Ich fände es deshalb auch verdammt doof, wenn ich, nachdem ich diesen "Selbstbedienungsladen" über 20 Jahre mitfinanziert (laß dir gesagt sein, du warst das nicht alleine) habe, plötzlich unverschuldet meine Arbeit verliere, und dann nach einem Jahr völlig fallengelassen würde.
Na das wirst du doch, hast du das nicht kapiert? Bist doch schon so lange "hier dabei".
Das Beispiel lieferst du doch gleich selbst.
(Hab übrigens nie behauptet diesen Mist hier mehr als unvermeidbar mitzufinanzieren, aber ich kenne Beispiele wie deines zur Genüge aus der eigenen Sippschaft.)
Ich kenne jemanden, der ist über 50, hat vor 8-9 Jahren seinen gutbezahlten Job bei der IBM in Schweinfurt verloren, weil die den Standort ins östliche Ausland verlagert haben, weil die Arbeit dort andere billiger machen. Der hat erst 2 Jahre lang verzweifelt versucht einen ähnlichen Job zu finden, aber da gabs nix. HartzIV hat er noch lange nicht gekriegt. Er hat zig Bewerbungen in sämtliche Richtungen geschrieben, und kam nach jahrelanger Arbeitslosigkeit mit viel Glück und Beziehungen in die SKF, als Produktionshelfer, Kugellager montieren. Dann kam leider die Krise, da hatte er gerade mal 11 Monate gearbeitet. Er hatte einen befristeten Vertrag, war kurz vor der Übernahme. 11 Monate sind leider ein Monat zu wenig, um Arbeitslosengeld zu beziehen. Er kriegt jetzt HartzIV, aber nur weil das Haus in dem er wohnt, noch seinen Eltern gehört. Sein eigenes hat er längst verloren.
Toll, das heißt er hat wohl annähernd 30 Jahre lang geschätzte 60-70% Steuern und Abgaben abgedrückt, das hätte noch für zwei Häuser gereicht. Wo ist das Geld hin? Warum kriegt er davon nichts zurück, jetzt wo er in Not ist?
Ob die anderen, die seine Arbeit nun billiger machen, wohl auch 70% Steuern bezahlen?
Das Haus seiner Eltern wird verlässlich auch noch drauf gehen, schließlich wird er das früher oder später erben, aber Hauptsache er kriegt jetzt doch Hartz IV. Da kann er sich freuen, daß Mami Staat sich jetzt endlich um ihn kümmert.
Und, hat er jetzt Kohle für einen Neuwagen über und braucht Abwrackprämie?
hat diesen "Selbstbedienungsladen" auch lange Zeit mitfinanziert.
Nochmal, damits ankommt: Warum kann sich dann gerade der nicht bedienen, andere aber schon ab zb Einreise?
Deine Einstellung ist asozial, und solchen Typen würde es mal wirklich gut tun, wenn es das Leben mal nicht so gut mit Ihnen meint, wenn sie mal selbst auf einmal vor dem Ende dessen stehen, wofür sie jahrzehntelang gearbeitet haben.
Herzlichen Dank für die guten Wünsche.
Naja, ist dein Karma... ich wünsch dir eine glückliche Zukunft.
Wenn es dich erfreut, darf ich dir mitteilen, ich habe es schon erlebt wie Lebenswerke im engsten Familienkreis vernichtet wurden - in die ich selbst lange genug mit hineingearbeitet hatte.
Was glaubst wodurch ich unsere soziale Gerechtigkeit so zu schätzen gelernt habe?
Meine ehemalige Firma, die EDS, ein großer Finanzdienstleister, wurde kürzlich von HP übernommen, von meinen 51 Kollegen müssen nun 25 gehen. Die Hälfte davon ist über 50 und steht vor dem Aus.
Ah, ein Finanzdienstleister...auch so Pickel am Arsch der Gesellschaft, vielleicht auch die Haupt-Mitesser.
27 zu wenig würd ich sagen.
Nur bankrotte Bankster sind gute Bankster.
Solange wir uns noch Ersatzbefriedigungen von unserem Lohn leisten konnten, haben wir nicht drüber nachgedacht,
Tut ihr das heute?
Die Wahlergebnisse, das Anlageverhalten, überhaupts die Stimmung meiner Mitmenschen sagt mir nein.
Naja, war schon immer so: Die Schlauen leben von den Dummen, und die Dummen von der Arbeit.
Aber ich denke das dürftest du selber wissen, so von der Branche her.
Aber dann sollte man den Teil der Gesellschaft, die eh schon auf der Verliererseite stehen, nicht verrecken lassen, sondern sollte einen Teil der mächtigen Ausgaben auch denjenigen zukommen lassen.
Meine Frage war im Grunde nur, ob jemand der HartzIV bezieht und sich einen Neuwagen leisten kann auf der Verliererseite steht.
Alle die Leistungen kassieren sind Sozialschmarotzer, ey klar ey, damit kommst du bei jedem Stammtisch gut an.
Alle die Leistungen kassieren und sich Neuwägen leisten können sind Sozialschmarotzer. so seh ich das.
Das kannst du verachten bis du schwarz wirst.
Meine sind 2006 und 2007. Aber was willst du mir damit sagen?????
Na ich wunder mich halt, mir reicht mein Auto, aber wenn ich sag so ein Auto müsste eigentlich "sozial Schwachen" auch reichen, bin ich asozial.
Aber meins hab ich halt auch selbst bezahlt...
Vielleicht bist ja du derjenige dems noch zu gut geht und alles nur vom Hörensagen kennt? 
Im übrigen, wenn du das Gefühl hast, daß es dir zu gut geht und daß du der Gesellschaft etwas zurückgeben willst, auf deren Kosten es dir gut geht, dann wird dich niemand hindern das zu tun, ich zuallerletzt.
Ich würde mir aber niemals anmaßen, dir etwas mit Gewalt wegzunehmen, um es nach meinem Gusto an andere zu verteilen, weil ich der Ansicht bin dir gehts zu gut und denen schlecht. Genau das aber sind mit Gewalt erhobene Abgaben, die dann nach Gießkannenprinzip für Sozialhilfe verwendet werden.
Das wäre in MEINEN Augen eine höchst asoziale Einstellung, nicht einfach selbst zu helfen wo ichs für nötig halte, sondern neidisch danach zu schielen, daß doch bitte meinen Mitmenschen dann auch genug weggenommen wird.