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Original von HIghtekki
eigentlich sollte doch bei solchen schätzungen ein nahezu normalverteiles ergebnis raus kommen mit mittelwert nahe des aktuellen kurses oder?
vll. kann das mal jemand prüfen.
Zitat
Original von Edel Man
Also: Diesmal jedenfalls bewahrheitete sich die Uraltweisheit:
Die Mehrzahl hat Unrecht.!! 
Hallo HIghtekki, hallo Edel Man, hallo Milly,
spannender Abschweif:
so sieht eine Sortierung nach Zielpreisen aus, - insgesant 50% der Tipper lag bei kleiner gleich 600 US$:
< 560 9 30.00%
ca. 600 6 20.00%
ca. 610 1 3.33%
ca. 620 2 6.67%
ca. 630 3 10.00%
ca. 640 1 3.33%
ca. 650 2 6.67%
ca. 670 2 6.67%
ca. 700 2 6.67%
> 740 2 6.67%
Aber die Idee von HIghtekki ist schon richtig. Ich versuche es mal etwas ausführlicher zu beschreiben.
Eine Normalverteilung mit Höchstwerten (Scheitel) sehe ich auch nur für die Preise zur Zeit der jeweiligen Tipp-Abgabe als ein zu erwartendes Ergebnis an.
Sprich: Es gibt nicht "den einen, richtigen Zielkurs für einen Zeitpunkt in der Zukunft ", im Sinne einer anzunähernden, irgendwo & irgendwie existierenden Eigenschaft analog eines "abstrakten Ideals" im Sinne Platos, - wohl aber die mittelbaren Erwartungen zum Zeitpunkt der Tipp-Abgaben. ...
Und die orientieren sich im Schnitt (im Mittel) an den realen Preisen zu eben diesen Zeitpunkten selbst. ...
Man müsste also:
1. sehr sehr viele Tipps mehr als die ca. 30 Stück haben &
2. dann diese Tipps in Zeiträume-Gruppen hinsichtlich der jeweiligen Tipp-Abgabe-Zeitpunkte aufteilen.
dann ergäben sich bezüglich der Tipp-Anzahlen innerhalb ihrer Gruppen voraussichtlich
3. Glockenkurven mit Scheiteln um die damaligen / jeweiligen realen Preise herum.
Dazu habe ich noch diesen hervorragenden Artikel, Marktauguren auf Sinnsuche, von Thomas Fricke, im Kopf, FTD vom 04.09.2003. Er passt auch zum Thema & hat weitere Quellenangaben intus, ist aber leider mittlerweilen im Bezahlteil der FTD gelandet.
Zitat
04. 09. 2003
Kolumne: Marktauguren auf Sinnsuche
von Thomas Fricke
Prognosen für Aktien, Zinsen und Devisen liegen nicht nur zufällig, sondern mit System daneben. Es könnte sein, dass es uns besser ginge, wenn die Anleger daraus ebenso radikale Konsequenzen zögen.
Die Sache passt insofern hierher, als auch sogenannte "Profi-Analysten" im Schnitt wissenschaftlich nachweisbar bei Schätzungen, die einen Fix-Zeitpunkt in der Zukunft zugrunde liegen haben, durchschnittlich vom (zum Tipp-Abgabe-Zeitpunkt) aktuellen Preis / Indexstand ausgehen ... !
Ich denke mal: Warum sollte es hier & heute bei uns anders sein. ... 
Wir sind jedenfalls allemal so gut , wie die Profis. 
(Hier nochmal der Link dorthin, es ist einer meiner Lieblingsartikel.)
Für mich selbst folgt daraus eigentlich ein einfacher, aber doppeldeutiger Satz (natürlich nimmt er mir nicht den Spass an Tipp-Spielen, das wäre Unsinn, ein Stück weit ist es Ironie ... 
Die höchste Kunst besteht nicht darin, die Zukunft zu erraten, sondern Erfolg versprechend auf sie zu reagieren, wenn sie sich anschickt, zur Gegenwart zu werden.
Oder, man könnte es auch so ausdrücken:
Die Zukunft wäre so leicht zu erraten gewesen, - wäre es nicht noch so lang bis dorthin!

Gruss,
gutso
PPS: Herzlichen Glückwunsch, Edel Man, Du warst wahrscheinlich "in" der Glockenkurve, als Klöppel, - tja, einer muss den Gong machen.
