Da bin ich bei Dir. Bilanzverlängerung und (In)haftungnahme immer grösserer Objekte (Banken, Länder, ESM's, Währungsunionen) sind nötig, um die Kreditspirale vor der Implosion zu retten. Genau das passiert seit Jahrzehnten, deswegen sind Private, Unternehmen und Staaten so tief verschuldet. Und ja das geht so nicht weiter >> ad infinitum <<. Es ist aber falsch daraus zu schliessen, das ganze System müsste gegen den Gläubiger crashen, wenn der Ultimo-Hombre, der Gläubiger letzter Instanz, Last Man Standing, die Notenbank ist. Gegen WEN hat eine Notenbank noch eine Forderung? Sicher nicht gegen einen Gläubiger oder Gold, nur gegen das Vertrauen derjenigen, die gesetzlich verpflichtet sind dieses Zahlungsmittel zu benutzen. Und die Macht "uns Schafen" dies auf obdruieren obliegt dem Staat.
Fazit: Solange 90% der Bevölkerung keine Ahnung von Geldschöpfung haben und glauben Geld hätte einen echten Wert, in dieses Vertrauen (und Sparen), es fleissig benutzen und alles tun, um mehr davon zu bekommen (im Hamsterrad rotieren), also nicht rebelieren gegen das System -- solange wird dieses FIAT-System ewig weiterbestehen. Das hat nichts mit mathematischen, ökonomischen Theorien zu tun. Es ist Massenpsychologie. Wenn es nicht so wäre, alle wüssten worüber wir uns fast täglich auslassen: Wir hätten morgen die Rebellion auf der Strasse.
Die internationale Abwertungsolympiade der Papiergeldwährungen ist bereits Thema im Main-Stream. Gut oder schlecht? Ich weiss es nicht. Spätestens wenn Panik ausbricht könnte beides passieren: Leute flüchten ins Cash und heben alles Geld von der Bank ab (Panik-Gruppe A: Hat 50% des FIAT-/Giralgeldwesens verstanden). Der Rest wird Schachwerte wie Gold kaufen (die haben 100% verstanden, weil Geld = Luft = Papier = NIX). Letzteres gilt i.b. bei einer Panik.
Vor ziemlich einem Jahr habe ich fast 50% meines EM's an jemanden hier im GSF verkauft. Da waren wir nahe eines ATH in EURO. Natürlich habe ich die Knete nicht bei 1,5% auf Tagesgeld gebunkert und bin sofort in Aktien. Seither ca. 40-150% plus. Jetzt steige ich aus, weil Aktien vollkommen überbewertet sind. Die können noch weiter steigen, aber solange ich im "Aktionär" Finanzaffen von DAX 10.000 faseln höre, werde ich immer short gehen. Selbst wenn meine im Schnitt 70% Plus in einem Jahr ein Glücksfall war, und dasselbe auf meine EM-Investitionen in den Jahren 2006-2012 zutrifft.... bei einer offiziellen Inflationsrate von 2-3% (real: 4) und Mini-Zinsen deutlich darunter (1-1,5% NACH Abmelkungssteuer) -- egal auch wenn die Delflation noch kommen möge: Wie kann man nachhaltig, ernsthaft in solchen Zeiten von QE, Banken-, Staatenrettung, Schuldenobergrenzendauererhöhungen, Abwertungswettbewerben aller FIAT-Währungen (JPN, USD, GBP, EUR, CHF, ...) noch in CASH investieren, OHNE Kaufkraft aktiv zu vernichten??? Kann mir das mal einer erklären?
Nun gut, es gibt die theoretische die 0,1%ige Super-Chance DEN deflatorischen Crash exakt zu erwischen und [sofort] max. optimiert genau dann mit Cash >>All-In << zu gehen, für die max. Performance. Politische/juristische Inverventionen, die solche extremen "Profiteuren" der Krise Probleme bereiten können (SPD?), in Form von unerwarteten Abgaben... OK das führt zu weit... wird aber in irgendeiner Form so kommen, ganz sicher X)