Beiträge von FoersterX

    Hatte mal vor einiger Zeit einen Schwung solcher Chinamünzen bestellt um zu sehen mit was man es in freier Wildbahn ggf. zu tun bekommt.


    Die meisten billigen Gold- und Silberfälschungen aus China sind eher schlecht gemacht und überzeugen nur absolute Anfänger die es nicht besser wissen. Unzen waren bisher ohne Ausnahme Untergewichtig (~28g), wohl um mit den leichteren Metallen trotzdem noch die Maße einzuhalten. Auch die Prägequalität geht von lächerlich schlecht bis höchstens mittelmäßig.


    Für Silber hatte ich auch nie gute Fälschungen gefunden. https://www.aliexpress.com/who…23&SearchText=silver+coin
    Am "gefährlichsten" ist vielleicht noch das Zeug in Münzsärgen und Barren in fetten Blistern eingeschweißt, da man die nicht aufmacht und den Barren noch am ehsten schlechte Prägequalität durchgehen lässt und man mit den Blistern die Teile nicht richtig nachwiegen kann. Daneben kann man das geblisterte Zeug mit den Smartphone-Apps auch keinen Pingtests unterziehen.


    Ingesamt hatte ich noch keine Münze die gut aussah, das korrekte Gewicht hatte und mit einer App wie "Pingcoin" oder "Precious Coin Tester" im Schalltest nicht durchgefallen wäre.


    Für Gold hatte ich bei Aliexpress mal 1/4 oz. Goldunzen Krügerrand und Maple Leaf Fälschungen gesehen, die haben so 80-100 Dollar gekostet und sollten wohl auch 1g echtes Gold und Wolfram enthalten. Die sahen zumindest auf den Bildern echt gut aus, war mir damals aber zu viel Geld um es für Fälschungssamples rauszuhauen.


    Einen gefährlichen Angiffsvektor sehe ich zukünftig in Tubes in Verbindung mit Masterpacks. Habe zwar bisher noch nicht gehört, dass es gemacht wurde, aber die Leute checken oft nicht alle 250 oder 500 Bullionmünzen im Detail und so wäre es möglich die Tubes jeweils nur mit einer oder zwei echten Münzen und den Rest mit Fälschungen zu füllen. Wenn ich Packs gekauft habe, habe ich jedenfalls nie alle geleert und mir das Prägebilder jeder Münze darin angeschaut oder die Tubes komplett abgewogen. Bei so vielen Münzen wird man jedenfalls schnell nachlässig alle scharf zu prüfen.
    So ein paar Fake-Tube könnte Deichkind dann auch Einbrechern in die Hand drücken. Die werden die jedenfalls kaum mit Engelsgedult inspizieren.

    1. war der Junge wohl etwas zu spät dran:


    hätte lieber vor 10 bis 15 Jahren gekauft - um JETZT zu Höchstpreisen zu verkaufen - mit der einen Hälfte des Verkaufserlöses die 100 %-Finanzierungen zurückzubezahlen - und mit der anderen Hälfte zu "privatisieren"

    Herr Raue ist gerade mal 34 Jahre alt. Vor der von dir angegeben Zeit war er 19-24 und noch Schüler oder Student und konnte keine Immos kaufen.


    Wie bei allen Investments ist Timing mit das aller wichtigste! Wenn das Timing stimmt, dann ist die brachialste und riskanteste Methode die Profitabelste. In der Regel haben in einem echten Bullenmarkt deshalb die erfolgreichsten Investoren kein richtiges Risikobewusstsein, wissen nur halbwegs was sie machen und sind oft aus Dusel zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die reiten die Welle dann einmalig ganz nach oben (was durchaus genug für den Rest des Lebens sein kann) und der Erfolg ist für sie oft nicht replizierbar.


    Als Beispiele dafür können quasi alle Bullenmärkte in allen Assetklassen herhalten. Die erfahrenen Veteranen verdienen jeweils gut mit, aber sie betreiben ein Risikomanagement und ab bestimmten Levels wird die Handbremse angezogen. Unterm Schnitt ist ihre Rendite dann deutlich schlechter als die derjenigen jungen, enthusiastischen und risikofreudigen Investoren, die vollkommen freidrehen.


    In der Öffentlichkeit stehen in Deutschland auch noch weitere Immobiliengurus wie der "Investmentpunk" und dieser "Alex Fischer Düsseldorf". Beide haben es ähnlich wie Herr Raue gemacht, nur waren die eben um 2005 so alt wie er und sind damals zu einem günstigen Zeitpunkt in den Markt gestoßen. Ihre Portfolios hatten anschließend sehr starken Rückenwind und konnten sich groß aufhebeln. Zweifelsfrei hatten sie auch Können, aber damals vermutlich nur unwesentlich mehr als Herr Raue heute.


    Herr Raues Plan kann durchaus aufgehen wenn der Markt so weiterläuft. Er wäre aber sicherlich auch einer der Kandidaten deren Portfolioliquidation das Auskotzen des Marktes darstellt und auf Jahre belastet wenn die Zeit kommt.


    Ob jemand wirklich gut war kann man oft erst Rückblickend am Ende eines Investorenlebens sagen. Wenn einer bei 3-5 Makrozyklen jeweils gute Ein- und Ausstiege geschafft hat, dann ist das eine große Leistung und selbst dazu gehört wohl auch immer eine glückliche Hand.

    WENN der Anstieg von Dauer ist, dann werden die Minen im Geld schwimmen und nach ein paar Quartalen mit einer neuen Generation von frischen Mineninvestoren RICHTIG nach oben starten.


    Der ganze Sektor wurde doch die letzten Jahre so ausgebombt, dass Minen für viele Normalos kaum attraktiv waren. Die einzigen die hier regelmäßig ihren Schnitt machten waren ein paar Swingtrader und die sind gerade sehr vorsichtig und fast nur auf der Verkäuferseite während der Geld-Zustrom der breiten Masse noch begrenzt ist.
    Daneben sind wir wirklich ein bisschen toppy bei den Metallen aber je länger die Preise oben bleiben desto eher legitimieren sie sich.

    Ich kann mich noch an die frühen 2000er Jahre in einer mittleren Stadt in NRW erinnern. Da war der öffentliche Tenor: Gürtel enger schnallen, Einsparungen überall, Sozialausgaben werden verringert, Schulden müssen abgebaut werden. Die Jungen werden das alles zurückzahlen müssen.. etc.



    Das hat man dann bis ca. 2010 durchgezogen und seit dem die Zügel eher locker gelassen. Die letzten 5 Jahre sind dann die öffentlichen Ausgaben wieder stark angestiegen, was sich aber dank gestiegener Einnahmen nicht ausgewirkt hat.


    Denkt ihr das nun in den nächsten Jahren wieder so eine Sparwelle kommt oder werden die öffentlichen Haushalte einfach weiter Geld ausgeben und neue Schulden aufnehmen??
    In einigen Monaten zieht dann vielleicht auch eine Art Inflation in bestimmten Sektoren an (während andere Bereiche Deflationieren) und die Geldentwertung wird dann ggf sogar als Begründung herhalten warum neue Schulden für den Haushalt kein Problem darstellen.
    Hat jemand Ahnung wie das Kommunen in Südeuropa vor der Einführung des Euro gehandhabt haben? Die finanzielle Situation dort vor Euroeinführung sollte wohl am ehesten der aktuellen Lage entsprechen.

    Übersichtlich, Minen stärker als die Edelmetalle, aber mit rel hleinem Hebel...


    Grüsse
    Edel

    Durch den Steuernachteil den die deutschen Privatanleger bei Minenaktien gegenüber physischen Metall haben (26.375% vs 0%) hätte man sich die Minen bisher auch sparen können.


    Bei Aktien wird man über die Assetinflation quasi enteignet. Die Zahlen gehen nominal hoch, also gehört mal eben 1/4 davon dem Staat. Wenn überhaupt sollte der Gewinn um den Anstieg der Geldmenge korrigiert werden, damit nur Geld, welches man "wirklich" hinzugewonnen hat, versteuert wird. Aber da geraten verschiedene Meinungen und Interpretationen von Fairness und Gerechtigkeit aneinander.


    Die Aktionäre werden so lange nichts dagegen haben, wie das Geld nicht bei der breiten Masse ankommt und inflationiert. Irgendwann passiert genau das und den Leuten dämmert es, dass sie z.B 10%+ mit den Aktien gemacht haben, aber wenn Löhne und Lebenshaltung ebenfalls um 10% anziehen, abzüglich der Steuer ihr Vermögen relativ zum Rest der Bevölkerung kleiner geworden ist.

    Welcher Cash-Anteil im Vermögen vertretbar ist hängt stark von der Höhe und individueller Situation ab. Für kleine und mittlere Vermögen lässt sich ein Teil gut mit deutschem Angsthasensilber abdecken.
    Das sind die verschiedenen 5,10 und 20 DM oder Euro Silbermünzen.


    Man kauft die Teile nahe dem Nominal mit 0 bis 4% Aufpreis wenn der innere Silberwert 75-90% des Nominalwertes ausmacht. Bricht der Chart nach oben aus, dann partizipieren die Münzen nach den ersten unterperformenden 20% irgendwann 1:1 am steigenden Silberpreis. Wenn Silber fällt dann bleibt der Wert am Nominalwert kleben und die Teile verhalten sich wie Cash.


    Für große Vermögen skaliert das leider nicht so gut und mit der Anzahl der Nullen werden auch die Rückenschmerzen größer.

    Ja. 14.3 Billionen Euro M2 gibt es derzeit. Nun werden durch diesen Beschluss so wie ich ihn interpretiere quasi 0.75 Billionen Geldmenge hinzugefügt (mittels Neuverschuldung und Monetarisierung von Schulden). Aus dem Markt werden die 750 Milliarden jedenfalls kaum gezogen werden, aber der Zusammenhang von Neuverschuldung zu Geldmenge ist natürlich nicht direkt 1:1.


    Jedenfalls wären solche gigantischen Operationen mit Edelmetallstandard unmöglich, was die Flexibilität demonstriert, die Staaten durch Fiatgeld gewinnen.

    Die 20$ werden wohl in diesen Sekunden geknackt und wenn der Bulle einmal aus der Range bis $21 losläuft, dann hält ihn kein Teufel mehr auf. Zumindest mit der Steigungsgeschwindigkeit von 2010 könnte der Silberpreis Ende des Jahres auch noch deutlich höher stehen.


    Ich hoffe nur, dass sich die höheren Preise diesmal dauerhaft etablieren und es nicht nur ein paar Monate der Übertreibung werden. Klar werden dann irgendwann Shorts das Ganze auf hohem Niveau herausfordern, aber die Einbrüche sollten sich dann nicht so weit auswirken, dass der Sektor wieder Jahrelang auf dem Zahnfleisch geht.


    Nachdem ich meine Silberminen am 11. Juni komplett verkauft hatte, habe ich dann am 8. Juli eingesehen, dass ich falsch lag und 50% der Bestände ~15% teurer zurückgekauft. Man lernt nie aus.

    Hi, dann geh halt long.
    Ob long ob short das Geld ist auf jeden Fall fort, weil als Privater hat man keinen Einblick in die Mechanik des Delistings und den Background noch zu schließender Positionen. Vielleicht sichern die shorts auch irgendwelche Derivate auf Wirecard oder den Dax ab, dem Wirecard ja immer noch angehört.

    Börse: "Dort wo nur nach strengen Regeln verarscht werden darf."


    Beeindruckend ist die Geschwindigkeit mit der es Wirecard zerlegt. In einer Woche vom Shootingstar zur 0. Sonst zieht es sich ja meist ein paar Monate mit der Hoffnung auf Rettungsversuche, Kurserholungen etc. Etliche haben da sicher ins fallende Messer gegriffen. Aber hier ging es wirklich (fast) nur brutal nach unten.

    Sieht man auch nicht alle Tage.

    Bin eher kein Minenurgestein, aber ich habe gerade alle meine Silberminen verkauft. Hecla, First Majestic und Endeavour Silver.
    Die meisten hatte ich Anfang 2019 gekauft und dann den Jammer Mitte 2019 und die Schaukelei im Frühjahr diesen Jahres voll mitgemacht. Der Einkaufspreis war zwar ganz ok, aber schon zweimal sind die Teile von je 40-100% Gewinn auf den Einstandskurs und teilweise 30% darunter zurückgefallen. Dieses Mal kann es ohne mich Crashen.
    Vielleicht denken so aber viele und es geht gar nicht so weit runter, da der Markt sich schon ausreichend bereinigt hat.


    Wenn es nochmal runter geht bin ich auch auf den physischen Markt gespannt, da der Supply der Händler nach wie vor dünn ist. Mal sehen wie weit die Preise sich da bewegen bevor wieder der Nachfrageschock kommt.

    Die extra-Hilfen sind erstmal auf 4 Monate beschränkt und danach gibt es noch ca. 10 Monate das normale US-Arbeitslosengeld.


    So ziemlich jeder der "irgendwie irgendwas" gearbeitet hat kann das bekommen. Sogar scheinselbstständige Über-Fahrer etc. und auch Leute die selbst gekündigt haben. Die Bedingungen sind sehr weit gefasst.


    https://www.cnbc.com/2020/03/2…nemployment-benefits.html

    Zitat

    Furloughed workers can also collect — they are on temporary layoff, and those on temporary layoff are eligible for benefits [...]
    The legislation extends benefits to previously ineligible workers. This includes self-employed workers, people seeking part-time work, workers who can’t reach their place of work as a result of COVID-19 and those don’t have sufficient work history to otherwise qualify for benefits.
    Significantly, it also applies to those who quit their job as a “direct result of COVID-19.” People who quit their jobs don’t normally qualify for unemployment.


    Wollte nur die Logik erklären warum die Arbeitslosenzahlen so nach oben gegangen sind.


    In der Tagesschau hätte man ja fast den Eindruck bekommen können, das in den VSA nun Leid und Elend ausgebrochen wären.
    Und niemand dort mehr Arbeit hat.
    Und dann noch die Polizeigewalt
    der Rassismus gegen die Schwarzen
    und Minderheiten.
    Unter der Knute
    des Google-Facebook NSA-Überwachungsstaates
    und des aufrührerischen Präsidenten.
    Fast wie in der vorletzten Wochenschau. :whistling:

    Was in den dämlichen deutschen Nachrichten und auch hier mal wieder untergegangen ist, ist der Fakt, dass es die US-Regierung ziemlich attraktiv für die Leute gemacht hat arbeitslos zu sein und sich auch deshalb viele arbeitslos gemeldet haben auch um das extra Geld mitzunehmen. Wenn die Bundesregierung allen Arbeitslosen hier 4000€ pro Monat gegeben hätte, wäre die Zahl auch bei uns hochgeschnellt.


    Regulär beträgt das Arbeitslosengeld in den USA rund $1300 pro Monat aber die Regierung stockt dieses um ca. $2700 auf, so das der Durchschnittsarbeitlose dort $4000 netto bekommt. Für etliche Kellner und einfache Angestellte ist das Arbeitslosengeld dort deutlich mehr als sie mit Arbeit verdient hätten.


    Das ist auch der Grund warum die verfügbaren Einkommen in den USA um über 10% gestiegen sind und es vielen finanziell besser geht als vorher:
    https://tradingeconomics.com/u…isposable-personal-income


    Anbei wie viel Arbeitslosengeld es in den USA gibt: Reicht von monatlich $3440 ($800 pro Woche) bis $5160 ($1200 pro Woche)


    Natürlich ist klar, dass diese Art von MMT finanzierten Grundeinkommen auf die Dauer nicht ohne erhebliche Verwerfungen im Wirtschaftsgefüge durchzuhalten ist.