Deflationator
Ich hab das auch mal anders gesehen, gebe Dir nunmehr in fast allen Punkten recht. Finger weg von Immos. Derzeit sucht viel billiges Geld bei Nullzinz nach sicherer Rendite. Sogar Griechen kaufen Immos in Berlin. Preise total überteuert. Alle wollen Sicherheit, aber keine blickt in die Zukunft. Jetzt sind Immos der Runner, aber schon bald wird das anders sein.
Durch das billige Geld wird überall gebaut wie wild. Ich weiss nicht wie das bei Euch so ist aber hier in der Region Stuttgart schiessen überall neue Immos in den Himmel. Die Immo-Bau-Blase ist in Deutschland angekommen, bestätigen auch Ökonomen. Was das für die Mietzinz-Rendite und Immo-Preise für die Zukunft bedeutet sollte klar sein. Vom Risiko eines Lasten-2-Finanzausgleiches + saftigen Grundsteuererhöhungen mal abgesehen.
Aber da redet man gegen eine Wand. Ist auch nachvollziehbar, wer will schon erkennen müssen, dass seine grosse Investition in sicheres Betongold auf Treibsand gebaut ist, und eine Fehlentscheidung war. Ich wohn lieber zu Miete und mache 6-9% in Stocks. Und wenn's Dach kaputt ist oder Dämmvorschriften eine Sanierung erzwingen - ruf ich den Vermieter an. Oder wenn wie mir konkret passiert, neben meiner Wg. die Wiese zu einer Fabrik umgebaut wird - zieh ich einfach um.
Mal abgesehen dass sich beim Immo-Kauf noch viele Schmarozer die Taschen mit füllen (Markler, Notar, Staat), fallen beim Vererben wieder Kosten an. Wenn's ganz blöd läuft wie bei einem Kumpel von mir, wird erst die Immo der Mutter für Pflegeheim-Kosten verramscht. Dann wird der Lohn des Sohnes bis zum Existenzminimum abgegriffen, und am Ende bleibt nichts. Ein paar Kilo Gold im Boden sind da sicher vor den gierigen Zugriffen des Verschwendungsstaates.
Ich wüsste nicht einen Grund der für eine Immo spräche. Es sei denn man ist super-dämlich und nicht im Stande die lächerlichen 4-5% Mietzins (abzgl. Grundsteuer, Instandhaltungskosten etc. -> Rendite 1-2%
anderweitig zu erzielen...
Ja die Wahrheit ist manchmal grausam.