Beiträge von Königswasser

    Karl Marx schreibt in "Das Kapital" Kapitel 3.3.a) "Schatzbildung":
    "Um das Gold als Geld festzuhalten und daher als Element der Schatzbildung, muss es verhindert werden zu zirkulieren oder als Kaufmittel sich in Genussmittel aufzulösen. Der Schatzbildner opfert daher dem Goldfetisch seine Fleischeslust. Er macht Ernst mit dem Evangelium der Entsagung. Andrerseits kann er der Zirkulation nur in Geld entziehen, was er ihr in Waren gibt. Je mehr er produziert, desto mehr kann er verkaufen. Arbeitsamkeit, Sparsamkeit und Geiz bilden daher seine Kardinaltugenden, viel verkaufen, wenig kaufen, die Summe seiner politischen Ökonomie."

    Dazu passen diese Memoiren der Tochter eines Hardcore-Goldbugs:
    Dad's coin obsession costly for family


    “Dad used to drive on the wrong side of the road in order to wear his tires evenly." :thumbsup:

    Für mich ist bei der Grössenordnung unerklärlich, warum nicht diplomatische Kanäle benutzt wurden, oder für 15000 US-Dollar ein Privatjet direkt nach Zürich gechartert wurde. Ein Schweizer Zöllner hätte gegen die Einfuhr sicher nichts gehabt.
    Aber im Vorortszug aus Italien?

    Ja, deshalb gehe ich nach wie vor von einer finanzterroristischen Aktion aus. Die Schlitzaugen wollten/sollten auffliegen. Hintermänner dringend gesucht. ;)

    Alufolienhut auf:

    OK. :D
    [Blockierte Grafik: http://www.cackaloo.com/wp-content/uploads/2008/03/paranoia.jpg

    Um den ausufernden Spekulationen noch einen Gedanken hinzuzufügen:
    Was wäre, wenn die Bonds eine Art Kompensation für die Preisgabe des heiligen Schweizer Bankgeheimnisses waren? Wie wir mitverfolgen konnten, haben die USA (im Verbund mit anderen Staaten, siehe Peer S.!) der Schweiz in Sachen Bankgeheimnis und Steuerhinterziehung arg zugesetzt. Die Schweiz ist nicht mehr das, was sie vor der Finanzkrise war. Sind sie ohne Gegenleistung eingeknickt oder gab es einen Deal?

    @tut,
    gehen wir mal davon aus, dass es sich um echte Bonds handelt. Wer um Himmels willen geht denn bei einer solch gewaltigen Summe das Risiko ein, bei einer profanen Zollkontrolle aufzufliegen? Nur Idioten. Men in Black mit doppelbödigem Koffer - dämlicher geht es ja wohl kaum. :wall:


    Nun zur wahrscheinlicheren Variante: die Bonds sind gut gemachte Fälschungen. Nordkorea oder Iran oder ... hält solche Bonds und könnte sehr gute Falsifikate ohne Probleme anfertigen und Leute auf die Reise schicken, mit der Instruktion möglichst alles zu tun um aufzufliegen. Die US Administration wird in helle Aufregung versetzt und brütet darüber, wer der Urheber dieses Coups sein könnte. Du kannst davon ausgehen, dass für die staatlichen Stellen, die über die Echtheit der Bonds Auskunft geben könnten solange ein Maulkorb verfügt wird, bis man die Hintermänner ermittelt hat.

    Spass beiseite: Dass dies z.B. ein amateurhaft ausgeführter Coup aus Nordkorea ist, vielleicht auch unter Mitarbeit der Mafia, mittels dessen einfach Verwirrung in Bezug auf den Handel mit hochnominalen US-Bonds insinuiert werden soll, ist ungleich wahrscheinlicher. Die Denominationen der vermeintlichen Schatzpapiere sind ja derart hoch, dass die ohnehin nur zwischen Notenbanken gehandelt werden können bzw. einen meterdick über Jahre hinweg dokumentierten Schwanz hinter sich herschleppen müssten.

    Das sehe ich auch so. Die Men in Black wollten und sollten auffliegen. Hier will jemand den Bondsmarkt verunsichern. Ich gehe davon aus, dass diese Papiere nicht echt sind. Adressat könnte bei diesen hochnominalen Bonds ja nur die Schweizer Nationalbank gewesen sein. Kann man da so einfach mit 134 Mrd. im Koffer auftauchen? Ich glaube nicht. Die Nummer sieht mir zu sehr nach James Bond aus.

    Kleines Schlossgespenst,
    du musst das so sehen: es soll hier einige Leute geben, die wollen über Edelmetall reden und ab und zu auch mal über das "große Ganze". Dann gibt es hier Leute, die wollen ausschließlich über das "große Ganze" reden. Dann gibt es Leute, die wollen über gar nichts reden, aber das laut. Hast du dich schon mal gefragt, was die Motivation dieser einzelnen Gruppen sein könnte? Und - wo würdest du DICH einordnen?

    Wie passt das zusammen ?

    Ein Antwortversuch:

    1. die Banken sind allesamt quasi insolvent, da chronisch unterkapitalisiert (Paradigmenwechsel bei der Ausfallrisikobewertung).
    2. deswegen vergeben sie Kredite nur noch gegen hohe Zinsen / erstklassige Sicherheiten.
    3. die daraus folgende Kontraktion der Kreditmenge erzeugt Nöte in der Realwirtschaft, weil vorne und hinten Liquidität fehlt, um die Geschäfte im gewohnten Stil fortzuführen. Bestehende Kreditlinien werden nicht mehr ohne weiteres verlängert/aufgestockt, wie bisher gewohnt. Das geht an die Substanz und ist deshalb existenzbedrohend.
    4. die Unternehmen wenden sich also an den Staat, in der Hoffnung, dort das gewohnt leichte Geld locker machen zu können (Bürgschaften, Notkredite, etc.).
    5. der Staat wird immer dann einknicken, wenn es politisch bedrohlich wird (Arbeitsplätz, Wählerstimmen, ...). Hin und wieder wird ein Exempel statuiert (politisch abgewogen).
    6. die Staatschulden explodieren, weil der Staat immense Mengen an Anleihen emittieren muss, um die Rettungsmaßnahmen für die Realwirtschaft zu finanzieren.
    7. die Geldmenge/Zentralbankbilanz explodiert, weil der Markt die Bonds nicht mehr aufnehmen kann oder will und die Zentralbanken notgedrungen den liegengebliebenen Mist aufkaufen müssen.
    8. die Geldmenge wird nicht wieder eingedämmt, wegen 5.
    9. (Hyper-)Inflation.

    Aber - es kann auch anders kommen. ;)

    Ambrose Evans-Pritchard mit einer neuerlichen Breitseite gegen die "German Angst". Er sieht die Gefahr, dass diejenigen, die am lautesten vor Inflation warnen, am Ende dafür verantwortlich sein könnten, dass die Deflation in Fahrt kommt und die Depression nicht mehr verhindert werden kann.


    Zitat

    The list of countries in deflation is growing every month: Ireland (-3.5), Thailand (-3.3), China (-1.5), Switzerland (-1), Spain (-0.8 ), the US (-0.7), Singapore (-0.7), Taiwan (-0.5), Belgium (-0.4), Japan (-0.1), Sweden (-0.1), Germany (0).
    Yet markets seem to think otherwise, and this has its own awful consequences. Inflation fears have driven 10-year US Treasury yields to 3.86pc, a full point above levels in March when the Fed intervened to force rates down. US mortgage rates have jumped to 5.29pc. Gilts have reached 3.92pc, and French 10-year bonds are at 4.05pc.
    This bond revolt is enough to bring any global recovery to a shuddering halt. The irony is that those fretting loudest about inflation may themselves tip us into outright deflation, with all the perils of a debt compound trap. It is Angela Merkel who plays with fire.

    The depression quietly deepens

    Man hat es schon immer vermutet, aber jetzt zeigt sich deutlich, dass einer der größten Öl-ETFs, der United States Oil Fund (USO, WKN: A0JK5L), nichts weiter ist, als ein aufgeblasenes Ponzischema. Der Mechanismus hinter der Verzerrung ist einfach: Der USO ist in dem vorderen WTI-Kontrakt stark investiert. "Investmentziel ist, dass Veränderungen des Nettovermögenswert (NAV) stets die prozentualen Veränderungen von WTI widerspiegeln", heißt es in dem Fondsprospekt. Vor Laufzeitende muss der ETF den Future verkaufen und den nächstfälligen Kontrakt kaufen.
    Das führt dann dazu, dass der Preis für Öl zur sofortigen Lieferung gegenüber den folgenden Monaten an Wert verliert. Der Effekt ist um so stärker, je größer die Position des Fonds ist. Und: Viele Marktteilnehmer können ihn antizipieren und durch entsprechende Wetten noch verstärken. Ein "Free-Lunch". Das bedeutet so viel wie: Gewinne auf Kosten von USO. Denn: Der Fonds erleidet im Fall einer Contango-Struktur immer Rollverluste, da der nächste Kontrakt mehr kostet als der gerade fällige.
    [Blockierte Grafik: http://ih.fotothing.com/84381.jpg]


    Das spiegelt sich in der schlechten Performance des ETFs wider:


    Zitat

    In other words, although USO has over 100,000 NYMEX contracts, indicating an open interest for 100M barrels of oil - they have no intention (or physical capability) of ever taking delivery of the product. The 100M barrels worth of contracts they buy and sell every month have NO VALUE to them at all, other than as a trading vehicle to generate fees. As for the suckers retail investors that put money into the fund - they would be very shocked if a truck actually pulled up to the house and delivered 100 barrels of oil to their doorstep. In effect, they ENTIRE SCHEME is based on people buying something they don’t want at all in the hopes of selling it to someone else who doesn’t want it for a higher price - this is how the whole thing collapsed so quickly the minute demand didn’t live up to expectations last fall.
    ...
    In fact, it’s very possible that if you did an proper investigation (perhaps a Congressional one) you would find that MOST of the oil traded on the NYMEX has nothing to do with real demand at all but is pure speculation that is sold to retail investors as "commodity investing" or "inflation hedging" but what kind of inflation hedging loses 33% a year PLUS TRANSACTION FEES before a profit can be made? Oh and a funny note - who handles USOs cash and places trades on the ICE and NYMEX for them? Aw, you guessed it - Goldman Sachs!
    ...
    And these ETFs will roll and roll and roll until all your money is gone!

    USO Oil Fund - All of the Drops, Only Some of the Gains


    A self-propelled pyramid?

    ABER: Es liegt ja wohl an der Verblödung von 90% der Bevölkerung, daß das so ist.

    Ich würde das nicht so derbe bezeichnen wollen. Der Wähler hat schon noch so etwas wie eine "soziale Intelligenz". Durch die erodierenden Sozialstrukturen wird diese aber zunehmend durch ein "wer garantiert mir was"-Denken dominiert. Das ist das Problem. Zunehmende Abhängigkeit von Transferleistungen schafft genau die Wählerschaft, die ein Allumfassender Fürsorgestaat braucht.

    Insgesamt also war der Tag ein überwältigender Sieg der DEMOKRATIE. "Wir" sind nun mal in D nicht annähernd mehrheitsfähig, nicht mal 5%-fähig, und daran wird sich nie etwas ändern. Wir sind die kleine Minderheit, die weder zum Mob noch zur systemtreuen (Pseudo-)Intelligenzia gehört.

    Gestatte mir folgende Anmerkung:
    Das Wahlvolk hat sich mehrheitlich wieder mal dafür entschieden, denjenigen zur Macht zu verhelfen, die die Pfründe und den Besitzstand der derzeitig wahlberechtigten Bevölkerung schonen und dafür die Zukunft unserer Kinder und Enkel verfrühstücken wollen. Das ist zwar nicht schön, weil moralisch höchst bedenklich. Es bleibt aber - bis zum Gegenbeweis - eine demokratisches Votum. Man mag darüber schimpfen, muss es letztendlich aber doch akzeptieren. Die Ego-Gesellschaft wählt genau so, wie sie im mikroökonomischen Kontext entscheidet. Das ist bitter, aber doch wahr.

    Leider habe ich noch immer das Problem, die Prägestätte der Indian Münze zu finden.

    Beim Coronet Head findest du den Mintmark direkt unter dem Adler der Rückseite. Beim Indian Head links von dem Ast auf dem der Adler sitzt. Wenn da kein Buchstabe zu finden ist, dann stammt die Münze aus der Philadelphia Mint.

    Da kommt noch was auf uns zu. Leserkommentare in "welt" werden gnadenlos gelöscht. Ich habe das Gefühl das Kartenhaus klappt bald zusammen. In GB ist heute der 4. Minister in dieser Woche zurückgetreten. Die Holländer haben rechtspopulistisch gewählt gestern bei der EU Wahl.

    Beeindruckende Zeichen des Niedergangs. Du hast noch vergessen, dass Niribu 2012 die Erdbahn kreuzt. Das Ende naht. ;(
    Oder auch nicht ... :D

    ... Deutschland wird noch bis zu den Wahlen im September halten, doch spätestens dann gehen wir gemeinsam "über den Jordan"! Über Nacht (oderüber ein Wochenende wird das Finale eingeläutet. (Montag) morgens heisst es dann: Rien ne va plus! (... nichts geht mehr!)

    Ich kann die Endzeitankündigungen der namenlosen Glaskugel-Blogger schon bald nicht mehr hören. Wunschdenken ersetzt Verstand. Es gibt kein großes Finale. Es geht IMMER weiter. Wird es irgendwo zu eng, dann werden eben die Rahmenbedingungen kurzerhand geändert. Der Organismus transformiert. So einfach ist das.


    Hier sowieso OT. Gehört in den Niedergang.