
Uhlig ist schon umgekippt, schneller als erwartet übrigens, ich hätte gedacht, er ätzt weiter bis zum Dezember & fällt dann auf die Nase, mit seinen falschen Einschätzungen ... .
Dem ist nicht so, er hat jetzt die Notbremse gezogen ... .
Sollte jedem hier auch zu Denken geben, der über den Bank Run Thread spottet ... 
Zur Erinnerung habe ich ein paar der bereits geposteten Zitate nochmal mit erwähnt:
Frische Eindrücke von der Elfenbeinturmaussichtsplattform - here he comes: Herr Professor Dr. Uhlig, von der Humboldt Universität Berlin.
Er schreibt (wie hier im Thread bereits von mir gepostet) im Handelsblatt Blog für Ökonomie.
Vor ein paar Wochen noch wurden dort Pessimisten bezüglich der Bankenkrise von ihm öffentlich verspottet!
Ich hatte kurz überlegt, was zu schreiben, aber nachdem auch so einige Kritik einprasselte, die teils zudem auch noch fachlich fundierter war, als ich das leisten könnte, habe ich es dann doch gelassen & mich aufs Lesen, Lachen & Dokumentieren beschränkt ... . 
Los ging das Ganze am 30.08.2007, vor weniger als einem Monat also.
Armer Professor ...
Zitat
http://oekonomie.blogg.de/eintrag.php?id=17
Weitere Links Zitat aus seinen nachfolgenden Texten.
Zitat
(...)
Ist das die Welt-Finanzkrise?
Es tut mir leid, dass ich das Licht anmachen, und Sie bei diesem schönen Gruselfilm stören muss. Dabei war das doch alles richtig schön dramatisch, oder?
Und sicher, die Dinge sind derzeit etwas holprig. Die Liquiditätsengpässe sind real. Die Zentralbanken müssen sehr aufpassen, sonst kann es tatsächlich gefährlich werden. Und auch die Subprime-Krise ist real: da werden wohl einige überschuldete Hauseigentümer nicht zurückzahlen. Und sicher: aus der Sicht manch eines Bank-Managers sind wir mitten in einer globalen Krise, denn viele Banken weltweit werden derzeit in den Sog einer Vertrauenskrise hineingezogen. Etliche Banken machen dicht – oder machen es schon (IKB, Sachsen LB, …) und etliche Bank- und Fonds-Manager verlieren ihren Jobs.
Aber aus etwas mehr Distanz erkennt man, dass diese Krise vorbeiziehen wird.
Das Glas ist nicht fast leer, es ist drei-Viertel voll. 
http://oekonomie.blogg.de/eintrag.php?id=18
Kein Problem also, wenn man von allem etwas behauptet, dürfte man am Schluss richtig liegen. 
Sein letzter Artikel gibt auch gleich Hintergrundinfos zur Sicherung der Banken in Deutschland, und hier trifft ihn die Realität und schüttelt seinen Elfenbeinturm schon erkennbar durch, so schnell kann sich das ändern, auch bei sogenannten "Profis":
http://oekonomie.blogg.de/eintrag.php?id=22
Denn hier, am 18.09.2007, klingt er bereits sehr besorgt, offenbar hat ihn die Northern Rock Geschichte auch aufgeweckt.
Keine Rede ist mehr vom Gruselfilm, aus dem er uns wecken möchte, indem er das Licht anknippst. ...
Zitat
Kann es zu einer Bankenpanik in Deutschland kommen? Jeder Sparer in Deutschland, der im Fernsehen die langen Schlangen vor den Schaltern der englischen Northern Rock Bank gesehen hat, sollte sich vielleicht fragen: sind meine Einlagen eigentlich sicher? Oder sollte ich lieber auch alles abheben, bevor es andere tun? Gute Frage.
(...)
Gibt es „Northern Rocks“ in Deutschland? Mich würde jedenfalls nicht wundern
:D, wenn es etliche deutsche Banken gibt, die (selbst oder per "conduit") einen großen Teil der zur Zeit äußerst illiquiden Hypotheken-Verbriefungen von Northern Rock gekauft haben, und damit auch dort auf Titeln sitzen, die vielleicht demnächst eine nicht so hübsche Talfahrt machen werden. Auf jeden Fall haben wir bereits von einigen Banken gelesen, die abseits ihrer Bilanzen mit conduits spekuliert haben. Das sind Fonds, denen die Banken Kreditgarantieen gegeben haben, sodass sie sich auf dem Markt der asset-backed-securities austoben können, also mit den Dingern, die im Moment niemand so recht haben möchte. Und einige Banken – die IKB und die Sachsen LB – sind darüber bereits mächtig gestolpert. Weil das öffentliche Banken sind, gab es eine öffentlich-finanzierte Rettungsaktion: sprich, der Steuerzahler sprang ein. Gibt es da noch weitere Fälle? Mal ehrlich: will man wirklich glauben, nur die IKB und Sachsen LB haben sich hier weit aus dem Fenster gehängt? Oder ist es nicht plausibler, dass es bisher erst diese beiden erwischt hat?
Fazit: wenn Sie ein Sparer sind, und Sie haben mehr als 20 000 Euro auf ihrem Konto, dann muss man von Ihnen auch erwarten, dass Sie sich in diesen Zeiten gut mit dem Gesundheitszustand Ihrer Bank auskennen. Wenn es zu einer Bankenpanik kommt, und Sie verlieren Ihr Geld, dann ist es Ihre eigene Schuld!
Vielleicht ist es an der Zeit, Ihrer Bank einige Fragen zu stellen („Ist die Bank in irgendeiner Form an conduits oder ähnlichen Gesellschaften, vergleichbar mit der Konstruktion bei der IKB oder Sachsen LB beteiligt? In welchem Umfang ist die Bank von der gegenwärtigen Liquiditätskrise betroffen? Zu welchem Portfolio-Anteil hält die Bank asset-backed securities? Was macht die Bank mit den Einlagen Ihrer Kunden?“). Sie haben der Bank eine Menge Kohle geliehen, es ist Ihr gutes Recht, kritische Fragen zu stellen! Und lesen Sie aufmerksamer als sonst die Finanzseiten. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg. Und hoffe, dass sich alles wieder beruhigt. 
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Aber, WAS FÜR EIN ARMUTSZEUGNIS und was für eine Verschwendung von tausenden von Euro Steuergelder, die dieser Mensch monatlich kostet, damit er allen Ernstes über "Portfolio Insurance" dozieren & veröffentlichen darf!
Portfolio Insurance, Mannomann, wie wärs mit Edelmetall! - muss ich das etwa auch erst studiert haben?? Lächlich.

Mich erinnerts an "Das Leben des Brian", an die Szene mit den Propheten ... . Oder eben, wie hier im Thread auch schon mal angedeutet, an den berühmten Irving Fisher, den Professor in USA, der ein paar Tage vor dem Crash an Wall Street im Jahr 1929 noch meinte, die Aktienmärkte seien dabei, sich auf hohem Niveau zu stabilisieren. Auch der musste seine Meinung relativ rasch der Realität anpassen, nachdem er sie kund getan hatte ... . 
Diese Menschen sind so abgetrennt von der irdischen Welt, dass ihre Gedankenkonstrukte auch nicht mehr wert sind, als die Aussagen der Banker selbst. ... Wobei die Wirtschaftsprüfer auch noch bezahlt werden, von denen, deren Produkte sie einschätzen - also sollte man da zusätzlich noch weitaus kritischer sein, als Leser!
Nur mal so, falls es jemand immer noch nicht realisiert haben sollte ...
Solls geben ... . 
Gruss,
gutso
PPS: Ist es nicht schön, wenigstens die eigenen Wertanlagen im Trockenen zu wissen? Ich finde schon. 