Beiträge von Ophiuchus

    b) Aber wie ist dann der schnelle Stimmungswechsel von 47% auf unter 20% innerhalb von nur 2 Wochen erklärbar, und das bei Schweizern? Ich finde, gar nicht.
    c) Selbst wenn man annimmt, das die Schweizer in der heutigen Zeit schneller ihre Meinung ändern (--> ich habe 2 Jahre in der CH gelebt und kann das nicht glauben! Wenn die eine Meinung haben, ist die "Beton"! Im Politischen noch zweimal.)


    So mancher Schweizer tut sich tatsächlich sehr schwer, seine Meinung zu ändern, weil er einen festgezimmerten Standpunkt für etwas durchweg Positives hält. Das merkt man gut in pollitischen Diskussionen, z.B. am Fernsehen: Zuerst ist eine Meinung da (beidseitig), dann wird auf biegen und brechen diese Meinung verteidigt, und am Schluss sind alle da, wo sie angefangen haben. Standhaft werden Argumente der Gegenpartei ignoriert, kleingeredet oder mit selektiven "Statistiken" angegriffen. Und auf solche Trauerspiele sind sie dann alle stolz, Hauptsache, sie mussten ihre Meinung nicht ändern.


    Bei der Goldinitiative kamen aber va. zwei Punkte zum Tragen:
    1. Die Mehrheit hatte anfänglich keine Meinung dazu, und vielen war wohl anfangs der Gedanke einfach sympatisch, den Franken mit richtigem Gold zu hinterlegen. Sehr viele vermuten, dass der ungebremste Ankauf von Euros irgendwie auf Dauer nichts Gutes bringen wird, und der € hat hier kaum Anhänger. So erkläre ich mir die anfänglich grosse Zustimmung.
    2. Dann kam die geballte Propaganda ins Spiel, die an der Initiative kein gutes Haar liess. Man hat immer wieder die Angst-Keule geschwungen: Alle "Experten" haben gedroht, dass die SNB dann den Franken/ Euro- Kurs nicht mehr halten könne, dass dies den Export zum Erliegen bringen und in Massenarbeitslosigkeit enden würde. Dass diese Argumente nicht haltbar sind, konnten dann sehr viele nicht wissen, weil sie sich nie mit Geldpolitik oder internationalem Handel beschäftigen. Sie glauben einfach nur, was die Nachrichten erzählen, zum Beispiel, dass es eine feine Sache sei, den Franken laufend zu schwächen. Immer wird nur vom Export geredet, nie von den Importen. Dabei wird generell unterschlagen, dass die Schweiz kaum preissensible Massenware exportiert, und daher die Exportwirtschaft durch einen starken Franken nicht sehr verletzlich ist. Ausserdem muss sie ja Rohstoffe und Halbfertigprodukte i.d.R. importieren, was einen gewissen Ausgleich mit sich bringt.


    Also: Wenn man vor der Lancierung der Initiative eine Umfrage gemacht hätte, ohne irgendwelche Informationen zu geben, dann hätte sicher eine Mehrheit nur leer geguckt und die Achseln gezuckt. Der Meinungsumschwung ist somit darauf zurückzuführen, dass kaum jemand einigermassen sattelfest ist in dieser Frage. Aber jetzt sind die Meinungen gemacht (worden!) und ein Umschwung wird da kaum mehr möglich sein, zumindest nicht ohne die grossen Medien.


    Gruss
    Ophiuchus

    Es ist totaler Quatsch, durch Fassadendämmung aus dem Haus ein schimmliges Feuchtbiotop zu machen ...


    Das Gegenteil ist der Fall: Schlecht isolierte Wände --> kalte Wände im Innenraum --> Kondenswasser, feuchte Innenwände (weil warme Luft im Haus, die mehr Wasser aufnehmen kann) --> Schimmelbildung. Hab' schon mal eine Wohnung gesehen, wo genau das passiert war, weil die Fassade in einem Bereich schlecht isoliert war. Dort wurde regelmässig gelüftet, half aber nicht.


    Der Rest, den Du sagst ist aber schon richtig. Vor allem Dach und Fenster lassen in der Regel viel mehr Wärme entweichen, als die Mauern. Und Wärmebrücken, falls vorhanden, sind natürlich auch schlecht. Neben Wärmeverlust kann es da dann im Innenraum im Winter auch zu Feuchtigkeit kommen.


    Bei sehr gut isolierten Häusern ist die Feuchtigkeit schon ein Problem, aber das liegt vor allem an den hermetisch schliessenden Fenstern, wo kein Luftaustausch möglich ist. Da muss dann viel häufiger gelüftet werden. Bei Null-Energie-Häusern löst man das Problem mit leistungsfähigen Lüftungen, die die angesaugte Umbebungsluft mittels Wärmetauschern vorwärmen und die Feuchtigkeit im Haus niedrig halten. Da soll man dann gar nicht lüften, wegen dem Wärmeverlust.


    Gibts da eigentlich etwas elektronisches mit Sensoren, was man zur Steuerung des Wohnklimas einsetzen kann?


    Ich vermute, solche integrierte Lüftungssysteme arbeiten auch mit Sensoren für die Luftfeuchtigkeit. Für Nassräume oder Keller gibt es auch kleine Raumlüfter mit eingebautem Hygrometer, die selbst ein-und ausschalten. Hab' z.B. diesen gefunden (nur so als Beispiel, ich habe keine Verbindung zu der Firma, und weiss nichts über die Qualität des Teils):


    http://www.elv.ch/protector-pr…mit-hygrometer-weiss.html


    Gruss
    Ophiuchus

    Isolation ist grundsätzlich eine gute Massnahme, um Energie einzusparen. Und zwar nicht wegen dem (nützlichen) CO2, sondern wegen der Ressourcen, da ja meist mit Öl geheizt wird.


    Aber die Wirtschaftlichkeit bei bestehenden Bauten ist in den allermeisten Fällen nicht gegeben. Ausserdem müssen auch Fenster und Dach gemacht werden, um vernünftige Einsparungen zu erreichen. In dem Beispiel werden 20'000 € für eine Fassadenrenovation angegeben. Ich kenne die Preise in D nicht, aber in der Schweiz nehmen die Arbeiter für dieses Geld nicht einmal die Hände aus den Taschen. Bei meinem Haus ist es so, dass eine wirksame Wärmedämmung eine Amortisationszeit von ungefähr 150 Jahren hätte, hab' das vor Jahren einmal überschlagen. Dies trotz Förderung (die allerdings mickrig ist). Bei Neubauten hingegen dürfte sich eine gute Isolation schon rechnen, aber wenn's um Mietshäuser geht, wo ja der Mieter die Heizkosten trägt, sind die Bauherren darauf nicht besonders erpicht.


    Das Argument Konjunktur, das dann angeführt wird, halte ich für ein Schein-Argument. Dann könnte man ja den Arbeitern das Geld einfach so in die Hand drücken und sie wieder nach Hause (oder in den Mediamarkt) schicken. Mehr Unfälle wirken sich auch positiv auf das BIP aus....


    Auf die Idee, die Autoindustrie zum Bau von erschwinglichen, verbrauchsoptimierten Autos zu verpflichten, kommen die Herren Politiker allerdings nicht: Die Cw-Werte von Serienautos liegen zwischen 0.25 und 0.5. Das ist geradezu lächerlich, und es ist nur einer der Punkte, die man längst besser machen könnte. Von mir aus dürfen Hummer, Ferrari &Co gerne weiter gebaut werden, aber man sollte auch 1-Liter Autos zu vernünftigen Preisen anbieten, dann könnten die Konsumenten selbst entscheiden.


    Gruss
    Ophiuchus

    Ein ganz normaler Freitag eben... :S .


    http://www.globalresearch.ca/m…inancial-policies/5417444


    „In a blatant and massive market intervention, the price of gold was smashed on Friday. Right after the Comex opened on Friday morning 7,008 paper gold contracts representing 20 tonnes of gold were dumped in the New York Comex futures market at 8:50 a.m. EST. At 12:35 a.m. EST 10,324 contracts representing 30 tonnes of gold were dropped on the Comex futures market "


    "A rational seller would not behave in this way. What we are witnessing in the bullion futures market are short sales designed to drive down the price of bullion. This is price manipulation.“


    Gruss
    Ophiuchus


    Er fordert einen Abbruch der Übung


    Ich auch.


    http://www.rp-online.de/panora…r-schneller-aid-1.4713173


    " von 2003 bis 2009 erhöhte sich der jährliche Eisverlust jedoch auf 16,3 Milliarden Tonnen. Das Schmelzen der Polkappen lässt den Meeresspiegel anschwellen und bedroht damit die Küstenregionen weltweit."


    (Insgesamt schmelzen 83 Milliarden Tonnen, und 66.7 Milliarden Tonnen werden durch Schneefälle wieder ausgeglichen.)


    16.3 Milliarden Tonnen Eisverlust pro Jahr. Das ist unheimlich viel. Oder? Wieviel steigt der Meeresspiegel dadurch? Nun, das können Medienleute nicht ausrechnen, und der Klimarat auch nicht. Aber DU, lieber Leser, kannst es!


    Es sind etwa 0.45 mm pro Jahr. In 100 Jahren ergibt das einen Anstieg der Ozeane von ca. 4.5cm. Werden wir jetzt alle absaufen? Nein, das werden wir nicht. Und vielleicht merkt jetzt der Eine oder die Andere, dass wir in dieser Frage andauernd belogen werden.


    Und dass es nicht mögllich ist, den künftigen Verlauf der Durchschnittstemperatur der Biosphäre auch nur annähernd zu berechnen, habe ich ja schon ansatzweise dargelegt. Dass sie überhaupt zunehmen wird, ist eine freche politische Behauptung, die wissenschaftlich nicht belegbar ist.


    Erderwärmung = Feine Sache. Weniger Energieverbrauch, besseres Leben
    Erdabkühlung = Problem. Hungersnöte, Steigerung des Energieverbrauchs.


    Gruss
    Ophiuchus

    OK, 2 Mia. sind keine Versicherung, sondern nur ein lausiges Alibi


    Genau. Bei einem möglichen Schaden von 5 Billionen ist das so. Aber Du hast's nicht kapiert, richtig?


    Dein grüner Atomstromartikel ist mittlerweile 6 Jahre alt


    6 Jahre sind sicher eine lange Zeit für einen so jungen Menschen...Aber Du hast natürlich nicht ganz unrecht, "grün" sagt man nicht mehr seit Fukushima, es heisst jetzt "klimafreundlich".


    Basler Zeitung, vor 4 Stunden:
    «Wir können uns gratulieren, dass wir noch klimafreundliche Kernkraftwerke haben», sagt Alpiq-Chef Schweickhardt. Im Bild das Atomkraftwerk Gösgen

    AKW sind in D über einen staatlichen Pool versichert


    Der Spiegel schreibt:
    "So sind dem Bericht zufolge Atomkraftwerke in Frankreich lediglich bis 90 Millionen Euro versichert, in Bulgarien sind es sogar nur 49 Millionen Euro. In Deutschland sind es immerhin zwei Milliarden Euro. "


    "Laut den Ökonomen Peter Hennicke und Paul Welfens würden die Kosten eines Atomunfalls in Deutschland jedoch bei rund 5000 Milliarden liegen"


    "Die mangelnde Versicherung verbunden mit staatlichen Garantien für den Fall eines Unfalls dienen demnach als versteckte Subvention der Atomindustrie."


    http://www.spiegel.de/wirtscha…g-in-europa-a-930980.html


    Das ist keine Versicherung, sondern ein ganz lausiges Alibi.


    Im Übrigen habe ich noch nie gehört, dass irgend jemand Atomstrom als grün bezeichnet


    Ich schon, und es wurde nicht nur gesagt, sondern auch geschrieben, von der Qualitätspresse:


    Atomstrom ist grün


    Gruss
    Ophiuchus

    Tepco ist nach wie vor vollkommen verantwortungslos und zahlt nur wos nicht anders geht


    Die KÖNNEN nicht zahlen, weil sie nicht versichert sind, und das wäre bei uns genau so. Atomenergie wäre die TEUERSTE aller Energien, wenn diese Reaktoren für den GAU versichert sein müssten. Aber nein: Atomstrom wird uns als grün, sauber und günstig angepriesen.


    Ich bin seit dreienhalb Jahrzehnten ein Gegner der Atomenergie, eine der wenigen Fragen, bei denen ich in dieser Zeit keine Veranlassung sah, meine Meinung zu ändern.


    Gruss
    Ophiuchus

    Anderer Gedanke: Gibt es belastbare Beweise, dass die Holländer wirklich physisches Gold bekommen haben? Ich kenne keine, die hundertfache Wiederholung durch die Medien beweist nichts. Aus den Büchern der Beteiligten ist das ja nicht ersichtlich, weil sie sich nicht an internationale Bilanzierungsrichtinien halten, sie bilanzieren Gold und Goldforderungen nicht getrennt.


    Gruss
    Ophiuchus

    diese Aneinanderreihung von Ereignissen (zweimal Malaysian Airlines innerhalb kurzer Zeit, auffällige Zurückhaltung der NL Regierung bei der Aufklärung, jetzt die Meldung über die massive Goldrückholaktion etc.) werde ich den Eindruck nicht los, dass es da irgendwelche Zusammenhänge gibt


    Ich vermute, dass da kein Zusammenhang besteht. Die Holländer wurden wohl mit der (Nicht-) Aufklärung des MH17-Falles beauftragt, weil sie treue Vasallen sind und gut den Mund halten können. Sie gelten auch als "neutral", zumindest neutraler als z.B. die Briten.


    Eine Erklärung, warum die Holländer so prompt bedient wurden, habe ich hier gefunden (ist zwar auch spekulativ, leuchtet mir aber einigermassen ein):


    http://kingworldnews.com/kingw…Dutch_Got_Their_Gold.html


    Die Deutschen wollen das Gold bei sich lagern, die Holländer leihen es aus. Vielleicht ist es jetzt schon in China.


    "I have no hard proof to confirm my conclusion, but it makes sense when you consider that the Dutch central bank has been one of the most active lenders and sellers of gold."


    "So why should we believe the gold shipped to Europe is sitting in Amsterdam? Central bankers only tell you what they want you to hear. It is more likely that this gold has already been re-shipped to Asia to help out some bullion bank short of metal, all of which highlights why the Germans did not get their gold. The Germans want to store their gold in Frankfurt, not lend it. That’s why the Dutch got special treatment."


    Gruss
    Ophiuchus

    Die Welt: "....Nun soll Athen ein weiteres drittes Hilfspaket bekommen."


    Weiss jemand, das wievielte dritte Hilfspaket das ist? :D


    Naja, Wurscht. Haupsache der €uro ist zum gefühlten zehnten Mal endlich gerettet! [smilie_happy]

    Bedeutet das aber nun im Umkehrschluss, dass sie in Zukunft größere Mengen verkaufen können, ohne dass da noch irgendeine Kritik in der Öffentlichkeit laut werden würde wie bisher ?


    Jepp. Das war schon seit Wochen meine Befürchtung. Gestern haben die Spin Doctors schon kräftig in alle 3 Absstimmungsresultate hineininterpretiert (Das Volk will mehr Föderalismus, das Volk will die Wirtschaft nicht schädigen, das Volk will die Nationalbank nicht schwächen....). Den Satz "Das Volk will kein Gold" oder "Das Volk hasst Gold" habe ich aber NOCH nicht gehört. Wenn sie Gold verkaufen wollen, wissen sie jetzt ja schon, welche Lügen man ihnen abkauft: "Die SNB braucht mehr Unabhängigkeit" "Das Gold wird benötigt, um den Mindestkurs zu halten, sonst verrecken wir alle" "Gold ist nur was für Spekulanten" usw.


    "Das Volk" bewundert jetzt schon die SNB, die das Land vor dem Niedergang gerettet hat, weitere "Rettungen" werden bestimmt frenetisch bejubelt werden. Dass die SNB den Euro (zumindest temporär) und nicht die Schweiz gerettet hat, geht partout nicht in die Köpfchen hinein.


    Gruss
    Ophiuchus

    Ich hab viele Schweizer Freunde. Alle sagen, sie hätten für Gold gestimmt


    Geht mir ähnlich (wobei aber auch ein paar dabei sind, die gar nicht abstimmen mögen). Aber da gibt's noch ein paar Millionen, die ich nicht kenne...


    Ich habe die Mehrzahl denkenden Schweizer schlichtweg überschätzt


    Ich schätze (ganz grob), dass sich vielleicht 10% zu diesem Thema EIGENE Gedanken gemacht haben. Der Rest hat sich halt an die "Experten" gehalten (oder aus Sympathie halt zu den Initianten): "Wenn die Initiative angenommen wird, kann die SNB den Mindestkurs des Fr nicht mehr halten. Dann bricht der Export zusammen."
    Beides ist nachweislich falsch, so wie alle anderen Argumente der Gegner auch, aber der grosse Haufen hat keine Ahnung davon, und die dürfen (leider? ) auch an die Urne. Auch bei anderen Abstimmungen ist es meist so, dass nach Gefühl gestimmt wird. Und Gefühle zu steuern, darin sind die Medien halt echte Profis.


    Gruss
    Ophiuchus