Beiträge von goldmob

    bei den gewerbeimmos passiert folgendes:
    vor einigen jahren haben die banken riesige portfolien problemimmos an investoren verkauft. finanziert wurde das ganze über kredite der banken. die kredite haben großenteils laufzeiten von 5 jahren, weil eigentlich geplant war, die immos innerhalb dieser zeit wieder zu versilbern. dummerweise laufen die kredite großenteils in 2011/2012 aus. bis dahin müssen derzeit teils saftige leerstände verkraftet werden. da ist es oft nicht mehr weit bis zu problemen mit der zahlung von zins und tilgung. um leerstände zu vermeiden, werden zur zeit weniger mietreduzierungen als "mietfreie zeit" vereinbart. im ergebnis natürlich das gleiche. nach und nach laufen jetzt mietverträge aus, die nicht mehr zu den alten konditionen verlängert werden können. spätestens in zwei jahren haben die banken ein mega-problem. kredite verlängern geht zu den konditionen bei der immolage definitiv nach heutiger lage nicht. und um die alten schrottimmos wieder in eigene hände zu nehmen, fehlt den banken komplett das personel, weil große abteilungen bei den banken eben gerade aufgrund des verkaufs geschlossen wurden. die haben also nicht mal das know-how, um die immos dann ordentlich abzuwickeln.
    das wird ein blutbad. :whistling:

    Eben nicht mehr, zumindest hier in den USA. Die Aenderung der Bilanzierungsregeln betrifft alle Banken, nicht nur die grossen. Wenn ein Haus zurueck an die Bank geht, weil ein Kredit geplatzt ist, geht das Haus neuerdings zu einem fiktiven Preis in die Buecher der Bank ein. Die Haeuser sind aber zu diesem Preis am Markt niemals verkaeuflich. Ich kenne so etliche Beispiele in meiner Gegend, die sogar im Grundbuchamt online ganz leicht nachpruefbar sind. Der Rueckkaufpreis der Bank aus einem Foreclosure (Zwangsraeumung, weil der Kredit geplatzt ist), ist einsehbar. Das Haus ist aber zu dem Preis niemals verkaeuflich, die Bank laesst es leerstehen und verfallen, weil ein Verkauf zu Marktpreisen einen Verlust bescheren wuerde (es muesste dann zum Marktpreis bilanziert werden). Zahlreiche Aenderungen in den Regeln erlauben aber das Bilanzieren solcher Geisterhaeuser zu irrwitzigen Werten in den Buechern.

    häuser sind ja auch assets.
    ich meinte eigentlich eher konsumentenkredite und unternehmenskredite von insolventen unternehmen.

    banken mit echtem bankengeschäft, also kreditgeschäft, müssen geplatzte kredite natürlich ausbuchen, daran führt kein weg vorbei. das betrifft die meisten banken. die können auf der anderen seite natürlich ihre assets verschönern und damit das schlimmste verhindern.
    dann gibts natürlich auch noch goldman und merril lynch. die haben weniger kreditgeschäft mit verbrauchern und wirtschaft und mehr assets. das ergebnis ist klar.

    du missverstehst. ich habe zwei (für mich) größere physische positionen geordert.


    edit: alles andere wäre ja auch keine investition sondern eine spekulation. ;)


    papierspekulatius fass ich zur zeit nicht an. ich habe nämlich derzeit überhaupt kein bauchgefühl dafür, wann die nächste katastrophennachricht kommt und das halte ich für die einzig entscheidende frage in diesen tagen. ob ich dann die unze zu 680,- oder zu 740,- gekauft habe, ist für mich letztlich nicht wirklich entscheidend. aber noch sitze auch ich auf einer größeren summe cash.

    wassergeist, du darfst ruhig annehmen, dass ich mit meinen zahlen der letzten wochen mehr glück als verstand hatte. jedenfalls habe ich selbst mit keinem cent gewettet und werde das auch in zukunft nicht tun. den einzigen nutzen den ich davon hatte, waren zwei verhältnismäßig große einzelinvests in den letzten wochen jeweils maximal eine stunde vor einer 15$-ralley im goldpreis. aber in euro gerechnet sind das eben auch nur peanuts.


    wenn es dich interessiert kann ich aber gleich mal fragen, was der goldpreis die nächsten tage so macht, wenn ben nach hause kommt. 8)

    wir hatten fast zwei wochen lang ununterbrochen tag für tag neue rekordschlusskurse. ein einzener tag mit einem überschaubaren minus ist für mich allenfalls das zeichen dafür, dass wir noch nicht in den letzten zügen der ralley liegen.in der gegend um 1046 scheintsich ein widerstand nach unten zu bilden. wohlgemerkt ein wert, der vor wenigen tagen noch eine rekordmarke darstellte! gestern noch rekord, heute schon unterstützung...
    bislang sehe ich noch keinen bruch des aufwärtstrends, zumal die musik nach wie vor fast ausschließlich im dollar spielt. in euro tut sich wenig bis nichts.
    ein rücksetzer kommt aber bestimmt noch mal, denn offenbar haben viele nach dem neuen ath auf eine sofortige kursexplosion gewartet. die konnte aber kaum stattfinden, da im gold derzeit nach wie vor nur diejenigen mitspielen, die ohnehin positioniert sind. gold wird erst abgehen, wenn es neue katastrophen-fundamentals gibt, denn nur das treibt neue investoren in den markt. bis dahin dümpelt der kurs und steigt allenfalls gemächlich, was aber meiner meinung nach maximal bis 1080 trägt. die hatte ich ja eigentlich schon anfang der woche erwartet. ;)

    dann bleibt nur die Frage, was man macht, wenn man NORMALERWEISE gutes Leitungswasser hat - also kein Mineralwasser braucht - und nur für den Notfall ein wenig trinkbares Nass bevorraten will :hae:

    wasser hält sich etwa ein jahr. (mhd liegt bei ca. einem dreiviertel jahr)
    1,5 l kosten 0,19 €.
    ich denke, da lässt sich etwas machen.
    außerdem reicht ein kleiner vorrat, da es in deutschland relativ regelmäßig regnet.

    das maximum, dass gold erreichen kann, ist die rückgewinnung der monetären funktion. dann bekommt das verfügbare gold einen wert etwa in höhe der weltweit in umlauf befindlichen währungen. deshalb gibts auch keine blase, denn genau dahin und nicht weiter wird gold den weg gehen. auf dem weg dahin wird gold aber möglicherweise 10.000 geldeinheiten, 100.000 geldeinheiten und auch 100.000.000 geldeinheiten kosten. das zeigt dann aber nur die wertlosigkiet von papiergeld an und geht einher mit wareninflation in gleicher höhe.

    die briten sind uns mal wieder 75 jahre hinterher. :thumbup:

    Sie werden es real, denn der Preis ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. Wenn es 300 Mio. US-Konsumenten weniger gibt, die 25% des Angebots verfressen (die USA haben kaum ausl. Währungsreserven!) wirkt sich das sehr real auf die Preise aus.

    jajaja. laberrhabarber.
    was glaubst du, warum sich die amis mit den chinesen so in die wolle bekommen haben, weil die chinesen einfach ihre währung nicht aufwerten lassen wollten? rischtisch, die sind alle einfach zu blöd für deine genialen überlegungen und kapieren einfach nciht, dass beispielsweise deutschland ganz gut von heute auf morgen auf 100 mrd. euro exporte in die usa verzichten könnte. und natürlich auch auf die weiteren 100 mrd. euro exporte in den rest der welt, die dann durch amerikanische billig-exporte ersetzt würden.
    ein dollarkollaps macht rohstoffe teils günstiger, natürlich. um den preis eines wirtschaftskollaps weltweit. wenn der dollar sich verabschiedet, dann kannst du alle anderen währungen gleichzeitig vergessen. wenn die stärkste fiat-währung kollabiert und wir mal annehmen, dass fiat-money auf vertrauen basiert, was passiert mit allen fiat-währungen, wenn der dollar einen totalkollaps hinlegt? dieses ganze kack-system hängt am dollar. ob uns das passt oder nicht.

    Wen interessiert denn, ob der Dollar billiger wird? Mich interessieren WAREN! Dollars kann man nicht essen oder Motoren damit antreiben.

    diese waren werden aber auch nicht teurer, wenn man alle währungen gleichzeitig abwertet. sie werden es höchstens nominal aber nicht real.

    Die Export-Wirtschaft vielleicht. Aber der gemeine Deutsche lebt von billigen Bananen, Batterien, Holz, Marmor etc. Und warum kriegt er DAS so billig?

    der gemeine deutsche bekommt woher noch mal das geld für diese billigwaren?


    achja, vom amt. :wall:


    edit: jetzt wo der dollar fällt, werden bananen und marmor natürlich nochmal günstiger. nee, ist klar.

    Warum sollten die anderen Länder ihre Währungen abwerten nur um die US-Pleitegeier im künstl. Koma zu halten? Das ist doch absoluter Wahnwitz! Wenn ihre Währungen gegenüber dem Dollar aufwerten steigert das doch ihre eigene Kaufkraft und damit den Lebensstandard und dann gleich nochmal um ein Vielfaches weil die Amis ja mit ihrem Konsum auf Pump auch die Nachfrage und damit die Weltmarktpreise künstlich angehoben hatten. Wenn man z.B. bedenkt dass allein die USA 1/4 des weltweiten Benzinvernbrauchs geschluckt haben...
    Deswegen verstehe ich auch das Gelaber um Deflation, Umsatzeinruch usw. nicht...wenn die anderen Währungen aufwerten wird neues Nachfragepotzenial freigesetzt und der Wegfall der US-Konsumenten kompensiert. So lange für den Moloch aber weiter abgewertet wird ändert sich freilich nix.


    Die Schwäche des Dollars ist kein Probelm - der Dollar selbst ist das Problem!

    es würde nur die kaufkraft von dollar-waren erhöhen. was genau sollen die usa uns denn liefern?