... wenn ich das bisher hier gepostete zusammenfasse:
1. Einen konkreten Tipp, welche Scheideanstalt zu vernünftigen Konditionen größere Mengen Silber einschmilzt kann keiner geben.
2. Beim Ankauf von Silber zahlen die Scheideanstalten wohl maximal um die 80% des Materialwertes (was bei größeren Mengen, also z.B. 200 Kg einen "Verlust" von ca. 14.000 € bedeutet (oder von 40 Kg Silber)
3. Es ist ggf. möglich, das Silber zum Umschmelzen einzuliefern, und sich in 999er Barren umformen zu lassen. Dann zahlt man wohl nur die Schmelz- und Umformkosten + MWSt. . Was das in konkreten Zahlen ausgedrückt kostet kann hier auch keiner sagen, und auch nicht, welche Scheideanstalt das vernünftig macht.
4. Die Preisgestaltung diesbezüglich ist bei den verschiedenen Scheideanstalten alles andere als transparent, man findet auf keiner einzigen homepage vernünftige Zahlenangaben
5. Für Gold findet man deutlich ausführlichere und präzisere Angaben bei den Scheideanstalten und bekommt wohl auch prozentual einen wesentlich besseren Erlös.
6. Daraus schließe ich, daß bezüglich Silber die Scheideanstalten bisher nur einen zweitklassigen Service anbieten - offensichtlich genießt Silber noch keinesfalls die Wertschätzung, die es in Zukunft hoffentlich bei steigenden Preisen und Materialverknappung bekommen wird.
Silber war über Jahrzehnte einfach zu billig und wird (noch :D) nicht als echtes Edelmetall angesehen, sondern allenfalls als Edelmetall dritter Klasse.
Das dürfte sich ändern, wenn Silber im Preis deutlich steigt (sagen wir mal auf 20 - 30€ / Unze?) und sich die Gold-Silber-Ratio von ehemals 70 deutlich verringert (sagen wir mal auf 15-30?).
7. Dass es zu einer echten Silber-Verknappung kommt dürften wir auch daran erkennen, daß die Scheideanstalten Silber nicht mehr naserümpfend zu miesen Konditionen annehmen, sondern dafür auch ordentliche Preise zahlen und einen vernünftigen Service bieten - inklusive nachvollziehbarer Kostentransparenz.