Zitat
Original von LuckyFriday
Hallo gutso,
Man würde die Motte schlecht kennen / unterschätzen, wenn man ihm nicht nochmals was Grösseres zutrauen würde.....
War da nicht Ende 2005 ein grosse Diskussion hier über Sinn und Unsinn der Schaffung von enorm viel bewilligten neuen Aktien? 20 Mio. Stück, glaub' ich.
Nun, das Aktionärsvolk hatte dem Grossen Manitu vertraut und diese bewilligt (ich war ja da knausrig gewesen und hatte abgelehnt)! pp steht an....U.S.Sterling Mining in the offing :D. Kleines pp und grosser Aktientausch?
(...)
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(Das Posting von Lucky aus dem Silberminen-Thread von Tschonko will ich mal meinem Posting voranstellen, es ist klug & weit gedacht.)
Hallo Kollegen!
Weil es sich sonst auf zu viele Threads verteilt, nochmal hier eine Zusammenfassung des Sterling Treffens bzüglich der Punkte, die ich abfragen konnte.
Links auf dieses Posting stelle ich dann in die anderen Threads kurz rein, so geht nichts verloren.
Am Rande der Edelmetallmesse gab es am Abend des 03.11.2006 im Marriott Hotel München ein über Goldseiten iniziiertes Treffen mit dem Ziel, interessierten Investoren Fragen zu Sterling Mining & zum Silver Valley Idaho zu beantworten.
Ich konnte mit emoba am Freitag Abend im Sterling Room teilnehmen & es waren einige Schlüsselfiguren anwesend, Ray de Motte, der Chef von Sterling Mining, selbst nicht, er war unerwartet privat verhindert.
Was aber insofern glaubwürdig war, als selbst David Bond (Journalistisches Idaho Urgestein & Silver Valley Sprachrohr der übriggebliebenen Minengesellschaften dort) zusammen mit Shauna Hillman (SilverSummit-Organisation & Besitzerin des Foto-Ladens Indelible Tidbits in Wallace) aus dem fernen Idaho dazu kamen.
Sie waren vorher auch schon auf der Edelmetallmesse gesichtet worden.
De Motte war wie gesagt persönlich nicht da, aber Monique Hayes (Marketingchefin, vorher für Human Resources bei Sterling Mining zuständig). Nach anfänglicher Enttäuschung stellte sich schnell heraus, dass ihre Kenntnisse bezgl. Human Resources im Silver Valley interessante Fragen ermöglichten.
Die Frage nach Kooperation oder Konkurrenz zwischen U.S. Silver Corp. (unlisted) & Sterling Mining (SRLM) wird wohl ein grösseres Thema der nächsten Monate & Jahre werden, im Silver Valley Idaho.
Dabei ist die Rolle von U.S. Silver Corp. (unlisted) noch nicht klar, sie dürfte sich erst langsam klären, wenn die Gesellschaft eine Weile an der Börse ist & wenn u.a. auch deutlich wird, wie dem Ex-Coeur-Gelände neue Perspektive verliehen werden soll.
Diese Probleme hat Sterling Mining (SRLM) nicht mehr, es steht für sie an, Teile ihrer Assets im Valley & anderswo herauszulösen & einzutauschen, für strategisch wichtigeres, wie der 40%-Chester-Deal von vor ein paar Tagen gezeigt hat. Nicht immer wird für so etwas also frisches Geld verbrannt werden müssen.
Nun habe ich also Monique Hayes angesteuert, über das Personalthema, nachdem sie meinte, sie war vorher Personalchefin bei Sterling. ...
Allles "Blue Sky", es arbeiten drei Generationen von Miners in der Sunshine, die alten lernen die jungen an, so gibt es auch keine richtigen Engpässe.
Anfangs standen nur ihres, de Mottes & das Auto des Geologen am Parkplatz, aber mittlerweilen füllt sich die Sunshine wieder mit Leben.
Gut. Nun habe ich eingeworfen, dass Minenangestellte & Fachleute rar sind, im Valley & es deshalb interessant ist, ob die Grossen Firmen auch mit anderen aus der Gegend kooperieren, wie ... z.B. eben U.S. Silver Corp. (unlisted) ...!? Ach & dass die natürlich auch noch viel vor sich haben, weil sie ja gerade erst den Börsengang planen.
Antwort Hayes: Aber natürlich kooperieren wir, wir haben ja schon 15 ihrer (gut 200?) Arbeiter aus der Galena in die Sunshine Mine herüberholen können.
Nächstes Jahr würden es aber wohl noch viel mehr.
Und dann kam es, etwas ärgerlich im Unterton: Sie (U.S. Silver Corp.) hätten doch nur einen guten Deal gemacht, mehr nicht, laufen würde die Galena-Mine so doch eh nie.
Ray de Motte hätte wohl selber mit geboten, beim Verkauf der Galena durch Coeur d´Alène (David Bond hatte das auch in einem Artikel angedeutet & das bestätigt auch Luckys zitiertes Posting oben
) aber er wollte eben nur einschlagen, wenn die Gewerkschaftsbindung (Union) der Minenarbeiter nicht mit übernommen werden müsste. Das sei der Schlüssel dazu, warum John Ryan von U.S. Silver Corp. (unlisted) den Zuschlag letztlich bekommen hätten & nicht Ray de Motte von der Sterling Mining (SRLM) ... .
Weiter habe ich dann gefragt, wie diese Art der "Kooperation" denn nun weiterhin aussehen würde, mit dem neuen Grossen im Valley? ...
Nun, bis Ende nächsten Jahres hätte dann Sterling durch ihre grosszügigen Angebote gewiss über 100 Miners aus der Galena zu sich herübergeholt, da könnten die weiter Drillen, das würde ihnen aber auch nichts helfen. Und letztlich, setzte sie die Folgerung daraus etwas vorsichtiger ab, letztlich würde die U.S. Silver Corp. (unlisted) von der Sterling Mining (SRLM) ihrer Meinung nach schlicht übernommen, weil die anderen drüben es wohl einfach nicht schaffen könnten, vor allem, wenn ihnen die Arbeiter fehlen. ...
Aha. Kooperation also ...
- Es soll jeder seine Schlüsse ziehen, und vielleicht kommt es ja auch nicht so hart für die derzeitigen Galena-Besitzer.
Aber man merkt, reibungslos verläuft da momentan nichts, die engen Resourcen in dem Spiel sind: Geld & Know-How.
Es reicht nicht aus, wenn man die guten Gebiete hat.
Zu Merger Mines (MERG) habe ich auch noch nachgehakt, wie sähe da die Planung aus, bekämen die nun einen (evtl. auch noch nach Silberpreis gestaffelten) Royalty, wenn dort "dereinst" Erz abgebaut würde, - darauf bestritt sie dies, die Formulierung "Royalty" war ihr sichtlich unangenehm.
Sie meinte nur, nun, da Sterling ober- & unterirdisch die Rechte bei den entsprechenden Merger Gebieten hätte, wäre das "ihr Baby", nicht mehr das von Merger.
Aber Merger bekäme wohl schon irgendwie Geld, natürlich, nur eben keinen Prozentual-Anteil am Verkaufspreis des geförderten Silbers.
(Also wird auch da wieder hart kalkuliert, offenbar. Wie sonst könnte man solche Sätze verstehen. Mehr war da auch nicht herauszubekommen).
Interessant ist noch, als Hintergrund, dass viele Minen im Silver-Valley, die etwas auf sich halten, auf eine relativ neue Technik der Erzlager-Bestimmung per "Deep-Imaging" mit Namen "Titan24" setzen wollen. Die Firma Quantec Geoscience bietet ihre Dienste diesbezüglich an.
Und darüber habe ich mich mit David Bond & Shauna Hillman danach dann noch unterhalten. Es seien im Silver Valley diese Techniken mit Schallreflexions-Analysen in Verwendung, die es auch möglich machen sollen, in den nördlich von Osburn gelegenen Gebieten Überraschungen zu Tage zu fördern.
Traditionell ist diese Gegend nördlich der Osburn Fault, in der auch Kerngebiete der New Jersey & etwas weiter östlich die Black Bear Mine liegen, viel weniger exploriert & nach gängiger Meinung gibt es dort auch nicht viel zu holen.
Dies liegt an der vorherrschenden Faultslip-Theory bezüglich der Geologie dieses Gebietes, nach der die erzreichen Bereiche nördlich von Osburn dereinst nach Südosten gerutscht waren, um dann auf der Höhe der Lucky-Friday Mine zum liegen zu kommen. Ist ja sehr erzreich dort ... .
Mir scheint also, es macht in erster Linie Sinn dort oben über Osburn zu suchen, wenn man dieser Faultslip-Theorie in der gängigen Form nicht ganz Glauben schenkt, - oder auch, wenn man denkt, es wären wiederum erzreiche Gebiete anstelle der vorher dort liegenden durch die geologischen Bewegungen eingebracht worden. Gewagt ist dies zumindest, aber warum nicht. ...
Erwähnt hat Shauna Hillman diesbezüglich das (noch relativ unbekannte & offenbar unlisted nach Geld suchende, in den Startlöchern stehende) Projekt "Silver Royal Apex" am Twomile Creek, wo die oben angesprochene, relativ kostengünstige Schall-Refkexions-Technik "Titan24" ebenfalls zum Einsatz käme.
Bond hat in seinen Artikeln des öfteren Silver Royal Apex erwähnt, ich gebe zu, dass ich selbst diesbezüglich erst mal eher skeptisch bin, - man wird bisherige Ergebnisse abfragen müssen, mehr kann ich dazu selbst noch nicht sagen. Bond schreibt dazu, in dem Artikel, auf den ich mich weiter oben schon mal bezogen hatte, dass der frühere Coeur President und CEO Justin Rice, vor zwei jahren "Silver Royal Apex" gegründet habe und vor zwei Jahren claims auf der Nordseite der Osburn Fault gesteckt hat. Justin Rice hätte grosses Vertrauen in diesen Distrikt und sei immerhin ein "Minenhund" grossen Kalibers ... .
Im Hintergrund gibt es dazu gerade Anstrengungen zu einem IPO und / oder einem Private Placement. Wer will kann sich ja an Shauna Hillman wenden, sie gibt dazu gern weitere Auskunft.
Ein wenig werde ich mich damit schon auch beschäftigen, allein schon, weil man so indirekt immer wieder die anderen Themen im Silver Valley wiederfinden kann ... .
Offenbar hat auch U.S. Silver Corp. (unlisted) vor, die "Titan24"-Technik zu verwenden, auf ihrer geplanten Suche nach neuen Erzbereichen auf dem Ex-Gebiet der Coeur d´Alène südlich der Osburn Fault.
Wenn man das eine & das andere weiter verfolgt, kann man in beiden Fällen evtl besser seine Schlüsse ziehen.
Ob an der "Silver Royal Apex"-Story was dran sein könnte ... . Nun: Ich halte meinerseits eine Sache daran für problematisch, obwohl ich niemandem nahe treten möchte. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist Justin Rice mittlerweilen 87 Jahre alt. ...
Vorerst so viel.
Grüsse,
gutso