Netter Thread. 
Ganz klare Ansage: Ja, ich bin goldsüchtig! Und zwar schon seit meiner frühen Jugendzeit (also seit nunmehr ca. 40 Jahren...
). Der bekannte Klassikerspruch von goldfinger beschreibt es eigentlich perfekt; Ihr wißt schon: "Ich habe das Gold schon immer geliebt, Mr. Bond. Seinen Glanz, seine Schwere..." (aus'm Gedächtnis; ich g00gle mir das jetzt nicht im Wortlaut zusammen).
Bis vor etwa 10 Jahren konnte ich mir diesbezüglich bestehende Wünsche rein objektiv nicht erfüllen ohne zum Verbrecher werden zu müssen. Aber seit ich nicht mehr jede Mark (jetzt €...) vorm Ausgeben einzeln erst mehrmals umdrehen muß, nahm meine Sucht z.T. dramatische Ausmaße an. Und ja, es IST eine Sucht, keine Frage!!! Denn wenn ich keine (Gold)Münze zum "Spielen" in der Tasche habe, habe ich psychosomatische, KÖRPERLICHE Symptome (Unruhe, Unausgeglichenheit, Nervosität bis Fahrigkeit), die aber SOFORT verschwinden, sobald ich mir wieder was Gelbmetallisches angucken und es befingern kann. Zu meiner Zeit noch als abhängig Beschäftigter konnte es dann sogar passieren, daß auf Besprechungen ein ordnungsruf erschallte: "Herr Mithras, sind Sie eigentlich bei der Sache?!?" ... und ja, ich war in der Tat wieder mal ertappt worden, wie ich gerade mit einem schnuckeligen Kushana- oder Gupta-Golddinar rumgespielt habe und sich der dann stets sooooo glückliche Ausdruck auf meinem Gesicht breitmachte, daß dies auch den anderen Anwesenden auffiel. Ich habe übrigens die seltene Gabe, mich gleichzeitg auf mehrere verschiedene Sachen voll konzentrieren zu können (sozusagen eine natürliche Multitaskingfähigkeit...
). Das bekamen die Leute dort auch immer bald anhand meiner schlagfertigen Rückfragen zum "eigentlichen" Thema mit. Deshalb war mir zuletzt dieses "Ertapptwerden" nichtmal mehr ansatzweise peinlich. Solln'se doch über meinen Spleen lästern: "Was stört es die Eiche, wenn sich eine Wildsau dran schubbert?!" 
Viel "schlimmer" mögen viele (auch hierzuforum, da wette ich 'ne Viertelunze drauf!) finden, daß ich teilweise "mein Äußeres vernachlässige". Um meine Leidenschaft effektiv befriedigen zu können, habe ich meinen "sonstigen" Konsum aufs absolute Minimum heruntergefahren (und kann fast schon Onkel Sarrazin rechtgeben: man kann mit 200,- €/Monat "Verfügungsgeld" durchaus leben, wenn man gut mitdenken und vor allem rechnen kann und jedes "Schnäppchen-Angebot" ausnutzt!). Ich renne seit Jahren in immer denselben abgewetzten Schlabberklamotten rum; sowas wie einen Anzug besitze ich nichtmal, geschweige, daß ich es trüge. Dann gilt auch noch "Isch 'abe gar gain Audo!", wohne in einer billigen Bruchbude (okay, in ZWEIen an verschiedenen Orten...) zur Miete, jeweils mitten in Gegenden urbaner Ballungsräume, wo eher das Subprekariat/"HartzIV" haust (m.E. übrigens eine IDEALE Tarnung für den fortgeschrittenen Goldbug
!).
Ja, und ich bin glücklich so! Zum Glück hat mein Kleiner nix gegen diesen Spleen. Solange ich ihm zur "Ruhigstellung" hin und wieder was Edles fürs Handgelenk spendiere, das Ticktack macht und aus Glashütte/Sa. oder wenigstens aus der Schweiz kommt. Außerdem gefallen ihm viele meiner Goldschätzchen durchaus auch. Und gerade als Grieche weiß er schon, wie das mit dem Zettelgeld und dem Echtgeld ist... 
Soviel dazu von mir. 