Ich glaube das liegt u.a. daran, dass viele Wähler laaannngsammm bemerken, dass unser derzeitiges Wirtschaftssystem von einer sozialen Marktwirtschaft weit entfernt ist. Das ehemals bestehende Gleichgewicht zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern ist - bis auf wenige Branchen - gestört. Die Gehälter sinken, weil sich der Durchschnittsarbeiter auf der sozialen Leiter abwärts orientieren muss. Die Billiglohnjobs werden mehr und stehen in direkter Konkurrenz zu den noch bestehenden Alt-Arbeitsplätzen, usw.usw.
Es geht um Erwartungen und deren Erfüllung.
Unterstellen wir mal eine Lebensplanung :
Du hast Mittlere Reife , lernst Mechatroniker und wirst übernommen - bedienst CNC-Werkzeugmaschinen und stellst Teile für die Auto-Industrie her.
jetzt heiratest du , machst mit der Holden Pläne ..Eigenheim solls sein , 2 Kinder , natürlich Urlaub jedes Jahr , schickes Auto -oder auch 2 , für die Ausbildung der Kinder was zurücklegen und natürlich auch was für die Rente.
Du bist Gewerkschaftler , die IG Metall kümmert sich um Lohnerhöhungen und du wählst vielleicht SPD.
Frau arbeitet erstmal mit , bis die Kinder kommen , dann vielleicht 10 Jahre Hausfrau - dann wieder Teilzeitjob ?
Was soll passieren , Krankenkasse , Lebensversicherung , BU und RisikoV, Bausparvertrag auch und von Deiner Bank wirst du gut beraten 
Nur geht das nicht mehr auf , was man für Mitte der 70er realistisch so einschätzen konnte !
Seit die Genossen um Gas - Gerd meinten , sie müssten unternehmerfreundlicher sein , weil das für sie positiv ausginge ...BIP steigt , Export auch , Steuersumme erhöht sich , man kann grossfressiger ausgeben ,
die Notfall-Systeme werden eingedampft ( H IV ) , warteten die Termiten in Gebälk !
Sprich , jeder Krise würde hart für die Masse werden ( unser Lebensplaner s.o. ).......
Wenn er 1990 angefangen hat , könnte es schon zum programmierten sozialen Abstieg gekommen sein.
Vielleicht ist er in Kurzarbeit , vielleicht schon durch Firmen-Konkurs ohne Beschäftigung ,,,Frau hat auch nix mehr.
Gut , jetzt gibts ALG I ...aber wie lange ? Vielleicht 1 Jahr . Sprünge macht er damit nicht mehr - Urtlaub fällt aus - max 1 Auto noch - keine Spasskäufe mehr.....
Danach geht er zur ARGE und sagt : nix gibts - verfriss erstmal deine Reserven bis zur Selbstbehaltsgrenze !
Hat er schon gebaut , kann es zur Zwangsversteigerung kommen , denn er kann ja den Kredit nicht bedienen- es sei denn??
Hat er nicht gebaut , heisst es Bausparvertrag , LV auflösen - und davon leben - bis es alle ist.
Ist er mit seinen Reserven am Ende - dann ALG II oder HIV - dann lebt er , aber eben gerade so.
Der Lebensplan komplett gescheitert - wenn er Pech hat zerbricht noch was im persönlichen Leben über diesen ganzen Stress-Situationen.....
Und nun ganz einfach :
Die Systemparteien sind nicht willens / in der Lage , dem durchschnittlichen Bürger die Sicherheit zu solch einer Lebensplanung zu geben.
Deshalb müssen sie abgewählt werden. Und andere sollten sich daran versuchen , dem Volk Perspektiven zu ermöglichen!
Wer solche Maximen wie Globalisierung , Eindampfung der Lohn-Nebenkosten , Finanzspiele der Banken mit betrieben hat , gehört abgewählt --sie sind dabei , die Mehrheit des Volkes ins Elend zu stürzen!