Beiträge von Rhöngold

    Sonntags-FAZ 01.01.2006 S.45


    "Gold wird zunehmend als eigene Anlageklasse angesehen. Hedge Fonds wollen dort verstärkt investieren", sagt Mark Augustynak, stellv. Leiter des Edelmetallhandels der Commerzbank in Luxemburg. Die Bedeutung als Inflationsschutz nehme hingegen ab.


    Eigene Anlageklasse ???? Kein Inflationsschutz ???


    Muß man das verstehen ?

    Rückblickend betrachtet bin ich mit meiner Entscheidung bis jetzt voll zufrieden. Vor allem wenn ich sehe , wie die DB mit ihren Immo-Fonds-Kunden umgeht. Auch wenn es direkt nichts mit der DB Immo-Fonds Peinlichkeit zu tun hat habe ich gestern meine Fonds-LV gekündigt. Mir hat niemals jemand deutlich gemacht, dass man einen Fonds einfach von heute auf morgen "zu machen" kann. Zugegebenermassen hab ich auch nie das ganze "Kleingedruckte" der LV gelesen aber man lernt nie aus ;) und ich bedanke mich bei Joe Ackermann für diese Lektion ;)


    Langfristig besteht meine Kapitalbindung nun wie bereits erwähnt aus


    1. Pensionsfonds-Metallrente
    und
    2. Privater :D Edel-Metallrente :D
    und sobald finanzierbar
    3. eigene Immobile ( mit mind. 40-50 % Eigenkapital )


    Die übrigen €´s sind kurzfristig verfügbar angelegt (Tagesgeldkonto + Rentenfonds mit kurzen Laufzeiten) um die eigene Immobile alsbald in Angriff zu nehmen. Okay, den einen oder anderen kleinen Kurfrist-Zock am Aktienmarkt gönne ich mir hin und wieder :D

    Auf N-TV haben gestern 2 "Experten" generell zum Ausstieg aus Immo-Fonds geraten ....




    Fonds-Schließung bedroht Branche


    Beobachter fürchten Massenflucht aus Immobilienfonds anderer Anbieter - Kritik an Deutscher Bank


    von Jan Dams, Jörg Eigendorf und Richard Haimann


    Frankfurt/Main - - Die Schließung des Grundbesitz-Invest der Deutsche Bank Real Estate könnte die gesamte Anlageklasse der offenen Immobilienfonds beschädigen. Erstmals in der mehr als 40jährigen Geschichte dieser Assetklasse drohen Zeichnern der als Witwen- und Waisenpapieren angepriesenen Produkte erhebliche Verluste. In der Branche wird ein Flächenbrand befürchtet. " Geraten Anleger in Panik, könnten bald weitere Fonds geschlossen werden" , heißt es.


    Zu den potentiellen Kandidaten zählen Altfonds, die überwiegend am schwachen deutschen Markt investiert sind. Hohe Leerstandsraten und sinkende Mieten drücken hier auf die Renditen. Seit Anfang 2004 haben Anleger daher fast zwölf Mrd. Euro aus diesen Produkten abgezogen.


    Wie die WELT berichtete, hatte das Institut die Ausgabe von Fondsanteilen eingestellt und eine Neubewertung der über 120 Immobilien des damals 6,1 Mrd. Euro schweren Fonds angekündigt. Anleger gaben danach in Scharen die Anteile zurück. Bereits am Montag flossen 300 Mio. Euro aus dem Fonds. Bis Dienstag mittag wurden weitere 150 Mio. Euro abgezogen. Damit war die gesetzlich vorgeschriebene Liquiditätsschwelle unterschritten. Das Management erwog zwar die Aufnahme von Krediten zur Stützung des Fonds, verwarf diesen Plan dann aber wieder.


    Kommt es nach Schließung des Fonds für die nächsten drei Monate zu einer Panik-Reaktion bei den Anlegern anderer Immobilienfonds steht die Altersvorsorge von Millionen Kleinanlegern auf dem Spiel. Insgesamt haben die Bundesbürger 88 Mrd. Euro in offene Immobilienfonds investiert. Sie bilden damit nach den Aktienfonds die größte Asset-Klasse innerhalb der für Kleinanleger zugänglichen Investmentfonds.


    Manager anderer Fonds sehen die Schuld an der Krise ausschließlich bei der Deutschen Bank. Anleger seien in Scharen aus dem Grundbesitz-Invest gestürmt, weil das Geldinstitut sich geweigert habe, das Produkt zu stützen. Die Weigerung entspringt wohl auch der Furcht, US-Aktionäre könnten mit Sammelklagen bei einer teuren Stützung des Fonds Schadenersatz fordern.


    Entsprechend aufgebracht war die Reaktion der Wettbewerber: " Was die Deutsche Bank hier macht, ist eine Sauerei ersten Ranges gegenüber dem Fondsanlegern" , hieß es. " Die Bank zieht ihren Weg in einer Weise durch, die auf den Finanzplatz keine Rücksicht nimmt." Beobachter werfen der Bank vor, sie würden den Fonds schließen, um die abgewerteten Immobilien später von ihren Investmentbankern verkaufen zu lassen. Private Equity Funds hätten sich mit Investmentbankern der Deutschen Bank bereits über Käufe von Portfolios aus dem Grundbesitz-Invest geeinigt, hieß es in der Branche.


    Im Gegensatz zur Deutschen Bank hatten in der Vergangenheit Allianz, Deka und HypoVereinsbank zugunsten der Anleger gehandelt, als ihre Fonds in Schieflage gerieten. Problemimmobilien wurden aus den Fonds herausgekauft.


    Auch in der Deutschen Bank gibt es Kritik am Verhalten des eigenen Hauses: " Bis vergangenen Freitag war der Vertrieb im Privatkundengeschäft nicht über die Probleme des Grundbesitz-Invest informiert" , sagte ein Mitarbeiter. Das bestätigt eine Meldung für die Mitarbeiter im Intranet: " Für die Beratung im Grund-Invest war bis zum 9.12 die vorhandene Information des Fondsmanagements vom Juli des Jahres maßgeblich. Erst auf Basis der neuen Informationslage seitens des Fondsmanagements, das den Vertrieb am 9.12. abends erreichte, stellte sich die Situation anders dar" , heißt es darin.


    Bankkenner glauben allerdings dieser Darstellung kaum. Denn mit Mittelabflüssen hat der Fonds mittlerweile seit über einem Jahr zu kämpfen. Seit Oktober 2004 hatten Anleger über 1,44 Mrd. Euro aus dem Fonds abgezogen. Erfolglos versuchte die Deutsche Bank, Immobilien zu den aktuellen Verkehrswerten an Investoren zu verkaufen. Nur drei Objekte konnten an die australische Rubicon Trust veräußert werden, nachdem die Gebäude zuvor um neun Prozent abgewertet wurden.


    Artikel erschienen am Mi, 14. Dezember 2005


    © WELT.de 1995 - 2005

    Die Deutsche Bank schließt den offenen Immobilienfonds Grundbesitz Invest ihrer Tochter DB Real Estate. Dies sorgt für Aufregung in der Branche. Immerhin ist dieser Vorgang einmalig in der über 40-jährigen Geschichte der Anlage-Klasse. Ursache seien anhaltende und massive Mittelabflüsse aus diesen Fonds, wie die Tageszeitung "Die Welt" aus Branchenkreisen erfuhr. Der Fondsverband BVI erkundigte sich laut Informationen der FTD, ob weitere Abschreibungen auf Immobilienbestände oder andere böse Überraschungen drohen.

    Meiner Meinung nach hat sich "herrschende Ansicht" im Laufe der Zeit mit dem Glauben an das Sparbuch und den Staat gebildet. Fragt doch bloß im Freundeskreis worauf Geld basiert und warum man seiner Bank einen Kredit zu 2,5 % p.a. gewähren muß während die Bank umgekehrt das x-fache an Zins verlangt :D Die "herrschende Ansicht" abstrahiert nur so ungern :D

    FAZ vom 13.10.05 S. 23


    "...Bei Gold darauf zu warten, daß der physische Markt einmal die Führung übernimmt und die Terminnotierung nachzieht, ist nach herrschender Ansicht nahezu aussichtslos - es sei denn, es träten Umstände wie eine Erschütterung des Weltwährungssystems ein, die eine Flucht ins physische Gold auslösen würden. Gold ist nicht kanpp. Im Gegenteil, allein die "offiziellen" Goldreserven in der Welt, darunter vor allem Goldbestände der Notenbanken, beliefen sich nach Angaben des World Gold Council zuletzt auf 31068 Tonnen. Die soll aber nur knapp ein Viertel des gesamten Bestandes an bereits gefördertem Gold sein ..... "



    Wer wohl die "herrschende Ansicht " vertritt ? Was meint ihr ?

    Breton: Greenspan sieht US-Budget außer Kontrolle


    WASHINGTON (Dow Jones)--Federal-Reserve-Chairman Alan Greenspan glaubt nach Angaben des französischen Finanzministers Thierry Breton, dass das US-Budget außer Kontrolle geraten ist. "Wir haben die Kontrolle über das Budget verloren", habe Greenspan gegenüber Breton in einem bilateralen Treffen am Samstag (Ortszeit) in Washington erklärt, sagte der französische Finanzminister bei einer Pressekonferenz. Das US-Budgetdefizit werde wegen der Kosten des Hurrikans Katrina dieses Jahr sehr viel deutlicher steigen als erwartet, sagte Breton nach dem Treffen mit Greenspan. Vor dem Hurrikan hatte das Weiße Haus ein Budgetdefizit von 333 Mrd USD für 2005 veranschlagt. -Von Luca Di Leo, Dow Jones Newswires; +39 06 6782543; luca.dileo@dowjones.com


    DJG/ank/chv
    .-0-

    Hab am Freitag einen Krügerrand mit 10 Euro Silbermünzen gezahlt. Was für ein Schauspiel in der Zweigstelle der Raff-Eisenbank :D


    Zuerst war ich der Hingucker im Schalterraum als ich nach einer Goldmünze fragte. Und beim Bezahlen mit den Silberlingen flog dann endgültig den Anwesenden das Blech weg. :D

    @gost


    Ich bin noch recht "frisch" beim Gold und hab die ersten Krügerrands zu 340 gekauft. Die Kurssteigerung bis heute hätte ich mir nie erträumt. Nutze das "Metall" auch "nur" zur Altersvorosrge.



    Anderes Investment = Anderes Thema = Interessantes Thema. Gibts dazu schone einen Thread ?

    Menetekel an der Wand
    von Richard Haimann
    Der US-Immobilienmarkt kühlt sich spürbar ab. Die Verkäufe bestehender Eigenheime gehen erstmals seit 2001 deutlich zurück, die Preise steigen nur noch minimal. Die Spekulationsblase könnte bald platzen.


    Dem US-Eigenheimmarkt drohen stürmische Zeiten Streicht nur eine kühle Brise über den heiß gelaufenen US-Eigenheimmarkt, oder nahen die ersten Ausläufer der befürchteten Sturmfront heran, die die Spekulationsblase platzen lassen? Diese Frage stellen sich in den USA derzeit Grundeigentümer, Spekulanten und Bauunternehmer. Anlass ist die jüngste Statistik der National Association of Realtors (NAR). Danach sind im Juli die Verkäufe bestehender Einfamilienhäuser effektiv um 8,2 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig sind die Preise nur noch minimal gestiegen.


    Im Monat zuvor hatte die Statistik des nationalen Maklerverbands noch einen neuen Rekord verkündet: 753.000 bestehende Eigenheime hatten im Juni den Besitzer gewechselt - 85.000 mehr als im Mai. Doch die Juli-Zahlen künden nun von einem Rückgang: Nur 691.000 Einfamilienhäuser fanden einen neuen Eigentümer.


    Erster Rückgang seit Beginn des Immobilienbooms
    Erstmals seit Beginn des Immobilienbooms Ende der 90er Jahre ging auch die so genannte Seasonally Adjusted Annual Rate (SAAR) deutlich zurück. Die um jahreszeitliche Effekte geglättete Quote fiel um 2,6 Prozent. Bei der Berechnung der SAAR werden das im Frühjahr und Herbst deutlich geringere Transaktionsvolumen sowie die übliche Umsatzspitze im Dezember berücksichtigt. Alljährlich schlagen zahlreiche Käufer kurz vor Silvester zu, um Steuerabschreibungen noch im alten Jahr realisieren zu können.


    Doch nicht nur das Transaktionsvolumen ist im Juli zurückgegangen. Auch der Preisanstieg hat sich drastisch verlangsamt. Effektiv verteuerte sich das durchschnittliche Eigenheim im Juli nur noch um 1000 $ oder 0,04 Prozent auf 267.000$. Im Juni hatte der Durchschnittspreis noch um 9000 $ oder 3,5 Prozent zugelegt. Seit 2001 sind die Preise je nach Region um 80 bis 150 Prozent gestiegen.


    Besonders große Verkaufsverluste im Westen der USA


    Im Rückwärtsgang: US-Hausverkäufe
    Für Branchenkenner kommt diese Entwicklung nicht unerwartet. "Die große Anzahl von Neubauten musste früher oder später den Druck aus den gewaltigen Preisanstiegen nehmen", meint NAR-Präsident Al Mansell. Besonders drastisch gingen die Verkaufszahlen in den westlichen Bundesstaaten der USA zurück. Dort hatten seit Mitte vergangenen Jahres Spekulanten in großem Umfang Häuser bauen lassen, um sie binnen Monaten mit deutlichen Preisaufschlägen weiterzuveräußern. Effektiv betrug das Minus im Juli 13,2 Prozent. Die SAAR fiel um 7,5 Prozent. Die NAR legt erst Ende September ihre Daten über die weitere Entwicklung im August vor. Doch die National Association of Home Builders (NAHB), der Verband der Bauunternehmen, hat in den ersten beiden Augustwochen bereits einen leichten Rückgang bei Bauanträgen registriert.


    AHB-Chefökonom David Seiders stimmt die Börse schon vorsichtig auf eine mögliche Trendwende ein. Sowohl bei Neubauten als auch bei Verkäufen existierender Eigenheime seien die Umsätze zuletzt überdurchschnittlich hoch gewesen. Seiders: "Langfristig sind diese Volumina nicht zu halten." Ebenso wenig wie die bisherigen Wertsteigerungen. "Der Preisanstieg wird weiter abflachen", sagt Seiders.


    Appell an Greenspan
    Die Frage ist, wie die Banken reagieren, sollten die Preise gar fallen. Seit 2001 haben die US-Grundeigentümer wegen des Wertzuwachses immer höhere Hypotheken auf ihre Häuser aufgenommen. Zuletzt wurden 90 Prozent aller Käufe ohne Eigenkapital getätigt. Dass es um die Sicherheit der Hypotheken nicht gut bestellt ist, hat die US-Finanzindustrie gerade in den von Hurrikan "Katrina" verwüsteten Südstaaten erfahren. Viele Grundeigentümer, deren Häuser zerstört wurden, hatten keine ausreichende Gebäudeversicherung abgeschlossen und sind nun zahlungsunfähig. Kredite von mehr als 400 Mio. $ gelten schon jetzt als verloren.


    Experten erwarten, dass die Banken schnell Nachschüsse von Darlehensnehmern fordern würden, sollten die Preise deutlich nachgeben. Wer das Geld nicht aufbringen kann, müsste sein Haus verkaufen oder zwangsversteigern lassen. Dies könnte zu einem drastischen Preisverfall führen. Die NAHB richtete bereits einen versteckten Appell an Fed-Chef Alan Greenspan, vorerst auf weitere Zinsanhebungen zu verzichten. "Die deutlichen Wertsteigerungen der Eigenheime", schreibt Seiders, "haben Vermögen und Konsumkraft jener 70 Prozent der US-Haushalte deutlich gesteigert, die im Eigentum leben." Platzt die Blase, so die unausgesprochene Warnung, würde die Kaufkraft der Verbraucher deutlich zurückgehen. Das würde die Gefahr einer Rezession heraufbeschwören.


    Aus der FTD vom 15.09.2005
    © 2005 Financial Times Deutschland, © Illustration: Bloomberg,