"Früher" Gab es ein anderes Familienbild
Das vor allem.
Das christliche Familienbild. Kinder hießen noch Segen, Schwangerschaft gesegnete Umstände, und nicht soziales Abstiegsrisiko.
Schlimme Zeit.
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und eine andere Arbeitswelt. Da gab es auch nicht x Mio Leute die schon jahrelang zu hause hocken und perspektivlos vor sich hin leben weil sie zu alt oder unterqualifiziert sind und die "Maßnahmen" in die man sie schickt völliger Schwachsinn sind.
Sozialhilfe war für arme Muatterl, nicht für arbeitsscheue Jugendliche...
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Ganztagsschule als 8 Stunden-Arbeitstag im Vergleich zur normalen Schule zu betrachten ist schon komisch, wenn die Schüler heute (meinen sie es ehrlich mit dem Lernen) im Grunde auch nach der Schule noch X Stunden mit den Hausaufgaben ALLEINE zubringen.
Hast du Ganztagsschulen nicht als Mittel gegen Verwahrlosung bezeichnet? Verwahrlosungsgefährdete Jugendliche bringen keine X Stunden mit Hausuafgaben zu.
Überhaupt werden die Ganztagsschulkonzepte doch vor allem als Allheilmittel für eher unterschichtige Schultypen gesehen. Dazu gehört ja inzwischen die Realschule auch schon. Die pädadogisch innovativen Gesamtschulen ja eh.
Wenns gut geht machen die da eh nur zusätzlich Singen&Lachen, viel wahrscheinlicher wirds aber (Lehrermangel, usw) eh nur auf stechuhrartige Kinderverwahranstalten hinauslaufen.
Ich war übrigens ma n Weilchen auf ner Ganztagsschule. Da wurde noch voll viel gemacht nachmittags...
Aber Hauptsache jeder hat seine Fehlstunden nachgesessen...Stechuhr halt.
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Es gibt viele Schüler deren Eltern entweder keine Zeit haben (die arbeiten nämlich 8 Stunden + Pendelei) oder auch gar nicht die Kenntnisse haben, ihrem Sprößling bei alles Hausaufgaben zu helfen.
Auch eine noch so ungebildete Mutter nützt ihren Kinder daheim mehr, als bei Lidl an der Kasse, und kann einem Kind mehr beibringen, als ein miesgelaunter Referendar, der nachmittags noch fremde Kinder beaufsichtigen muss. Die Liebe einer Mutter ist unersetzlich. Vor allem wenns dir um Verwahrlosung geht. Für Arschpauker werden die Blagen immer die Kinder anderer sein.
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Und daß man nach dem Unterricht auch noch was anderes machen kann, als HA's ist durchaus denkbar. Ein vernünftiges Sport und Kunstangebot + diverse Möglichkeiten sich zu beschäftigen können in einer Ganztagsschule zweifelsohne sinnvoll angeboten werden. Wenn es dann doch reiten oder schwimmen sein soll - meinetwegen extern. was auch immer.
Sag ich ja. Singen und Lachen. Und Mama sitzt derweil beim Lidl an der Kasse und schafft fürs Schulgeld.
Bildungsplanwirtschaft. Sozialismus statt Familie.
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Ganz sicher nicht, weil sie von Kindesbeinen an "auf 8 Stunden" konditioniert sind. Das hat einfach was mit "sich nützlich/wichtig fühlen wollen" zu tun.
Und warum bist du dir da so sicher?
Die sind darauf konditioniert, dass man nur nützlich/wichtig ist, wenn man seine 8 Stunden abdient. Hinterher gibts dann keinerlei Verantwortung mehr, Hauptsache man sitzt irgendwo seine 8 Stunden ab.
Das Leben ist aufgeteilt in 8 Stunden "wo sein" und der Rest des Tages läuft dann eher in kindlicher Unschuld: Fernsehen, Weggehen, Vögeln, Essen, Schlafen.
Das mit den Kindern macht die Schule, das mit den Gedanken macht das Fernsehen, das mit der Vorsorge macht die Regierung.
Lies mal Brave New World.
Merckle war ein armer bedauernswerter Mensch. Er hätte mit dem vielen in den Sand gesetzten Geld viel gutes tun können. Hat er nicht.
Wiedeking trägt für mich keinerlei Verantwortung. Der hat nichts verkauft was er nicht hatte.
Der hat nur mal einen von diesen Leerverkäufern erwischt, die gnadenlos andere betrogen haben (etwas anderes als Betrug ist es doch nicht, wenn man etwas verkauft was man nicht hat), und denen es auch egal war wenn diese daran zu Grunde gehen. Dabei wusste er sicher nicht wen er erwischen würde. Die LBBW vielleicht schon.