Beiträge von goldmob

    interessantes interview. vor allem deshalb, weil er gar nicht die gestellten fragen beantwortet sondern von sich aus die richtig brisanten dinge anpackt. der wollte unbedingt mal etwas loswerden.


    schön auch, dass er dänemark zu den stabilitätsländern der euro-zone rechnet. [smilie_happy]

    die euronoten werden euros bleiben müssen, wenn nicht die euro-zone als ganzes eine währungsreform durchführt, denn man wird nicht zwischen den guthaben deutscher staatsbürger im euro-ausland/nicht-euro-ausland, den guthaben von euro-ausländern/nicht-euro-ausländern in deutschland etc. unterscheiden können, ohne damit gewaltige verfassungsrechtliche probleme zu bekommen.


    es bleibt eigentlich nur die einführung einer neuen währung ohne umwandlung bestehender guthaben.


    abgesehen davon wäre ein einfacher aufdruck viel zu leicht zu fälschen. es würden sofort massenhaft "ausländische" euro-noten mit aufdrucken versehen werden.

    den amis wird die aussichtslosigkeit der lage auch klar sein. an deren stelle käme es mir nur darauf an, dass der crash nicht in den usa ausgelöst wird. man darf den imageschaden für die nächsten jahrzehnte nicht unterschätzen, wenn die krise als us-zusammenbruch in die geschichte eingeht. besser ist es doch, die krise nennt sich später das "deutsche bank-desaster" oder "spanische grippe".

    der geithner kann nur froh sein, dass sich seit anfang des jahres die "große chance" griechenland für die amis aufgetan hat. inzwischen können sie wieder einige ihre bonds verkaufen und müssen nicht mehr alles selber kaufen........ hätten sich die blicke statt nach griechenland im januar in die usa gerichtet, dann wären sie vermutlich bereits bankrott......... immerhin sind dort ja verschiedene staaten bereits soweit, dass sie keine renten mehr zahlen können.


    und dieser ........(ich weiß gar nicht, wie ich ihn nennen soll)..... will jetzt in europa wirtschaftshilfe geben??????
    ich würde sagen, dass die wirtschaftshilfe, die obama merkel hat zukommen lassen, bereits vollkommen ausreichenden schaden hinterlassen hat.


    aber was solls, solange es den usa zugute kommt...... und das in mehrerlei hinsicht, man kann so die schuld an dem deseaster auch noch den europäern in die schuhe schieben. und mister jedermann und frau howdoyoudo haben sicherlich immer noch nicht begriffen, woher die gesamte krise kommt. woher denn auch? in den zeitungen können sie ja nichts darüber lesen.

    man kann es geithner nicht übelnehmen. der macht seinen job doch gut. ich würde mir nur wünschen, dass frau merkel einen adäquaten konter parat hätte.

    die frage von deflation/inflation wurde hier natürlich schon 1000 mal durchdiskutiert.


    würde man an die sache streng marktwirtschaftlich herangehen, wäre eine deflation absolut unausweichlich. die aufgebauten schuldversprechen müssten erst wieder abgebaut werden, bevor das vertrauen zurückkehrt.


    klar ist auch, dass der markt in seiner reinen form sicher nicht zum zuge kommt, weil die politik den dann unausweichlichen totalzusammenbruch nicht zulassen wird. also steuert man derzeit vorsichtig gegen die deflation. das führt dazu, dass nach und nach private schuldversprechen in staatliche schuldversprechen umgewandelt werden. genau genommen sind wir sogar schon etwas weiter, denn der staat hat ja nicht nur bankschulden übernommen oder bürgt wie in den usa für hauskäufer sondern inzwischen bürgt der deutsche staat auch für andere staaten. um exakt zu sein, muss man also sagen, dass starke schuldner die schulden schwacher schuldner übernehmen. das führt dazu, dass die schulden der schwachen schuldner nicht ausgebucht werden müssen und verhindert so die vernichtung von geld (kredit=geld), was wiederum deflationäre auswirkungen hätte. deflationäre auswirkungen verstärken sich selbst und sind deshalb nicht zu gebrauchen. gleichzeitig wird die bonität der starken schuldner angekratzt. in europa wird bereits wieder über sparen nachgedacht. sparen wäre deflationär. geithner attackiert die europäer daher aus verständlichen gründen wegen dieses sparwillens und mcht bislang noch das gegenteil, er weitet das us-staatsdefizit aus. so viel zum ist-zustand.


    ich halte eins für sehr unwahrscheinlich: das japanische szenario. die japaner haben sich verschuldet, konnten aber dank eines erheblichen exportüberschusses geld ins land holen, sodass dieses defizit durch inländische vermögen "gedeckt" ist.


    jetzt haben wir eine weltweite wirtschaftskrise. wohin soll die welt exportieren, um die nötigen steigenden staatsdefizite durch exportüberschüsse zu decken? es geht nicht. deshalb muss letztlich die deflation kommen. selbst wenn kurzfristig inflationiert würde, würden die gläubiger jedem staat dieser welt auf absehbare zeit den hahn zudrehen. dann bleibt letztlich wieder nur der weg in die deflation mit dann gestiegener fallhöhe.


    es gibt daraus nur einen ausweg. dieser ausweg sind nicht neue schulden sondern echtes "geld drucken". geld muss also ohne schuld sondern als guthaben auf die welt gebracht werden. der staat muss also geld drucken und damit seine verpflichtungen bedienen. das führt je nach notwendiger druckmenge entsprechend der deflationären fallhöhe zu einem großen vertrauensverlust und möglicherweise zu hyperinflation.


    das problem ist also nicht innerhalb des systems sondern nur mit einem systembruch zu "retten". das system als solches führt unweigerlich in die deflation mit allen schrecklichen konsequenzen eines wirtschaftlichen totalzusammenbruches.

    völlig richtig.
    die großen ansagen, man werde die fehler nicht wiederholen haben sich darauf beschränkt das nötigste !!! zu tun. das hat den niedergang verzögert, die fallhöhe weiter erhöht und keine inflation verursacht.
    es geht nicht ohne die verteilung von frischem schuldlosen bargeld an die bevölkerung!

    fällt es eigendlich unter das geldwäsche gesetzt wenn man für 20 000 ,-- euros silberzehner kauft oder gild das als geld gewechselt ?

    wenn du wechselst (also 10:10) dann kannst du auch 100.000 wechseln. wenn du kaufst (>10,-) dann nicht.

    http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A…Tpl~Ecommon~Scontent.html


    "Was tun gegen das politische Kartell?
    Mit beispielloser Hektik ersinnt die politische Klasse überstürzende Aktionen zur „Rettung des Euro“ - „koste es, was es wolle“, wie der EU-Kommissionspräsident sagte. Die Absprachen der Staatschefs bilden ein Strategiekartell und schädigen die deutschen Steuerzahler."


    bemerkenswert im hinblick auf diese frage ist auch die tatsache, dass im griechen-kredit-vertrag ausdrücklich der fall geregelt wurde, dass ein verfassungsgericht den vertrag kippt. für diesen fall ist völkerrechtlich bindend festgelegt, das griechenland die zuvor gewährten kredite NICHT sofort zurückzahlen muss. man hätte es ja auch ungeregelt lassen können. aber das hätte möglicherweise ein sonderkündigungsrecht des betreffenden staates ausgelöst. wenn das bundesverfassungsgericht den vertrag kippen sollte, was ich kaum zu hoffen wage, dann kann man die unterschrift unter diesen passus wohl gut unter untreue subsumieren.

    das erinnert mich daran, dass ca. 1 jahr vor dem zusammenbruch der DDR der damalige staatschef erich honecker erstmals offene Kritik am Kurs der Sowjetunion äußerte.

    hier ist es aber umgekehrt. frage mich natürlich was das bedeutet. ein neues tausendjähriges euro-reich?


    :hae: :boese: