Beiträge von schuldenblase

    Link


    Bundesregierung trifft Vorbereitungen für wirtschaftlichen Notstand -
    Notstandsgesetze. Abseits der Öffentlichkeit trat am 12. August 2004 eine Verordnung in Kraft, die staatliche Maßnahmen für den Ernstfall vorsieht, wenn im Rahmen der Marktmechanismen die Güterversorgung der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet ist.



    Merkwürdige Dinge geschehen in diesen Tagen in Berlin. Ohne Debatte im Bundestag und bislang ohne die geringste Anteilnahme der etablierten Medien erließ die Bundesregierung am 12. August 2004 eine "Verordnung über die Sicherstellung von Leistungen auf dem Gebiet der gewerblichen Wirtschaft (Wirtschaftssicherstellungsverordnung)", welche den wirtschaftlichen Teil der Notstandsgesetze von 1968, das "Wirtschaftssicherstellungsgesetz", erweitert und präzisiert. Die Verordnung wurde von Kanzler Schröder und Bundeswirtschaftsminister Clement unterschrieben und sodann am 17. August im Bundesgesetzblatt (Jahrgang 2004 Teil I Nr. 43, Internetadresse:
    Notstandsverordnung (neu)
    veröffentlicht. Dort heißt es am Ende lapidar: "Der Bundesrat hat zugestimmt".


    Eine Anfrage im Wirtschafts- und Justizministerium förderte zunächst großes Erstaunen hervor ("noch nie davon gehört"). Aber nach einigem Hin und Her bekannten die ministerialen Mitarbeiter, daß es die neue Verordnung tatsächlich gibt. In den Internetforen, etwa der ARD-Tagesschau, wird derweil schon heftig diskutiert, ob die wirtschaftliche Notstandsverordnung zum jetzigen Zeitpunkt deshalb einer großen Revision unterzogen wurden, weil man kriegerische Auseinandersetzungen erwartet, der soziale Frieden in Deutschland gefährdet ist oder weil "das internationale Geldsystem" vor dem Zusammenbruch steht.


    Dabei betont doch der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem am 15. September vorgelegten "Bericht zur globalen Finanzstabilität 2004", die Finanzmärkte befänden sich zur Zeit in allerbester Verfassung und es sei überhaupt nicht erkennbar, "von welcher Seite kurzfristig systemische Bedrohungen ihren Ausgang nehmen könnten". Es ist also eigentlich alles in bester Ordnung. Warum also dann ein neues Notstandsgesetz?




    Wirtschaftssicherstellungsverordnung
    Wie das bisherige "Wirtschaftssicherstellungsgesetz" von 1968, so erlaubt auch die neue "Wirtschaftssicherstellungsverordnung" (WiSiV 2004) die Außerkraftsetzung von Marktmechanismen im Verteidigungsfall und "wenn eine Gefährdung der Versorgung durch marktgerechte Maßnahmen nicht, nicht rechtzeitig oder nur mit unverhältnismäßigen Mitteln zu beheben oder zu verhindern ist". Unter solchen Bedingungen werden die üblichen Marktmechanismen durch Notstandsbestimmungen ersetzt, welche "die Bearbeitung, die Verarbeitung, die Zuteilung, die Lieferung, den Bezug und die Verwendung" von "Waren der gewerblichen Wirtschaft" und von "bestimmten Erzeugnissen der Ernährungs- und Landwirtschaft sowie der Forst- und Holzwirtschaft" regeln.


    Neben den Fertigprodukten dieser Sektoren gelten die Bestimmungen auch für die "Produktionsmittel der gewerblichen Wirtschaft", also unter anderem den Maschinenpark und die Rohstoffvorräte der Unternehmen. Schließlich sind auch der Bausektor und technische Dienstleistungen betroffen, das heißt "Werkleistungen von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft zu Instandsetzungen aller Art sowie zur Instandhaltung, Herstellung und Veränderung von Bauwerken und technischen Anlagen".


    Der Energiesektor ist nur deswegen dem Anwendungsbereich des WiSiV 2004 entzogen, weil es für diesen bereits eigene Notstandsregelungen gibt: die "Mineralölbewirtschaftungsverordnung", die "Elektrizitätslastverteilungsverordnung" und die "Gaslastverteilungsverordnung".


    Neu in der WiSiV 2004 ist die Einführung einer Reihe von legalen Instrumenten, mit denen die Regierung im Notstandsfall in den Wirtschaftsprozeß eingreifen kann. Sie hätte all dies im Prinzip auch nach dem Gesetz von 1968 machen können. Aber nun wird erstmals genau beschrieben und festgelegt, wie das im einzelnen aussehen wird. Die neuen Instrumente heißen "Vorrangerklärung", "Verpflichtungsbescheid" und "Bezugsberechtigung".




    Vorrangerklärung
    Mit "Vorrangerklärungen" werden einzelne Unternehmen angewiesen, ihre Warenlieferungen oder Werkleistungen vorrangig auf vorgegebene Ziele auszurichten. Wenn also ein Unternehmen Aufträge von unterschiedlichen Kunden und für unterschiedliche Produkte vorliegen hat, so wird es durch diese Erklärungen gezwungen, bestimmte Aufträge als erstes zu erledigen und alle übrigen Aufträge zurückzustellen. Ermächtigungen zur Abgabe von "Vorrangerklärungen" werden von einer nicht näher bezeichneten "zuständigen Behörde" erteilt.


    Es versteht sich, daß die Verabschiedung der WiSiV 2004 im August dieses Jahres überhaupt keinen Sinn macht, wenn nicht zugleich innerhalb der Ministerialbürokratie die Vorbereitungen für die Schaffung einer derartigen Behörde angelaufen sind oder sogar bereits abgeschlossen wurden. Schließlich liegt es in der Natur von Notstandsverordnungen, daß der Fall der Fälle jederzeit ohne Vorwarnung eintreten kann und die Bestimmungen sodann unverzüglich in Kraft treten müssen. Die "zuständige Behörde" erteilt ihre "Vorrangerklärungen" auf Antrag bestimmter Institutionen. Hierzu zählen zunächst "der Bund", sodann "die Länder, die Gemeindeverbände, die Gemeinden sowie die sonstigen juristischen Personen des öffentlichen Rechts." Auch Personen und private Unternehmen, die mit "öffentlichen Ver- oder Entsorgungsaufgaben", mit "lebens- oder verteidigungswichtigen Aufgaben" oder mit "Aufgaben zur Durchführung des Energiesicherungsgesetzes" betraut sind, können die Abgabe von "Vorrangerklärungen" beantragen.




    Verpflichtungsbescheid
    Aber das ist noch nicht alles. Denn es ist eine Art Verkettung der "Vorrangerklärungen" vorgesehen. Diese dürfen nämlich auch von jedem Unternehmen abgegeben werden, welches "selbst eine Vorrangerklärung empfangen hat und nur auf diese Weise die von ihm geschuldete Leistung vorrangig erbringen kann."


    Nun kommen die "Verpflichtungsbescheide" ins Spiel. Im Unterschied zu den "Vorrangerklärungen", die prinzipiell von einer großen Zahl von Institutionen und Unternehmen beantragt und abgegeben werden können, tritt hier die "zuständige Behörde" unmittelbar als Akteur auf. Sie kann damit Unternehmen direkt anweisen, "Waren zu liefern oder zu beziehen", "Waren zu gewinnen, herzustellen, zu bearbeiten, zu verarbeiten oder sonst innerbetrieblich zu verwenden", "Werkleistungen zu erbringen" und "ihre Produktionsmittel instandzuhalten, herzustellen, zu verbringen, zu verwenden oder abzugeben."




    Bezugsberechtigung
    Schließlich wird mit dem Instrument der "Bezugsberechtigungen", d.h. der Erteilung von "Bezugsscheinen", die "Warenbewirtschaftung" im Notstandsfall geregelt. Die WiSiV 2004 sagt hierzu: "Schränkt das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit durch Verordnung die Lieferung, den Bezug oder die Verwendung von Waren zeitlich oder mengenmäßig ein (Warenbewirtschaftung), so darf der Unternehmer solche Waren nur liefern, sie beziehen oder verwenden", sofern dies zur Erfüllung einer "Vorrangerklärung" oder eines "Verpflichtungsbescheides" erforderlich ist, eine spezielle Genehmigung des Ministeriums vorliegt, oder "auf begründeten Antrag" von der zuständigen Behörde "Bezugscheine" erteilt wurden. Letztere "dürfen nicht übertragen werden", sind also an bestimmte Unternehmen und deren Leistungen gebunden.




    Folgerungen
    Wer sich näher mit den Bestimmungen der WiSiV 2004 auseinandersetzt, der muß sich schon schwer wundern. Die gleichen Ministerien, die nach außen hin beständig beschwören, daß a) keinerlei systemische Gefahren drohen und b) die Gesetze des Marktes unantastbar sind, arbeiten insgeheim an detaillierten Plänen für den Fall eines flächendeckenden Zusammenbruchs der Marktordnung.


    Noch beklemmender wird die Angelegenheit durch das bislang vollständige Schweigen sämtlicher führender Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine.


    Eine Schlußfolgerung liegt auf der Hand: Die Bundesregierung ist sehr viel mehr über die Aufrechterhaltung unseres Wirtschaftssystems besorgt, als sie öffentlich zugibt. Innerhalb der Bürokratien wird man dies vermutlich mit der Gefahr terroristischer Anschläge begründen und von den Beteiligten Stillschweigen verlangen. Tatsächlich dürfte sich hinter der neuen Verordnung aber die berechtigte Sorge verbergen, daß sich das globale Finanzsystem in einem unhaltbaren Zustand befindet und ein jederzeit möglicher Zusammenbruch die gesamte Realwirtschaft ins Chaos treiben könnte.
    Zum anderen bedeutet die Durchsetzung der WiSiV 2004 eine Bestätigung der Bemühungen seitens LaRouche und der Bürgerrechtsbewegung Solidarität, konkrete Pläne für einen Wiederaufbau unserer produktiven Kapazitäten unter Bedingungen einer Systemkrise auszuarbeiten. Auch der Wiederaufbau nach dem Krieg konnte nur deshalb zu einem "Wirtschaftswunder" führen, weil gerade in den ersten zehn Jahren eine äußerst dirigistische Wirtschaftspolitik vorherrschte. In den verschiedenen Sektoren wurde die Bewirtschaftung, etwa bei Wohnungen, erst dann schrittweise aufgehoben, nachdem die dirigistische Kredit- und Investitionspolitik bereits Erfolge zeitigte.


    In diesem Zusammenhang gibt es durchaus eine Parallele zwischen den "Vorrangerklärungen" der WiSiV 2004 und den Entscheidungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), welche ihre Investitionskredite gezielt an solche ausgewählten Unternehmen vergab, deren Produkte für den Wiederaufbau als prioritär eingestuft wurden.


    Lothar Komp



    Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Kernthemen Suchen Abonnieren Leserforum

    There are those who say that gold is no longer relevant monetarily. They argue that world economic and geo-political conditions aren't nearly the same now as they were back in the late seventies. To them I would simply reply, "You're right... they're a damn site WORSE!!!"



    Derek K. Van Artsdalen


    San Antonio, Texas


    Prüfung von Gold-Barren


    Die 2-Becher-Wasser-Methode finde ich genial!


    Für den Hausgebrauch sicher eine sehr brauchbares Mittel mit hinreichender Zuverlässigkeit, zumindest für Gold, da es kein billigeres Metall mit gleichem spezifischen Gewicht gibt. Sollte also eine Bleikern o.ä. drinnen sein, hätte der Barren auf jeden Fall ein zu großes Volumen.


    Wenn man es ganz genau wissen möchte, kann man ja mehrere Messungen vornehmen und einen Mittelwert bilden.


    Die Fälschung mit Wolfram düfte kaum sinnvoll sein, da Wolfram auch nicht gerade billig ist.



    Bei Silber-Barren ist das Problem größer, da es einige Metalle mit gleichem oder sehr ähnlichem spez. Gewicht gibt. Und sollte der Silberpreis schließlich und endlich seine ersehnten Höhen erreichen, kann das für so manchen Hobby-Metallurgologen durchaus eine Versuchung werden.


    Da bleibt für den Hausgebrauch nur die zerstörende Materialprüfung: also sägen. Aber will man das seinem Barren wirklich antun? Du kannst ihn dann nur noch zum Einschmelzen geben und bekommst für das Kilo statt 200 Euro nur noch 120.


    Ansonsten bleibt nur die zerstörungsfreie Materialprüfung z.B. mit einem dafür geeigneten Röntgengerät (eine Aluminum-Guss-Firma, die ich kenne, röntgt ihre Werkstücke in der Qualitätssicherung zum Aufspüren von Guss-Fehlern usw.). Das geht ruck-zuck. Ich nehmen an, daß Proaurum und manche Bankzentralen auch so ein Teil haben.


    Bleibt nur noch die Preisfrage: wo findet man jemanden in seiner Nähe mit einem solchen Gerät, dem man einen Kofferraum voller Silberbarren mal schnell zum Prüfen vorbeifahren kann...

    Daß die Schuldenblase (die echte, nicht Ich!) die Volkswirtschaft erdrücken wird, scheint zunehmend ein offizielles Thema zu werden:


    Hier aus Der Welt am Sonntag von heute:


    Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist! (Bibel)


    Die Märchensteuer muß man bei physischem Silber eben berappen.


    Es wäre fatal, deswegen auf diese Investition zu verzichten. Dafür sind die Wertsteigerungsaussichten einfach zu gut.


    Wenn die Unze mal bei 20 oder 50 Euro steht, sind die 16% auf momentan 5-6 Euro allenfalls die berühmten peanuts.


    Außerdem bekommt man beim Verkauf an Privat einen Teil der Mehrwertsteuer quasi wieder, da der Käufer den Preis mit dem Bankenpreis vergleicht, und der macht immer noch ein gutes Geschäft, wenn er von Dir als Privatmann das Stück 5-10% billiger bekommt als bei der Bank.


    Wenn der Preis entsprechend steigt, bekommst Du wahrscheinlich sogar mehr als Deine ursprünglich bezahlte MwSt. zurück.


    Kompliziert?


    Hier meine Rechnung:


    Ich kaufe heute eine 1-Kg-Silberbarren bei der Bank: Barrenpreis netto: 190.- Euro + 16% = 220.- Euro. (Beim Privaten Wiederverkauf würde ich dafür z.Zt. (z.B. eBay) um die 200 Euro dafür wiederbekommen, also 10% unter Bankpreis.


    Schneller Vorlauf:


    Im Jahre 200X ist der Silberpreis für diesen Barren (Bank) netto bei 1000.- Euro. + 20% MwSt. (wenn es bis dahin nicht noch mehr sind...) = 1200.- brutto.
    Bei Verkauf an Privat bekomme ich dann wohl um die 1100.- Euro dafür, also 100.- Euro mehr als der Netto-Preis. Immerhin spart der Käufer damit quasi die Hälfte der MwSt. oder ca. 10% des Preises gegenüber Bank-Kauf. Ursprünglich habe ich bei meinem Kauf aber "nur" 30.- Euro über dem Netto-Preis (eben die MwST. ) bezahlt...


    Also: laßt Euch durch die Märchensteuer bloß nicht von DIESER Investition abhalten. Wenn man für sich persönlich zu dem Schluß gekommen ist, daß eine physische Silber-Investition sinnvoll ist, dann ist sie es auch mit dem Eichel-Obulus.
    Und sie ist es!

    Das war ein sehr schöner Beitrag, Jürgen!
    Leider ist der thread mittlerweile in der Versenkung verschwunden und ich möchte ihn nochmal "hochziehen".


    Was Du so schön anschaulich mit dem Dollarschein-Stapel beschrieben hast, kann man natürlich auch auf die Schulden "in diesem unserem Lande" (INDULA) umsetzen:


    Die gesamte Staatsverschuldung der BRD beträgt z.Zt. ca. 5,7 BILLIONEN Euro (5700 Milliarden). (Das sind ca. 2,7 Brutto-Inlands-Produkte, die wir bereits im voraus verfrühstückt haben.)
    Sie setzt sich zusammen aus ca. 1,4 Billionen offiziell ausgewiesenen Schulden (explizite Staatsschulden) und ca. 4,3 Billionen versteckte Schulden (implizite Staatsschulden), wobei letztere im wesentlichen die heute bereits existierenden Renten- und Pensionsansprüche darstellen, für die es keinerlei Rücklagen gibt.


    Stapelt man diese Summe (der Einfacheit runde ich mal großzügig auf 5 Billionen ab, erlasse dem Staat also gut 10% der Schulden) in 500-Euro-Scheine aufeinander, ergibt sich folgendes:


    5.000.000.000.000 Euro sind


    10.000.000.000 Scheine à 500 Euro


    100 Scheine ergeben (glatt gebügelt und gut gepreßt) gut ca. 1cm Höhe.


    dann sind das 100.000.000 Zentimeter


    oder


    1.000.000 Meter


    oder


    1.000 Kilometer.


    Im Klartext: Die momentan existierenden deutschen Staatsschulden (Tendenz steigend) ergeben in Form von 500-Euro-Scheinen einen Stapel von weit über 1000 Kilometer Höhe.
    Oder wir stürzen den Stapel um und legen die Scheine hochkant dicht gepreßt aneinander, dann kann man diese an der längsten Autobahn in Deutschland von Füssen im Allgäu bis nach Flensburg den Seitenstreifen entlang aufschichten.
    Und bei Tempo 100 über 10 Stunden ununterbrochen daran entlang fahren.


    Gibt es allen Ernstes Einen unter Euch, der glaubt das das ein gutes Ende nehmen kann?


    Oder wir rechnen die Schulden mal in unseren "Goldschatz" um. Die BRD "besitzt" offiziell ca. 3800 Tonnen Gold. (ich schreibe "besitzen" in " ", da das meiste in Amiland liegt und dort als Faustpfand für Willfährigkeit festgehalten wird und m.E. nie und nimmer auf deutschen Boden gelangen wird. Was nutzt einem aber Gold, das ja ein Mittel der letzten Sichheit darstellt (da es ein Wert an sich ist und kein Liestungsversprechen eines Dritten), wenn man es gar nicht selbst in den Händen hält? Außerdem wird ein erheblicher Teil dieses Goldes "verliehen" sein, d.h. an Großbanken verliehen und von jenen auf dem Markt verkauft - also einfach nicht mehr verfügbar).
    Aber ich rechne mal so, als ob die BRD jene 3800 Tonnen Gold hätte, wie es uns die Regierung weis machen möchte.


    Das wären beim derzeitigen Goldpreis ca. 40.000.000.000 Euro (40 Milliarden). Um die Schulden zu decken und sozusagen einen aktuell schuldenfreien Staat zu haben, bräuchten wir eine Goldschatz der 140 Mal so groß ist also über 530.000 Tonnen (Ist natürlich Theorie, da es so viel Gold gar nicht gibt, und wenn es so viel gäbe, wäre es nicht mehr so selten und damit wohl auch billiger).


    Oder, anders gesagt, der (angebliche) "Goldschatz" der BRD deckt momentan gerade mal 0,7% der Staatsschulden ab.


    Oder das Gold müßte 140 mal so teuer sein, d.h. die Unze müßte auf über 46.000 Euro steigen.



    Wie man es auch dreht und wendet: Das Boot wird wird sinken...

    Zitat

    Wer sich für Silberinvestments interessiert, muss sich vor allem der Tatsache bewusst sein, dass es sich hierbei weniger um ein Edelmetall als um einen industriellen Rohstoff handelt. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil es nicht an Gurus und - sagen wir es offen: Scharlatanen mangelt, die Papiergeld grundsätzlich misstrauen und von der früher üblichen Golddeckung oder Silberdeckung nationaler Währungen träumen


    Toll, einfach genial! Da haben wir`s: Silber ist kein Geld, sondern ein Rohstoff. Aber Papier ist Geld, und kein Rohstoff (sofern schön bunt bedruckt und von irgendeinem Hampelmann von Bankpräsidenten unterschrieben).


    Und die die Silber- (und Gold-) Gurus sind Scharlatane, weil sie davon träumen, daß das Papier- und Digitalgeld durch etwas gedeckt sein soll.


    Wie sagte mal ein Freund von mir (sorry für die Ausdrucksweise): "Wenn ich am Zeitschriftenkiosk in der Finanzecke stehe, sehe ich dort nur Börse-Online, Capital, FTD und Konsorten, alles Wichsvorlagen für die Papiergeld-Fetischisten..."


    Na, bei dem tollen Artikel von H. Fugger geht bestimmt reihenweise einer ab...

    Angst vor Hartz IV: Berliner räumen ihre Konten


    Verunsicherung und großer Beratungsbedarf bei den Kunden von Banken und Versicherungen
    von Christina Horsten und Anemi Wick


    Die Verunsicherung in Zusammenhang mit dem Arbeitslosengeld 2 nimmt dramatische Züge an. Aus Angst um ihr Geld lösen viele Berliner ihre Sparkonten auf oder kündigen ihre Lebensversicherungen.



    "Es sind schon mehrere Kunden mit der Absicht zu mir gekommen, wegen Hartz IV sofort ihre Lebensversicherung zu kündigen", so eine Mitarbeiterin der Allianz-Vertretung in Reinickendorf. "Die waren so verärgert, dass sie nicht mehr mit sich reden lassen wollten. Die Menschen wollen ihr Geld aus den festen Anlagen herausholen. Sie glauben, dass sie es im Strumpf unter der Matratze oder bei den Großeltern vor dem Staat schützen könnten", so die Versicherungsfrau.



    Den Trend zum panikartigen Verkauf der Lebensversicherung registriert auch der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). Demnach hätten im ersten Halbjahr 2004 bereits 15 000 Berliner und Brandenburger ihre Lebensversicherung gekündigt. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr gab es nur etwa 4000 Kündigungen. "Das ist ein dramatischer Anstieg", sagt BVK-Vizepräsident Gerald Archangeli. "Die Leute sind in Panik und wollen ihr Geld retten."



    Was passiert erst an den Bankschaltern, wenn die Leute kapieren, daß ihr gesamtes Papier- und Digitalgeld vom Staat kreierter Beschiss ist?

    Hallo goldbugs,


    Danke für Deine Mühen, das wird ja echt spannend!


    Übrigens, Du hast doch sonst die Tipps immer so schön als Balkendiagramm eingestellt, kannst Du das wieder so machen? Ist viel schöner und übersichtlicher...

    Hier Teds neuester Beitrag (lesen lohnt):


    Teddy IS THE BEST


    Kleiner Auszug:


    Gold represents a true diversification from stocks and bonds. That’s because gold is outside the financial system and is no one else’s liability. It has prevailed through the ages and is recognized everywhere in the world.
    If there were no such substance as silver, gold would be the only choice for a precious metal diversification. But, amazingly, all the attributes of gold are present in silver, and to a much greater extent.


    If you like gold, you should love silver.


    That’s because, in addition to sharing and magnifying all of gold’s attributes, silver has two unique pluses of its own, namely, there is less of it, and that inventory is shrinking.
    Those two factors mean, in future investment performance terms, that silver is like gold on steroids.


    Not only is there more above ground gold, the total value is 200 times greater than silver. Silver’s total dollar value is less than one half of one percent of gold’s total dollar value.


    If all investors dumped all their silver and shifted it into gold, it would hardly cause a ripple in gold.

    If only one percent of the world’s gold was sold and shifted into silver, a trade that makes sense to me, it would be impossible to calculate how high silver would explode. One percent of the supply of gold has more value than all the silver in the world.
    One percent is more than 15 times the current value of all the silver in the COMEX, the largest stockpile in the world.


    I have continuously suggested that folks buy silver due to its low risk and potential high price for the past three and a half years. I’ve argued silver would do better than just about anything else. How has that recommendation held up so far? For the three years ended in 2003, the price of silver averaged $4.61 an oz. For the first six months of 2004, it averaged $6.48, 40% higher. Silver doubled in price from the low points of the last three years, to the highs earlier this year. For stocks, the S&P 500 is approximately 15% lower from the end of 2000 through 6/30/04, with the NASDAQ down about 30%. And stocks were much lower in the interim. Bonds are up in value around 10%, on top of a total income stream of 20% for the duration. I’d characterize silver’s performance as respectable, especially considering the low risk and still unrealized profit potential.

    Ich finde die Idee auch interessant.


    Allerdings handelt es sich beim treuhänderischen Verwalten fremder Gelder und den damit verbundenen gesetzlichen und behördlichen Vorschriften und Fallstricken um eine äußerst komplizierte Materie.


    Das erfordert erhebliche juristische Beratung, das Einrichten von Ander-Konten um das fremde Vermögen vom eigenen getrennt zu halten (zum Schutz des Anlegers) und vermutlich auch noch behördliche bankenrechtliche Genehmigungen usw. usf.


    Ich bin weder Jurist noch Banker und schon gar nicht beides. Frank vermutlich auch nicht.


    Er sollte sich nicht in dieses Minenfeld begeben, sondern sein bewährtes Geschäft (Handel) weiter ausbauen, damit alleine wird er noch großen Erfolg erzielen können.


    Ein weiterer Ratschlag an ihn wäre, auf jeden Fall sein bisheriges Geschäft juristisch und gewerberechtlich wasserfest zu machen, denn man darf die perfektionierte deutsche Kontroll- und Überwachungs-Bürokratie nicht unterschätzen.
    Wenn "in diesem unserem Lande" (Indula) auch sonst nichts mehr läuft, diese Bürokratie funktioniert immer (und hat auch in der unrühmlichsten Vergangenheit funktioniert).


    Frank, Regel Nr. 1 lautet: Vorsicht ist die Mutter der Munitionskiste!

    Gold ist der direkte Gegenspieler des Papiergeldes und damit den Herrschern und Schöpfern des beliebig vermehrbaren und entwertbaren fiat-moneys ein Dorn im Auge.


    Dies spielt momentan noch keine graviernde Rolle, da das Papier- und Digital-Geld-System scheinbar funktioniert und kaum in Frage gestellt wird.


    Das kann sich bekanntermaßen SEHR schnell ändern und damit auch die staatliche Toleranz gegenüber den Edelmetallen.


    In den heutigen politischen Rahmen würde am besten eine Gleichsetzung der Edelmetalle mit "Terrorgeld" und "Geldwäsche" passen, um quasi im Handstreich deren Besitz zu kriminalisieren.


    Meldungen, nach denen Al-Quaida angeblich Kopfgelder in Form von Gold-Prämien ausgesetzt haben soll, zeichnen diesen Weg bereits vor.

    Zitat

    habe im forum nichts darüber gefunden, aber warum ist der silberpreis am freitag so explodiert? danke für die antwortetn.


    Gründe für einen Preisanstieg gibt es mehr als genug, wurde hier im Forum ja bereits ausführlich besprochen.


    Der Trend der letzten Wochen ist ja nun auch wieder recht freundlich, ich glaube aber, daß die Silberinvestoren (wahrscheinlich mehr oder weniger die meisten hier im Board) schlichtweg so verunsichert sind, daß auch über spektakuläre Tagesgewinne keine rechte Freude aufkommt.

    Dieser Artikel wurde zwar 2002 geschrieben, lohnt sich trotzdem:

     J.P. Morgan Chase: Das Wanken der Bank bedroht das Finanzsystem der Welt


    Ausgerechnet die Bank, die den Namen eines der berühmtesten Bankiers trägt, ist die grösste Gefahr für das Finanzsystem: J.P. Morgan Chase könnte unter einem Derivateberg zusammenbrechen.


    Von Markus Schär



    John Pierpont Morgan genoss den legendären Ruf, dass er jede Situation durch die schiere Kraft seines Willens kontrollieren konnte. Als 1907 an der Wallstreet Panik ausbrach, weil einige Finanz-Kartenhäuser einstürzten, schritt der 70-jährige Bankier deshalb ein und brachte im Alleingang das Vertrauen zurück. Sein Typ könnte schon in den kommenden Wochen wieder gefragt sein, ausgerechnet wegen der Bank, die seinen Namen trägt:
    J.P. Morgan Chase.


    Kurs 70 Prozent unter dem Höchst


    Die Bank, das zweitgrösste Finanzhaus der Welt, musste letzte Woche die Anleger warnen. Der Gewinn werde im laufenden Quartal einbrechen, einerseits weil die Handelsgewinne gegenüber dem Vorjahr bereits um ein Milliarde Dollar eingebrochen seien, anderseits weil die notleidenden Kredite, vor allem an Telekom- und Kabelunternehmen, um eine Milliarde angestiegen seien. Der Aktienkurs stürzte deshalb ab. Er liegt derzeit, 70 Prozent unter dem Höchst, auf dem Stand von Ende 1995.


    Das Schlimmste ist noch nicht vorbei


    Noch schlimmer als der Vertrauensverlust der Anleger trifft die Bank aber die Zurückstufung durch die Rating-Agenturen. Standard & Poor´s nahm das Rating auf A-plus zurück. Und die zuständige Analystin sagte seither, sie glaube nicht, dass für J.P. Morgan Chase das Schlimmste schon vorbei sei: Nur wenn keine fundamentalen Probleme oder Überraschungen aufträten, lasse sich aber 2003 eine weitere Rückstufung vermeiden - und diese könnte eine Abwärtsspirale auslösen.




    Chase Manhatten Banc

    Probleme auch in Lateinamerika
    Die Experten zweifeln denn auch, ob die sorglose Kreditvergabe an Telekom-Firmen das wahre Problem von J.P. Morgan Chase ist: Die seit zwei Jahren schwelende Misere wurde nicht erst in diesem Quartal akut. Die Bank kämpft mit Problemen, die noch weit schwerer wiegen. Sie steckt, als wichtigste Konstrukteurin von Derivate-Deals, mitten im Schlamassel von Enron: Inzwischen weigern sich Versicherungen, für die Schäden der Bank aufzukommen - der Fall kommt im Dezember vor Gericht. Und J.P. Morgan Chase gehört auch zu den grössten Gläubigern von Argentinien und Brasilien, das erneut in die Krise gerät. Das dürfte auch der Grund sein, weshalb der Internationale Währungsfonds jetzt wieder hilft, obwohl US-Finanzminister Paul O´ Neill noch im Sommer meinte, die IMF-Milliarden landeten nur auf irgendwelchen Schweizer Konten.


    Keine Bank, sondern ein Hedge Fund
    Für Unbehagen sorgt aber vor allem das Derivate-Geschäft von J.P. Morgan Chase, das kaum noch jemand überblickt. «Das ist keine Bank, das ist ein Hedge Fund», sagt ein Fondsmanager. Gegenwärtig stehen gemäss dem Office of the Comptroller of the Currency insgesamt Derivate in einem Nominalwert von 51 Billionen (amerikanisch: trillions) Dollar aus, die Hälfte davon bei J.P. Morgan Chase.
    Viele Geschäfte neben der Bilanz


    Und das sind nur die offiziellen Volumen - wie der Fall Enron zeigte, laufen solche Geschäfte häufig unkontrolliert neben der Bilanz. Da der grosse Teil der Derivate nicht gehandelt wird, zeigen sich Verluste auch erst, wenn etwas schief geht. Gemäss Experten beträgt das Risiko bei Derivaten rund zwei Prozent des Nominalwertes, bei J.P. Morgan Chase also über 400 Milliarden Dollar. Die Börsenkapitalisierung der Bank beträgt noch knapp 38 Milliarden.


    Gefahr, wenn der Goldpreis steigt
    Am gefährdetsten sind die Gold-Derivate der Bank. Vor zwei Jahren mussten sich, wie Insider vermuten, die beiden grössten Goldhandels-Banken J.P. Morgan und Chase Manhattan überstürzt zusammenschliessen, weil sie sich mit Gold verspekuliert hatten. Und die fusionierte Bank hält immer noch einen grossen Teil der Derivate auf Gold, offiziell je nach Bewertung 45 bis 60 Milliarden Dollar. Dabei handelt es sich ausschliesslich um Leerverkäufe: Wenn die Bank das Gold, das sie zu tiefen Preisen bei Notenbanken ausgeliehen hat, zu höheren Preisen zurückgeben muss, bekommt sie ein Problem - und der Goldpreis könnte explodieren.
    Schlimmer als der Fall von LTCM


    Deshalb gilt J.P. Morgan Chase inzwischen als Zeitbombe. Wenn die Bank ins Wanken gerät, könnte sie noch schlimmere Beben auslösen als der Zusammenbruch von LTCM vor vier Jahren. Damals schritt Alan Greenspan ein und zwang die wichtigsten Banken, den Hedge Fund auszukaufen, um einen Kollaps des Finanzsystems zu verhindern. Bei J.P. Morgan Chase könnte wohl nicht einmal eine Autorität wie John Pierpont Morgan mehr helfen.