Die Kette bricht an ihrem schwächsten Glied: Das dürfte das Pfund sein und die englischen Staatsanleihen. es kann aber auch sein,
dass irgenwas, was wir nicht so auf dem Schirm haben, das schwächste Glied in der Kette ist:
Staatsbankrott Griecheland, mehere Pleiten auf dem Balkan, die österreichische Banken nach unten reissen.
Den Dollar brauchen viele Akteure noch (weltwährung, Rohstoffkäufe), aber es gibt für keinen Investor einen echten Need Pfund zu besitzen oder in UK investiert zu sein. Es kann sein, dass die Leute so schnell aus dem Pfund rausgehen wie 1993 aus dem Rubel.
Ich denke, in Euroland wird man noch ein wenig Pufferzeit haben - aber nicht um Gold zu kaufen oder Aktien zu verkaufen, sondern um nochmal nachzutanken und die Lebensmittelvorräte zu erhöhen.
Ich weiß nicht recht, doch ich vermute mal, wir gehen das hier alles zu schnell und auch zu einfach an. Wenn ich mal retour denke, Mitte 2007 bin ich aus allen Aktien rausgegangen, schon damals im Glauben, das mit den USA und den Immos da geht ins Desaster... das war nun schon vor gut 2 Jahren, doch heute wurschteln alle noch mehr oder weniger gut vor sich hin ? Die Findigkeiten die zwischenzeitlich erfolgten, Bailouts, Rettungspakete, Konjunkturspritzen, Bad Banks, China und die Leitwährung... die hatte ich damals noch nicht mal ansatzweise im Hirn.
Ne, ich glaube, dieser Niedergang wird noch länger dauern, als wir z.Zt. ahnen, jahrelang womöglich, keiner läßt sich so ohne weiteres die Wurst vom Teller klauen, die USA sind nach wie vor die stärkste Militärmacht auf der Erde, egal wie schlecht der Dollar steht, die Russen und Chinesen stehen zwar stark dar, doch Cash ist nicht alles... mitunter kommt ein Vergleich mit dem verlorenen Jahrzehnt auf, ich denke, damit wären wir gut beraten... d.h. je nach dem wo man den Beginn dieser Krise festmachen möchte kann es durchaus sein, das hier Sparflammenprogramm läuft bis nach 2015 hinaus, so schnell crasht sich scheinbar nichts. Das haben uns die Japaner nun sehr deutlich vor Augen geführt wie so etwas funktionieren kann. Selbst die Russen offenbarten das schon, den totalen Crash wird es wohl so wie in der volkswirtschaftlichen Lehre kaum geben, dem widersprechen schon die globalen Verpflechtungen heutzutage.
Selbst wenn es zu einem Währungsschnitt kommen sollte, das vielbeschworende Chaos dürfte dennoch weitgehend ausbleiben, auch hierfür gibt es Beispiele, hier nur mal die Währungsumstellung in der ehemaligen DDR angeführt. Heutzutage läßt man nicht mal ein doch unbedeutendes Land wie Island vor die Hunde gehen ?! Trotz allem vorsichtigen Optimismus, Opfer wird es immer und überall geben, Sachwerte bieten sich an in solchen Zeiten an, um zumindest erarbeitete Bestände zu sichern, sei es in Metallen oder auch Land und Boden. Das zeigt uns auch der POG ! Selbst ein Reset der Währungen, der womöglich in der Luft schwebt, ist gegenüber den realen Dingen oder Werten nur eine Veränderung der Berechnungsgrundlage. Daran sollte man denken, besonders hier im Lande, wo in den letzten 100 Jahren schon mehrfach diese Situation bestanden hat...ohne ein totales Chaos, den WW II. mal ausgenommen.
Also ich vermute, diese ganze Sache wird noch viel länger dauern, als wir ahnen, man sollte nicht die Findigkeit der Politik, Notenbanken und auch Staaten unterschätzen. Global sind wir nicht Simbabwe, die waren allein, wir sitzen alle auf der Titanic, fragt sich wie viele Rettungsboote haben wir?
Wünsche
...einen goldigen Tag
Tut