Edelmetalle sind der Gegenspieler zu den Fiat-Währungen.
Je größer das Vertrauen über einen langen Zeitraum in fiat ist, desto weniger wird in Edelmetall investiert bzw. es wird massiv desinvestiert, was wir in den letzten 25 Jahren erlebt haben.
Umgekehrt wird bei schwindendem fiat-Vertrauen das Geld in die einzig sichere und liquide Anlage gehen: die Edelmetalle. Bei sich abzeichnenden Währungskrisen sogar panikartig mit entsprechendem Medienrummel.
Ob sich in diesem Szenario Tante Paula von ihren Silberlöffeln trennt ist noch sehr zu bezweifeln - in einem Umfeld wo alle wegen steigenden Wassers in Rettungsboote steigen wird man seines wohl kaum verkaufen wollen.
Doch selbst wenn alle Tanten, Onkels und Buffets verkaufen, wird das durch die explodierende Nachfrage mehr als kompensiert.
Kleines Rechenspiel:
In den industrialisierten Staaten (Westeuropa, Nordamerika, Japan und einige andere) leben zusammen ca. 1 Milliarde Menschen.
Nehmen wir mal an, daß bei der Flucht aus Papier jeder im Durchschnitt (neben wahrscheinlich kaum mehr erschwinglichem Gold)nur 10 Unzen Silber ergattern möchte (entspricht heute ca. 70 Euro Gegenwert), dann würde das eine zusätzliche Nachfrage von 10 Milliarden Unzen bedeuten.
Rechnet man den Rest der Menschheit dazu ( z.B. 2,5 Milliarden Inder und Chinesen), von denen auch der ein oder andere gut bei Kasse ist, dann kämen da nochmals einige Milliarden Unzen Silber-Nachfrage hinzu.
Diese Nachfrage könnte auch aus allen Schubladen-, Münzalben und Freundschaftsringbeständen nicht befriedigt werden (sofern sie überhaupt auf den Markt kommen, siehe oben)
Von der Silberminenproduktion, selbst wenn sie sich verdoppeln sollte (was - falls überhaupt möglich - lange Zeit braucht) ganz zu schweigen...
Gibt es überhaupt einen vernünftigen Grund, der gegen die Zwangsläufigkeit eine fiat-Krise spricht?
Ich kann mir nicht vorstellen, das die sich die gigantischen tektonischen Spannungen im Weltfinanz-System ohne gewaltiges Beben und ohne Mega-Tsunami abbauen können.