Die Deutsche Bank wettete mit Anlegergeldern auf Lebensversicherungen - doch die Pläne gingen nicht auf
Die Deutsche Bank wettete mit Anlegergeldern auf Lebensversicherungen: Wenn die Versicherten früher sterben, verdient ihr Fonds. Doch die Pläne gingen nicht auf, dafür klagen die Investoren das Institut jetzt.
Frankfurt/Wien - Die kritisierten beiden Lebensversicherungsfonds Kompass Life I und II der Deutschen Bank bescheren dem Finanzkonzern neben herben Verlusten nun auch noch eine Strafanzeige, weil sich Anleger getäuscht fühlen. Stein des Anstoßes ist die verfehlte Strategie der Bank.
Die Fonds kaufen US-Bürgern deren Lebensversicherungen ab und zahlen weiter die monatlichen Raten. Stirbt der ursprüngliche Polizze-Nehmer, geht die Auszahlungssumme an die Fonds, so das Kalkül. Problematisch nur, wenn die Lebensversicherten nicht so schnell sterben, wie von den Finanzstrategen kalkuliert
red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21./22.11.2009
http://derstandard.at/12567453…ie-Deutsche-Bank-zu-spaet
Sterben die Versicherten rechtzeitig, verdienen Fonds, die in Lebensversicherungspolicen investieren. Bei der Deutschen Bank ging das Geschäft nicht auf, jetzt klagen mehrere Anleger