Beiträge von LehmannBrothers


    Falsches Geld erzeugt Falsches Wirtschaften und somit auch Falsche "Wertanlagen".

    In diesem Zusammenhang erinnere ich gern an die Abwrackprämie 2009. Um 2500 Euro vom Staat abzugreifen wurden da Autos verschrottet, die gut und gern das doppelte an Restwert hatten. Wenn die Leute hören, "Geld vom Staat", setzt das Hirn aus.
    "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein

    Vorallem weil sich der Staat die Kohle sofort wiedergeholt hat mit der Mwst. :D

    Es wird nicht zum Krieg USA --- China/Rußland kommen.


    Die einzige Verlierer wären diesmal (anders als in allen anderen Kriegen) die USA selbst und das wissen die ganz genau.

    Schon mal was von der Thukydides-Falle gehört?


    Spengler hat das auch Markant in einem Zitat zusammengefasst: "Nichts ist gefährlicher als eine Kultur, welche gerade entdeckt hat, dass sie stirbt"

    Ernte nach dem Krieg



    Mit erstaunlicher Leichtigkeit war IBM nach dem Krieg in der Lage, sein Vermögen, seine Maschinen und Profite aus Deutschland wieder zu bekommen. Ende 1946 wurde Dehomag mit einem Gegenwert von über 56,6 Millionen Reichsmark (heute: 230 Millionen Dollar) veranschlagt und einem Gewinn von 7,5 Millionen Reichsmark (heute: 30 Millionen Dollar). Dehomags Maschinen wurden gerettet, die Profite gesichert und der Unternehmenswert bewahrt.
    Drei Gründe waren dafür ausschlaggebend. Erstens hatten die Nazis die Interessen von Dehomag im Rahmen ihrer Politik der Obhut über Feindbesitz gut behütet. Dies bedeutete, dass das Wirtschaftsministerium des Dritten Reichs einen Verwalter bestimmte, der ausländische Unternehmen führte und deren Produktivität und Ergiebigkeit aufrecht erhielt. Seit dem Verbot des Geldexports verblieben Dehomags Profite auf den Bankkonten des Unternehmens, wo sie für die Dauer des Krieges eingefroren wurden und nach Kriegsende problemlos eingesammelt werden konnten.
    Zweitens wurde die Technologie Holleriths auch weiter von den Nazis genutzt, als deren militärische Erfolge sich in Niederlagen wandelten. Weil die Lochkarten die Gräueltaten der Nazis unwiderleglich beweisen konnten, wurden sie vernichtet, als die Alliierten vorrückten und deutsche Stellungen in den besetzten Gebieten eroberten. Doch die Maschinen wurden außerhalb der Reichweite der vorrückenden Armeen transportiert.
    Drittens hatten auch die alliierten Mächte ein Interesse an der Bewahrung der Funktionstüchtigkeit der Maschinen. Bereits im Dezember 1943 entschied die amerikanische Regierung, dass es von strategischem Interesse sei, sich Hitlers Hollerith-Maschinen zu sichern, weil sie den Schlüssel für eine reibungslose militärische Besetzung Deutschlands darstellten. Letzten Endes benutzten alle alliierten Mächte die Dehomag, um wirtschaftliche Erhebungen auszuführen, Industrie-Statistiken zu sammeln und Volkszählungen durchzuführen.
    "Dehomag überstand die Hitler-Jahre mit nur geringem Schaden und war praktisch in der Lage, die Geschäfte wieder aufzunehmen, als sei nichts gewesen. Nach dem Ende des Krieges gelang es IBM New York seine problematische, aber wertvolle Tochtergesellschaft wieder in Besitz zu nehmen, ihre Maschinen zurückzuerlangen und sich ihre Gewinne einzuverleiben." (S. 398) Im Jahr 1949 wurde der Name der Gesellschaft von Dehomag in IBM-Deutschland umgewandelt.
    Während Black von vielen Stellen Hilfe bekam, gab ihm IBM auf seine Anfrage nach Interviews eine Abfuhr und verweigerte ihm den Zugang zu den Dokumenten des Unternehmens. Laut Edwin Black hat sich IBM seit dem Zweiten Weltkrieg geweigert, jegliche Untersuchung über die Verbindung des Unternehmens mit dem Nazi-Regime zu unterstützen. Black bekam über ein akademisches Archiv trotzdem Zugang zu Hunderten von IBM-Dokumenten.
    IBM hat versucht Blacks Darstellung mit der Andeutung zurückzuweisen, sie seien eine Art Negativpropaganda und ihre Veröffentlichung sei Teil einer "koordinierten Kampagne" von Holocaust-Überlebenden. Die Veröffentlichung von "IBM und der Holocaust" fiel mit einer Sammelklage zusammen, die im Februar dieses Jahres in New York eingereicht wurde. Das Unternehmen wird darin der Beteiligung am Holocaust beschuldigt und aufgefordert, seine Archive zu öffnen und Entschädigung zu zahlen. IBM weist allerdings weiterhin jede Verantwortung zurück und nimmt für sich in Anspruch, dass seine deutsche Tochtergesellschaft vor dem Krieg von den Nazis übernommen worden sei.
    Black weist diese Behauptungen zurück und weist außerdem nach, dass IBM die administrative Kontrolle über Dehomag nicht vor 1942 verlor. "Wir folgten den Männern in den Lagern, wir folgten den deutschen Unternehmen. Die Grenze der Verantwortlichkeit für den Holocaust erstreckt sich bis in die Vereinigten Staaten", sagt Black.
    Ich kann die Lektüre des Buches wärmstens empfehlen. Nicht weil es neue Einsichten in die politischen Ursachen für den Aufstieg des Faschismus in Deutschland böte. Black macht weder den Versuch einer solchen Beurteilung, noch versucht er, die Beziehungen IBMs mit dem Dritten Reich dem skrupellosen Charakter Watsons als Individuum zuzuschreiben.
    Blacks Untersuchungen über die Verstrickung eines so bedeutenden Unternehmens
    ist für das Verständnis hilfreich, wie es den Nazis möglich war, den Genozid an
    den Juden in die Tat umzusetzen. Indem er dies leistet, wirft er ein Schlaglicht
    auf die Rolle des internationalen Kapitals in einem der größten Verbrechen des
    20. Jahrhunderts.

    IBM und das Dritte Reich



    Von Beginn an entwickelte IBM ökonomische Komplettpakete für das Dritte Reich. Im April 1933 begann das Hitler-Regime eine Volkszählung aller Deutschen, die auch die Identifizierung aller Juden zum Ziel hatte. Der erste Schritt bestand in der Registrierung der Daten der Einwohner des größten deutschen Staates Preußen, mit der Dehomag beauftragt wurde. Die Vorgehensweise, die bei dieser Volkszählung entwickelt wurde, ist ein Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit zwischen Dehomag und den Nazis auf dem Gebiet der Datenerfassung und Auswertung funktionierte.
    Um die spezifischen Anforderungen der deutschen Pläne auf dem Gebiet statistischer Erhebungen bedienen zu können, war die engste Zusammenarbeit zwischen Dehomag-Technikern und Nazi-Autoritäten notwendig. Jedes Projekt erforderte spezielle, kundenorientierte Anwendungen.
    Zuerst wurde Dehomag genaustens über die speziellen Aufgaben, die gelöst werden sollten, informiert. Danach wurden Modelle der Lochkarten erstellt, auf denen mit Bleistift die Spalten und Löcher markiert wurden, die die gewünschten Informationen speichern sollten. Die Produktion der Lochkarten begann erst, wenn sowohl Dehomag als auch die deutschen Stellen mit dem Resultat zufrieden waren. Das Unternehmen begann dann mit der Herstellung und dem Verkauf der Lochkarten, die oftmals bereits mit dem Projektnamen bedruckt waren. Wurde ein Projekt gestartet, begann das Unternehmen mit der Ausbildung des Personals, das die Arbeiten durchführen sollte.
    Die Ausweitung der Unternehmungen stellte die Dehomag vor die Notwendigkeit kontinuierlicher technologischer Innovationen und Entwicklungen. Weit davon entfernt, bei der deutschen Tochtergesellschaft mit dem Ziel zu intervenieren, die Unterstützung des nationalsozialistischen Verfolgungswahns zu beenden, überwachte IBM von New York aus sorgsam den gesamten Prozess und stellte sicher, dass alle notwendigen technischen Vorraussetzungen geboten wurden. Techniker der Dehomag wurden regelmäßig zur Weiterbildung in die USA gesandt.
    Während IBM in den USA berühmt war, war nur wenig über die Aktivitäten des Unternehmens in Deutschland bekannt. Die interne Struktur der Dehomag war in einer Art und Weise organisiert, dass, soweit es die Nazis betraf, das Unternehmen als deutsch erschien, während die Gesamtkontrolle bei IBM lag. Das bedeutete auch, dass das Mutterunternehmen die amerikanischen Handelbeschränkungen umgehen konnte, als der Krieg ausbrach.
    Nicht nur, dass Watson die Profitmöglichkeiten, die ihm Nazideutschland bot, voll ausschöpfte, er wurde außerdem ein politischer Fürsprecher des Deutschen Reichs. Black zeigt, dass Watson glaubte, die Welt solle "den Deutschen und ihren Zielen unter der Führung Adolf Hitlers ein mitfühlendes Verständnis" entgegen bringen. (S. 43)
    Für seine Haltung wurde Watson mit dem speziell kreierten Verdienstorden des deutschen Adlers mit Stern ausgezeichnet, der "Angehörige ausländischer Nationen, die sich um das Deutsche Reich verdient gemacht haben," würdigte - das Prestige dieses Ordens stand unmittelbar hinter Hitlers Großkreuz. Erst als der Krieg begann, musste Watson den Orden zurückgeben.
    Im Jahr 1937 verordnete das Nazi-Regime eine weitere nationale Volkszählung. Diese war maßgebend für Hitlers Kriegsvorbereitungen und "für die Juden bedeutete es den letzten und endgültigen Schritt der Identifizierung". (S. 139) In Übereinstimmung mit den Nürnberger Rassengesetzen zielte es auf die Aufspürung jeglicher jüdischer Abstammung. IBM lieferte 70 Kartensortierer, 60 Tabulatoren, 76 Multiplikatoren und 90 Millionen Lochkarten im Rahmen eines mit 3,5 Millionen Reichsmark dotierten Vertrags (im heutigen Gegenwert von 14 Millionen Dollar).
    Im Zuge der geplanten Annexion Österreichs im Jahr 1938 arbeitete die Wiener Tochtergesellschaft IBMs unter der Aufsicht Adolf Eichmanns an der Sammlung umfassender demographischer Informationen über das Land auf Lochkarten. Dies bedeutete, dass das Hitler-Regime exakt über die österreichischen Juden informiert war, die dem zwangsweisen Vertreibungsprogramm unterworfen werden sollten.
    Als deutsche Truppen am 15. März 1939 in der Tschechoslowakei einmarschierten, war IBM bereits dort und an der Leitung strategischer Unternehmen, wie der staatlichen Eisenabahnen beteiligt, deren System von den Nazis dann ohne Probleme übernommen werden konnte.
    Nach einigen Aufschüben fand die 1937 angeordnete nationale Volkszählung schließlich im Mai 1939 statt. Ungefähr 750.000 Zähler waren beteiligt, die alle 22 Millionen Haushalte des Großdeutschen Reichs erfassten - 80 Millionen Einwohner in Deutschland, Österreich, dem Sudentenland und dem Saarland.
    Dies stellte Dehomags größte Unternehmung dar. Sie umfasste auch eine sogenannte "Ergänzungskarte", um die rassische Abstammung jedes Haushalts zu erfassen. Somit wurde die Identifizierung von insgesamt 330.530 sogenannten "Rassenjuden" im Großdeutschen Reich möglich. Diese wurde dann nach Geschlecht unterteilt und weiter zwischen "Volljuden" und anderen Graden jüdischer Abstammung aufgeteilt. Von allen so erfassten Personen wurde auch die Adresse gespeichert.
    Dieses Modell wurde wieder und wieder angewandt. In praktisch jedem von den Nazis besetzten Land, sammelten IBM-Tochterunternehmen - die dort normalerweise bereits vorher ihren Geschäften nachgegangen waren - nationale und rassische statistische Informationen für die Nazis, die dann zur Identifizierung von Juden und anderen Unerwünschten benutzt werden konnten.
    Dehomag war sogar bereits im Vorfeld über Hitlers Kriegsvorbereitungen informiert, da man mit der Frage an die Gesellschaft herangetreten war, wie ihre Funktion im Falle eines Angriffs aufrecht erhalten werden könne. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im September 1939 schnellten die Profite von IBM als Ergebnis der deutschen Aktivitäten in Polen und dem Osten in die Höhe.
    Ob in der Tschechoslowakei, in Polen, Ungarn, Rumänien, Skandinavien, Schweden, Belgien, den Niederlanden oder in Frankreich, überall stützte sich die Kriegsmaschine der Nazis auf die IBM-Technologie. Diese half bei der Organisation der Verteilung von militärischem Material und Personal ebenso effizient, wie bei der Identifizierung der Juden, und erleichterte deren Deportation in die Todeslager per Zug. Obwohl es wahr ist, dass auch ohne die Hilfe von IBM der Hitler-Faschismus seine Politik des Genozids ausgeführt hätte, ist es ebenso wahr, dass die Nazis ohne diese Unterstützung nicht mit solch unbarmherziger Effizienz hätten vorgehen können.

    Kann man sich nicht ausdenken...digitialer Impfpass von IBM


    IBM Impfpass Covid-21

    Tradition verpflichtet ...


    Wie IBM den Nazis half


    "IBM und der Holocaust" behandelt die Verstrickung dieses bedeutenden amerikanischen Unternehmens in die Errichtung von Hitlers Drittem Reichs und die Vernichtung der europäischen Juden.
    Der Autor Edwin Black zeigt, wie eine in Amerika von Herman Hollerith entwickelte Technologie - das Lochkarten- und Lochkartensortiersystem - die Nazis in die Lage versetzte, ihre Kriegsmaschine zu organisieren und den effizient und systematisch organisierten Genozid an den Juden durchzuführen. Zu den Zeiten der Nazi-Diktatur hatte IBM ein nahezu weltweites Monopol über diese Technologie und die Produktion der dazu gehörenden Bestandteile - der Lochkarten.
    Edwin Black ist mit dem Thema Holocaust vertraut. Seine Eltern waren beide Juden europäischer Abstammung und Überlebende des Holocaust. Black stieß zum ersten Mal im Holocaust Museum in Washington auf die Lochkarten-Technologie, wo er eine ausgestellte Hollerith-Kartensortiermaschine sah. Er erklärt, dass seitdem Fragen an ihm nagten: Welche Rolle spielte diese Maschine für die Nazis? Was war die Rolle von IBM? Diese Fragen wurden zum Ausgangspunkt seiner Untersuchung. Im Jahr 1998 begann er diese Fragen energischer zu verfolgen und gewann ein Team von Forschern, Praktikanten, Übersetzern und Assistenten, dass auf über 100 Personen anwuchs.
    In seiner Einleitung erklärt Black: "Glücklicherweise hatte ich durch die Arbeit an meinem früheren Buch, The Transfer Agreement (welches das geheime Vorkriegs-Abkommen zwischen dem Zionismus und den Nazis behandelt, das einer begrenzten Anzahl von Juden die Ausreise aus Deutschland nach Palästina ermöglichte) bereits ein Grundlagenwissen über die Ökonomie und den Außenhandel des Dritten Reichs, wie auch ein Hintergrundwissen über die Computerindustrie und jahrelange Erfahrung als Enthüllungsjournalist, spezialisiert auf Verfehlungen von Unternehmen. Ich näherte mich dem Projekt als einer typischen, wenn nicht außergewöhnlichen Untersuchung über Unternehmensführung, mit einem dramatischen Unterschied: die Entscheidungen hatten enormen Einfluss auf das Leben und Sterben von Millionen." (S. 15)
    Black erklärt, dass IBM in letzter Konsequenz den Nazis dabei half, ihre Politik des Genozid durchzuführen. Ohne diese Hilfe wäre das Hitler-Regime nicht in der Lage gewesen, die Ausrottungspläne mit einer solchen Effizienz auszuführen. IBM-Maschinen wurden auf allen Ebenen der Verfolgung der Juden benutzt. Mit ihnen wurden alle Informationen zur Identifizierung der Opfer der Nazis gesammelt, zuerst um die Juden in akademischen Berufen, Verwaltungs- und Regierungspositionen zu entfernen und später um die Massenvertreibungen aus ihren Wohnungen in die Ghettos vorzunehmen.
    IBM-Technologie wurde zur Organisation der Eisenbahnen eingesetzt, so dass Millionen Nazi-Opfer in die Konzentrationslager transportiert werden konnten, wo sie direkt in den Gaskammern landeten. Es gab Hollerith-Abteilungen in fast jedem Konzentrationslager, sie dienten der Registrierung der Ankommenden, der Zuteilung von Sklavenarbeit und der Buchführung über die gestorbenen Gefangenen.
    IBM war praktisch in jeden Aspekt der Operationen des Dritten Reich involviert. Das Buch zeigt, dass das Unternehmen mehr als 2000 Multi-Maschinen-Sets in ganz Deutschland vermietete, wartete und modernisierte, sowie weitere Tausende in den von den Nazis besetzten Gebieten. IBM entwickelte auf die Wünsche der Nazis zugeschnittene Lochkarten, die von diesen benutzt und in einer Stückzahl von jährlich 1,5 Milliarden Exemplaren in Deutschland hergestellt wurden.


    Von Hollerith zu IBM



    Die Lochkarten-Technologie wurde als erstes von Hollerith entwickelt, einem Deutsch-Amerikaner, der in Washington lebte. Sie wurde eingesetzt, um es der US-amerikanischen Zensusbehörde zu ermöglichen, die Volkszählung von 1890 durchzuführen. Jahrzehnte vor der Entwicklung der Computer ermöglichte die Hollerith-Technologie die schnellste statistische Erfassung der amerikanischen Bevölkerung aller Zeiten. Vermittelt durch eine Reihe von gestanzten Löchern, erfasste jede Karte das Geschlecht, die Religion, die Nationalität und den Besitz eines Individuums. Durch den wiederholten Durchlauf durch Sortier- und Zählmaschinen "konnten [die Karten] ein Bild der gesamten Bevölkerung entwickeln oder einzelne Gruppen innerhalb dieser Bevölkerung herausgreifen." (S. 25) Nach einigen Jahren wurden Holleriths Maschinen in der ganzen Welt benutzt, um Volkszählungen durchzuführen. Die Technologie entwickelte sich außerdem in ein frühes Rechnersystem, welches von einigen der größten Unternehmen für die Kalkulation genutzt wurde.
    Hollerith etablierte ein nahezu weltweites Monopol und vermietete die Maschinen eher, als dass er sie verkaufte. 1911 verkaufte er seine Firma und sie wurde in die Computing-Tabulating-Recording Company (CTR) eingegliedert. Unter der Leitung des ehemaligen Nähmaschinenverkäufers Thomas Watson wurde CTR in die International Business Machine Corporation (IBM) umgewandelt. Watson, ein ruheloser Geschäftsmann, etablierte eine patriarchalische Hierarchie innerhalb des Unternehmens. Watson sprach von der "IBM-Familie", die nicht nur die Arbeiter umfasste, sondern ebenso ihre Ehefrauen und Kinder, die auch im "GeistIBMs" geschult und gut versorgt in sein Imperium integriert werden sollten.
    Im Jahr 1922, als die Hyperinflation in Deutschland zum Zusammenbruch der Währung führte, übernahm Watson die Dehomag (Deutsche Hollerith Maschinen Gesellschaft), die die Lochkarten-Technologie unter Linzenz nutzte. Diese deutsche Tochtergesellschaft sollte später eine entscheidende Rolle in der Geschäftsallianz zwischen IBM und dem Dritten Reich spielen. Im Jahr 1933, als Hitler die Macht übernahm, hatte Watson das einst kränkelnde deutsche Unternehmen in IBMs Flagschiff verwandelt - mit einer Produktion, die um das Dreifache über der Quote lag.
    Doch es bot sich die Möglichkeit zu weiterer Steigerung. "Nazi-Deutschland bot Watson die Gelegenheit, die Regierung mit Kontrolle, Beaufsichtigung, Überwachung und Regelung auf einem in der Menschheitsgeschichte nie gekannten Niveau zu versorgen. Die Tatsache, dass Hitler plante, sein Reich auf andere Nationen auszuweiten, vergrößerte nur die zu erwartenden Profite. In der Wirtschaftsterminologie nennt man dies Umsatzwachstum. Die Technologie wurde fast ausschließlich von IBM geliefert, denn das Unternehmen kontrollierte rund 90 Prozent des Weltmarktes für Lochkarten und Sortiermaschinen." (S. 46)
    Black stellt klar heraus, dass Watson kein Faschist war, sondern ein ruheloser Profitmacher. Der starke deutsche Staat unter einem autoritären Führer bot ein großer Potential zum Geldmachen, und damit identifizierte sich Watson. Tatsächlich war Watson als Vorsitzender von IBM, einer der prestigeträchtigsten Gesellschaften der USA, ein hoch geachteter Geschäftsmann, Unterstützer Roosevelts und spezieller Berater des Präsidenten. Watson wurde zum Vorsitzenden der Außenabteilung gewählt, was ihn auch zum Vorsitzenden der amerikanischen Sektion der Internationalen Handelskammer (International Chamber of Commerce) machte. Dadurch wurde Watson für den Rest der Welt zum offiziellen amerikanischen Wirtschaftsführer. 1937 stieg er zum Präsidenten der ICC auf und veranstaltete die nächste Konferenz der Organisation in Berlin.


    Ich wohne selber in so einem "Stadtrand-ehemals-Acker-Neubaugebiet" mit Gärten in größe eines Handtuchs. Als die saisonale Grippe noch nicht Coronna hieß, gab es im Sommer und Winter jeweils ein Anwohnerfest. Das waren immer lustige Gespärche, die tief haben blicken lassen. By the way, ich bin der einzige Mieter unter den ca. 200 Buden die hier hochgezogen worden sind. Die meisten von den "Neueigentümern" sind bis Oberkante Unterlippe auf 25-30 Jahre an die Butze gebunden, haben ihr Arbeitseinkommen und damit Ihr Leben an die Bank verpfändet.


    Das muss man sich mal vor die Augen halten. Die schließen eine Wette mit der Bank ab, das Sie 30 Jahre kontinuierlich in der Lage sind, jeden Monat einen nicht unwesentlichen Betrag X zu zahlen, in der Annahme alles bleibt wie es ist. Wenn ich dann mal in einen Nebensatz durch die Blume angefragt habe, wie Sie den ganz normale Lebensumstände wie Arbeitslosigkeit, Unfall, Krankheit etc. abgesichert haben, wurden mir Blicke zugeworfen, als ob ich die Frage gestellt hätte, ob denn ihre jeweiligen Partner nicht mal Lust hätten zu einem privaten Photoschooting bei mir Zuhause im Keller.


    Da war von Krise noch nicht mal die Rede ...


    Aus diesen Gesprächen habe ich vor allem eines mitgenommen. Unterschätze niemals die Macht der Verdrängung.

    Ist auch das Szenario was ich im Moment für am wahrscheinlichsten halte. AU 890US$ Ist die unterste Zielmarke, sollte diese deutlich durchbrochen werden heißt das dann allerdings Armagedon für die EM's. Falls es beruhigt, bei den Kryptojüngern wird es dann "Schlachfest" heißen.


    Was mich immer wieder wundert, wie alle derzeit ins gleiche Horn mit "Infaltion Inflation" blasen. Die 1,9 Billionen Stimulus sind ein absoluter Witz gegenüber den Schäden die die Lockdown Politik allein in den USA verursacht haben. Die ganze Lockdownnummer wird sich Weltweit noch als extremer deflationärer Treiber entpuppen. Dumm nur das viele in US$ verschuldet sind und der gerade wieder anfängt in allen wichtigen Währungen zu steigen.

    .. das soll der Plan sein? Ansteigen der Zinsen --> Deflation --> Aufpumpen der Geldmenge --> schlecht für Aktien und EM.ich weiß nicht. Das Ziel klingt für mich nicht nachvollziehbar. Warum sollte der crash von Aktien und EM das Endziel sein? Warum sollen Aktienkurse und EM nach dem finalen Aufpumpen crashen?
    sonst d`accord.

    Die Deflation werden wir kurzfristig so oder so bekommen, was auch erstmal schlecht für EM und Aktien ist. Mittel und langfristig heißt es aber dann to the Moon und zwar in so ziemlich allen was es an Assets gibt. Auch weil dann alle ZB's Geld drucken werden bis der Arzt kommt. Dagegen werden die jetzigen und vergangenen QE wie ein Kindergeburtstag aussehen.


    Deswegen rechne ich auch kursfristig mit deutlich tieferen Preisen im EM Bereich. Zielmarke ist für mich 1200 US$ in AU (Konservativ) bzw. 900 US$ (Worstcase). Ab dem Zeitpunkt heißt es kaufen bis der Arzt kommt. Und nur zur Info, ich rede hier von US$ und nicht €. Durch den fallenden Wechselkurs vom € zum US$ werden die Schmerzen für bereits bestehende € Goldhalter etwas milder ausfallen, die Rechnung bekommen wir allerdings wieder über den Ölpreis in US$ auf dem Silbertablett serviert.

    Das nenn ich mal gefickt eingeschädelt. :D

    ich betrachte nicht die Euro-Beträge - sondern bei Immobilienpreisen wie diese in Relation zur (beim selber bewohnen) eingesparten Miete stehen! bzw. im Falle eines reinen "Investments" wie die Rendite ist ...

    Ich für meinen Teil betrachte sehr genau die Euro-Beträge, weil ich in diesen auch meine Miete bezahle. Sowohl für den Privaten als auch für den geschäftlichen Teil. Und da hat sich für mich gezeigt, das Mieten im Moment die deutlich sinnvollere Strategie ist als zu Kaufen oder zu Bauen. Allein für das Haus was ich bewohne müsste ich 45 Nettojahreskaltmieten auf den Tisch blättern.


    Ausserdem kann man bei der derzeitigen politischen entwicklung davon ausgehen, das die Mietpreisbremse in ganz Deutschland kommt ...

    Fakt ist das die Einsätze am Spieltisch höher werden. Entweder die FED erhöht den Einsatz oder es geht hart Richtung Süden. Meine Prognose: QE to the Moon ...


    Oder um es anders zu sagen die Iden des März sind pünktlich angekommen ...

    Und es ist Weg :D


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    @codices_madrid


    Danke für die Blumen! Das ganze ist aber nicht auf meinem Mist gewachsen sondern von Heribert Genreith. Das ganze ist wie man den Daten entnehmen kann ein Text von 2011! Das ganze hat sich seid dem allerdings noch zum deutlich zum schlechteren entwickelt.


    Hier 2 Artikel die ich jedem dringend empfehlen kann.


    http://tandemvipera.blogspot.c…cocaine-in-hollywood.html


    http://tandemvipera.blogspot.c…kapitalkoeffizienten.html



    Leider hat er 2016 aufgehört den Blog weiter zu betreiben.

    F Staatsverschuldung erhöhen



    Technisch:
    Das nunmehr angeordnete Sparen des Staates ist tatsächlich
    kontraproduktiv, die in der BRD ins Grundgesetz gehievte Schuldenbremse
    wird sich noch als katastrophaler Kälberstrick der Demokratie erweisen.
    Denn staatliches Sparen hilft nur dem Kapitalbesitzer, für die
    Realwirtschaft ist es ein absolutes Desaster. Denn der Staat ist direkt
    oder indirekt, bei einer Staatsquote von fast 50%, der größte einzelne
    Arbeitgeber der Nation. Staatliches Sparen kann nur über
    Arbeitsplatzverlust, sowie Abgabenerhöhung und Infrastrukturverlust
    erkauft werden. Die Erhöhung der Staatsquote bringt dagegen BIP, und
    letztlich Inflation, und damit ein Sinken des Kapitalkoeffizienten.



    Politisch:
    Die Schuldenbremse im GG ist das größte Ei, dass sich die deutsche
    Demokratie seit dem Ermächtigungsgesetz von 1933 je gelegt hat. Es macht
    die Demokratie zum faktischen Büttel und Sklaven der Finanzindustrie.
    Staatsverschuldung darf nicht am BIP, sondern muss am Kapitalstock
    gemessen werden. Der Staat muss einen gleichbleibenden Anteil am Kapitalstock
    in sein Land investieren, denn auch die Wirtschaft ist vom Kapitalstock
    regiert. Die Schuldenbremse wirkt sich dagegen nur als Inflationsschutz
    der Kapitaleigner zum Preise einer langfristigen Verslummung der
    Republik aus. Die USA macht uns vor, wie es eigentlich richtig ist: Wenn
    die Kapitaleigner rollierende Staatsanleihen haben wollen, dann bitte
    drucke Ihnen doch welche. So drückte sich schon mal der bedeutende
    US-Ökonom Nouriel Roubini aus. Natürlich führt das mittelfristig zu
    einer anziehenden Inflation, aber nur die senkt den Kapitalkoeffizienten
    effizient und führt die Kuh langfristig vom Eis, wenn auch mit
    gebrochenen Hufen.



    G exponentielles BIP-Wachstum generieren



    Technisch:
    Die letzte, und leider auch Das Letzte, ist die Generierung eines
    extremen BIP-Wachstums. Durch einfache Konsumsteigerung, die in letzter
    Konsequenz immer nur eine Substitution von einem Produkt mit einem
    anderen sein kann, ist nur noch ein geringes Wachstum zu erzielen. Viel
    zu wenig um die Verschuldungsspirale zu beenden. Exponentielles
    Wachstums kann nur durch den Zwangskonsum eines ausgedehnten Krieges
    erzeugt werden. Krieg ist das erheblichste Konsumprogramm überhaupt, es
    verbraucht im Eskalationsfalle Milliarden täglich.



    Politisch:
    Neben der Inflation leider am einfachsten durchzusetzen. Nicht nur,
    dass sich immer ein passender Anlass finden lässt, durch den steigenden
    Stress der Volkswirtschaften und ihrer Wirtschaftsteilnehmer im Laufe
    der Finanzkrise kommen die Gelegenheiten, ja sogar die Notwendigkeiten,
    kriegerischer Auseinandersetzungen förmlich von alleine. So zuletzt in
    Libyen und weitere werden mit Sicherheit folgen: „Es
    ist der größte Waffendeal aller Zeiten. Für 60 Mrd. Dollar wollen die
    Amerikaner in den kommenden Jahren Kriegsgerät an Saudi-Arabien liefern,
    es geht um 72 Kampfflugzeuge, 170 Kampfhubschrauber und
    Raketenabwehrsysteme. Nach einer Zeit relativer Zurückhaltung rüsten die
    Saudis als einer der größten Waffenimporteure der Welt massiv auf, um
    sich gegen die Bedrohung durch den Iran zu wappnen. Für die USA ist der
    Waffendeal ein doppelt gutes Geschäft: Zum einen liegt es gleichermaßen
    im Interesse der Amerikaner wie des sunnitischen Königshauses in Riad,
    den Einfluss des schiitischen Regimes in Teheran zu begrenzen. Zum
    anderen nutzt das gigantische Rüstungsgeschäft der US-Industrie. Im
    Schatten des seit Jahren andauernden Streits um das iranische
    Atomprogramm dreht sich in der Golfregion eine Rüstungsspirale, die
    neben Amerikanern, Briten, Franzosen, Russen und Chinesen auch deutschen
    Unternehmen Exportchancen eröffnet. Auf insgesamt 110 Mrd. Dollar
    beliefen sich nach Berechnungen des Stockholmer
    Friedensforschungsinstituts Sipri im vergangenen Jahr die
    Verteidigungsausgaben in der Region - 2,5 Prozent mehr als 2009. Allein
    die Saudis stecken laut Sipri jährlich mehr als zehn Prozent ihres
    Bruttoinlandsprodukts in die Verteidigung......Die Erwartung der
    Industrie an die Politik ist daher eindeutig, wie Claus Günther,
    Rüstungsvorstand des Technologiekonzerns Diehl, kürzlich sagte: "Wenn
    die Regierung selbst wegen begrenzter Mittel nicht mehr so viele
    Aufträge geben kann, so kann sie uns aber bei Exporten unterstützen."“

    D Kapitalbesteuerung



    Technisch:
    Eine durchaus vernünftige Lösung, wenn man sich nicht mit Kleingeld
    aufhält. Zunächst würde etwa eine 1% Grundsteuer auf die komplette
    Bilanzsumme der Banken etwa gut 80 Mrd. Euro Steuereinnahmen pro Jahr
    bringen. Genug um die zur Zeit, im Dienste dieser Banken durchgeführten
    Rettungsmaßnahmen, zu finanzieren. Dafür dürfte es natürlich keinerlei
    Ausnahmen geben, das eine lausige Prozent muss abgedrückt werden.
    Allerdings darf man den Kreditinstituten, die diese Belastung an Ihre
    Kunden weiterreichen müssten, erlauben, diese Summe nach eigenen
    betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten auf ihre Kundschaft zu
    verteilen. Also etwa einen Abzug orientiert am Risiko oder an
    werbetechnischen und konkurrenztechnischen Massnahmen der
    Finanzprodukte. Das ist dann auch nicht mehr Sache einer ineffektiven
    und teuren staatlichen Verwaltung. Hinzu käme eine
    Finanztransaktionssteuer und/oder Finanzimport und Exportbeschränkungen
    und Kontrollen. Diese werden jetzt schon von einigen Staaten wieder
    eingeführt, da man gesehen hat, dass man andernfalls durch ausländisches
    Kapital förmlich kannibalisiert wird. Eine Finanztransaktionssteuer
    wirkt sich insbesondere auf das Mikrosekunden-Computertrading aus, bei
    dem auch kleinste und kurzzeitigste Kursschwankungen zum elektronischen
    Abpumpen von Geld genutzt werden. Ach ja, und auf Finanzprodukte, die
    lediglich aus Wetten auf irgendwelche Indizes bestehen und/oder ihrem
    Wesen nach nichts anderes als eine Lotterie darstellen, darauf, auf
    solche abgeleitete Finanzderivate gehört wie auf jedes normale Produkt
    des Wirtschaftslebens zusätzlich auch noch die normale Mehrwertsteuer
    von z.Z. 19%, und ggf. dann noch die Lotteriesteuer.



    Politisch:
    Den Jammerschrei der Finanzindustrie kann man sich lebhaft vorstellen,
    der Untergang der gesamten Welt und Kultur würde prophezeit.
    Insbesondere gilt die Behauptung, dass bei solchen Besteuerungen eine
    gefährliche Kapitalflucht einsetzen würde. Woraus folgt, dass solche
    Steuern auf Kapital nur international „einen Sinn machen“ würden. Nun,
    soviel Koks gibt es in ganz Berlin auf Jahresfrist nicht, um ein
    internationales Finanzgremium zu so einer gemeinsamen Entscheidung zu
    bringen. Ergo, also nie.



    Die Wahrheit ist aber: Erstens,
    Kapitalflucht in großem Umfange ist überhaupt nicht möglich, schließlich
    sind alle maßgeblichen Volkswirtschaften mit Vermögen und Schulden
    schon längst bis Unterkante Oberlippe abgefüllt. Zweitens, sind
    einseitige Kapital-Besteuerungen, insbesondere für
    Kapitalzufluchtsländer wie Deutschland, umso effektiver, je einseitiger
    sie sind. Denn dann wird Kapital, und insbesondere das volatile und
    schnell fließende Investmentkapital, in andere Länder abgedrängt, die
    sich dann mit dem Renditenproblem rumschlagen dürfen. Und, drittens, ist
    es marktwirtschaftlich korrekt, denn es sind die Staaten, die den
    Kapitaleignern ihr BIP und ihre Infrastruktur zu Verfügung stellen, und
    dafür dürfen sie auch einen marktgerechten Preis verlangen. Je nach
    Bedeutung des Kapitalmarktes könnten dann unterschiedliche Staaten ganz
    unterschiedliche Besteuerungen und Gebühren ansetzen und damit die
    längst verloren gegangenen Steuerungsmöglichkeiten des Staates auf den
    Finanzmärkten wieder erlangen.



    Eine weitere Wahrheit ist aber
    auch: Besteuerung alleine hilft langfristig nichts. Zwar entlastet es
    kurz- und vielleicht auch mittelfristig den Staat, aber wenn die Steuern
    gleich wieder ausgegeben werden, landen sie erneut auf irgendwelchen
    Konten, und führen den Kapitalkoeffizienten nicht zurück. Um den
    Kapitalkoeffizienten zu senken muss man also im Auge behalten, dass
    entweder eine ausreichende Verdrängung des Kapitals stattfindet oder
    andernfalls ein ordentlicher Teil der Zusatzeinnahmen bei der Zenralbank
    schlicht vernichtet wird, etwa im Tausch gegen auslaufende
    Staatsanleihen ohne diese zu erneuern, um den erwünschten Effekt
    erreichen zu können.



    E Löhne erhöhen



    Technisch:
    Man kann das Problem auch von der anderen Seite angehen. Nämlich das
    BIP dadurch relativ zum Kapitalstock zu erhöhen, indem man sich
    konsequent und massiv für die allgemeine Erhöhung der Einkommen
    einsetzt. Würde man, als drastisches Beispiel, per Dekret die Einkommen
    verdreifachen, so hätte das den Effekt, dass sich sehr schnell auch die
    Preise verdreifachen würden. BIP und Kapitalstock wären dann wieder
    ausgeglichen, der Kapitalkoeffizient bei 1:1, ohne dass man den
    Kapitaleignern unmittelbar, das heißt nominell, etwas weg nehmen müsste.



    Politisch: Naja, dass
    Programm würde noch nicht mal die Linke versuchen, es widerspricht viel
    zu elementar dem allgemeinen Denken. Den vereinigten Jammerschrei der
    Real-Industrie und Finanzindustrie kann man sich lebhaft vorstellen, der
    Untergang der gesamten Welt und Kultur, wenn nicht des gesamten
    Sonnensystems, würde prophezeit. In der Tat müsste eine solche Maßnahme
    mit vorübergehender Abschottung bzw. Zollkontrolle der Märkte
    einhergehen, weil sonst die Aussenhandelsgleichungen völlig aus dem
    Ruder liefen. Zudem müssten die Lohnsteigerungen zweistellig real sein,
    und nicht so lau wie jetzt:“Die
    Inflation ist unerbittlich: Obwohl die Bruttogehälter in diesem Jahr
    zum Teil deutlich gestiegen sind, bleibt vielen Menschen kaum mehr als
    zuvor. Mitunter rutschen die Beschäftigten beim realen Einkommen sogar
    in ein Minus.“