aber gerne.
erstmal ist aus kaufmännischer sicht davon auszugehen, dass der wert von intakten immobilien sicher nicht allzuweit unterhalb einer 10-fachen erzielbaren jahresmiete rutschen wird. d.h. die immobilienwerte "orientieren" sich an den mieten. ohne mietpreisrückgänge wird es also auch keine preisrückgänge geben.
mal als beispielrechnung:
netto-kaltmiete 6,- €/m²*monat
kaufpreis/m² 800,- €
sinkt die miete jetzt in richtung 3,- €/m²*monat, könnte auch der kaufpreis wegbrechen.
da wir von einer intakten wohnung sprechen, werden andere vermieter mit sanierungsstau sogar deutlich weniger miete erhalten. unterhalb von 3,- € erreichen wir aber sehr schnell gefilde, in denen sich selbst der erhalt der immobilie nicht mehr rechnet. das führt dazu, dass minderwertige immos innerhalb von 5-10 jahren dauerhaft vom markt verschwinden und bereits vorher vermutlich als mietobjekte ausfallen, weil sie objektiv nach unseren maßstäben nicht mehr bewohnbar sind. die eigentümer minderwertiger immobilien haben ja häufig gründe dafür, dass ihre immobilien in dem besagten zustand sind. häufig spielt mangelndes geld eine rolle. wenn jetzt die mieten sinken, geht es sehr schnell bergab. meine versicherung ist also die finanziell schwächere situation anderer marktteilnehmer. da kommen viele umstände zusammen. bei sinkenden preisen steigt beispielsweise die zahl der zwangsversteigerungen, mit der zwar nicht zwangsläufigen aber erfahrungsmäßigen folge von leerständen.
dauerhaft können bestandsimmos nur dann unter ihre gestehungskosten fallen, wenn die genutzte fläche stärker fällt als ausfälle durch abriss. eine solche konstellation halte ich mit verlaub für den größten teil der republik für weit ab der realität. für weite teile ostdeutschlands mag das zutreffen und wie gesagt auch punktuell im westen aber nicht in westdeutschen großstädten.
noch etwas: je weiter sich gestehungskosten und marktwert voneinander entfernen, desto mehr steigt der reiz, eine immobilie bis zum letzten einfach auszuquetschen, ohne sie zu erhalten.