guter Bericht in der FAZ:
In Teilen sicher interessant, in der Gesamtheit sind aber einige logische Brüche drin, z.B. diese Aussage:
Der Goldpreis-Anstieg führt derweil dazu, dass der Verkauf von Alt-Gold
weiter zulegen dürfte. Die Nachfrage aus der Schmuckindustrie wird
hingegen sinken, argumentieren Fachleute.
Da ein weiterer Anstieg derzeit eher auf den Dollar beschränkt ist, kann das auch vorrangig nur Einfluss auf den Altgold in den USA haben.
Nach Einschätzung von Weinberg müsste die Risikoaversion der Anleger
weiter steigen, um den Goldpreis nach oben zu hieven. Davon dürfte
seiner Meinung nach aber nicht auszugehen sein. Denn an den Börsen sei
zu beobachten, dass die Risikofreude eher zunehme: „Der Dax legt zu,
der Ölpreis steigt, die Investoren sind überzeugt, dass die
Konjunkturerholung in vollem Gange ist“, sagt Weinberg, „damit spielt
Gold eine immer weniger wichtige Bedeutung.“ Weinberg prognostiziert,
dass der Goldpreis bald wieder unter die Marke von 900 Dollar fällt.
Wie lange wird sich die Entwicklung der Börsen wohl vor den wirtschaftlichen Fakten verschließen können? Kommt jetzt eine neue Boomphase? Woher? Die Folgen der Wirschaftskrise sind bisher nicht bei der breiten Masse angekommen, in der zweiten Jahreshälfte dürfte ein Rückgang der Kaufkraft bei der Bevölkerung deutlich erkennbar werden. Arcandor jammert jetzt schon. Mal sehen was dann kommt.
Insgesamt ist der FAZ-Artikel für mich eine bunte Mischung aus Fakten (Bravo!), von Fachleuten authorisierten Mutmaßungen (nicht ganz so bravo!) und Widersprüchen. So verkauft man Stimmungen. 