Hallo Claude,
das hast Du gut beobachtet. 
Es sind mehrere Gründe:
a) Die Beimischung in "echten" - nicht den modern nachempfundenen - Sovereigns (also bis in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts) war zwar fast nur Kupfer, aber immer auch ein winziges bißchen Nickel (ich glaube um 5 Promille oder so) - und letzteres ist ein ausgesprochener "Weißmacher" (den gibt's also nicht nur in Waschmitteln
). Bedenke: "WEISZgold" besteht z.B. aus 75% Au und den restlichen 25% Ni ... und diese Legierung ist dann schon total silbrigweiß!! Moderne "Sovereigns" (es sträubt sich in mir, diese Anleger-Produkte wie die klassische Hndelsgoldmünze zu nennen ... für mich sind das "bessere (eben staatliche) Medaillen") bestehen als Legierungs-Fremdbestandteil jedoch NUR noch aus Kupfer (wie die Krügers auch); und deren Legierung ist auch präzise die von denen bzw. der Rand-Goldies aus den 70ern.
b) Durch die Zirkulation löst sich mit dem Hautschweiß oberflächlich(!!) korrosiv nach und nach etwas Kupfer aus - auch ein "richtig zirkulierter" Rand sieht dann bald deutlich(!) gelbgoldener aus als die prägefrischen. Würde man sie dann "putzen" (Hi kids, don't try this at home!
) sind sie wieder rotgolden...
c) Und dann wird die Farbe einer Goldlegierung immer auch noch SEHR davon bestimmt, wie die Zaine geglüht und gewalzt wurden. Auch zeitgenössische, unzirkulierte Sovereigns (siehe oben unter b)
) haben schon recht unterschiedliche Tönungen - das gilt auch für überhaupt ALLE alten Handelsgoldmünzen!
d) Und dann gibt's noch die Australischen Sovereigns, die mit Ag statt Cu legiert sind - und das ergibt dann eine HERRLICHE Gelbgoldfarbe... 