Beiträge von Königswasser

    Der weltweit größte Anleiheinvestor Pimco gibt die Währungsunion fast verloren.
    [...]
    "Über kurz oder lang kommen wir an einer Euro-Anleihe nicht vorbei", sagte der Portfoliomanager.

    Von wegen "kommen wir nicht dran vorbei" ...


    PIMCO will Euro-Bonds ... unbedingt.
    Das ist für die eine perfekte Investition, schon wegen der gesamtschuldnerischen Haftung.


    Da wird mit allen Mitteln Druck gemacht, um den Widerstand zu brechen.

    3,3 fach überzeichnet nennst du gescheiterte Auktion ?? wie kommst du auf eine solche Feststellung ??

    Vermutlich aufgrund unterschiedlicher Interpretation der Auktionsdaten. Die Auktion vom 13. Dezember über 1-jährige BuBills verlief wie folgt:


    Bietungen 5.735,00 Mio €
    davon:
    Renditegebote 4.735,00 Mio € => davon wurden nur 0,715 Mio. berücksichtigt
    Gebote ohne Renditeangabe 1.000,00 Mio € => wurden alle berücksichtigt


    Zuteilung 1.715,00 Mio € => Ankauf durch Bieter
    - Höchste akzeptierte Rendite 0,7540 %
    - Gewogene Durchschnittsrendite 0,7492 %
    Marktpflegequote 285,00 Mio € => Ankauf durch Finanzagentur => Sekundärmarkt
    Gesamtvolumen der Emission 2.000,00 Mio € => streicht der Bund ein


    Eine nur geringfügige Anhebung der höchsten akzeptierten Rendite hätte den Finanzierungsbedarf auch ohne "Marktpflegequote" gedeckt. Bis zu 10% des Emissionsvolumens wird aber schon immer zur Verbesserung der Refinanzierungsbedingungen des Bundes selbst angekauft und auf dem Sekundärmarkt verwertet (n.b. stets durch Neuverschuldung finanziert, gemäß § 2 Abs. (5) des Haushaltsgesetzes).

    Hier eine Statistik die über die Jahre den Import dem Export gegenüberstellt.
    http://de.wikipedia.org/w/index.php?titl?=20101022031216
    Man sieht hier sehr deutlich, wie 1999 mit der endgültigen Festlegung der Wechselkurse zum Euro der Turbo gezündet wurde. Jahr für Jahr wurde mehr und mehr exportiert. Und immer mehr als importiert. Hinzu kommt, das mit der Euroeinführung Deutschland zum Nettozahler der EU wurde und jedes Jahr Beträge abfliessen die in etwa dem Exportüberschuß entsprechen.

    Ja, das ist unstrittig. Die Exportindustrie hat vom Euro über alle Maßen profitiert, nur der Binnenkonsum zog nicht in gleichem Maße an (wg. Lohnzurückhaltung). Dafür wurde Deutschland immer wieder - gerade aus Brüssel - scharf kritisiert.
    Nur mal nebenbei: Die Nettozahler-Rolle resultiert aus dem nominalen BIP und nicht aus der Handelsbilanz.

    Hoher Export / geringer Import (Exportweltmeister) trifft zum Beispiel auch auf Kolonien zu.


    Was uns von einer "Kolonie" unterscheidet, kannst du hier nachlesen.


    Eine harte Währung würde die Importe verbilligen. ...

    ... und die Exporte verteuern. Immer beide Seiten der Medaille sehen. ;)


    Der Euro hat definitv nicht der Wettbewerbsfähigkeit geschadet.

    wie ist denn das, da wurde behauptet, man könne nicht einfach austreten, sondern man benötige die Zustimmung der anderen? habe leider keine Zeit, den Vertrag zu lesen

    Wenn D aus der gemeinsamen Währung (Eurozone) aussteigen wollte, müssten alle anderen "Partner" im Währungsverbund zustimmen. Alternativ bliebe nur der Austritt aus der EU. Dafür reicht eine 2/3 Mehrheit im Bundestag.

    Soweit ich mich erinnere, hatte er vor ca einem Jahr sogar eine Wette ausgeschrieben (POG am oder vor dem 14.1.2011 über US$ 1.650): Einsatz war 1Mio US Dollar (Wette wurde, glaube ich, auch von einem Gegenspieler angenommen und notariell bekundet).

    Ist schon fast 2 Jahre her. Hier der "Ausschreibungstext" seiner Wette, dankenswerterweise eingestellt und kommentiert von auratico.

    Nachdem die physisch mit Au und Ag hinterlegten Indexfonds sich als DAS Erfolgsmodell der Branche herausstellten, treiben Eindeckungskäufe nun auch den Preis des "dritten Geldmetalls" auf neue Rekordwerte.


    [...] ETF auf Gold haben einen Siegeszug hinter sich. Mit dem steten Zustrom von Anlagegeldern kauften die Fonds so viel von dem Edelmetall, dass die grössten unter ihnen inzwischen zu den mitentscheidenden Spielern im Goldhandel gehören. Ein ähnliches Schicksal könnte nun dem Kupfermarkt bevorstehen. Eine Reihe von ETF-Anbietern, darunter J. P. Morgan Chase, Blackrock und ETF Securities, haben bereits die Lancierung von physisch unterlegten Kupfer-Indexfonds angekündigt. Das Wettrennen um den ersten Fonds am Markt ist in vollem Gang und nicht immer leicht zu verfolgen. So wurde in der vergangenen Woche bekannt, dass an der Rohwarenbörse London Metal Exchange (LME) ein einzelner Händler mindestens 180 000 Tonnen Kupfer erworben hat. Die Vorräte an der LME sind inzwischen auf rund 350 000 Tonnen gesunken, den niedrigsten Stand seit Oktober 2009 [...].


    Vorgeschmack auf die Kaufwelle der Indexfonds


    Man merkt es schon an den zunehmenden Ausfällen und Verspätungen der Bahn, dass die Kabelräuber wieder unterwegs sind.

    Der Code von Google-Analytics wurde endlich aus dem PN-Bereich entfernt.


    Jeder kann das selbst überprüfen, indem er eine beliebige PN öffnet und sich den Quelltext anzeigen läßt (Firefox => "Ansicht | Seitenquelltext anzeigen". Dann nach "urchinTracker" suchen. Das sollte bei allen jetzt nicht gefunden werden.


    Vielen Dank an die Mods und das Technik-Team! [smilie_blume]


    Vielen Dank auch an die zahlreichen Unterstützer, die meinen Aufruf in der Signatur getragen haben. Wir haben gemeinsam ein Stück mehr persönlichen Datenschutz durchgesetzt. [smilie_blume]

    Aber das würde doch heißen, dass man jetzt von Gold in Immobilien umschichen müsste. (in den USA zumindest)

    Gemach. Der legendäre Sir John Templeton antwortete 2003(!) auf die Frage wie weit die US-Immo-Preise denn fallen müssten, bevor man wieder kaufen könne: Wenn die Preise um 90% gefallen sind, dann sollten sie wieder investieren. (Quelle)


    Der Fahrstuhl endet nicht im Erdgeschoss ... sondern im Keller

    Die Grafik stammt aus dem lesenswerten Artikel von Dr. Karl H. Pitz (http://www.macroanalyst.de:(
    Europäische Transferunion - die Bedrohung europäischen Wohlstands


    Wenn man die 12 Länder nach der prozentualen Steigerung des Pro-Kopf-BIP in den letzten 18 Jahren sortiert, ergibt sich folgendes Bild:



    Die am schwächsten wachsende Wirtschaftnation muß aktuell der in den letzten Jahren am stärksten gewachsenden Volkswirtschaft Hilfe angedeihen lassen.


    Aber demnächst stellt sich bestimmt wieder einer hin und sagt, die Deutschen würden mit ihrer zerstörerischen Exportkraft alles platt machen ... [smilie_happy]

    Insofern interessiert mich speziell der von Di=a!na genannte, spekulative Hinweis auf eine Richtlinie, die sie in einem anderen Forum aufgeschnappt hat. Ich denke, daher rührt auch das Interesse von Herrn Reymanns bzgl. der Akzeptanz als offizielles Zahlungsmittels.
    ...
    Wie schaut's aus, können wir die genannte Richtlinie als Dokument im elektronischen Format einsehen.

    Die EU-Staaten haben sich auf gemeinsame 10 Punkte zur Akzeptanz von gesetzlichen Zahlungsmitteln geeinigt, hier nachzulesen: Kommission verabschiedet Empfehlung zum Status der Euro-Banknoten und -Münzen


    Darin auch der Passus zur Akzeptanz(-verhinderung) der Sonderprägungen.

    Di=a!na hat schon richtig beobachtet. Die Dinger sind nicht wirklich liquide (außer hier im Forum und bei der BuBa). Mehr noch ... die Dinger sind überbewertet.


    Wenn ich sehe, wie im hiesigen Angebotssräd 'ne Rolle Silberzehner für € 350 den Besitzer wechselt (das sind gut 26 Euronen die Oz), dann läuft das so ziemlich am breiten Markt vorbei. Der zahlt eben im Zweifel rund 8 Euronen Schmelzwert für das Stück Silberzehnerschrott (entspricht rund 16 Euronen die Oz) oder aber halt den Nennwert aus (wenn man das Zeuch zurück zur BuBa trägt). Die Differenz ist dem Hype geschuldet. So schaut's aus.


    Schönen Gruß vom Zehnerle-Verächter ;)

    Der wie immer gut informierte AEP vom Telegraph will erfahren haben, dass die EZB Zinserhöhungen und eine sukzessive Liquiditätsverknappung für die Banken vorbereitet ... und zwar ohne Rücksicht auf die angespannte Lage bei den PIGS.
    European Central Bank tightens screw on Ireland, Portugal and Spain


    Bei der EZB hat man offenbar bemerkt, dass Dauerniedrigzinsen und unlimitierte Geldmarktkredite für Zombie-Banken einem Strukturwandel eher im Wege stehen, statt ihn zu befördern.


    Diese Tabelle von Daniel Gros (Centre for European Policy Studies) zeigt, im welchem Umfang die Subventionierung der Banken durch die EZB aktuell stattfindet:



    EZB in der Identitätskrise

    Schon wahr, der Artikel ist wieder drin. Aber vor Tische las man es anders. Z. B. fehlt gleich nach dem ersten Absatz folgender heikle Textteil

    Goldmarie
    danke für den Hinweis. Man hat den Beitrag offensichtlich "entschärft".
    Bei der Berliner Morgenpost, die den Kommentar zunächst auch frei einstellte und mit der ich vergleichen wollte, gehört das plötzlich zum kostenpflichtigen Angebot. :hae:


    EDIT: Jetzt wieder frei zugänglich, der besagte Textteil fehlt allerdings auch bei der Morgenpost. Die (vom Kanzleramt?) redigierte Fassung darf nun wohl frei publiziert werden.