Beiträge von Königswasser

    JPM lässt sich nicht lumpen und trägt sich nach Wealth's Far Gone und Goldman Sucks in die Krisengewinnlerliste ein.
    2,14 Mrd. haben die Dimon-Jungs erwirtschaftet. Das ist nur unwesentlich schlechter als im 1 Qtl. 2008 und natürlich besser als erwartet ... :thumbsup:
    Auch hier will man die Regierung schnell wieder raus haben ("... eager to pay back the government funds").
    M2M ist einfach zauberhaft. :rolleyes:


    JPMorgan Profit Beats Estimates as Trading Revenue Increases

    Die Idee der Investoren ist zweifellos, dass die dominierende Position von Goldman Sachs nur noch grösser werden kann, sodass sie es immer irgendwie hinbekommen werden, zusammen mit JP Morgan Branchenprimus vor allem beim Informationsvorsprung zu bleiben.

    Den Informationsvorsprung haben sie schon allein dadurch, dass zahlreiche Ex-Goldmänner Pöstchen in der Obama-Regierung ergattert haben. Die Wahlhilfe von GS für die Demokraten war ja auch mehr als eindeutig:


    Naja, die 9,5% kulminierten Gewinn, den diese Aktien seit Einstieg bisher abgeworfen haben, sind eher mager im vergleich zur Rally der letzten Wochen. Er haette gut 20% billiger einsteigen koennen und waere heute bei ca. 30% Gewinn, aber er wollte ja nicht auf uns hoeren.

    Er hätte auch wesentlich unpassender einsteigen können. Das absolute Tief trifft keiner so leicht. Er war mutig und ist zumindest nicht dafür bestraft worden. DeuBa und Allianz hätte ich zu diesem Zeitpunkt nicht gekauft - und siehe: sie haben am besten performt. Ich wollte das nur nochmal festhalten, weil Minos ja so still geworden ist. ;)

    Ich hoffe du bist genau so schnell mit deinen Kommentaren und Anerkennung von gost_got in grünen Bereich wandert. Schadenfreude ist einer der schönsten Freude aber auch einer die dir persönlich nicht weiterhift.

    BASF 26,89
    Daimler 24,46
    DeuBa 36,95
    DP 8,90
    Thyssen 15,88
    HH 22,74
    Siemens 45,82
    Allianz 70,01


    Ich bin fair und gratuliere g_g zu seinem Mut zum frühen Kauf, sofern er die berühmten "Eier" zum Halten hatte. :thumbsup:
    Wenn er noch drin ist, sollte er bei dem einen oder anderen Titel (Deutsche Bank, Allianz) ernsthaft erwägen, die Gewinne mitzunehmen. :whistling:
    Der Rest ist zwar (bis auf HH) ebenfalls im Plus, aber die Performance doch eher bescheiden. Mit gutem Cash-Management hätte man diese Renditen locker auch ohne Marktrisiko erreichen können. Aber wie gesagt: Mut hatte er ja ... :D

    Interesant der Hinweis auf eine Zahl, die man bei UBS errechnet haben will. Demzufolge müsste der Goldpreis bei Wiedereinführung einer goldgedeckten Währung nur in USA auf über $ 6000 steigen, zusammen mit Japan, China und USA wären es dann mehr als $ 9000.
    Keine Ahnung, wie das errechnet wurde, aber interessant, dass es solche Szenarien inzwischen ausserhalb der Goldforen überhaupt öffentlich gibt:

    Ja, so verrückte Träume haben sonst nur Goldbugs. ;)
    Bei solchen Rechenkunststücken wird gerne übersehen, dass bei einer Verzehnfachung des Goldpreises die Güterpreise im Verhältnis zum Goldgeld auf ein Zehntel zurückfallen. Das wäre dann ein Deflationsschock der Superlative.
    Nein, einen Goldstandard kann man nur NACH einer langen zerstörerischen DeDe oder einer Hyperinflation installieren. Dann freilich würde man von den UBS-Zahlen locker 2 Nullen hinten wegstreichen können. :rolleyes:

    aber ich erwarte definitiv jede notwendige form von gegenwehr gegen eine solche entwicklung.

    Hi goldmob,
    natürlich gibt es (für Politiker) keine Alternative zur (Re-)Inflationierung. Allerdings muss angesichts des hohen Verschuldungsgrades die Neuverschuldung geradezu explodieren, weil ein erheblicher und stetig anwachsender Teil dieser Nettokreditaufnahme zur Bedienung der Altschulden verwendet werden muss. Brechen gleichzeitig die Einnahmen des Staates (Steuern) weg, dann wird sehr schnell ein gewisser Punkt (Fekete nennt es die Wasserscheide) überschritten, ab dem auch eine massive Neuverschuldung das GDP nicht mehr befeuern kann. Laut Fekete haben die USA die Wasserscheide schon im Jahr 2006 überschritten.

    Doch sollte wider Erwarten dieser Versuch gelingen, so dürfte die Inflation geradezu sprunghaft in die Hyperinflation übergehen, radikal, drastisch und auch sehr schnell, schaut Euch mal Simbabwe an wohin das führt.

    Du kannst ein isoliertes Land wie Simbabwe nicht mit globalisierten Wirtschaftsräumen wie USA, Europa und Japan vergleichen. In Simbabwe war die Hyperinflation politisch gewollt, da der IWF diesem Regime nicht beistehen wollte. Hyperinflation ist kein unabwendbares Schicksal, sondern Folge ökonomischen Niedergangs bei gleichzeitig politischer Isolation. Die simultane Inflationierung in den globalisierten Wirtschaftsräumen kann sehr wohl funktionieren. Sie ist riskant aber steuerbar, solange der gemeinsame politische Wille vorhanden ist und keine protektionistischen Alleingänge den Prozess stören. Bei konzertiertem Vorgehen kann die Hyperinflation sicher abgewendet werden. Der Preis ist allerdings jahrelange globale Stagnation. Es hängt alles davon ab, ob es den politischen Eliten gelingt, sich trotz Stagnation an der Macht zu halten.

    Was ist eigentlich mit Roubini los ?

    Roubini ist kein Anhänger deterministischer Marktmodelle. Er ist eher ein ein Praktiker, ein kritischer Beobachter der Märkte. Während für die Debististen das G.O. und die Rückkehr zu "Stammesgesellschaften" aufgrund der debitistischen Logik nahezu zwingend erscheint, hat Roubini den Vorteil einer ideologiefreien Sicht auf die Dinge. Roubini war nie der "Dr. Doom" oder Untergangsprophet, als den ihn die Presse gerne dargestellt hat. Er hat lediglich - wie einige andere auch - die Fehlentwicklungen der Finanzmärkte frühzeitig erkannt und das auch ausgesprochen. Er war nie ein Goldbug und er war nie ein Aktienverächter.

    Allein die Tatsache, daß sich der Jude Aaron Lebowitsch einen anderen Namen zugelegt hat, um in der philosemitischen BRD nicht als Jude erkannt zu werden, ist überaus bemerkenswert.

    Bemerkenswert?


    Sommers Mutter, eine russische Jüdin, war 1938 als 18-jähriges Mädchen vor den Nazis nach Palästina geflüchtet. Dort heiratete sie einen Deutschen jüdischer Abstammung, Ron Sommers Vater. Er hieß Lebowitsch. Diesen Namen trug der Junge bis zu seinem Studium, als ihn sein Stiefvater, der Österreicher Richard Sommer, adoptierte.


    Aber klar, der Mossad hatte den damals 6-jährigen bereits bei seiner Ausreise auf seine spätere Aufgabe, dereinst einmal die Deutschen auszurauben, bestens vorbereitet. [smilie_happy]

    Fekete über die Fehlallokation der Stimulus-Pakete:

    Zitat

    The newly created money will follow the laws of gravity and flow downhill to the bond market where the fun is. Risk-free bond speculation will further reinforce the deflationary spiral until final exhaustion occurs: the economy will collapse as a pricked balloon. Instead of hyperinflation and the destruction of the dollar, you’ve got deflation and the destruction of the economy.
    Denninger says that the “death spiral” will lead to fire sales of assets in a mad liquidation dash and, ultimately, to the collapse of both the monetary and political system in the United States as tax revenues evaporate. He opines that probably not one member of Congress understands the seriousness of the situation. Bernanke is risking something much worse than a Depression. He is literally risking the end of America as a political, economic, and military power.

    The Marginal Productivity of Debt