Beiträge von Rhöngold

    Zitat

    Original von btrend
    Sicher kommt die Inflation (begleitet durch höhere Zinsniveaus), doch der Höhepunkt wird erst in den Jahren 2010-2012 sein.


    Gruss Btrend



    In welchem Ausmaß erwartest Du den Höhepunkt der Inflation ?

    Das kommt doch auf deine Ansprüche im Alter und die Zukunft der nächsten 20-30 Jahre an, die keiner kennt.
    Ich setzte auf Riester-AV, Edelmetalle und mittelfristig eigene 4 Wände. Flankierend wird as ganze mit Kursgewinnen aus Aktientrades aufgestockt.

    Meinen die das wirklich ernst ??????



    "....Es gibt es aber auch Experten, die den Goldpreisverfall gerade als Beleg dafür sehen, dass Gold seine Funktion als "sicherer Hafen" durchaus erfüllt. "Die Investoren verkaufen Gold, um in turbulenten Zeiten über genügend Liquidität zu verfügen", sagte Rhona O'Connell, die für das Beratungshaus GFMS Analytics arbeitet. "Mit den Erlösen können die Anleger die für Aktiengeschäfte fälligen Sicherheitsleistungen an den Terminmärkten finanzieren", sagte O'Connell weiter...." ?

    Wayne


    Den perfekten Zeitpunkt zum Einstieg zu erwischen ist utopisch. Auch wenn hier so mancher angeblich immer zum Tiefstkurs kauft und zum Höchstkurs verkauft. ;)


    In Abhängigkeit von der Höhe deines zu "vergoldenden" Betrages kauf in Tranchen. So mache ich es. Ist eigentlich nix anderes als ein Sparplan um cost-average-effekte zu erzielen.

    Zitat

    Original von Jungspund
    Ich zähl grade mal zwei Jahrzehnte, mein Zeitplan für meine Altersvorsorge ist also doch eher recht geräumig und mit noch viel Luft nach hinten. Nun habe ich grade so an die zweitausend Tacken auf der hohen Kante, die ich zusätzlich zu meinen allmonatlich anfallenden Fondssparplänen anlegen möchte.


    In deinem Alter solltest Du die 2000 Euronen meiner Meinung nach nicht langfristig binden wenn das dein gesamtes Erspartes ist. Es sei denn es handelt sich wirklich im "überflüssiges" Geld. Es ist wohl wahrscheinlicher das mittelfristig dein Auto, der PC etc. etc. kaputt geht und ersetzt werden muß als das Währungssystem ;)


    Ich mach es mit dem Gold wie mit einem Sparplan, d.h. regelmäßige Beiträge in die physische Anlage ( z.B. 1 Krügerrand im Quartal ) und ein Schließfach benötigt man dazu am Anfang auch nicht.

    Die Frage was "nach" einem Investment kommt setzt doch zuerst einmal ein Ziel des Investments voraus und ist völlig unabhängig von der Anlageklasse, oder ? Wer glaubt im "GAU" ungeschoren davonzukommen ? Da erwischt es IMO jeden. Den einen mehr , den anderen weniger.


    Ich besitze Gold als Diversifizierung zur Altersvorsorge und als krisenfeste Reservewährung um liquide zu sein. Da brauch ich nicht großartig Kurse zu verfolgen. Das "Zeug" wird nur angepackt wenn es ans Eingemachte geht und solange das nicht der Fall ist .... ist doch alles in Butter, d.h. Gesundheit, Freunde, Familie, warme Mahlzeiten, Dach überm Kopf, Einkommen in der jeweils gültigen Währung.

    mexx


    Der Generationenvertrag ( Jung für Alt ) läßt sich durch keine Krise weginflationieren. Daher wird es immer eine "Grundrente" in der jeweiligen Währung/Kaufkraft für die Alten geben. Das - und nur das - ist an der gesetzlichen Rente sicher. Nobi Blüm hätte seine Aussage dahingehend präzisieren sollen als er posaunte "Die Rente ist sicher".

    Weil keiner auf diesem Planeten die Weisheit mit Löffeln gegessen hat denke ich dass an Diversifizierung kein Weg vorbei führt, d.h. im Idealfall - und für mich genau in dieser Reihenfolge -


    1. eigene Immobile ( max. Eigenkapitalleistung und monatliche Raten nicht besonders höher als die ortsübliche Miete)


    2. Gold/Silber


    3. Gesetzliche Rente ( macht im Alter den Kühlschrank voll, mehr aber nicht )


    4. Private/Betriebliche AV (ggfs. ist ein Aktienfondsprodukt, bei dem man die Fonds als Sondervermögen verwaltet bekommt sinnvoller falls die Versicherungsgesellschaft Konkurs geht)


    100 % in eine der o.g. Anlageformen zu investieren wäre mir zu riskant.

    Sozialversicherungssysteme am Beispiel der "Reichen"steuer leicht erklärt :D


    Es waren einmal 10 Männer, die jeden Tag miteinander zum Essen gingen und die Rechnung für alle zusammen betrug jeden Tag genau 100,00 Euro.


    Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern und das sah ungefähr so aus:


    Vier Gäste (die Ärmsten) zahlten nichts.
    Der Fünfte zahlte 1 Euro.
    Der Sechste 3 Euro.
    Der Siebte 7 Euro.
    Der Achte 12 Euro.
    Der Neunte 18 Euro.
    Der Zehnte (der Reichste) zahlte 59 Euro.


    Das ging eine ganze Zeitlang gut.
    Jeden Tag kamen sie zum Essen und alle waren zufrieden.
    Bis - der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte in dem er vorschlug, den Preis für das Essen um 20 Euro zu reduzieren.
    "Weil Sie alle so gute Gäste sind!" Wie nett von ihm!
    Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 80 Euro, aber die Gruppe wollte unbedingt beibehalten so zu bezahlen, wie wir besteuert werden.
    Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos.
    Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus?
    Wie konnten sie die 20 Euro Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte?
    Die sechs stellten schnell fest, dass 20 Euro geteilt durch sechs Zahler 3,33 Euro ergibt.
    Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen.
    Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte wie er insgesamt beisteuere.
    Er setzte sich also hin und begann das für seine Gäste auszurechnen.


    Heraus kam folgendes:
    Der Fünfte Gast, ebenso wie die ersten vier, zahlte ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis).
    Der Sechste zahlte 2 Euro statt 3 Euro (33% Ersparnis).
    Der Siebte zahlte 5 statt 7 Euro (28% Ersparnis).
    Der Achte zahlte 9 statt 12 Euro (25%Ersparnis).
    Der Neunte zahlte 14 statt 18 Euro (22% Ersparnis).
    Und der Zehnte (der Reichste) zahlte 50 statt 59 Euro (15% Ersparnis).
    Jeder der sechs kam günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen immer noch kostenlos.


    Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal wie sie dachten.
    "Ich hab' nur 1 Euro von den 20 Euro bekommen!" sagte der sechste Gast
    und zeigte auf den zehnten Gast, den Reichen. "Aber er kriegt 9 Euro!" "Stimmt!" rief der Fünfte.
    "Ich hab' nur 1 Euro gespart und er spart sich neunmal so viel wie ich."
    "Wie wahr!!" rief der Siebte. "Warum kriegt er 9 Euro zurück und ich nur 2?
    Alles kriegen mal wieder die Reichen!"


    "Moment mal," riefen da die ersten vier aus einem Munde. "Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!!" Und wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Zehnten los und verprügelten ihn.


    Am nächsten Abend tauchte der zehnte Gast nicht zum Essen auf. Also setzten die übrigen 9 sich zusammen und aßen ohne ihn. Aber als es an der Zeit war die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest: Alle zusammen hatten nicht genügend Geld um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können! Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute. :D

    Die Argumentation baut darauf auf, dass die Europ. Zentralbank nur auf dem Papier unabhängig sei und die Niedrigzinsen im Interesse der Länder so lange wie möglich niedrig gehalten werden. Staatsschulden im derzeitigen Umfang sind nur noch mit Mini-Zinsen tragbar. Erst wenn es in den Statistiken sichtbar wird, dass immer mehr Leute mit kurzfristigem Fremdkapital langfristige Objekte finanzieren, um an der Inflation zu verdienen ist die Zeit der niedrigen Zinsen vorbei (in ca. 4-5 Jahren).

    FAZ am Sonntag 29.1.06 S. 43, Interview mit Johannes Führ, Vermögensverwalter,


    "Ein Euro ist nur noch soviel wert wie eine D-Mark"
    "Niedrige Zinsen - noch viele Jahre lang"
    "Wenn Sie als junger Mensch 10.000 Euro haben, sollten Sie drei Monate durch die Welt reisen. Wenn Sie 30.000 bis 100.000 Euro besitzen kaufen Sie sich ein Haus das Sie so schnell wie möglich abbezahlen .... Wenn Sie wirklich zu Geld kommen wollen verdienen Sie das nicht als Angestellter oder an der Börse". Das geht nur durch Sparen oder als Unternehmer."



    Mit dem Angestelltenverhältnis gebe ich ihm Recht. Aber Geld verdient man an der Börse ;) Auch sonst hat das Interview einige interessante Stellen zur Entwicklung von statistischer und gefühlter Inflation sowie die Entwicklung der Staatsverschuldung ....

    Zitat

    Original von mesodor39


    Da wirst Du Dich aber noch wundern wie evtl. auch Du bald in langfristige Sparverträge per gesetzlicher Vorgabe sparen wirst. Riester & Co wird meiner Meinung nach Pflicht.

    Man muß den Erwerb und Verkauf nur umständlich gestalten, d.h.


    hohe Differenz zwischen An- und Verkaufskurs
    Bürokratie, Wartezeiten bei der Bestellung
    Schlechtreden der Goldanlage weil man Bausparverträge und LV´s per verkaufen muß (Klassiker: "Gold bringt keine Zinsen und verursacht Schliessfachgebühren" das Argument zieht bestimmt bei 90 % der Kunden)
    oder den Verkauf einfach ganz einstellen.


    So benötigt man gar kein Verbot des Goldbesitzes weil der Großteil der Bevölkerung keines besitzt. ;)

    Sonntags-FAZ 01.01.2006 S.45


    "Gold wird zunehmend als eigene ?( Anlageklasse ?( angesehen. Hedge Fonds wollen dort verstärkt investieren", sagt Mark Augustynak, stellv. Leiter des Edelmetallhandels der Commerzbank in Luxemburg. Die Bedeutung als Inflationsschutz nehme hingegen ab.



    Was meint der Coba-Knecht mit "eigene Anlageklasse" ? Kann das jemand deuten ? ?(

    Sonntags-FAZ 01.01.2006 S.45


    "Gold wird zunehmend als eigene Anlageklasse angesehen. Hedge Fonds wollen dort verstärkt investieren", sagt Mark Augustynak, stellv. Leiter des Edelmetallhandels der Commerzbank in Luxemburg. Die Bedeutung als Inflationsschutz nehme hingegen ab.


    Eigene Anlageklasse ???? Kein Inflationsschutz ???


    Muß man das verstehen ?

    Rückblickend betrachtet bin ich mit meiner Entscheidung bis jetzt voll zufrieden. Vor allem wenn ich sehe , wie die DB mit ihren Immo-Fonds-Kunden umgeht. Auch wenn es direkt nichts mit der DB Immo-Fonds Peinlichkeit zu tun hat habe ich gestern meine Fonds-LV gekündigt. Mir hat niemals jemand deutlich gemacht, dass man einen Fonds einfach von heute auf morgen "zu machen" kann. Zugegebenermassen hab ich auch nie das ganze "Kleingedruckte" der LV gelesen aber man lernt nie aus ;) und ich bedanke mich bei Joe Ackermann für diese Lektion ;)


    Langfristig besteht meine Kapitalbindung nun wie bereits erwähnt aus


    1. Pensionsfonds-Metallrente
    und
    2. Privater :D Edel-Metallrente :D
    und sobald finanzierbar
    3. eigene Immobile ( mit mind. 40-50 % Eigenkapital )


    Die übrigen €´s sind kurzfristig verfügbar angelegt (Tagesgeldkonto + Rentenfonds mit kurzen Laufzeiten) um die eigene Immobile alsbald in Angriff zu nehmen. Okay, den einen oder anderen kleinen Kurfrist-Zock am Aktienmarkt gönne ich mir hin und wieder :D