Beiträge von Schwabenpfeil

    ftd.de, Di, 24.8.2004, 20:40



    Yukos-Berufung zur Freigabe von Yugansk-Aktien gescheitert



    Der angeschlagene russische Ölkonzern Yukos hat eine weitere Niederlage schlucken müssen: Vor einem Berufungsgericht scheiterte Yukos mit einem erneuten Versuch, Aktien seiner größten Ölfördergesellschaft Yugansk zu verkaufen.



    Die Verhandlung über die Berufung des Konzerns gegen die Steuerforderung von 3,4 Mrd. $ für das Jahr 2000 vertagte das Gericht am Dienstag zudem auf den 7. September, meldete die Nachrichtenagentur Interfax.


    Durch den Verkauf von Vermögenswerten versucht Yukos Geld zur Begleichung der milliardenschweren Steuerforderungen des russischen Staates zu beschaffen. Allein für die Jahre 2000 und 2001 soll Yukos zusammen fast sieben Mrd. $ an Steuern nachzahlen. Da die russischen Behörden Konten und Vermögen des Konzerns eingefroren haben, hatte Yukos bereits mehrfach vor einem Konkurs gewarnt.



    Dagegen hat die Regierung dem Ölkonzern angedroht, Yugansk zu verkaufen, um sich so die überfälligen Steuern zu holen. Auf diese Tochter entfallen rund 60 Prozent der Yukos-Ölproduktion. Yukos stellt etwa 20 Prozent der russischen Ölexporte.

    Norilsk Nickel wird vom Smartinvestor in das Musterdepot aufgenommen.


    Gruß
    Schwabenpfeil



    Direkt aufnehmen werden wir Norilsk Nickel (WKN: 676 683), und zwar 150 Stück zum morgigen Eröffnungskurs (derzeit rund 45 Euro). Hierbei liegt der Focus auf dem Basismetallbereich. Nicht nur, daß die charttechnischen Konstellationen nach den teilweise heftigen Preiskorrekturen bereinigt zu sein scheinen, auch die Nachfrage ist wegen des China-Faktors nach wie vor stabil auf hohem Niveau. Sicherlich unterliegt auch Norilsk den durch die Yukos-Krise ausgelösten wirtschaftspolitischen Verwerfungen in Rußland, aber das KGV von 7 für die 2004 erwarteten Gewinne und der Bewertungsabschlag von über 40 % zu den großen globalen Konkurrenten sehen vielversprechend aus. Als Zuckerl sind die Russen an der ebenfalls aus unserer Sicht aussichtsreichen südafrikanischen Minengesellschaft Gold Fields beteiligt und profitieren so zunehmend auch von weiter steigenden Goldpreisen. Norilsk wird im neuen Smart Investor 9/2004 in der Rubrik "Emerging Markets-Aktie" ausführlicher analysiert.

    Der Smartinvestor setzt Newcrest Mining auf seine Watchlist. Offensichtlich soll der Wert den "Platz" von Drooy im Musterdepot übernehmen ...


    Gruß
    Schwabenpfeil



    Ebenfalls auf der Watchlist steht Newcrest Mining (WKN: 873 365), womit wir bei Gelegenheit den "Ausfall" von Durban Roodepoort und unsere momentane Unterrepräsentation im Edelmetallbereich zu kompensieren beabsichtigen. Die Australier verfügen über knapp 60 Mio. Unzen Reserven und rangieren damit weltweit an achter Stelle. Für die Aktie spricht die immer wieder aufkeimende Übernahmephantasie, das im Vergleich zur Peer Group günstiger 14er KGV und die Wiederinbetriebnahme der Telfer-Mine, wodurch sich die Goldproduktion ab Anfang 2005 verdoppeln und das Nettoergebnis für das kommende Geschäftsjahr verdreifachen wird. Newcrest wurde bereits im Smart Investor 8/2004 im Rahmen einer Betrachtung des australischen Marktes besprochen, im neuen Smart Investor 9/2004 erscheint Newcrest außerdem als Kauf in der Rubrik "Buy Good Bye".

    Habe gerade entdeckt, dass Ihr hier auch über Immobilienfonds diskutiert.


    Zu den geschlossenen Immobilienfonds ist ja schon gesagt, dass die mangelnde Fungibilität ein Hauptproblem darstellt. Man darf folglich unbedingt nur sehr langfristig investieren. Sehr häufig können die Initiatoren auch Ihre prospektierte Rendite nicht nachhaltig erreichen, dann ist man in dieser Anlage gefangen. Die grossen Steuereinsparungen lassen sich auch nicht mehr realisieren ...


    Bei den offenen Immobilienfonds ist zwar die Fungibilität besser, allerdings wirken auch hier die Ausgabeaufschläge bremsend. Darüber hinaus, rechne ich persönlich mit überhöhten Bewertungen in den Bühern der offenen Immobilienfonds. Ich rate deshalb auch dort eher zur Vorsicht ...



    Gruß
    Schwabenpfeil

    Zitat

    Original von Warren
    man kann bei einem Explorer in diesem Stadium nie alles wissen.


    Das glaube ich Dir gerne. Die Frage ist doch aber eher, ob man sich als Anleger, der sich intensiv mit Fundamentalresearch über (einen) Explorer beschäftigt, einen Informationsvorsprung gewinnen kann ...



    Gruß
    Schwabenpfeil

    Zitat

    Original von Thom
    [Ich bezweifle dass mehr als 10% der Leute in der Schweiz oder auch in Deutschland den Maple Leaf kennen.


    Na, dass bezweifle ich allerdings auch ... 10 % sind eine Menge Leute ...


    Gruss
    Schwabenpfeil

    ftd.de, Di, 24.8.2004, 8:43
    Deutschland liegt deutlich über EU-Defizit-Grenze


    Deutschland hat nach Angaben des Statistischen Bundesamts in der ersten Jahreshälfte die EU-Defizit-Grenze deutlich überschritten. Volkswirten bereitet ein altbekannter Schwachpunkt der deutschen Wirtschaft Sorgen.



    Im ersten Halbjahr lag das Defizit des Staates im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei 4,0 Prozent. Das teilte des Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Bleibt das Defizit der öffentlichen Hand auch im Gesamtjahr auf diesem Niveau, würde Deutschland erneut den Grenzwert des EU-Stabilitätspakts von 3,0 Prozent verfehlen. Insgesamt betrug das Finanzierungsdefizit in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres demnach 42,7 Mrd. Euro.


    Im Gesamtjahr 2003 hatte das Defizit nach neuesten Berechnungen bei 3,8 Prozent gelegen und überschritt damit wie bereits 2002 den Grenzwert. Auf Grund der Nachreichung von Daten ändern sich die Werte im späteren Verlauf immer noch geringfügig.




    Weitere Entwicklung unklar



    Die Finanzierungslücke kann am Ende des Jahres sowohl höher als auch niedriger ausfallen als in der Zwischenbilanz sagte ein Sprecher des Statistischen Bundesamtes. "Die Entwicklung war in der Vergangenheit sehr unterschiedlich."



    Derzeit ist offen, wie die EU gegen die "Defizitsünder" Deutschland und Frankreich vorgehen will. Der Europäische Gerichtshof hatte den Beschluss der EU-Finanzminister zur Aussetzung der Defizit-Strafverfahren gegen Berlin und Paris im Juli gekippt. Daher ist ein neuer Beschluss notwendig. Erste Vorschläge will die EU-Kommission in der kommenden Woche vorlegen.




    Exporte treiben deutsches Wirtschaftswachstum an



    Im abgelaufenen zweiten Quartal wuchs die deutsche Wirtschaft fast ausschließlich wegen eines kräftigen Impulses vom Außenhandel. Die Binnenkonjunktur blieb schwach. "Der Exportüberschuss (Außenbeitrag) trug mit 0,5 Prozentpunkten zum Wirtschaftswachstum bei", teilte das Statistische Bundesamt weiter mit. Die Exporte legten um 3,2 Prozent und damit stärker als die Importe (plus 2,2 Prozent) zu.



    Wie die Statistiker bereits mitgeteilt hatten, war das BIP in den Monaten April bis Juni um 0,5 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Das BIP-Wachstum im zweiten Quartal hatten die Statistiker bereits am 12. August gemeldet, allerdings ohne Einzelheiten zu nennen. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2003 legte die Wirtschaftsleistung um zwei Prozent zu.



    Im Gegensatz zum Außenhandel blieb die inländische Verwendung mit einem minimalen Rückgang um 0,1 Prozent annähernd unverändert. Die meisten Volkswirte wie auch die Bundesregierung rechnen in diesem Jahr mit einem Wachstum von 1,5 bis zwei Prozent.




    Analysten: Schwache Entwicklung beim privaten Konsum



    Die privaten Konsumausgaben stiegen im Vergleich zum Jahresanfang real um 0,1 Prozent und die Konsumausgaben des Staates um 0,3 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen blieben auf dem Niveau des Vorquartals.



    Stefan Bielmeier von der Deutschen Bank nannte den Trend beim privaten Konsum schwach: "Hintergrund dürfte die Verunsicherung über weitere wirtschaftliche Entwicklung und weitere Reformen sein." Laut Lothar Hessler von HSBC Trinkaus & Burkhardt zeigen die Zahlen, "dass das Wachstum nur vom Export getrieben wird." Dieser Faktor sollte aber als treibende Kraft im zweiten Halbjahr nachlassen.



    Hessler erwartet kaum einen Wachstumsbeitrag vom Export im dritten Quartal. Das Wachstum sollte sich auf 0,3 Prozent verlangsamen. Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen zufolge werden die Ausfuhren zwar nicht mehr mit dem starken Tempo des ersten Halbjahres steigen, sich aber weiter positiv entwickeln. "Enttäuschend" nannte Solveen die Entwicklung bei den Investitionen. Er hatte eher mit einem leichten Anstieg gerechnet

    Zitat

    Original von hpopth
    Soviel mir bekannt ist, hatte der Bundestagsabgeordnete Hohmann eine Anfrage an den Bundestag gestellt wo sich unser Gold befindet,eine Antwort ist nicht gekommen,


    Hmm, ist das den überhaupt nach der Geschäftsordnung des deutschen Bundestages zulässig ??? So eine nichtssagende Proforma Antwort ist doch glaube ich zumindest notwendig ... ;)


    Gruß
    Schwabenpfeil

    Zitat

    Original von Poki Beloki
    Vielleicht sorgt ja eine Neuigkeit für Kurssteigerungen?
    :))


    Ist immer eine schöne Überlegung ... Warum aber nicht einfach auch mal langfristiger denken ...


    Warren's Hinweis auf die CF Entwicklung und thor's Hinweis auf eine interessante Altersversorgung gehen doch in die richtige Orientierung 8)



    Gruß
    Schwabenpfeil

    Hier die avisierte Mailkopie von Prof. Utter aus dem WO Forum:


    Lieber Herr xxx


    Mexiko ist ja unser grosses, mittelfristige Goldproject. Da es sich hier um eine Goldproject mit einer
    mindest Produktionszielgroesse von +50.000 Unzen im Jahr handelt, braucht dieses Projekt seine Zeit. Auch ist hier aufgrund
    der Groesse auch eine Steigerung des Aktionaersvermoegens durch das Einsteigen eines grossen Partners denkbar.


    Die juengste Pressemiteilung war insofern sehr wichtig, da wir beginnen nachzuweisen, dass San Antonio abbaubare Unzen hat. Dies
    nach den Standards des NI43-101. Dies beutet fuer unsere Standing und das weitere IR and PR in Kanada sehr viel. Hierauf koennen wir
    in unseren wichtigen kanadischen PR Aktivitaeten der kommenden Wochen sehr aufbauen. Die Bergbauzeitung Northern Miner (http://www.northernminer.com) hat unseren Artikel gleich
    am Samstag in ihren Newsflash genommen.


    Der naechste Schritt in San Antonio (wie mitgeteilt) ist eine Erhoehung der Goldressourcen um die jetzigen Goldlager herum, in Zusammenhang mit einer
    Prefeasibility Studie.


    Was die unmittelbare Goldproduktion angeht, ist auf Venezuela zu verweisen und in diesem Projekt werden wir, sobald die Ergebnisse aus den
    juengten Bohrungen vorliegen, eine Mitteilung machen, wie kuerzlich auch mitgeteilt.



    Mit bestem Gruss



    Thomas Utter