Letztlich ist es ja so, dass beide Lager hier ihre festen Theorien haben. Da werden seitenlange Abhandlungen geschrieben, gute und weniger gute Argumente ausgetauscht.
Aber am Ende müssen wir doch immer mit Demut dorthin schauen, wo sich alles abspielt, und das ist nicht etwa die graue Theorie, sondern das ist die Realität, das sind die Finanzmärkte in aller Welt.
Und diese Realität und diese Märkte zeigen uns nun nicht nur seit Wochen, nicht nur seit Monaten, sondern nun schon seit über 10 Jahren, dass nicht die Deflationisten Recht haben, sondern die Gegenseite.
Gold fällt nicht, es steigt.
Was helfen da also am Ende all die schönen Theorien von Herrn Hannich oder Herrn Prechter, wenn sich die Märkte und die Realität nicht an ihre Theorien halten wollen? Die Märkte haben nie unrecht, die Menschen oft.
„Ja, aber“, rufen sie dann, „Wie kann das sein? Nach unseren Theorien müsste der Goldpreis längst bei 200$ liegen, aber er liegt bei 1600$ und steigt immer weiter! Was fällt dem Goldpreis ein?"
Ist jetzt da unsere Theorie von der Deflation oder die Realität falsch?
Ich weiss gar nicht, wer von den beiden Lagern Recht hat. Soviel Wissen maße ich mir gar nicht an. Ich lasse mich aber von der Realität überzeugen, und solange Gold nicht bei 200$ liegt sondern immer weiter steigt, bleibe ich gegenüber Herrn Hannich und Herrn Prechter skeptisch. Das kann man einem interessierten Anleger nicht übelnehmen.
Sollten am Ende dann wider Erwarten die Deflationisten doch Recht behalten, Chapeau. Aber selbst dann ist nicht gesagt, dass Gold fallen muss. Auch das lehrt die Geschichte.