Neben der kritischen Lage im Energiesektor, der schon seit langem kurz vor dem Zusammenbruch stand, hat das Regime in Kiew diesmal kurz vor einem, laut Wettervorhersage, ziemlich kalten Winter seine eigene Gasversorgung verloren. Laut Daten von Bloomberg waren bis Mitte Oktober etwa 60 % der Gasförderung der Ukraine zerstört.
wisst ihr, was das bedeutet?
Im Jahr 2024 deckte die Ukraine rund 95 Prozent ihres Erdgasbedarfs durch eigene Förderung.
Die Ukraine hatte 2024 noch etwa 19 Milliarden m³ Erdgas produziert und damit nahezu ihren Eigenbedarf gedeckt. Wenn nun rund 55 Prozent der Förderkapazität ausfallen, sinkt die verfügbare Eigenproduktion im Winter auf etwa 8,5–9 Milliarden m³. Gleichzeitig sind laut Energieministerium die Gasspeicher nur zu 28 Prozent gefüllt, was etwa 3,5 bis 4 Milliarden m³ entspricht (bei voller Kapazität von rund 14 Milliarden m³).
Damit stehen dem Land realistisch etwa 12–13 Milliarden m³ zur Verfügung, während der prognostizierte Winterbedarf etwa 18–20 Milliarden m³ betragen dürfte. Das bedeutet, dass rund 6–8 Milliarden m³ Erdgas fehlen könnten. Diese Lücke müsste durch Notimporte aus der EU (über Polen, die Slowakei oder LNG-Zuflüsse via Ungarn) oder durch massive Verbrauchseinschränkungen ausgeglichen werden.
Die erwarteten Auswirkungen sind:
Heizengpässe für private Haushalte und Ausfälle bei der Fernwärme in besonders betroffenen Regionen wie Charkiw und Poltawa.
Gewerbliche Einschränkungen für Industriebetriebe außerhalb von Kiew und Dnipro.
Steigende Importkosten, da Ersatzlieferungen aus der EU laut Schätzungen über eine Milliarde US-Dollar kosten könnten.
Kurz gesagt: Die Ukraine steht vor der härtesten Heizsaison seit Kriegsbeginn, mit einer potenziellen Versorgungslücke von bis zu einem Drittel ihres Wintergasbedarfs.