Na was ist besser: Wenn Staaten Geld von Banken leihen und dann Zinsen zahlen
oder wenn Staaten selbst Geld schöpfen und keine Zinsen zahlen?
Ich finde es deutlich besser, wenn der Staat das Geld selbst schöpfen kann
und kein Dritter (=Bank) da zwischen sitzt und die Hand aufhält.
Was ist es für eine Idiotie, dass ein Staat von Banken abhängig ist?
Die größte Inflation der letzten Jahrzehnten haben wir fast alleine den Banken zu verdanken...
Ich wäre auch dafür, jeder PRIVAT-Bank grundsätzlich die Geldschöpfung zu verbieten
(ausgenommen staatliche Banken). Etwas ähnliches gab es in Sowjetunion,
wo Preise sogar über viele Jahrzehnte tatsächlich stabil gewesen sind...
Bis zum großen Knall (war aber andere Ursache als die Geldschöpfung).
Das Problem ist nur, dass so ein System gegen jetziges keine Chance hat,
da das jetzige System das aggressivste ist.
Jedes Land, das sich auf das einlässt, wäre zudem sofort weg vom Fenster.
ZitatAlles anzeigenJetzt steigen erstmal die Zinsen und alle Staaten verwandeln die
zusätzliche Zinslast in Steuererhöhungen. Schlussendlich reden wird über
die Frage mit 3 Antworten:
Was passiert mit den Schulden. Sie werden
A) Zurückbezahlt (Deflation)
B) Storniert (Stagflation)
C) Mit frischem Geld beglichen (Inflation)
A-B-C laufen immer parallel ab...
Generell müssen neue Kredite die zurückgezahlten überdecken,
dann gibt es keine Deflation.
Die Wirtschaft ist seit 2008 nicht mehr selbst in der Lage dazu,
sondern nur durch staatliche Hilfe.
D.h. die Staaten haben den Fall überkompensiert (sieht man an extremer Verschuldung).
Das funktioniert aber nicht ewig (siehe GR)
ZitatWas ist wohl wahrscheinlicher? Nach der 75. Erhöhung der
Schuldenobergrenze in den USA und dem EU-Bail-Out 4Everybody. Credo: Too
Big too fail. Ich meine, wie bescheuert muss man sein um die Realität
so zu verkennen, in seinem Elfenbeinturm der ökonomischen Theorien, so
richtig diese auch sein mögen. Wacht endlich auf.
Schuldenobergrenze ist nur Show
ZitatAlles anzeigenIch kann Dir nicht widersprechen. Exzellente Analyse. Aber geh' doch mal
auf meinen Punkt ein, den Durchwurschtel-Pragmatismus, bei dem Recht
und Gesetz, Anstand und Moral, Verstand und Logik ausser Kraft gesetzt
werden ("alternativlos") nur um dieses Drecks-System am laufen zu
halten. Du musst zugeben - wie ich - den Erfindungsreichtum (ESM), die
Dreistigkeit (Target2), Korruptheit und Rechtsbrüche
(Maastricht/No-Bailout) vollkommen unterschätzt zu haben. Dieses
Politiker-Banker-Verbrecherpack wird ALLES tun, um das Hamsterrad am
Laufen zu halten. Die gehen über Leichen, wie man an den Drogen/HIV
Toten (bedingt durch die Sparmassnahmen) in Griechenland bestens
beobachten kann. Schon bald wird die Bild berichten: Rentner verhungert
weil er sich das Essen nicht mehr leisten konnte. Alles zum Wohle der
Gläubiger = Banken. Es geht - wie Du sagst - um den grossen Reibach.
Sorry aber das habe ich wie 90% hier im Forum schon längst verstanden.
Durchwurschteln...
Grundsätzlich hat die Politik bei einer Krise/Deflation 3 Möglichkeiten:
A) nichts machen
B) den Schmerz hinauszögern
C) alles verschlimmern
Die Politiker haben sich für B entschieden,
wobei ich sicher bin, dass am Ende auch noch C kommt.
Beim Durchwurschteln gibt es ein Problem:
es hilft nicht DAUERHAFT - und je länger es dauert, desto wahrscheinlicher ist am Ende der echte große Crash.
z.B. ab 1929 ist die Wirtschaft um bis 1% BIP Wirtschaftsleistung pro Monat abgestürzt.
Seit 2009 wird die Wirtschaft mit Hilfsmaßnahmen um 1% BIP der Wirtschaftsleistung pro Monat gestützt.
(zum Leben zu viel, zum Sterben zu wenig)
Mit anderen Worten: der Crash sitzt immer noch unter der Oberfläche.
Und wenn man genau hinschaut, dann sieht man es auch.
Es wurde gar nichts verhindert - aber das Stützen muß nun auf alle EWIGKEITEN weitergehen - und das ist UNMÖGLICH!
Es mag sein, dass auf dem Papier alles gut ist: keine Deflation usw.
Tatsächlich haben alle Maßnahmen GAR NICHTS gebracht und sind verpufft.
1929 - nach dem 1. Crash, da haben die reichsten Menschen angefangen Aktien zu kaufen,
und haben dann so vor dem Crash gerettet - die wurden als Helden gefeiert (wirklich!).
Heute hätte die gleiche Aktion höchstens 1 Tag überdauert und wäre sofort verpufft.
Aus diesem Grund brauchte man etwas größeres und die Staaten sind seit dem
eingesprungen - und es hat tatsächlich Jahre ausgeholfen. Aber am Ende wird es genauso enden...
Es gibt keine Maßnahmen gegen Deflation. Nochmal: wenn der Markt instabil ist,
dann ist der instabil und es wird immer jemanden geben, der davon profitieren will...