Beiträge von Schwabenpfeil

    Zaruma Resources: Technical Report on Initial Gold Resource Estimate
    at San Antonio (Mexico) Filed



    Toronto, Ontario, September 8, 2004; Zaruma Resources Inc. (TSX-ZMR) reported that the Company has filed with SEDAR, (http://www.sedar.com), the technical report on the initial resource estimate of the gold mineralization found on the Company’s 100% owned San Antonio property, Sonora State, Mexico, by Micon International Limited, Qualified Persons: Reno Pressacco, M.Sc (A), P.Geo., and by Eugene Puritch B.Sc., P.Eng. The report is also posted on Zaruma’s web site, (http://www.zaruma.com).


    As previously reported, the initial resource estimate in accordance with NI 43-101 standards, includes 300,000 ounces of gold occurring in closely spaced, open ended breccia bodies, over a strike length of 700 metres along the Realito structure.


    The Company expects that further drilling along the open ends of the breccia bodies, and at a gold mineralized IP target between two of the drilled bodies, will continue to increase the reported gold resources in the Realito structure.


    In addition to the gold project at San Antonio, there is the 100% owned Luz del Cobre copper deposit, which includes an estimated 6.6 million tonnes of 0.76% Cu. Zaruma also owns the El Foco Project in Venezuela, where assays from recent extension drilling on the Alcaravan project are pending, and are expected to add to the previously reported 735,000 tonnes, open-pit, heap leachable, 2.39 g/t Au indicated resource estimated by Qualified Person Velasquez Spring of Watts, Griffis and McOuat Limited.


    Zaruma Resources Inc. is a mineral exploration company listed on the Toronto and Frankfurt Stock Exchanges (symbol: ZMR). Common shares outstanding: 54,746,065.


    For further information, please contact:


    Zaruma Resources Inc.
    20 Toronto Street,12th Floor, Toronto ON, M5C 2B8, Canada
    Fax: 416 367 3638, info@zaruma.com, http://www.zaruma.com

    Im wöchentlichen Newsletter des Smart Investor wieder einige Anmerkungen zu Newcrest Mining:


    Bei Newcrest Mining (WKN: 873365) erfolgte unser Kauf auf einem neuen Mehrjahreshoch von 8,78 Euro. Rücksetzer im Goldpreis auf jetzt unter 400 US-$ ändern nichts an den langfristig günstigen Aussichten auch für unsere australische Goldempfehlung. Ein Faktor, der für weitere Nachfrage nach dem gelben Edelmetall sorgen könnte, ist die geplante Erlaubnis der chinesischen Regierung, Privatanlegern den Goldhandel an der Goldbörse Shanghai zu ermöglichen. Dies führt langfristig zu einer weiteren Zunahme der Goldnachfrage aus dem Reich der Mitte.



    Gruß
    Schwabenpfeil

    Zitat

    Original von goldstück 911


    Ich ging von einem Tafelgeschäft aus, das dann aber auf jedem Fall anonym bleibt, wenn Du einen anderen Namen und eine andere Adresse angibst an.


    Hallo Peter,


    alles klar, jetzt sind wir "beinander" ;)


    Gruß
    Schwabenpfeil

    DEFIZITREKORD


    US-Regierung fehlen 2,3 Billionen Dollar


    Das Defizit im US-Haushalt wird im laufenden Jahr auf 422 Milliarden Dollar steigen, so die neueste Prognose - damit hätte George W. Bush einen Rekord aufgestellt. Noch Besorgnis erregender ist die Vorausschau auf die kommenden zehn Jahre - der US-Regierung fehlen über diesen Zeitraum 2.300.000.000.000 Dollar.


    Washington - In den Fiskaljahren 2005 bis 2014 werde das Defizit im Staatshaushalt insgesamt auf diesen Rekordwert von 2,3 Billionen Dollar (US-Englisch: trillion) steigen, prognostiziert das Budgetbüro des Kongresses (CBO). Damit hat der Kongress seine Zehn-Jahres-Prognose noch einmal um um 300 Milliarden nach oben geschraubt.


    "Selbst wenn die Wirtschaft stärker wachsen sollte als vorhergesagt, werden sich wesentliche Budgetbelastungen in der kommenden Dekade zu verstärken beginnen", teilte das CBO mit. Denn dann komme die "Baby-Boom"-Generation allmählich ins Rentenalter, was Sicherungssysteme wie "Social Security" in bisher ungeahnter Art belasten werde.


    Mit Schuld an den prognostizierten Haushaltsdefiziten sind auch die mehrmaligen Steuersenkungen der Regierung von George W. Bush. Zu Beginn seiner Amtszeit wurden noch bedeutende Haushaltsüberschüsse vorhergesagt - diese schmolzen auch wegen der schwachen Konjunktur und der hohen Ausgaben für Krieg und Anti-Terror-Maßnahmen zusehends dahin.


    Bush-Team denkt positiv


    Der Wert für das laufende Fiskaljahr, das am 30. September endet, wird nach Einschätzung des US-Kongresses nicht so hoch ausfallen wie zuvor erwartet. Im Januar hatte das CBO noch mit einem Defizit von 477 Milliarden Dollar gerechnet. Der jetzt vorhergesagte Wert entspricht immer noch 3,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Es handelt sich um einen Rekord auf Dollarbasis nach absoluten Zahlen. Als Prozentsatz des BIP lag das Defizit in den achtziger Jahren unter Präsident Ronald Reagan zeitweise bei sechs Prozent.


    Im nächsten Fiskaljahr wird das Loch im amerikanischen Haushalt den Experten zufolge auf 348 Milliarden Dollar zurückgehen - das entspräche 2,8 Prozent des BIP.


    Ein Sprecher Bushs nannte die Senkung der Jahresprognose einen Erfolg der Wirtschaftspolitik des Präsidenten. Die Reduzierung der Prognose zeige, dass die Wirtschaft in Gang komme. Bush-Herausforderer John Kerry teilte mit: "Allein Präsident Bush ist in der Lage, ein 422-Milliarden-Dollar-Defizit als Erfolg zu feiern."



    Quelle: Spiegel online

    Zitat

    Original von louisdor
    Über den Daumen gepeilt etwa US$ 25 - 30/oz. Habe mich nicht im Detail mit San Antonio beschäftigt, das upside-potential sehe ich durchaus, aber bislang sind es eben noch nicht mehr als 300.000 oz und das nur in den Kategorien "measured + indicated resources".


    Hallo loisdor,


    herzlichen Dank. Nur durch die Diskussion mit "Experten" haben an Explorern interessierte Anleger wie ich, schrittweise dazuzulernen. Ich hoffe, Du bleibst unserem Forum erhalten ! ;)


    Gruß
    Schwabenpfeil

    Zitat

    Original von zeitgenosse


    weisst du den Unterschied zwischen Internationla Gold Fields und gold Fields?



    Hallo Zeitgenosse,


    die südafrikanische Gold Fields ist wohl jedem bekannt. Meines Wissens nach ist die australische International Goldfields eine völlig unabhängige Gesellschaft. Oder hat jemand andere Informationen ???


    Gruß
    Schwabenpfeil



    http://www.internationalgoldfields.com/

    Zitat

    Original von goldstück 911
    Hallo Schwabenpfeil.


    Natürlich wird auch bei Proaurum der Namen notiert, aber im Gegensatz zu anderen Banken musst Du erst bei einem Betrag von 15.000 Euro Deinen Personalausweis vorlegen.
    .


    Hmm, aber die Versandadresse muss doch in meinem eigenen Interesse stimmen ... Man ist dann nämlich doch "aktenkundig"


    Gruß
    Schwabenpfeil

    Der Goldpreis ist auf dem Weg nach oben


    Charttechnik signalisiert solide Unterstützung


    FREDERIK ALTMANN HANDELSBLATT, 6.9.2004 FRANKFURT/M. Das glänzende Gold ist als wichtiges Thema am Kapitalmarkt in den vergangenen Monaten vom "schwarzen Gold" Rohöl in den Hintergrund gedrängt worden. Nach dem steilen Preisanstieg beim gelben Metall von 2001 bis 2003 ist seit Jahresbeginn Ruhe eingekehrt. Aus charttechnischer Sicht spitzt sich nun die Lage beim Gold allerdings wieder zu - und das erneut im positiven Sinne.


    Seit Ende 2001 konnte sich der Goldpreis mehrfach von seinem langfristigen Aufwärtstrend bei aktuell rund 395 Dollar je Unze nach oben abstoßen. Auf dem gleichen Niveau verläuft auch der exponentielle, gleitende Durchschnittskurs der vergangenen 40 Wochen. Die leicht steigende Linie stellt den langfristigen Kursverlauf geglättet dar und dient vor allem Händlern als wichtiger Anhaltspunkt. Zusätzlich stützt oberhalb dieses Niveaus bei gut 400 Dollar auch eine "innere Trendlinie" den Goldpreis, die seit dem Hoch im Februar 2003 etabliert wurde.


    Entsprechend ist die positive Grundtendenz bei dem Edelmetall ungebrochen. Bei 395 bis 400 Dollar ist der Ölpreis derzeit gut unterstützt ist. Andererseits kämpft Gold mit seinem mittelfristigen Abwärtstrend, der aktuell bei rund 414 Dollar verläuft. Dieser bildet eine zusätzliche Grenze oberhalb der Widerstandszone bis 408 Dollar, wo die obere Begrenzung einer seit Herbst 2003 intakten Seitwärtsbewegung liegt.


    Nach unten wird diese Handelsspanne bei 388 Dollar abgeschlossen. Ein erneuter Rückschlag ist somit nicht ausgeschlossen. Angesichts der guten Unterstützungszone um 400 Dollar, die als Einstiegsniveau dienen sollte, ist ein starker Kurssturz zunächst aber unwahrscheinlich.


    Positive Signale gibt auch der Kursverlauf der wichtigsten Minenaktien, der als Frühindikator für die Goldpreisentwicklung zu sehen ist. Die entsprechenden Branchenindizes laden derzeit zum Kauf ein. Wichtig bei der Beurteilung von Gold ist im Sinne der Intermarket-Analyse auch ein Blick auf die Entwicklung des Euros. Die Gemeinschaftswährung befindet sich allerdings aus technischer Sicht in einer etwas schlechteren Verfassung als im Juli dieses Jahres.


    Je nach Risikoneigung können zwei Handlungsempfehlungen für Investoren abgeleitet werden: Prozyklisch orientierte Anleger können bei einem signifikanten Überschreiten des Bereichs über 414 Dollar Positionen aufbauen. Antizykliker hingegen können einsteigen, wenn es noch mal zu einem Rückschlag auf den langfristigen Aufwärtstrend bei etwa 395 Dollar kommt.


    Auf jeden Fall sollten Anleger ihre Positionen unter 388 Dollar absichern. Bei schwächeren Notierungen würde sich das Chartbild massiv eintrüben. Aus technischer Sicht spricht derzeit aber mehr für ein positives Szenario: den Ausbruch des Goldpreises nach oben.


    Der Autor ist technischer Analyst in Frankfurt am Main.



    http://www.handelsblatt.de/psh…09.gif%20HB%200/index.gif

    02.09.2004
    Anglogold Ashanti kaufen
    Focus Money


    Das Anlegermagazin "Focus Money" empfiehlt derzeit die Aktien von Anglogold Ashanti (ISIN ZAE000043485/ WKN 164180) zum Einstieg.


    Der zweitgrößte Goldkonzern der Erde dürfte 2004 rund 6,3 Millionen Unzen Gold herstellen. Der Aktienkurs sei lange hinter dem US-amerikanischer Produzenten zurückgeblieben, da ein Großteil der Unzen in Südafrika gefördert werde und der Goldpreis in Rand erst seit Mitte August klettere.


    Von einem wachsenden Goldpreis und einem schwächeren Rand sollte der Gewinn von Anglogold gleich zweifach profitieren. Nach dem Erwerb des in Ghana aktiven Ashanti-Konzerns dürften in den kommenden Jahren zudem Synergieeffekte auftreten.


    Vor diesem Hintergrund rät das Anlegermagazin "Focus Money" zu einem Engagement in die Aktien von Anglogold. Der Stoppkurs sollte bei 25 Euro platziert werden.

    02.09.2004
    Intern. Goldfields Kursbeflügelung?
    BÖRSE XTRA



    Positive Nachrichten von Beteiligungen sind immer dazu gut, den Kurs von International Goldfields (ISIN AU000000IGL0/ WKN 120463) zu beflügeln, die weitere Entwicklung werden die Experten von "BÖRSE XTRA" aufmerksam verfolgen.


    Was komme heraus, wenn ein erfolgreicher Fondsmanager seine eigene Goldgesellschaft aufbaue? Er werde auch seine Goldgesellschaft wie einen Fonds strukturieren. Tatsächlich habe Tony Sage (44) die australische International Goldfields Ltd so aufgebaut: Die drei Hauptprojekte würden einen kalkulierten strategischen Mix aus a.) baldigem Cash flow (Mount Ida, ehemaliger Produzent), b.) fortgeschrittener Exploration mit riesigem Upsidepotenzial (Evanston, Goldexploration) und c.) jeder Menge spekulativer Phantasie wie beim Kupferprojekt in Sacu, Rumänien bieten. Hinzu kämen Beteiligungen an nicht weniger als sechs börsenotierten Goldgesellschaften sowie weitere zehn kleinere Minenprojekte in Australien.


    Firmengründer Sage bezeichne International Goldfields Ltd. denn auch treffend als "Investment Vehicle into the Gold Industry." Das Wort "international" im Firmennamen sei übrigens programmatisch zu verstehen. International Goldfields habe es als eine der ganz wenigen australischen Minengesellschaften geschafft, einen bedeutenden Anteil internationaler Investoren zu gewinnen. Derzeit seien 28 Prozent der Aktien bei europäischen Investoren. Mit knapp 9 Prozent sei die Commerzbank der größte europäische Aktionär.


    Die Asset Manager der Bank hätten ihren Anteil in jüngster Zeit aufgebaut. Weitere namhafte institutionelle Investoren seien der aus der Schweiz gemanagte Fonds "Gold 2000" und JP Morgan. Bei Kursen um die 30 Cents habe Sage (laut Pressemitteilung vom 09.08.2004) selbst im Markt rund 2,6 Millionen Aktien gekauft und damit seinen Anteil auf aktuell 8,37 Prozent erhöht. Für Anleger könne es eigentlich keine bessere Bestätigung geben, als Käufe durch das Management.


    Für die kommenden Monaten habe sich IGL eine Reihe wichtiger Meilensteine vorgenommen. Im September würden sich alle Augen auf das Sacu-Projekt in Rumänien richten. Sollte bei der dortigen Exploration die erhoffte Struktur mit attraktiven Kupfergehalten angetroffen werden, wäre dies ein gewaltiger Hebel für die Aktie, insbesondere, wenn BHP ins Boot käme. Wesentlich weiter fortgeschritten, wenn auch (gerade deshalb) kurzfristig weniger kurstreibend, sei die Entwicklung in Mount Ida. Feasibility und Minengenehmigung würden vorliegen. Im Januar 2005 solle das hochgradige Erz abgebaut werden, selbst bei Goldpreisen von 350 US-Dollar sei das Projekt äußerst profitabel. Auch von Evanston dürfte die Gesellschaft Fortschritte vermelden. Das Ziel bleibe die Feasibility Mitte 2005.


    Im übrigen sind positive Nachrichten von Beteiligungen (unlängst wurde der Anteil an NXF Gold auf 15 Prozent aufgestockt, siehe BX vom 14.06.2004) immer dazu gut, den Kurs von International Goldfields zu beflügeln, so die Experten von "BÖRSE XTRA". Sie würden die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.

    03.09.2004
    Yukos "buy"
    Renaissance Capital


    Die Analysten von Renaissance Capital stufen die Aktie von Yukos (ISIN US98849W1080/ WKN 632319) unverändert mit "buy" ein und bestätigen das Kursziel von 26,8 USD je ADR.


    Yukos habe gestern in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass ein Moskauer Gericht die Erlaubnis erteilt habe, alle Einlagen der Produktionsgesellschaften von Yukos einzufrieren. Die Einlagen würden sich auf 2,6 Mrd. USD belaufen. Dadurch würde die Produktion gefährdet. Nach Angaben des Unternehmens sei die Bezahlung von Zulieferern, Vertragspartner, Steuern und Gehältern bedroht.


    Bei oberflächlicher Betrachtung sehen die Analysten durch den Schritt eine Bedrohung der Produktion. Falls die Behörden die Konten blockiert halten, wäre es für Yukos schwer die Geschäfte für wenig mehr als ein paar Tage ohne Geld aufrecht zu erhalten. Die meisten Transportkosten seien zwar bis Ende September bezahlt, doch gäbe es noch andere operative Ausgaben. Die Analysten zeigen sich jedoch weiterhin davon überzeugt, dass es höchst unwahrscheinlich sei, dass der Kreml den Stillstand der Produktion erlauben würde. Der internationale Druck angeführt von den USA, China und anderen Regierungen wäre gewichtig. Es wäre dann keine interne russische Angelegenheit mehr, sondern ein internationaler Skandal, der Russland`s internationale politische Position schwächen würde.


    Die derzeitige Situation ändere auch nichts an den verschiedenen Szenarios der Analysten, zumindest kurzfristig nicht. Der Verkauf von YuganskNG scheine immer noch als das wahrscheinlichste Szenario. Nach Ansicht der Analysten dürfte der größte Teil der schlechten Nachrichten im Aktienkurs berücksichtigt sein, was der Markt scheinbar auch so sehe. Nach der Pressemitteilung sei der Aktienkurs zwar gefallen, doch am Ende des Tages habe nur ein marginales Minus zu Buche gestanden. Die Regierung dürfte wohl die Zahlung von allen unwichtigen Dingen blockieren, vermutlich aber der Zahlung von operativen Kosten zustimmen.


    Vor diesem Hintergrund bleiben die Analysten von Renaissance Capital für die Yukos-Aktie bei ihrer Kaufempfehlung.

    Russlands Ölindustrie steigert Produktion


    Unternehmen wie Lukoil können Rückgang der Ölförderung durch Yukos-Krise mehr als ausgleichen


    HANDELSBLATT, 6.9.2004 mbr MOSKAU. Russlands größter Ölkonzern Lukoil macht sich schön für die Privatisierung des letzten Staatsanteils: Das Unternehmen konnte im ersten Halbjahr 2004 seine Rohölförderung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,9 Prozent auf 42,31 Millionen Tonnen erhöhen. Auch die Erdölexporte legten um 21 Prozent zu - Lukoil führt inzwischen gut die Hälfte seiner Fördermenge aus. Da die Ölpreise auf dem Binnenmarkt deutlich unter den Weltmarktpreisen liegen, bringt das dem Konzern Geld in die Kassen, obwohl der Staat in Form von Ausfuhrabgaben immer mehr Exporterlöse abschöpft.


    Ölförderer wie Lukoil und das russisch-britische Joint Venture TNK-BP müssen mit ihrer Produktion auch die Lücke füllen, die sich durch die immer größer werdende Krise beim schwer angeschlagenen Rivalen Yukos öffnet. Denn der russische Präsident Wladimir Putin hat den Europäern versprochen, dass sein Land künftig deutlich mehr Öl produziert, um die hohen Weltmarktpreise zu drücken.


    Yukos - der zweitgrößte Ölkonzern des Landes - kann aber in diesem Jahr nach eigenen Angaben nicht einmal die versprochenen 90 Millionen Tonnen Erdöl fördern. Die Produktion sinke auf 86 Millionen Tonne, kündigte das Unternehmen an. Als Grund nennt das Management die stetig größer werdenden Beschränkungen durch den Staat, der Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe fordert.


    Yukos hätte bis zum Sonnabend zusätzlich zu den umgerechnet 2,8 Mrd. Euro Nachforderungen für 2000 noch 3,4 Mrd. Euro für 2001 zahlen müssen. Schon den ersten Betrag hatte das Unternehmen nur zur Hälfte begleichen können. Daraufhin hatten die Behörden in der vergangenen Woche auch alle Gelder der Fördertöchter von Yukos eingefroren, nachdem sie zuvor schon die Konten der Holding gesperrt und den Verkauf von Vermögenswerten untersagt hatten.


    "Die Produktion ist paralysiert", hieß es nun in einer Erklärung des Konzerns. "Alle Konten unserer Töchter sind blockiert. Sie können ihre Rechnungen nicht mehr begleichen, haben weder Geld für Löhne noch für Steuern oder die Aufrechterhaltung der laufenden Tätigkeit." Für die Yukos-Tochter Yugankneftegaz ermittelt die Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein derzeit einen Preis, zu dem die Regierung die mit 60 Prozent der Produktion größte Fördertochter des Konzerns zum Verkauf anbieten will.


    Während die Probleme bei Yukos Putin die Erfüllung seines Versprechens erschweren, kommt von anderer Seite Entwarnung: So konnte sich TNK-BP Ende der Woche einen Kredit über 500 Mill. Dollar sichern. Damit kann TNK-BP alte Verbindlichkeiten zu günstigeren Konditionen ablösen und seine Produktionspläne weiter verfolgen.


    Auch die Zahlen des russischen Marktführers Lukoil belegen, dass ein nachhaltiges Produktionswachstums möglich ist. Der Konzern konnte seine förderbaren Reserven in den ersten sechs Monaten dieses Jahres weiter steigern. Lukoil hat die zweithöchsten Ölreserven weltweit nach dem US-Multi Exxon Mobil. Deshalb ist der Moskauer Konzern so interessant für ausländische Mineralölunternehmen: Die Nummer drei der USA, Conoco Phillips, will Ende September die noch in russischen Staatshänden verbliebenen 7,6 Prozent der Lukoil-Anteile ersteigern. Conoco-Chef James Mulva hatte nach einem Treffen mit Putin und dem Lukoil-Chef Wagit Alekperow gesagt: "Wir wollen ein großer Spieler in Russland werden." Der staatlich festgesetzte Startpreis liegt bei knapp zwei Mrd. Dollar.


    Analysten in Moskau erwarten, dass Conoco über den Staatsanteil hinaus seine Lukoil-Beteiligung aufstocken wird - wenigstens auf eine Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Aktie. "Acht Prozent Anteil sind in Russland soviel wert wie null - sie bringen keinerlei Einfluss auf die Unternehmenspolitik und den Cash-Flow", begründet ein westlicher Ölmanager in Moskau.