Beiträge von pandafan

    Habe soeben einen Berg an Öl-ETC's wieder verkauft; Gesamtverlust lediglich 3 %, noch im Rahmen.


    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Lager bei der derzeitigen, weiter laufenden Produktion in 4 Wochen signifikante Veränderungen aufweisen. Nachdem ich heute gesehen habe, was passieren kann - mein Dritter Crash am Ölmarkt, und ich bin Mitte 20... -, verlässt mich das Vertrauen in einen ansatzweise sinnvoll funktionieren Markt.


    Meines Erachtens sehen wir hier in höchstem Maße politische Märkte, gemischt mit einem weltweiten Nachfrageeinbruch. Schlechte Grundvoraussetzungen.

    Ich kann mich nur wiederholen: Der Futurepreis am heutigen, letzten Handelstag ist nur bedingt realitätsnah und nur sehr eingeschränkt handelbar.


    In diesem Zusammenhang: @hedda1 hat eine Halbierung Ende letzter Woche prognostiziert. Ich ziehe meinen Hut!

    A0KRJX etc. werden die Rollverluste 1:1 mitnehmen.


    Ich hatte auf eine kurzfristige Erholung gesetzt, die nicht eingetreten ist; mittelfristig ist alles andere als ein rolloptimierter ETC (mit synthetischer Replikation) tödlich fürs Depot.

    Ding Ding Ding
    Brent nun 2x so teuer wie WTI!


    Jetzt könnte man entw. Short Brent oder Long WTI gehen...
    wer traut sich?

    Der Maifuture ist mit regulären Produkten nicht mehr handelbar, der Wert ist insofern nur theoretisch.
    Ähnliches dürfte innerhalb der nächsten 2 Wochen auch mit dem Junifuture passieren, denn wer hätte denn Interesse daran, der US-Ölindustrie zu schaden...

    Ich denke, die Marktpsychologie, die auch bereits im GSF angekommen zu sein scheint ;), wird ein kurzzeitiges Tief nahe an 12 $ hervorrufen, mal sehen, wo der Junifuture landen wird, alle Futures ab Juli halten sich noch recht gut.


    Doch machen wir uns nichts vor, alle großen Ölproduzenten leiden bereits bei derzeitigen Preisen (> 20 $), geschweige denn bei Preisen wie denen des WTI-Mai-Futures.


    Es wird eine erhebliche Reduzierung der Anzahl der Bohrlöcher in den USA geben; sollte dies nichts bewegen, werden innerhalb der OPEC Kannibalisierungstendenzen am Markt eintreten.


    Ich befinde mich beruflich im deutschen Sondermaschinenbau, speziell im Öl-Upstreamsektor. Der Markt hat sich seit 2015 nie wirklich erholt, Investitionen sind nach wie vor latent zurückgestellt, von der derzeitigen Situation gar nicht zu sprechen. Auch ein derartiger Investitionsstau rächt sich auf Dauer.

    panda...und jetzt erkläre bitte dem durchschnittlich finanztechnisch gebildetem Goldbug was das bedeuted.


    cu DL...ja es ist fast schon pervers

    Dies bedeutet, dass das GSF kollektiv einen Tanker mieten sollte, diesen im Mai vor Florida mit Öl beladen sollte und zugleich die Juni-Futures leerverkaufen sollte. Arbitrage vom anderen Stern...geil...


    EDIT: Was die Produkte betrifft: Habe auf einen rolloptimierten ETC (RICI Crude) umgesattelt und wede mir nun in Ruhe ansehen, wie weit der Spaß Richtung Süden fällt. Durch die Rolloptimierung tut das derzeitige Contango nicht ganz so weh.

    Macht euch bitte bewusst, dass die Contangodifferenz zwischen 05/2020 und 06/2020 derzeit 65 % !!! des heute auslaufenden 05/2020-Futures beträgt. Das ist nur mit dem Wort Wahnsinn zu bezeichnen; derartige Situation gab es schlicht und ergreifend noch nicht.

    A0KRJX bei 18 $ je Barrel ins Depot gelegt, man darf gespannt sein. Zuletzt im Dezember 2015 mit Brent derart agiert, damals (nach einem Tief im Januar 2016) gut damit gefahren.


    Dass es noch weiter bergab geht, möchte ich nicht ganz ausschließen, doch bei einem Blick auf den Dezember-Future mit 34 Dollar halten sich meine Sorgen im Grenzen.

    Edel, ich denke, du beschreibst relativ eindrücklich, weshalb das Ende gerade nicht vorhersehbar ist - eben auf Grund der artifiziellen Systemrelevanz des US-Dollars. Das letzte mal, als im nahen Osten Öl in Euro abgerechnet werden sollte, wurden im UN-Sicherheitsrat herzerweichende Geschichten verbreitet...

    Da ich täglich Statistiken nachführe: Tief des $ war m.E.am 22.04.2008 mit 1,597.Gold stand dabei auf 916,2 $, Öl zB.113,6 $


    Erkennbar, wie stark der € seither verlor, Gold gewann.... [smilie_blume]


    Grüsse
    Edel

    Interessant wären bezüglich der Fundamentaldaten (und u. A. des Einflusses der Energiepreise auf die Gewinnungskosten von Gold) eventuelle Korrelationen des Gold-Öl-Verhältnisses.


    https://www.macrotrends.net/13…il-ratio-historical-chart


    Problemlos zu sehen, dass wir uns derzeit auf einem Allzeithoch der Gold-Öl-Ratio befinden; ein zuletzt (in Relation zum Ausgangswert) derart starker Anstieg leitete 2008 im Zuge der Finanzkrise eine Rallye des Goldpreises ein. Abgesehen von der Finanzkrise sind mir jedoch keine weiteren Ereignisse ersichtlich, bei welchen das Gold-Öl-Verhältnis innerhalb weniger Wochen derart anstieg; relevant dürfte u. A. der "Urheber" der Bewegung sein - d. h. liegt die Hauptschwankung auf Seiten von Gold oder Öl.


    Wer mutig ist, kann sein Geld ggf. von Gold in Öl umschichten :) , denn nach jedem derartig starken Anstieg folgte eine zumindest mittelfristige Korrektur.

    Das dürfte daran liegen, dass als Kurs des Basiswerts ein Wert von derzeit ca. 25 $ hinterlegt ist, der dem Juni-Future entspricht. Der Kurs des Derivats orientiert sich über einen Zeitraum der letzten drei Jahre jedoch ausnahmslos am aktuellen, kurzlaufenden Future (entsprechend dem Maifuture, bei ca. 18 $, Contango vom anderen Stern...). Weshalb als Basiswert bereits der Junifuture angegeben wird - mit einem entsprechend großen Delta - erschließt sich mir nicht.