@juergenlangen
erklär lieber mal, was Du unter Zäsur im globalwirtschaftlichen Spiel verstehst ?
Dazu zitiere ich auratico aus dem GEC:
Zitat
Die Verstaatlichung von Fannie und Freddie macht die USA quasi über Nacht zu einer der "sozialistischsten" Nationalökonomien überhaupt. Es ist eine Aktion in der Grössenordnung von Roosevelts New Deal. Die Bundesschulden verdoppeln sich dadurch auf einen Schlag, auch wenn das durch US-typische Sprachregelungen ("Conservatorship") vernebelt wird. Das US-Finanzministerium kann nun ganz offziell und ohne Heimlichtuerei sowohl MBS als auch andere Anleihen von Fannie und Freddie ohne Limit (ausser durch ein - unwahrscheinliches - Kreditlimit des Kongresses) aufkaufen.
Es ist mehr als ein Bailout. Das US Finanzministerium ist jetzt gesetzlich ermächtigt, bei jeder Schieflage infolge der Finanzkrise aktiv einzugreifen und Garantien in nahezu unbegrenzter Höhe zu leisten. Im Falle von F&F wird diese vor kurzem erst durch den Kongress gepeitschte Regelung nun erstmals angewendet. Weitere Fälle dürften folgen.
Aber wie IKB waren die US Bausparkassen ja gar zwar börsennotiert, aber
sowieso schon halb-staatlich ..
Dass sie als halbstaatlich angesehen wurden (obwohl sie es rechtlich nie waren), ist richtig. F&F waren und sind Vehikel zur Verbriefung von Kreditschulden. Im Rating den Staatsanleihen gleichgestellt, aber eben besser verzinst.
Also bitte: Was ist jetzt noch erwähnenswert, was nicht in allen Zeitungen und vor Jahren schon
in allen Internetforen gestanden hat ?
Es ist die neue Qualität des "moral hazard". Warum sollten jetzt andere Regierungen und Zentralbanken hinter dem amerikanischen Beispiel zurückstehen?