Eine Gegenfrage,
warum sollte ein Goldstandard gerade in heutiger Zeit sinnvoll sein ?
Zitat
In Krisenzeiten (1. und 2. Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise) rückten viele Staaten vom Goldstandard ab. Einige Staaten führten anschließend ein Geldsystem mit einer Goldkernwährung ein, das Bürgern nicht mehr das Recht zubilligte, Banknoten, Scheidemünzen und Buchgeld in physisches Gold einzutauschen. Die bis 1914 noch relativ häufig im gewöhnlichen Geldumlauf vorkommenden Goldmünzen unterlagen mit Beginn des 1. Weltkrieges - so fern überhaupt noch geprägt - meist schon in der mit der Münzausgabe beauftragten Bankkassenstelle einer Thesaurierung. Die wenigen Neuprägungen ab etwa 1920 erfolgten meist nur mit geringen Prägezahlen, so dass diese Münzen - sofern sie überhaupt noch zum Kurs von 1 : 1 zur jeweiligen inflationierten Papierwährung ausgegeben wurden - sofort gehortet und damit dem Umlauf entzogen wurden.
Franklin D. Roosevelt erklärte 1933 privaten Goldbesitz im Wert von mehr als 100 US-Dollar als illegal. Gold, welches von Bürgern der Vereinigten Staaten nicht freiwillig zu einem gesetzlich festgelegten Preis von $20.67 pro Feinunze an die Federal Reserve verkauft wurde, wurde beschlagnahmt und die Besitzer mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft.
http://de.wikipedia.org/wiki/Goldstandard
Da sich dieses Gold nicht inflationieren läßt, schlicht und einfach mangels Masse, ist es eigendlich untauglich zur Währungsstützung. Das wurde schon damals erkannt, eine ausufernde und an unendlich gehende Verschuldung ist nur mit dem Papiergeld möglich, daß nur durch die Zentralbank / Staat in Form von Zahlungsversprechen gedeckt ist.
Und wollen wir mal das Gold der Deutschen bewerten, wo käme man damit hin ? ca. 3.500 Tonnen eventuell in den USA, ca. die gleiche Menge verteilt hier im Lande, wären zusammen ungefähr 7.000 To. zu einem Marktwert von übern Daumen ca. 155 bis 160 MRD €. Was soll das reißen, wo bereits die bestehende Verschuldung über das zehnfache beträgt ? Ganz zu schweigen vom Rest unserer europäischen Währungsunion. Da dürfte ein Goldstandart nicht mehr sein als ein Witz in der Geschichte. So wird das wohl nichts.
Auch ein Goldverbot wird wohl nicht so ohne weiteres akut werden, warum auch ?
Was allerdings in Anbetracht der steigenden Notierungen vom POG meiner Meinung nach nicht so ganz abwegig erscheint, wäre eine Besteuerung, so wie sie auch bei den Industriemetallen schon gang und gäbe ist, hier dürfte sich zumindest aus staatlicher Sicht ganz bequem und sogar mit Rückhalt in der breiten Bevölkerung ebenfalls die MwSt. mit ihren derzeitigen 19 % einrichten lassen. Ja ich weiß, die Gesetzteslage sagt derzeit was ganz anderes aus, dennoch, Gesetzte können aber in Zeiten der leeren Kassen sehr schnell geändert werden. Selbst eine Begründung wäre einfach; Gold unterliegt der UST, es sei denn, es ist ein hiesiges gesetzliches Zahlungsmittel. Bumm, damit blieben nur noch die paar Halbunzen deutscher Fertigung hier steuerfrei, der Rest bringt dann gut 1/5 Ertrag in unsere leeren Kassen 
Wünsche
...einen goldigen ( da steuerfreien ) Tag
Tut