1.) Warum aber haben die Schweizer 2 Wochen vorher mit 47% für Goldankauf gestimmt?
Du sagst, sie waren nicht sattelfest infomiert und wollten nur den Franken mit Gold hinterlegt haben.
Aber mehr braucht man doch gar nicht wissen. Mehr weiß ich auch nicht.
Sie haben das für eine gute Idee gehalten, und ein Bisschen „trotzen“ gehört in der Schweiz dazu. So hat es sich anfangs für viele noch gut angehört (für mich hört es sich immer noch gut an, die Währung mit Gold abzusichern).
Du sagst selbst, wenn die Schweizer eine Meinung haben, dann lassen sie diese sich auch nicht wegdiskutieren. Aber hier ging das in 2 Wochen.
Diese Meinung (pro Gold) hatten sie sich halt eben erst gebildet. Dann hat die Propaganda die grosse Angstkeule geschwungen, vor dem Kollaps des Exports und der ganzen Wirtschaft gewarnt. Dass die Exporte seit dem Einbruch 2008 TROTZ steigendem Frankenkurs kontinuierlich gestiegen waren, hat man ja schon 2011 erfolgreich verschleiert, als der Fr an den € angebunden wurde. Wenn man sich anschaut, was die Schweiz denn so exportiert, ist es auch nicht gross verwunderlich, dass der Wechselkurs da keine überragende Rolle spielt, zur Verdeutlichung die angehängte Grafik: Die ersten 3 Posten sind durch Patente bzw. Exklusivität bzw. Finanzkraft der Abnehmer ziemlich robust, die Posten 4 und 5 sind für die Frage der Währung ziemlich irrelevant, da diese Dinge zuerst importiert werden, bevor man sie ausführen kann.
Man hat also so getan, als ob das Land untergehen würde, wenn man ein paar Tonnen Gold kauft (notabene mit frisch hergezaubertem Geld). Nur gerade die Initianten Reimann und Stamm hielten dagegen, und so wollten die Leute dann „auf der sicheren Seite“ sein. Sie haben den „Experten“ ihre Pseudo-Argumente mehrheitlich geglaubt. Ein Bisschen auflehnen und trotzen ist hipp, das Land zu ruinieren aber gar nicht. Dass die Leute damit das mögliche Rettungsboot für den Franken versenkt haben, werden sie vielleicht dann irgendwann merken. Betonung auf „vielleicht“.
2.) Ich mach Löhne für die Schweiz. Die sind himmelweit von Deutschen (EU) Löhnen entfernt.
Beispiel: Ungelernt, Baubranche, spricht kaum deutsch, keine Leitungs-Verantwortung, seit 1 Monat in der Firma: Recht auf 3.000?/Monat plus Urlaubsgeld usw. (Kanton Genf und Vallis!)
Wenn man berücksichtigt, dass da noch ca 20% Steuern weggehen, und dass die Lebenshaltungskosten in der Schweiz erheblich höher sind als in D, relativiert sich das Bild etwas. Der Lebensstandard hat in den letzten 2 Jahrzehnten in CH auch schwer abgenommen, der „kleine Mann“ hat aber doch noch etwas mehr als in D. Früher hat man oft gesagt, der Schweizer jammere auf hohem Niveau, heute jammert er wohl auf mittlerem Niveau.
Das haben die Schweizer ihrer hartnäckigen Ablehnung der EU zu verdanken. Warum hier anders???f
3.) Bei der Einwanderungsablehnung gab es damals genau denselben Medienterror. Aber die Schweizer haben damals (!) abgelehnt. Und diesmal mit Pauken und Trompeten für die Einwanderung!
Klingt das logisch?
Einverstanden, klingt nicht wirklich logisch, diesmal hat in dieser Frage die Propagnda offensichtlich gefruchtet, trotz fast gleicher Fragestellung und gleichen Argumenten. Man hat allerdings das einigermassen unzutreffende Wort „fremdenfeindlich“ gegen das gänzlich falsche „rassistisch“ ausgetauscht, das sich so schön zischen lässt.....Wieso darf man eigentlich so häufig „rassistisch“ sagen, aber niemals „Rasse“?