der Dienst am Kunden, Leistung die Leiden schafft:
ZitatAlles anzeigenDie Deutsche Bank witterte in den Boomjahren die Chance, an Immobiliengeschäften mitzuverdienen, ohne sich selbst mit Subprime-Krediten die Finger schmutzig zu machen: Sie übernahm gegen Gebühren die Rolle des Treuhänders, also des Interessenvertreters der in aller Welt verstreuten Anleger der Kreditvehikel.
Das Institut, das in den meisten US-Bundesstaaten keine Niederlassungen betreibt, wurde so durch die Hintertür zu einem der größten Akteure auf dem amerikanischen Immobilienmarkt. Mit etwa 1900 Verbriefungen hantiert die Bank, dazu gehören mehr als eine Million unterlegter Hypotheken, geschätztes Volumen: mehr als eine Billion Dollar.
Eine siebenstellige Zahl von US-Haushalten sieht sich jetzt mit einem Institut konfrontiert, von dem viele noch nie gehört und mit dem die meisten nie einen Vertrag abgeschlossen haben. Und die Deutsche Bank geht so hart vor wie kaum eine andere in den USA, lässt zwangsräumen, führt einen Prozess nach dem anderen. Mittlerweile formieren sich Bürgerproteste, und die Praxis stößt auch bei den Gerichten auf Widerstand. Nach Capital-Informationen erwägt sogar die Börsenaufsicht SEC Ermittlungen.
Was ihn wie viele Amerikaner an der Deutschen Bank besonders ärgert: Im vergangenen Herbst wurden dem Institut bei der Rettung des Versicherers AIG Verbindlichkeiten in Höhe von 11,8 Milliarden Dollar ausgezahlt. Meacham: "Die Deutsche Bank erhält amerikanische Steuergelder und wirft gleichzeitig Amerikaner aus ihren Häusern."
Mehr und mehr häufen sich jetzt auch juristische Niederlagen, die noch schmerzhafter sind als der Imageschaden. Schon im November 2007 wies ein Richter in Cleveland im Bundesstaat Ohio Vollstreckungsklagen gegen 15 Schuldner zurück, weil die Deutsche Bank nicht nachweisen konnte, die Hypotheken überhaupt zu besitzen.
Ähnlich lief es bereits mehrfach in New York. Die Richter hauen der Deutschen Bank reihenweise ihre Argumentation um die Ohren. "Der Kläger hat fälschlicherweise vorgegeben, der Besitzer der Hypothek zu sein, um in betrügerischer Weise tätig zu werden", donnert Richter Martin Schneier in seiner Begründung für den Stopp einer Zwangsvollstreckung.
Der Imageschaden wird mit jeder Niederlage größer, der finanzielle Schaden ist nicht absehbar. Zu allem Überfluss droht nun Ärger mit der Börsenaufsicht SEC, die offenbar Ermittlungen gegen die Deutsche Bank erwägt, was diese nicht kommentieren will. http://www.ftd.de/unternehmen/…ern-kaempft/50076450.html
Wahrlich ein Vorzeigeunternehmen, doch Hauptsache die Rendite stimmt.
Oh Joe, das geht aber nicht so.
Wünsche
...einen goldigen Tag
Tut