Die fast völlige Abkopplung Russlands vom SWIFT-System stellt einen
Pyrrhussieg dar. Russland wird CIPS (die chinesische Alternative) ausbauen. Andere Länder werden vermutlich zumindest zweigleisig fahren. Langfristig wird dieses Verhalten den US-Dollar weiter schwächen.
Und die dümmliche Nibelungentreue der EU dürfen wir ausbaden.
Ich verlinke hier den Artikel von Pebe Escobar, der sich durch gute geopolitische Analysen auszeichnet.
Ausschnitt:
Um zu verstehen, wie diese NATO-Sanktionen Russland „ruinieren“ werden, habe ich einen der kompetentesten Wirtschaftsexperten der Welt, Michael Hudson, um eine knappe Analyse gebeten, der unter anderem eine überarbeitete Ausgabe des unbedingt lesenswerten Buches Super-Imperialism: The Economic Strategy of American Empire.
Hudson bemerkte, er sei „einfach nur fassungslos über die nahezu atomare Eskalation der USA“. Zur Konfiszierung der russischen Devisenreserven und dem Ausschluss von SWIFT ist zu sagen, dass „es einige Zeit dauern wird, bis Russland ein neues System mit China einführt. Das Ergebnis wird die Dollarisierung endgültig beenden, da Länder, die von ‚Demokratie‘ bedroht sind oder ihre diplomatische Unabhängigkeit demonstrieren, Angst haben werden, US-Banken zu benutzen“.
[...]
Wenn mehr russische Unternehmen SPFS und CIPS nutzen, noch bevor sie fusionieren, und andere Manöver zur Umgehung von SWIFT, wie z. B. der Barterhandel – der vor allem vom sanktionierten Iran genutzt wird – und Agentenbanken, könnte Russland mindestens 50 Prozent der Handelsverluste ausgleichen.
Das Entscheidende ist, dass die Flucht aus dem von den USA dominierten westlichen Finanzsystem in ganz Eurasien unumkehrbar geworden ist – und das wird mit der Internationalisierung des Yuan einhergehen.