungen der kanadischen Explorationsgesellschaft binnen Monaten bis an die Marke von 1,58 USD gehievt. Das letzte Jahr sei dabei von starken Kursschwankungen teilweise um mehr als 50% geprägt gewesen, ehe mit Bruch des Hochpunkts von 1,58 USD nochmals ein dynamischer Kursschub bis knapp über die Marke von 3 USD ausgelöst worden sei.
Ab hier sei jedoch abrupt Schluss gewesen! Die Kurse seien daraufhin regelrecht eingebrochen und hätten im Zuge dessen auch die kurz- und mittelfristigen Aufwärtstrends durchstoßen. Vom lokalen Hochpunkt bei 3,09 USD habe der Kurs binnen weniger Monate knapp 60% eingebüßt, bevor eine horizontale Unterstützungskomponente bei ca. 1,10 USD dem Kurseinbruch bis dato Einhalt geboten habe. Aus dieser dem Kurs wohl gesonnenen Support-Zone sei in den letzten Wochen eine kleine Bodenbildung erwachsen.
Die obere begrenzende Seite des Handelsbereichs verlaufe exakt bei 1,45 USD, während die unterstützende Komponente gerundet bei 1,10 USD ihr Bestes für den Kurs gebe. Könne die potenzielle Bodenformation bzw. Trading-Range mit einem Kaufsignal über der Marke von 1,45 USD nachhaltig vollendet werden, wären Kurssteigerungen bis an die zuvor durchbrochene Unterstützung (jetzt Widerstand) bei 1,80 USD zu erwarten.
Alles in Allem würden die charttechnischen Indizien für einen weiteren Anstieg sprechen, sofern die aktuelle Bodenbildung mit Kursen oberhalb der Marke von 1,45 USD vollendet werde. Allein Intensität und Fristigkeit des bevorstehenden Kursanstiegs seien bis dato schwer abschätzbar und würden sich spätestens am Verlauf der markanten Hürde von 1,80 USD zeigen. Käufe seien erst nach Überwindung des Widerstandslevels von 1,45 USD anzuraten, da ein Bruch der unteren Trading-Range bei 1,10 USD zurzeit nicht auszuschließen sei.
Um das Risiko eines Fehlsignals zu minimieren, sollte nach Empfehlung der Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" das Stopp-Loss-Limit mit Einstieg in die Great Basin Gold-Aktie an der Kursmarke von 1,25 USD festgemacht und mit stetig steigenden Notierungen nachgezogen werden.
Schmider Investments hat auch nicht gerade den besten Ruf ![]()
Gruß
Schwabenpfeil
28.09.2004
Tournigan Gold spekulativ kaufen
Schmider Investments
Die Experten von "Schmider Investments" empfehlen die Aktie von Tournigan Gold (ISIN CA8915651035/ WKN 898464) zum spekulativen Kauf.
Branchenkreise würden in letzter Zeit verstärkt auf Grund des nachhaltigen Goldbooms von einem steigenden Interesse der deutschen Anleger berichten, nicht nur in australische, asiatische, südamerikanische, kanadische und afrikanische Goldminentitel zu investieren, sondern auch nach europäischen Anlagealternativen im Miningbereich zu suchen. Bekanntermaßen seien lukrative Rohstoffressourcen in Westeuropa äußerst rar gesät, so dass interessante und vielversprechende Goldexplorer hier eher als Ausnahme betrachtet werden könnten.
Die kanadische Explorationsgesellschaft Tournigan Gold scheine sich in den letzten Wochen immer mehr zu einem höchst anspruchsvollen und renditeträchtigen Goldtitel zu entwickeln, der exakt dem Darstellungsprofil entspreche, das von der deutschen Investorengemeinde zunehmend nachgefragt werde. Tournigan Gold sei ein reinrassiges europafokussiertes Goldunternehmen, alle Projekte der Gesellschaft lägen in West bzw. Mitteleuropa. Die Liegenschaften in Nordirland und in der Slowakei befänden sich zudem in einem fortgeschrittenen Explorationsstadium.
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Diese Profilierung als ausschließlich europaorientierte Minenfirma sei schon ungewöhnlich und faszinierend genug, doch gewinne die Bedeutung der Projekte zusätzlich an Brisanz, seitdem bekannt geworden sei, dass in beiden Liegenschaften mit hohen Goldvorkommen zu rechnen sei. Damit stehe Tournigan Gold als einziger wirklich substanzieller europäischer Goldexplorationstitel konkurrenzlos im Angebotspektrum internationaler Juniorexplorer.
Diese Ausnahmestellung dürfte bald zu einem regelrechten Run auf dieses Papier führen, komme Tournigan Gold doch sehr stark dem Bedürfnis des europäischen Investors nach einer heimatlichen Rohstoffaktie mit hohem Kurspotenzial entgegen. Anfang Oktober sei nach den Worten des Unternehmens mit dem Beginn eines Diamantgrabungs- und bohrprogramms im Schürfgebiet Kremnica Süd in der Slowakischen Republik zu rechnen.
Jüngste Geochemische Studien seien ausgesprochen erfolgreich gewesen. Das Curraghinalt Gebiet in Nordirland stehe kurz vor der Produktion. AMEC, ein internatonal anerkannter Spezialist für technische Studien, werde dabei helfen, die erste operierende Goldmine in Irland in Betrieb zu nehmen. Alle Engineering Studien seien äußerst hoffnungsvoll gewesen.
Die Experten von "Schmider Investments" empfehlen, die Tournigan Gold-Aktie sehr genau zu beobachten und stufen die Aktie in den nächsten Wochen und Monaten als unbedingten spekulativen Kauf ein.
Das ist ja dann wohl die nächste Aktie, bei der Vorsicht angesagt ist ![]()
Gruß
Schwabenpfeil
28.09.2004
Pinnacle Resources spekulativer Kauf
MIDAS Research
Die Experten von MIDAS Research stufen die Aktie von Pinnacle Resources (ISIN US7234791017/ WKN 578959) mit "spekulativer Kauf" ein.
Obwohl Rohstoffexploration und -förderung das A und O von Pinnacle Resources Inc. seien, sei das Unternehmen dennoch kein gewöhnlicher Explorer. Denn das Management habe erkannt, dass die eigenen personellen und finanziellen Ressourcen für die alleinige Entwicklung großer Projekte nicht ausreichen würden sondern die Stärke des Unternehmens vor allem in deren Identifizierung liege.
Pinnacle agiere daher als "Venture Partner" und übernehme Finanzierung und Inbetriebnahme potenziell aussichtsreicher Aktivitäten im Rohstoffbereich. Dabei setze das Management auf solche Projekte, die schon kurzfristig Cashflow zu generieren versprechen würden oder aber von Wettbewerbern übernommen werden könnten. Auf diese Weise habe das Unternehmen schon einmal einen großen Erfolg verzeichnen können: In 1999 habe Pinnacle auf seinem Plateau-Projekt im Platreef, Südafrika, erfolgreich nach Platin gesucht.
Die Bohrergebnisse seien seinerzeit zwar viel versprechend gewesen, da Pinnacle damals jedoch nicht über ausreichend Liquidität verfügt habe, um das Projekt selbst in Produktion zu bringen, habe das Unternehmen das Gebiet für 7 Mio. Aktien der Anooraq Resources sowie USD 500.000 Barzahlung an Hunter Dickinson verkauft, was bei dem aktuellen Börsenkurs von Anooraq im Nachhinein immerhin einem Gegenwert von USD 10 Mio. entsprochen habe.
Inzwischen seien diese Aktien jedoch sämtlich verkauft und der Erlös sei in die folgenden fünf Venture-Beteiligungen investiert worden: Vanadium- und Titan-Exploration (VanMag, Südafrika), Tantal-Produktion (Titan Processors Ltd., Südafrika), Diamanten-Bohrgeräte (Diamonaire, Südafdka), Goldförderung (Riyadh, Ghana) sowie regenerative Energien (BioConversion). Wenn man bedenke, dass heute immerhin fünf Risikoinvestments nur einem damals gegenüberstünden, vor allem aber, dass Pinnacle momentan eine Marktkapitalisierung von lediglich USD 2,6 Mio. aufweise, zeige sich nach Erachten der Experten bei dieser Aktie ein beachtliches spekulatives Potenzial.
Bei charttechnischer Betrachtung erweise sich die Aktie auch unter Trading-Aspekten als sehr interessant. Denn seit Anfang des Jahres notiere der Wert innerhalb einer Trading-Bandbreite von USD 0,14 bis USD 0,21 und sei momentan am unteren Ende dieser Spanne angekommen, so dass sich in dieser Betrachtung bereits ca. 30 Prozent an kurzfristigem Aufwärtspotenzial ergeben würden. Auch die langfristige Bodenbildung seit Anfang 2001 sei aus Sicht der Experten weitestgehend abgeschlossen und der mittelfristige Aufwärtstrend dabei in Takt geblieben.
Langfristig könnten aus dem Chartbild Kursziele von USD 1,00 und mehr abgeleitet werden. Dies entspräche dann einer Marktkapitalisierung von ca. USD 16 Mio., was aufgrund des hohen inneren Wertes der Ressourcen und des Potenzials der Firmenprojekte nicht unwahrscheinlich erscheine. Immerhin setze der Anleger bei Pinnacle Resources gleich auf fünf sehr differenzierte, in ihrer Entwicklung zum Teil bereits weit fortgeschrittenen Projekte, von denen jedes für sich genommen schon die Chance auf einen spekulativen Wertzuwachs deutlich über die aktuelle, sehr geringe Marktkapitalisierung des Unternehmens hinaus beinhalte.
Spätestens nach dem ersten Cashflow aus den Projekten Titan oder Aqua Walker erwarten die Experten von MIDAS Research dann eine fundamental komplette Neubewertung des Unternehmens und nehmen die Aktie von Pinnacle Resources mit mittelfristigem Kursziel von USD 0,50 als "spekulativen Kauf" auf.
Aus der FTD vom 21.9.2004 http://www.ftd.de/yukos
Yukos fährt Ölexporte nach China drastisch herunter
Von Olaf Preuß, Hamburg, und Andrew Jack, Moskau
Der angeschlagene russische Ölkonzern Yukos will seine Exporte nach China von der kommenden Woche an bis zum Jahresende um insgesamt rund eine Million Tonnen reduzieren. Normalerweise liefert Yukos rund 400.000 Tonnen Öl im Monat an die staatliche chinesische Ölgesellschaft CNPC.
Der Ölpreis in New York und in London stieg daraufhin am Montag zeitweise deutlich. Yukos ist der zweitgrößte russische Ölkonzern und der größte Ölexporteur des Landes.
Yukos begründete den Schritt am Montag in Moskau damit, dass das Unternehmen das nötige Geld für den Eisenbahntransport des Öls nicht mehr aufbringen könne. Yukos steht seit rund 15 Monaten in einem schweren Konflikt mit der russischen Staatsführung. Wegen einer Steuernachzahlung von 3,6 Mrd. $ für das Jahr 2000 steht das Unternehmen kurz vor dem Bankrott. Zahlreiche Konten wurden von russischen Gerichtsvollziehern gesperrt. Für 2001 droht Yukos zudem eine Steuernachzahlung von rund 4,1 Mrd. $.
"Yukos und die Regierung sind so weit auseinander wie nie zuvor"
Beobachter halten die Kürzung der Exporte nach China für eine gezielte Provokation der russischen Regierung. Am Mittwoch soll in Moskau ein russisch-chinesisches Gipfeltreffen beginnen, an dem im Lauf der Woche auch der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao teilnimmt. Die russische Regierung hatte in den vergangenen Monaten wiederholt bekräftigt, der Konflikt mit Yukos werde die Ölexporte des Landes nicht beeinträchtigen. "Yukos und die Regierung sind so weit auseinander wie nie zuvor", sagte der Analyst Steven Dashewsky vom Moskauer Investmenthaus Aton. "Das schafft noch mehr Verhärtung, die schwer beizulegen sein wird."
Der frühere Yukos-Chef Michail Chodorkowskij sitzt seit Ende Oktober 2003 in Haft. Ihm wird in Moskau der Prozess wegen Steuerhinterziehung und Betrugs Anfang der 90er Jahre gemacht. Chodorkowskij, zugleich Yukos-Großaktionär, hatte gegen Staatspräsident Wladimir Putin opponiert, der die Macht der so genannten "Oligarchen" in den vergangenen Jahren stark einschränkte.
Der Konflikt schlägt seit Monaten auf die Ölmärkte durch, weil die Förderkapazitäten weltweit nahezu ausgelastet sind. Vor allem China verzeichnet derzeit wegen seiner stark wachsenden Wirtschaft einen hohen Öl-Importbedarf. Andere russische Konzerne könnten einen Lieferausfall von Yukos mangels Infrastruktur kurzfristig nicht ausgleichen.
Aus der FTD vom 29.9.2004
Öl - Der wertvollste Saft der Welt
Von Dirk Benninghoff, Hauke Friederichs
Chemisch gesehen ist es nur ein Gemisch verschiedener organischer Verbindungen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist das Erdöl angesichts seines hohen Preises das Schreckgespenst Nummer eins für Börsen und Konjunktur.
Die schmierige Verbindung hat so viele Menschen reich gemacht wie kein anderer Rohstoff. John D. Rockefeller natürlich und Tausende von Ölscheichs, aber auch Robert Nobel, einer der ersten Ölsucher und Bruder des Dynamiterfinders Alfred, JR aus "Dallas" und Alexis aus "Denver".
Ihren Reichtum verdanken die Milliardäre der Neuzeit den Sumerern und den Assyrern. Die nutzten als erste vor mehr als 5000 Jahren Erdöl als napalmartige Kriegswaffe. Die Griechen verwendeten Öl für regelrechte Flammenwerfer. Aber schon zu jenen Zeiten wurde die fossile Kohlenstoffverbindung auch zum Abdichten von Booten oder zum Imprägnieren von Geweben verwendet. Heute steckt Öl in fast allen Dingen des täglichen Gebrauchs.
Zu Kriegen animiert
Der eigentliche Beginn der Ölindustrie datiert jedoch erst auf die Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals begann die kommerzielle Ölförderung. Weltruhm errang Edwin L. Drake 1859 mit der bis dahin größten Ölbohrung in Pennsylvania. Wie sich mit Öl richtig Geld verdienen ließ, zeigte dann Anfang des 20. Jahrhunderts Rockefeller, der mit Standard Oil einen Megakonzern formte, der heute allenfalls mit Microsoft vergleichbar wäre. Im Nahen Osten - trotz aller Abkoppelungsversuche der Industrieländer vom Opec-Kartell noch immer Nabel der Ölwelt - wurde dagegen erst nach dem Zweiten Weltkrieg in großem Stil gefördert.
Die Zusammensetzung des begehrten Stoffes, der die Menschheit der Moderne wie kein anderer zu Kriegen animiert hat, ändert sich von Region zu Region. Nordseeöl, bekannt unter dem Namen Brent, hat eine geringere Dichte als andere Sorten, ist also leichter. Rohöl ist recht nutzlos für den Menschen, in Raffinerien wird es veredelt und zu Leicht- oder Schwerbenzin und anderen Produkten, etwa für die Chemieindustrie, verarbeitet.
Wachstumkiller Öl
In den siebziger Jahren warnte der Club of Rome vor einem Ende der Ölvorräte, doch durch sparsameren Einsatz des wertvollen Rohstoffs schwand seine Bedeutung. Dass Öl nun eine derartige Renaissance erlebt und durch seinen hohen Preis zum weltweiten Wachstumskiller zu werden droht, war zur Jahrtausendwende nicht abzusehen. Damals verzweifelte die Opec bei ihren Bemühungen, den Ölpreis auch nur in die Nähe ihres Preisbandes anzuheben. "Schmierstoff der Welt" war in Zeiten des Cyber-Wahns nicht mehr das Öl, sondern das Internet. Investments in Ölfirmen muteten furchtbar altmodisch an.
Neuerdings erleben aber Rohstoffindustrien einen Hype. Und Digitalphantasten mussten erkennen: Der Mensch reist auch im 21. Jahrhundert mit dem Auto oder dem Flugzeug, nicht per Internet, und dafür braucht er eins: Öl.
ftd.de, Mi, 29.9.2004, 8:50
Ölpreis knackt erneut die 50-$-Marke
Der US-Ölpreis ist am Mittwochmorgen wieder über die Marke von 50 $ geklettert. Experten bleiben angesichts der Preissteigerungen jedoch gelassen.
Der Preis für ein Barrel der Sorte Light Sweet Crude mit Auslieferung zum November kostete im elektronischen Handel zwischenzeitlich 50,10 $ und damit 0,40 Prozent mehr als zum Schluss des offiziellen Handels in New York. Am Vortag hatte der US-Ölpreis mit 49,90 $ geschlossen - dem bisher höchsten Schlussstand. Im Handelsverlauf hatte der US-Ölpreis am Dienstag vorübergehend 50,47 $ erreicht. Danach gab es jedoch leichte Abschläge, da der weltgrößte Ölexporteur Saudi-Arabien seine Produktion von 9,5 Millionen auf elf Millionen Barrel pro Tag anheben will. Die Ölpreise behaupteten sich jedoch angesichts der starken weltweiten Ölnachfrage und der Unruhen im siebtgrößten Ölexportland Nigeria weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.
US-Notenbanker rechnen mit mäßigen Auswirkungen
Der gegenwärtig hohe Ölpreis wird nach den Worten eines US-Notenbankers die Wirtschaft des Landes zwar belasten, aber nicht aus der Bahn werfen. "Solange der Ölpreis nicht deutlich höher steigt, werden die Auswirkungen des jüngsten Anstiegs auf die US-Wirtschaft relativ mäßig sein", sagte der Präsident der Kansas City Federal Reserve Bank, Thomas Hoenig.
Hoenig ist derzeit Mitglied des Offenmarktausschusses der US-Zentralbank (Fed), der die Geldpolitik bestimmt. Was er unter einem deutlichen Anstieg versteht, ließ Hoenig aber offen. Laut Hoenig ist die US-Wirtschaft derzeit nicht so anfällig auf Ölpreissteigerungen wie früher. Die Geld- und Steuerpolitik habe zudem Entlastungen gebracht, die den Preisanstieg kompensierten. Das Wirtschaftswachstum werde in den nächsten 18 Monaten bei 3,5 bis vier Prozent liegen, prognostizierte er. Im zweiten Quartal hatte es sich verlangsamt und lag auf das Gesamtjahr hochgerechnet bei 2,8 Prozent. Im vorangegangenen Quartal betrug es noch 4,5 Prozent.
Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, erwartet keine dramatischen Auswirkungen des hohen Ölpreises auf die Konjunktur in Deutschland. Die Lohnpolitik reagiere heute nicht mehr wie in den 70er Jahren bei den ersten Ölkrisen, sagte Hüther dem Berliner "Tagesspiegel". Zudem sei die Energieeffizienz seitdem stark gesteigert worden. Hüther rechnet für 2005 mit einem durchschnittlichen Preis von 40 $, das seien etwa 10 $ mehr als noch vor einem halben Jahr angenommen. Für das Wirtschaftswachstum bedeutete dies zwei bis drei Zehntel Einbußen. "Ärgerlich, aber nicht dramatisch", sagte Hüther.
DIW: Langfristig Preise bis 100 $ möglich
Auch der Präsident des Deutschen Industrie-und Handelskammertages (DIHK), Ludwig-Georg Braun, fürchtet keinen Konjunktureinbruch. Braun sagte der FTD, erst wenn der Ölpreis nachhaltig über 50 $ bleibe, würde das zu einem Kostenschub führen, den die Unternehmen versuchen würden, weiterzugeben. Auch im internationalen Wettbewerb seien die höheren Preise kein Handicap, weil die Preise weltweit stiegen und zudem die Kaufkraft in den Öl exportierenden Ländern wie Russland steigerten.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mahnte unterdessen die Bundesregierung, die Öko- und Mineralölsteuer nicht abzusenken. Dadurch würde lediglich ein kaum merklicher Konjunktureffekt eintreten und im Staatshaushalt könnten sich schlagartig neue Löcher auftun, sagte die DIW-Abteilungsleiterin Energie, Umwelt und Verkehr, Claudia Kemfert, der "Berliner Zeitung". Angesichts der steigenden Weltnachfrage müssten sich die Verbraucher an Erdölpreise von 50 $ pro Fass gewöhnen. Auf lange Sicht, 40 oder 50 Jahre, seien sogar Preise von 100 $ oder mehr möglich, sagte Kemfert
Sparen ??? Aber doch bitte nicht an den Luxus-Versorgungen unserer politischen Kaste ![]()
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Schwabenpfeil
ROT-GRÜNES REFÖRMCHEN
Üppige Politiker-Versorgung bleibt erhalten
Von Petra Bornhöft
Was die Regierung den Bürgern zumutet, soll den Bundestagsabgeordneten weitgehend erspart bleiben. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE will die Koalition nur minimale Einschnitte in der Altersversorgung durchsetzen. Ministerbezüge bleiben unangetastet.
Berlin - Nach monatelangem Hin und Her hinter den Kulissen verständigten sich die Spitzen der rot-grünen Bundestagsfraktionen am Dienstag beim Frühstück darauf, das Abgeordnetengesetz leicht zu verändern. Während die Grünen noch im Dezember 2002 eine "grundlegende Reform" der Altersversorgung für Abgeordnete angekündigt hatten, fallen die Änderungen nun bescheiden aus.
Folgende Neuregelungen sind geplant:
Mit Hilfe eines so genannten Nachhaltigkeitsfaktors werden die Politikerpensionen in den kommenden vier bis acht Jahren schrittweise um bis zu vier Prozentpunkte auf maximal 67 Prozent der heute bei 7009 Euro liegenden Diäten gekürzt. Demnach erhielte ein Abgeordneter, der mindestens acht Jahre dem Bundestag angehört hat, ab dem 65. Lebensjahr eine Pension in Höhe von 1541,98 Euro - das wären 140,18 Euro weniger als nach derzeitigem Recht.
Pro Dienstjahr soll der Anspruch weiterhin um drei Prozent steigen. Somit könnte ein Abgeordneter, der mindestens 23 Jahre im Parlament gesessen hat, mit 67 Prozent oder 4750, 30 Euro rechnen. Gegenüber heute wäre das ein Verlust von 85,91 Euro. Beiträge zahlen die Abgeordneten nicht.
Hinterbliebene eines ehemaligen Abgeordneten sollen nur noch 55 statt 60 Prozent der Altersversorgung erhalten.
Ab sofort müssen auch die Parlamentarier für die Pflegeversicherung aufkommen.
Erst in der nächsten Wahlperiode, also ab Ende 2006, sollen private Erwerbseinkünfte auf die Altersversorgung angerechnet werden, wenn ein früherer Abgeordneter vor seinem 65. Lebensjahr zum Beispiel als Anwalt, Berater oder Lobbyist tätig ist.
"Abgeordnete müssen Lebenswandel umstellen"
Diese Neuregelungen, welche die Koalitionsfraktionen am Nachmittag verabschieden wollten, sind nach Ansicht des Parlamentarischen Geschäftsführers der SPD, Wilhelm Schmidt, "noch nicht die große Reform, aber doch schon eine anständige Zumutung für die Abgeordneten". Viele müssten ihre "Lebensplanung jetzt etwas umstellen", meint der Genosse ohne einen Anflug von Ironie.
Unbeeindruckt von allen öffentlichen Protesten können sich also die Abgeordneten wie bisher auf saftige Übergangsgelder nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag freuen: Pro Jahr Mitgliedschaft im Bundestag erhält der Abgeordnete nach seinem Ausscheiden ein monatliches Übergangsgeld von derzeit 7009 Euro. Maximal 18 Monate kann er so hundert Prozent seiner früheren Bezüge kassieren, insgesamt rund 126.000 Euro.
Der durchschnittliche Arbeitnehmer unter 55 Jahren hingegen wird ab Januar nächsten Jahres 60 Prozent seiner früheren Nettobezüge für maximal ein Jahr erhalten, danach ist er auf das weitaus niedrigere Arbeitslosengeld II angewiesen.
Solche Vergleiche findet SPD-Mann Schmidt absurd: Wie seine Kollegen wolle er "nicht ständig mit Rentnern oder Sozialhilfeempfängern verglichen werden". Politiker müssten nicht in Sack und Asche wandeln. Man müsse daran erinnern, so Schmidt erbost, "dass keiner der 750 leitenden Angestellten bei Volkswagen mit uns Abgeordneten finanziell tauschen würde". Er, Wilhelm Schmidt, Salzgitter, wolle "als leitender Angestellter gelten".
Große Reform erst im Sommer
Auch die Minister und Parlamentarischen Staatssekretäre müssen bis auf weiteres keine Einbußen fürchten. An eine Änderung des entsprechenden Gesetzes wagen die rot-grünen Abgeordneten sich gar nicht erst heran. Schmidt: "Die Initiative muss eigentlich von der Regierung ausgehen." Doch im Kabinett war der Reformdrang in eigener Sache noch nie sonderlich ausgeprägt.
Großzügige Übergangsgelder (für Kanzler Schröder rund 310.000 Euro, für Außenminister Fischer noch etwa 250.000 Euro) und üppige Pensionen von monatlich bis zu 11.000 Euro (Finanzminister Eichel) hat der Steuerzahlerbund aus den geltenden Tabellen errechnet.
Im nächsten Sommer, verkünden Wilhelm Schmidt und sein grüner Amtskollege Volker Beck, wolle Rot-Grün eine "große Reform der Politiker-Versorgung" vorlegen.
Dann soll es auch um die private Vorsorge der Abgeordneten gehen. Doch die hatte eine unabhängige Kommission des Bundestages unter Leitung des früheren Bundesarbeitsgerichts-Präsidenten Otto Rudolf Kissel schon 1993 als zu teuer und zu kompliziert verworfen, wie die Grünen im vergangenen Jahr erfreut nachgelesen hatten. So kam der kleine Koalitionspartner zu dem schnellen und schönen Ergebnis, dass nur eine "Reform im bestehenden System" möglich sei. Dabei wird es wohl bleiben.
Quelle: Spiegel online
Streikdrohungen in Südafrika treiben Platinpreis in die Höhe
Minenarbeiter fordern doppelten Inflationsausgleich - Experten warnen vor Erschütterung des Metallmarktes
Johannesburg - Den Minengesellschaften Anglo American Platinum, Impala Platinum Holdings und Northam Platinum steht ab dem heutigen Mittwoch eine Streikwelle ins Haus. Dies gefährdet 60 Prozent der weltweiten Platinproduktion und treibt den Preis für das Edelmetall in die Höhe.
Nach Angaben der National Union of Mineworkers (NUM), Südafrikas größter Gewerkschaft, wollen rund 52 000 Mitglieder streiken, weil ihre Arbeitgeber sich weigern, die Gehälter um das Doppelte der Inflationsrate von 4,2 Prozent anzuheben. Die Unternehmen bieten bisher nur 7,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt.
"Dieser Streik wird die Metallmärkte erschüttern", warnt Anwaar Wagner, Analyst bei Metropolitan Asset Management in Kapstadt. Denn allein auf Anglo Platinum entfallen etwa 40 Prozent der weltweiten Platinproduktion. Das Edelmetall wird für Schmuck und Abgasfilter verwendet.
Es wäre zudem der größte Streik, den die Platinbranche je erlebt hat. In Südafrika blieben nur noch die Platinminen von Lonmin geöffnet. Schon in den vergangenen zwölf Monaten ist die Notiz des Edelmetalls um 22 Prozent geklettert. Streiks dürften den Preis nun zusätzlich anheizen, sagt Jeremy Coombes, Geschäftsführer Marketing bei Johnson Matthey, dem weltgrößten Platinhändler. Am Montag notierte Platin in London bereits 2,50 Dollar höher bei 855 Dollar je Unze. Palladium, ein Nebenprodukt der Platinproduktion, verteuerte sich ebenfalls um 2,50 Dollar auf 223,50 Dollar je Unze.
Die Streikdrohung trifft die Minenbetreiber in einer schwierigen Situation. Seit zwei Jahren schon versuchen sie die Kosten zu senken. Denn seit 2001 hat der Rand gegenüber dem Dollar 85 Prozent zugelegt hat. Das schmälert die Gewinnmarge, weil Platin in Dollar gehandelt wird, die meisten Kosten jedoch in der heimischen Währung anfallen. Nach zwei rückläufigen Jahren hat sich die Ertragslage von Anglo Platinum etwa gerade erst erholt. Im ersten Halbjahr verzeichnete das Unternehmen einen Gewinnsprung von 31 Prozent auf 1,45 Mrd. Rand - bei Impala stieg der Ertrag um 42 Prozent. Trotzdem stehen die Aktien unter Abgabedruck. Anglo Platinum haben seit Jahresanfang 4,6 Prozent verloren, Impala gaben 13 Prozent ab und Northam brachen gar um 20,2 Prozent ein.
Die NUM fordert, dass Anglo Platinum und Northam die Löhne und Gehälter um neun Prozent anheben sollen, bei Impala beträgt die Forderung acht Prozent. Außerdem verlangt die Gewerkschaft, dass die Mindestlöhne für Arbeiter über Tage auf 3000 Rand (380 Euro) und für Arbeiter unter Tage auf 3100 Rand steigen. Impala hat dem bereits zugestimmt.
"Schlecht wird es, wenn die Minengesellschaften ihr Angebot nachbessern müssen", meint Stephen Roelofse, Fondsmanager bei Sanlam Investment Management in Kapstadt. "Besonders für Anglo Platinum wären die Folgen gravierend." Bloomberg
Artikel erschienen am Mi, 29. September 2004
Die Welt
Hallo Albrecht,
danke für Deine aktualisierte Einschätzung !
Gruß
Schwabenpfeil
ftd.de, Di, 28.9.2004, 11:32
Steuerzahlerbund sieht öffentliche Verschwendung auf Rekordhoch
Die öffentliche Verschwendung von Steuergeldern liegt nach Angaben des Bundes der Steuerzahler auch in diesem Jahr auf Rekordhoch. Verbandspräsident Karl-Heinz Däke wies den Vorwurf des "Populismus" aber zurück.
Nach Schätzungen des Bundes der Steuerzahler hat die Öffentliche Hand im vergangenen Jahr 30 Mrd. Euro unnötigerweise ausgegeben. Das geht aus dem neuen Schwarzbuch der Organisation hervor, das am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Verbandspräsident Däke forderte am Dienstag in diesem Zusammenhang eine härtere Bestrafung für die "Veruntreuer öffentlicher Mittel".
Der Steuerzahlerbund nennt in seinem Schwarzbuch mehr als 100 Fälle von Steuergeld-Vergeudung. Mit der diesjährigen Summe liege der Verlust für die Staatskasse auf der Rekordmarke des Vorjahres, hieß es. Als ein Beispiel für die Verschwendung von Steuer-Millionen wird das Projekt "German TV" hervorgehoben, bei dem mehr als 20 Mio. Euro "zum Fenster hinaus geworfen worden seien". Hier spiegele sich das wider, was von Bundespräsident Horst Köhler als "Zementierung des Subventionsstaates" oder von Bundeskanzler Gerhard Schröder als "Mitnahmementalität" beklagt worden sei, sagte Däke. Dabei gehe es um so genannte Mischfinanzierungen durch mehrere staatliche Ebenen.
Däke: Nur Beispiele aufgelistet
Der Vorsitzende der Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, bezweifelte im Deutschlandradio die Richtigkeit der Angaben. "Schon im Schwarzbuch der vergangenen Jahre waren sehr viele Luftnummern enthalten. Das macht den Wert dieses Buches zweifelhaft." Manche Verschwendung sei durch fehlgeschlagene Umsetzung von Projekten entstanden, sagte Ondracek weiter. Als Beispiel nannte er das Lkw-Maut-Projekt. Die Beamten hätten keine Schuld daran, wenn das Konsortium aus Privatunternehmen das System nicht zum Laufen bringe. Die Forderung des Steuerzahlerbundes nach einer härteren Bestrafung verschwenderischer Staatsdiener sei "Populismus pur".
Verbandspräsident Däke wies die Kritik am Schwarzbuch zurück. "Ich habe immer gesagt, dass das eine Schätzung ist. In unserem Schwarzbuch können wir natürlich nicht 30 Mrd. Euro auflisten", sagte Däke im Bayerischen Rundfunk. Im aktuellen Buch seien 750 Mio. Euro aufgelistet, die seiner Ansicht nach verschwendet worden seien.
ftd.de, Di, 28.9.2004, 9:33, aktualisiert: Di, 28.9.2004, 10:28
Ölpreis durchbricht 50-$-Marke
Der Preis für ein Barrel Rohöl hat erstmals die psychologisch wichtige Marke von 50 $ durchbrochen. Drohende Rebellenangriffe im afrikanischen Förderland Nigeria gaben dem Rohölpreis erneut Auftrieb.
Die nach wie vor unsichere Lage im Nahen Osten und der aktuelle Rückgang der Ölproduktion im Golf von Mexiko infolge von Hurrikan "Ivan" trieben den Rohölpreis zusätzlich über die 50-$-Marke. Im nachbörslichen Handel in Asien erreichte der Preis das neue Allzeit-Hoch von 50, 17 $. Im nachbörslichen elektronischen Handel an der New York Mercantile Exchange stieg Rohöl zur Novemberauslieferung um 32 Cent oder 0,6 Prozent auf 50 $. Der Rohölpreis liegt derzeit rund 75 Prozent über dem Stand des Vorjahres.
Der Ölexperte Ng Weng Hoong von Energyasia.com in Singapur sagte am Dienstag, die Preise auf dem Markt würden zunehmend auch von Panik bei den Endverbrauchern nach oben getrieben. Er gehe davon aus, dass der Preis weiter nach oben klettere. "Nach dem Knacken der 50 $ sind nun die 60 $ im Visier", sagte Ng. "Der Preis hat eine Hürde genommen, nun wird er das nächste Ziel erreichen."
Händler befürchten möglichen Anstieg auf 60 $
"Ich schätze, der Ölpreis wird eher auf 60 Dollar klettern, als dass er bei 40 Dollar steht", zitierte die Agentur Bloomberg den Hedge-Fonds-Händler Boone Pickens in Dallas.
Nach offiziellen Angaben haben die USA in den vergangenen zwei Wochen im Golf von Mexiko mehr als elf Millionen Barrel an Förderleistung eingebüßt. Laut US-Behörden liegt die Tagesproduktion im Golf von Mexiko derzeit rund 29 Prozent unter Normalstand. Nigeria produziert etwa 2,5 Millionen Barrel am Tag. Das afrikanische Land ist nach Angaben des US-Energieministeriums der fünftgrößte Exporteur in die USA und weltweit der siebtgrößte Ölexporteur.
Märkte schauen mit Skepsis auf Opec
Mit Skepsis schauen die Märkte derzeit auch auf die Opec. Analysten bezweifeln mit Blick auf "Ivan", dass die Organisation Erdöl produzierender Staaten in der Lage wäre, im Fall einer akuten und umfassenderen Unterbrechung der weltweiten Ölproduktion die Förderung kurzfristig und in einem beträchtlichen Umfang anheben zu können. Das Förderkartell räumte am Montag ein, dass die Entscheidung, die Förderquoten zum 1. November um eine Million Barrel anzuheben, nicht das gewünschte Ziel erreicht hat, die Märkte zu beruhigen.
Die deutschen Aktien gaben unter dem kräftig gestiegenen Rohölpreis nach. Der Dax verlor innerhalb der ersten Handelsstunde um 0,4 Prozent auf 3860 Punkte. Der MDax gab 0,5 Prozent auf 4948 Punkte ab und der TecDax fiel um 0,8 Prozent auf 477 Zähler.